Ein heißes Eisen, das ist mir bewusst, ist der mögliche Konflikt zwischen Hundeliebhabern und denen die Hunde zwar mögen, ihnen jedoch nicht alle Rechte zugestehen wollen. Dazu kommen Menschen, die sich möglicherweise vor allem was vier Beine hat ekeln oder sie zumindest ablehnen. Benimmregel ist die Lösung

Ich muss nicht einmal auf Wanderschaft gehen, um auf alle diese unterschiedlichen Charaktere zu treffen. Es reicht die Fotos und Kommentare derer anzuschauen, die mit ihren Vierbeinern draußen unterwegs sind und jenen, die sich von Hund und Halter unangenehm berührt fühlen.

Benimmregel – Mein Hund auf Tischen und Bänken

Insbesondere bei Facebook begegnen mir immer wieder Fotos von Hunden, die mitten auf den Tischen der Rastplätze  sitzen. Dekorativ von Frauchen platziert(von Herren habe ich noch nie solche Bilder wahrgenommen), manchmal im ganzen Rudel, schauen sie auf dem Tisch sitzend, mehr oder minder begeistert, in die Kamera.

Ganz ehrlich, mir läuft bei solchen Fotos ein Würgereflex durch die Kehle. Kein Hund ist astrein sauber an seinem Po. Niemals würde ich eines meiner Kinder mit nacktem Hintern auf einen Tisch gesetzt haben und auch ich setze mich, obwohl stets reinlich, nicht auf einen Tisch.

Auch Spike musste schon hin und wieder posen, auch einem Fels oder Baumstamm. Glücklich ist er mit solch einem Standort nie gewesen, er pennt lieber auf einer Wiese. Auf einen für die Rast der Wanderer/innen bereit gestellten Tisch und Bank hat aber mein Hund nichts zu suchen.

SpikeRuhemodus -Benimmregel
Mein Spike schläft lieber ausgestreckt auf der Wiese

Der Unterschied zwischen meinem Hund und einem Fuchs

Den gibt es nicht, obwohl ich bezweifele, dass sich ein Fuchs ausgerechnet auf ein Möbel setzt, das intensiv nach Mensch riecht. Der Unterschied liegt für mich darin, dass der Fuchs und alle anderen Wildtiere in die Natur gehören, es ist ihr Wohnzimmer.

Der Unterschied liegt für mich ganz klar schon darin, dass ich für das Tun meines Haustieres verantwortlich bin und die Macht habe dies zu lenken. Für mich ist ein wichtiger Aspekt bei all meinem Tun, dass ich ohne zwingenden Grund keinem anderen Menschen Schaden zufüge, ihn belästige und ihm unangenehme Gefühle vermittle.

Wenn ich mir vorstelle, als Mensch mit einer gewissen Distanziertheit Haustieren gegenüber mit einem auf dem Tisch sitzenden Hund konfrontiert zu werden, würde mir vermutlich speiübel werden. In sofern sind gewisse Benimmregeln aus meiner Sicht Pflicht.

  • Mich interessiert nun, wie ihr euch mit euren Hunden verhaltet.
  • Habt ihr eine andere Einstellung zu diesem Thema?
  • Wie fühlen sich Naturbegeisterte, wenn sie auf solche Bilder stoßen.
  • Gibt es sonst noch etwas, was wir Hundehalter anders machen könnten?

Wie immer freue ich mich über rege Diskussion zu Deiner persönlichen Benimmregel 

Nachtrag:

In den Kommentaren wird deutlich, dass neben einer gewissen Enttäuschung über Rücksichts- und Verständnislosigkeit den Wünschen und Bedürfnissen der Nichthundehalter gegenüber, auch Angst vor freilaufenden Hunden dominiert.

Diese Beiträge passen aus meiner Sicht gut zum Thema: Von der Angst alleine zu wandern

Ein Artikel zum Thema habe ich im Netz gefunden: Wandern mit Hund

 

18 Kommentare

  1. Liebe Elke, solche Themen sind wirklich ein heißes Eisen 😉.
    Respekt und gleichzeitig Toleranz gegenüber seinen Mitgeschöpfen und der Natur – eine Gradwanderung, die man wie ich finde, immer wieder für sich selbst ausloten und selbstkritisch reflektieren sollte.
    Wer meinen Blog kennt weiß, dass unser Hund Bobby viel (und gerne) posiert, nicht auf Tischen aber manchmal durchaus auf Bänken. Aber nun kommt es: Wir (oder besser Bobby) haben oft Probleme mit den Menschen, die Bobby unbedingt streicheln wollen oder ihn locken und rufen. Unser Hund mag es z.B. gar nicht, wenn er angestarrt wird oder frontal von oben angefasst wird. Dann kläfft er schon mal und springt hoch. Selbst wenn ich im Vorfeld zu den Leuten sage: „Bitte halten Sie Abstand zu meinem Hund, er mag es nicht, von Fremden angefasst zu werden“, lassen sich einige nicht davon abhalten. „Ach was, ich kenne mich mit Hunden aus, ich hatte immer Hunde….“ bekomme ich zu hören. Wenn Bobby sich dann nicht streicheln lässt, heißt es, das ist aber ungewöhnlich, so hat noch nie ein Hund auf mich reagiert (erinnert mich stark an den beliebten Spruch der Hundehalter: Das hat er noch nie gemacht…. 😉)
    Jeder reagiert halt erst mal aus seinen eigenen Erfahrungen heraus. Ich versuche immer einzelne negative Erfahrungen nicht zu verallgemeinern und auf ganze Gruppen (die rücksichtslosen Hundehalter, Mountainbiker, Autofahrer…) zu übertragen. Denn es überwiegen doch eigentlich meist die Momente, in denen alles reibungslos funktioniert.
    Liebe Grüße auch an den guten Spike von Andrea

    1. Oh ja Andrea,
      diese Erfahrung mit kuschelwütigen Menschen durften wir auch schon machen. Spike ist ein Kuschelmonster und läuft gerne auf andere Menschen zu, wenn man ihn anspricht. Da muss ich ihn eher bremsen. Es gibt aber Situationen in denen er deutlich zeigt dass er nicht angefasst werden möchte, dann läuft er weiter.
      Dann fordere ich von Begegnungen aber auch ganz klar das zu akzeptieren. Gewöhnlich und tatsächlich zu 90 % sind die Begegnungen absolut positiv.

      Grund für diesen Beitrag hier sind eine größere Zahl an Bildern, auf denen gezeigt wird dass Hunde auf Tischen sitzen. Ich finde es einfach schade, wenn Hundehalter davon ausgehen dass jeder ihre Vorlieben versteht und akzeptiert und damit das Miteinander zwischen Hundehaltern und nicht Hundehaltern belastet.

      Wie du eingangs schon geschrieben hast, wir wollen einfach zufrieden durch die Wälder wandern und unsere Begegnungen als positiv empfinden dazu gehört Toleranz und Respekt.
      Auf dass uns das zum allergrößten Teil gewinnen möge.
      Ganz liebe Grüße Elke und Spike

  2. Ob Hunde auf Waldbänken sitzen oder nicht, ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Ich weiß ja auch nicht, welche Tiere dort nachts drüber laufen oder Platz genommen haben und außerdem stehen die Möbel bei Wind und Wetter draußen, so dass sie ohnehin schmutzig(er) sind. Deshalb lege ich mein Essen + Trinken auch nicht blank auf die dazu gehörenden Tische.

    Zu dem anderen hier aufgeführten Thema „Angst vor freilaufenden Hunden“ kann ich dagegen eher zustimmen. Ich kann Hunde nicht einschätzen, wir hatten nie einen in der gesamten Familie (bis auf die vom Bruder meiner Oma, vor dessen kleinen Kläffer hatte ich als Kind aber auch schon Angst, bzw. hab mich unwohl mit ihnen gefühlt), daher kenne ich auch die Anzeichen nicht, wann ein Hund froh/wütend/ruhig/etc. ist, wie ich mich im Zweifelsfall am besten wehre oder wie ich mich dem jeweiligen Hund gegenüber am besten verhalte und halte deshalb gerne großen Abstand.
    Allerdings habe ich das Gefühl, dass kaum ein Hundebesitzer das verstehen kann – oder will. Diese sehen immer nur ihren lieben, treuen Wauzi, der doch niemandem etwas macht. Dass dem Gegenüber aber alleine schon die Beine schlottern, wenn er „nur“ beschnuppert wird, weil er das nicht mag – auf die Idee kommen Hundehalter mMn selten.
    Davon lasse ich mich zwar nicht vom Wandern abhalten, ich hatte auch zum Glück noch nie ein schlimmes Erlebnis, aber trotzdem geht mein Puls höher, sobald ich einen Hund im Wald sehe.

    1. Nein, ich würde mein Essen auch niemals auf den blanken Tisch legen. Ich habe nur bei dem Anblick schon ein so unangenehmes Gefühl, das passiert mir bei einem Eichhörnchen nicht. Tiere haben in meiner Vorstellung einen Platz am Boden(die nicht fliegenden). Das hat auch etwas mit Rücksicht auf andere Menschen zu tun, dem Vierbeiner Grenzen zu setzen.

      Deine Befürchtungen kann ich sehr gut verstehen. Selbst wenn ein Hund zunächst freundlich ankommt, kann ihm ein Geruch in die Nase steigen, der für ihn unangenehme Erinnerungen weckt…

      Es ist wohl wichtig, dass sich beide Seiten austauschen, damit da ein Verständnis wachsen kann. Mir ist es lieber, jemand sagt mir deutlich was er/sie mag und was nicht, dann kann ich mich viel leichter darauf einstellen.

  3. Hallo Elke,

    auch ich möchte hier zu diesem Thema einmal meine Meinung zum Besten geben. Du hattest vor kurzem bereits einen Bericht über Ängste beim Wandern geschrieben. Da würden Benimmregeln für Hunde sicherlich auch irgendwie reinpassen.

    Zuerst einmal kurz zu mir. Ich bin ein begeisterter Wanderer und habe keinen Hund.

    Für mich gehst du mit deinen Beispielen (auf Tischen sitzen, auf Bänken usw.) schon einen Schritt zu weit. Wenn das die einzigen Probleme mit Hunden wären, könnte ich zumindest damit leben. Es mag zwar nicht sehr schön sein, wenn der Hund auf dem Tisch im Wald sitzt aber auf einen Tisch im Wald würde ich mein Brot oder andere Lebensmittel sowieso nicht ohne Schutz drauflegen.

    Viel größer sind meiner Meinung nach die ganzen unliebsamen Begegnungen mit Hunden deren Halter sich einfach nicht in die Sichtweise eines Nichthundebesitzers versetzen können. Ich möchte einfach nicht angesprungen werden, ich möchte auch nicht angelaufen werden, ich möchte auch nicht auf Hunde treffen, deren Besitzer für mich nicht in Sichtweite sind usw.. Leider habe ich auf meinen Wanderungen schon einige sehr schlechte Erfahrungen diesbezüglich gemacht. Das ganze geht sogar so weit, dass ich Strecken meide bei denen mir gewisse Dinge mit Hunden passiert sind. Für mich hört da leider der Spass auf. Es sind mir aber auch schon viele positive Begegnungen mit Hunden und Haltern passiert, wo ich auch dachte, wow das ist toll, so muß es sein. Leider bleiben einem aber die negativen Vorfälle eher im Gedächtnis.

    Gestern Morgen z.B. ging ich an meine Garage zu meinem Auto. Da hat ein Hund genau vor meiner Garage sein „großes Geschäft“ hinterlassen. Der Hund kann meiner Meinung nach dafür nichts. Das liegt am Halter. Befragst du jetzt 100 Hundehalter zu diesem Thema, ob das OK wäre. Würdest du sicherlich von allen zu hören bekommen, dass das nicht in Ordnung ist. Aber trotzdem passiert es tagtäglich. Ist doch irgendwie interessant. Jeder weiß, dass das sich nicht gehört, aber trotzdem passiert es ständig???

    Deshalb kann ich mich leider nur wiederholen, wären die von dir beschriebenen Benimmregeln das einzige Erziehungsproblem der Hunde durch ihre Halter, wäre für mich die Welt in dieser Sache in Ordnung. Leider ist es bei einigen nicht so und auf die scheine ich auf magische Weise immer zu treffen.

    Liebe Grüße
    Markus

    1. Markus vielen Dank für Deine Gedanken, die ich nur zu gut nachvollziehen kann.

      Ich habe ebenfalls Respekt vor großen Hunden, vor allem dann, wenn sie bellend angerannt kommen und die Halter sind nicht zu sehen. Da beschleicht mich schon ein sehr ungutes Gefühl. Auch mit Hund gibt es da Begegnungen, die einem ein Kopfschütteln abringen. Wenn so ein kleiner Kläffer auf meinen Hund zugerannt kommt und ich sicher weiß, dass meiner das nicht amusant findet. Wenn der den Kleinen dann schnappt, dann ist das Geheule groß.

      Insgesamt ist das Beispiel „Hund auf Tisch“ ein Ausdruck von Respektlosigkeit allen anderen Naturfreunden gegenüber. Es ist ein Ausdruck von vielen.
      Wobei es auch ängstliche Menschen gibt, die selbst einem Hund an der kurzen Leine angstvoll entgegen kommen. Da fällt mir nun gar nicht mehr zu sein, gebe ich zu, denn in Luft auflösen geht nicht, will ich auch nicht!

      Liebe Grüße
      Elke

      1. Hallo Elke,

        erstmal großes Lob, daß Du als Hundebesitzerin solche Themen auch aufgreifst. Und du gehörst definitiv auch zu den Hundebesitzern, mit deren Hunden man nie ein Problem hat.

        Ich ging eigentlich auch gerne Wandern und da um mich herum keiner gerne mitkommt, bin ich meistens alleine unterwegs gewesen. Nach einigen unliebsamen Vorfällen mit Hunden traue ich mich inzwischen jedoch nicht mehr. Mal abgesehen davon, daß ich dir recht gebe, daß ein Hund nicht auf den Tisch gehört, ist das eher weniger das Problem, weil ich ja nicht unbedingt am Tisch eine Pause machen muss.

        Jedoch – unangeleihnten Hunden deren Besitzer sie nicht im Griff haben – nicht zu begegnen, daß ist mir leider nicht mehr gelungen. Ich komme sehr zentral aus der Rhein-Ruhr-Metropole und wohne in der Nähe eines Waldes. Von wegen nach einem Aufenthalt im Wald fühlt man sich besser. Seit zwei Jahren war ich nur noch 5-6 mal im Wald, jedesmal hat es Monate gebraucht bis ich mich wieder getraut habe und dann wieder ein Erlebnis der dritten Art mit einem Hund, der einen ansprang und dann die Kommentare macht er sonst nie, sie haben doch keinen Hund dabei, wieso soll ich den anleinen, beim Rückwärtsgehen meinerseits auf einem schmalen Pfad am Kotten im Bergischen: Der Hund will aber daher (freilaufender Boxer) – zuletzt hat mich eine Dame so dermassen angekeift weil ich den auf mich zustürmenden Riesenhund ein Stopp zugerufen habe, daß ich seitdem, also letzten Sommer, keinen Mut mehr aufgebracht habe, alleine in die Natur zu gehen. Schade, der Wald hier ist wirklich schön. Leider hat aber die Anzahl dieser Hundebesitzer, die kein Mensch braucht, sehr zugenommen. Und wie Markus das auch schreibt, wenn ich durch diese Begegnungen so eingeschränkt werde, daß ich um meine Sicherheit fürchten muss und in meinem Fall schlußendlich dann sogar mich nicht mehr traue zu wandern, da hört der Spaß dann auf. Wirklich schade. Aber die Wahrscheinlichkeit hier keinen von diesen Zombies zu treffen ist die gleiche wie alleine vor dem Kölner Dom zu stehen. Also Zero.

        Eins noch, ich bin vom Herzen Hundefreund, bin mit Hund aufgewachsen, bin immer noch voll gerne mit den Hunden von Nachbar und Verwandschaft am Spielen und habe auch schon positive Erlebnisse gehabt mit anderen Hundebesitzern, die genau wie du, dem Gegenüber die Achtung entgegenbringen, daß man fremde Hunde nunmal nicht einschätzen kann und man ja nie weiß welche Erlebnisse wer mit Hunden gemacht. Solange die freilaufenden Hunde immer in Sichtkontakt sind und sofort gerufen werden oder gefragt wird, ob man sie lieber rufen soll ist eigentlich alles ok. Schade, daß ein wenig Rücksicht nicht ein wenig selbstverständlicher ist.

        LG
        Tina

        1. Liebe Tina,
          ich bin in vielen Teilen ein sehr ängstlicher Mensch und diese Angst habe ich auch Hunden gegenüber. Spike habe ich als Notfall übernommen und musste erst einmal lernen ihm gegenüber die Chefin zu sein, Das ist wohl auch der Grund, weshalb mein Blick bei entgegenkommenden WandererInnen immer in deren Gesicht ging um heraus zu finden, ob da Ängste und Bedenken sind. Waren Kinder dabei, kam er grundsätzlich dicht an meine Seite und ggf. an die Leine.
          Das Problem ist bei den meisten Hundebesitzern, dass sie sich so gar nicht in die Lage eines anderen Menschen versetzen können/wollen.
          Da tummeln sich, vor allem in Stadt nahen Wäldern, zig Hunde. Diese Vielzahl findest Du auf Wanderwegen in der Eifel z.B. nur sehr selten. Alle wollen auf bequem erreichbaren Wegen ihren Vierbeinern den Freilauf gönnen, damit der mal so richtig müde heimkommt, am besten noch im Spiel mit Artgenossen.
          Die Tatsache, dass es Erholungssuchende gibt, die einfach ungestört vor sich hinträumen möchten, wird dabei sehr oft restlos ausgeblendet.
          Dein Beitrag hier, hätte auch wunderbar zum Beitrag „Von der Angst alleine zu wandern“ gepasst. Bei vielen Menschen spielt die Angst vor den von Dir beschriebenen Begegnungen eine große Rolle.
          Liebe Tina, ich hoffe Du findest eine Möglichkeit Dir trotzdem auf irgendeine Weise ein genüssliches In der Natur sein zu verschaffen. Unbefangen und angstfrei ist das ein Gefühl, dass unbeschreiblich schön ist.
          Liebe Grüße
          Elke

        2. Liebe Elke,

          was bist Du doch für eine tolle Frau und für ein bereichernder Mensch! Vielen lieben Dank für deine aufmunternden und warmherzigen Worte, sie haben mir unendlich gut getan. 🙂

          Ich werde im Frühjahr nochmal versuchen mich an das Wandern heranzuwagen und mir bis dahin überlegen, wie ich mich sicherer fühlen kann. Bin in vielen Bereichen auch eher ängstlich und muss mal schauen, wie ich auch in meiner Umgebung wieder die Natur geniessen kann. Du hast auf jeden Fall Recht, daß es Gegenden gibt, wo man weniger diese Vielzahl von freilaufenden Hunden hat, aber von mir aus bis zur Eifel oder zur Ahr ist es halt auch ein gutes Stück zu fahren.

          Unbefangen und angstfrei wieder in der Natur zu gehen, das ist und wäre wirklich wieder unbeschreiblich schön, das wiederzuerlangen. Wenn du magst, schicke ich dir dann mal ein Bild von meiner ersten Wanderung 🙂

          Bis dahin wünsche ich Dir eine wunderschöne Wanderzeit,
          liebe Grüße
          Tina

        3. Oh liebe Tina,
          für das Frühjahr kann ich Dir die absolut Hunde freie Museumsinsel Hombroich empfehlen. Das ist eine wunderschöne, sehr weitläufige Grünanlage mit unbeschreiblich niedlichen Ecken. Hier im Blog auch beschrieben. Überhaupt sind Schlossanlagen, vor allem im Münsterland, sehr weitläufig und Du fühlst Dich da möglicherweise wie im Paradies.

          Ganz liebe Grüße
          Elke

        4. Ah und natürlich freue ich mich total, wenn Du ein Foto von Deiner ersten Wanderung schickst ;-)

  4. Hallo Elke,
    mir ist es völlig schnurz, was Hundeliebhaber ihren Hunden zu Hause zugestehen. Von mir aus im Bett schlafen oder auf dem Tisch, aber in der Öffentlichkeit geht das überhaupt nicht und ist eine Zumutung. Was hat ein Hundepo auf einem Tisch zu suchen? Nichts, auch kein Katzenpo übrigens. Meine Katzen hatten einen festen Platz oder schliefen auf dem Teppich.

    Uns sind schon öfter Hundehalter begegnet, die ihre Hunde munter auf uns los rennen ließen, gerade auch beim Rad fahren oder im Wald, wo uns ein Hund in „Kalbgröße“ entgegen gerannt kam. Die Besitzerin meinte natürlich, dass er nix tue, aber ich habe Angst vor Hunden, die auf mich losrennen, denn ich wurde schon zweimal gebissen, sogar einmal vom Hund meines Opas (damals noch Kettenhund und deshalb irgendwie auch nachvollziehbar, das andere Mal von einem Hund einer Bekannten, die entsetzt war, dass er mich in den Oberschenkel biss als sie mir das Gartentor öffnete. Ich hatte meinen kleinen Sohn auf dem Arm, der Gott sei Dank nichts abbekam. Der Hund kannte mich nicht, aber sie meinte noch, dass er doch noch nie gebissen habe :-( So meine „Hunde“erfahrungen! Hunde gehören in Cafés auch nicht auf den Stuhl, aber sich mit Hundebesitzern anzulegen bringt nichts, wenn man schon sieht, dass der Hund alles darf.
    Schön, dass du deinen Spike gut erzogen hast und er sich auch wie ein Hund „benimmt“. Hunde schlafen ja doch vermutlich normalerweise am Boden – und das ist ja auch gut so. Viel Freude noch mit deinem treuen Begleiter und schönes Wochenende! LG, Sigrid

    1. Liebe Sigrid,

      ich unterschreibe jedes Deiner Worte. Auch ich bekomme Panik, wenn Hunde wild auf mich zustürmen. Und ja, Diskussionen mit Hundehaltern sind meist sehr unerfreulich, wenn es um die Einschränkung des hündischen Spielraumes geht.

      Übrigens, Spike hat jetzt im Alter einige Regeln völlig vergessen, also lebt er, auch mangels akustischem Hörvermögen, überwiegend an der Leine. Der findet es neuerdings spannend an anderer Leute Einkaufstüten zu schnüffeln, das geht gar nicht, er lässt es aber auch nicht mehr. Ist halt eine Art Altersstarrsinn. Also Haft für den alten Sturkopf ;-)

      Dir auch ein mega Wochenende, Sonntag soll es sonnig werden
      Elke

  5. Dem ist nichts hinzu zu fügen! Ich selbst bin auch Hundehalter (weiblich) und liebe meinen Hund als Familienmitglied. Wie alle Familienmitglieder – Eltern, Kinder, Enkelkinder etc – haben sich auch Hunde in unserer Mitte an die gesellschaftlichen Regeln zu halten. Jedoch sind bei Kindern, so auch bei Hunden die Erziehungs-/ Betreuungspersonen für deren Verhalten verantwortlich. Ein Hund würde niemals von sich aus auf einen Tisch steigen. Wer als erwachsene Person seinem Hund solche (Un)Sitten beibringt oder aufzwängt, sollte auch keine Kinder erziehen. Diese steigen dann auch über Tisch und Bänke. Die Verantwortlichen sind einfach nur rücksichtslos und respektlos anderen Mitmenschen gegenüber.

  6. Hallo Elke,

    Du nennst das Thema „heisses Eisen“ und ja, das trifft es wohl ziemlich gut. Bin ich doch oft genug eben mit diesem Thema „Hund auf Möbel“ in gewisser Weise beruflich konfrontiert. Aber zunächst mal möchte ich bei Deinem geschilderten Thema bleiben, der Hund auf den Möbeln an einem Rastplatz. Also wenn ein Hund bei trockenem, sauberen Wetter mal auf der Bank Platz nimmt, das stört mich wirklich nicht.
    Aber auf einem Tisch hat der Hund nichts verloren. Dort, wo andere Menschen nach mir ihre Speisen ausbreiten, um der Wanderung den nötigen Feinschliff zu geben, da hat ein Hund nichts verloren. Da stimme ich Dir, selber Hundebesitzer wie Du ja weisst, vollkommen zu. Aber was will ich erwarten, wenn heutzutage selbst die Kinder in den Bushaltestellen nicht auf der Bank Platz nehmen, sondern cool auf den Rückenlehnen sitzen, während die schmutzigen Füße auf der eigentlichen Sitzfläche abgestellt werden?
    Ich betreibe ja nun im 4. Jahr eine FeWo die wir, ganz bewusst, auf Hundebesitzer und deren Bedürfnisse ausgelegt haben. Aber auch hier haben wir schon Fälle erlebt, wo man sich darüber aufregt, dass die Möbel den Menschen vorbehalten sind. Ich sehe in Foren immer wieder Aufnahmen, wo Gäste Bilder von ihren Hunden einstellen, die gerade das Brotkörbchen auf dem Küchentisch räubern oder wo sie gerade die Fensterbank abgeräumt haben, weil draussen eine Katze vorbeigestromert ist.
    Das wird dann noch mit einem lustigen Kommentar versehen und in den sozialen Medien eingestellt. Man ist sogar noch stolz darauf, so zumindest erweckt es bei mir den Eindruck.
    Was ein Hundebesitzer Zuhause in den eigenen 4 Wänden zulässt oder nicht, ist allein Sache des jeweiligen Hundebesitzers. Wenn er es „schmackhaft“ findet, dass der eigene Hund soeben über den Küchentisch gewetzt ist – ok – seine Sache. Aber ab dem Moment, wo jemand Drittes involviert wird, da sehe ich das mit anderen Augen. Zuhause dürfen meine Hunde am Wochenende morgens mal gerne kurz ins Bett kommen, aber wenn ich andernorts in Urlaub bin, ist das Bett tabu, denn da schlafen auch andere Menschen drin. Ich verstehe nicht, weshalb das einigen Menschen so schwer fällt, dies zu akzeptieren. Wie Du schon schreibst, es gibt Menschen, die mögen Hunde einfach nicht, andere ekeln sich sogar vor ihnen und wenn diese dann noch sehen, dass der Hund auf einem Rastplatz den Tisch belagert, an dem sie eigentlich essen wollten – ich kann es verstehen, dass das Unmut freisetzt.
    Schade, dass es immer noch Hundebesitzer gibt, die einfach voraussetzen, dass ALLE den Hund zu mögen haben bzw. denen es schnuppe ist, was andere denken/fühlen. Wir sollten wieder lernen, Rücksicht auf unsere Mitmenschen zu nehmen. Wir leben in einer Zeit, wo scheinbar nur noch der eigene kleine Mikrokosmos gilt.
    Das Thema „Hund“ ist sowieso streitbar wie kaum ein anderes. Angefangen bei der Leinenpflicht ja oder nein, oder Kastration als Erziehungsmethode, da gibt es etliche Möglichkeiten, eine schier endlose Diskussionswelle loszutreten. Alle wissen es besser, können es besser und sind sofort eingeschnappt, wenn man ihnen kontra gibt.
    Ich bin mal sehr gespannt, wohin dieser Beitrag hier führen wird. ;-)

    1. Hach, Du sprichst mir so aus der Seele.
      My Home is my Castle, da erlaube ich meinem geliebten Vierbeiner mehr, als draußen wo andere Menschen betroffen sind.
      Ja und auch das Thema Ferienwohnung ist mir schon oft durch mein Hirn geflitzt, auch hier erfordert es einfach Rücksicht auf all die anderen Mieter. Wir können doch froh sein, dass es immer wieder Ferienwohnungen gibt, die uns mit Vierbeinern aufnehmen. Das ist immerhin nicht selbstverständlich. Ja, ich hatte so richtig Lust auf das Thema, das sicher sehr unterschiedliche Meinungen auf den Plan ruft. Ich wäre halt auch mal gespannt auf Argumente, die meinen wiedersprechen.

      Liebe Grüße und bis bald mal
      Elke

  7. Lore schreibt bei Facebook:
    ICH hatte 40 Jahre lang Hunde (und 60 Jahre lang Hamster!😉). Bei mir kam nie ein Tier ins Bad, in die Küche oder gar auf den Tisch usw. Wir zusammen hatten gut 20Jahre lang Hunde. Selbst der Zwergdackel war abgerichtet und folgte SOFORT auf die Hundepfeife(unsere Tochter auch😉). WIR finden vermenschlichte Tiere unmöglich.
    Wir vermeiden hundefreundliche Hotels und Restaurants nach Möglichkeit.
    Wir hatten auch nie Spezialkleidung zum Gassi gehen, weil ich es hasse angesprungen oder beleckt zu werden.
    Am oder gar auf dem Tisch hatten unsere Hunde nichts zu suchen! Gebettelt haben sie nicht, lagen weder auf dem Sofa noch hatten sie einen eigenen Sessel. Ach ja, leider auch keine Mäntelchen (mit Ausnahme des Dackels, der wegen einer Beisserei EINEN Winter lang kein richtiges Fell hatte.) Dieser Strolch war auch EINMAL auf dem Esstisch! Wir waren zum Geburtstagsessen vom Zahlmeister aus und der 3Monate alte Hund war alleine daheim. Auf dem Esstisch stand die Geburtstagstorte mit Puderzucker bestäubt und kleinen Kerzen(vielen😉) drauf.
    Als wir zurückkehrten waren im Flur auf dem dunkelgrünen Velourteppichboden lauter weisse kleine Pfotenabdrücke…..
    die Kerzen und Halter lagen verstreut
    auf dem Tisch im EZ und der Kuchen war fast ganz weg!😮
    Der Dackel saß laut knurrend in seiner Höhle.😂
    Wir sind JEDEN Tag stundenlang mit unseren Hunden gewandert und so waren sie so ausgelastet, dass sie zu Besuchen nicht mitgenommen wurden. Ich denke, dass sie ein schönes Leben hatten, ein Hundeleben eben, ohne, dass sie im oder vor dem Bett lagen. (WIR haben ja auch NIE im Körbchen gelegen oder aus dem Napf gegessen😄😄😄)

    Ach ja, wir hatten damals eine Nachbarin, die hat JEDEN Abend mit ihren zwei Dackeln zusammen(?!?) gebadet…Begründung: sie wollte saubere Hunde im Bett)😞😞😞

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