Dschungelpfad, das klingt doch klasse. Auch Bilder, die ich bisher sah haben den Wunsch geweckt mal einen Besuch zu starten. Wasser, Felsen, Sonnenschein, da hält mich nichts in heimischen Gefilden. Der Dschungelpfad in Heimbach ruftIch orientiere mich mal wieder an einem Streckenverlauf, den ich bei Unterwegs mit Hunden, gefunden habe. Auch im Buch von Karl-Georg Müller „Eifel -Wanderungen für die Seele“ finde ich eine attraktive Runde. Das wäre eine Idee für das Frühjahr.

Auf dem Dschungelpfad in Heimbach – Informationen

  • Start/Ziel: Hengebachstraße, Heimbach (Gebührenpflichtig)
  • Streckenlänge: 10 km
  • Höhenmeter: 115 m
  • GPS Track:
  • Achtung, stellenweise sehr schmale Pfade im Hang
  • Einkehr: Einige in Heimbach, die ich selber jedoch nicht getestet habe
  • Sehenswürdigkeiten: Burg Hengebach und das Abtei Mariawald
  • Der Rureifel Tourismus bietet Stadtrundgänge und andere Führungen

An der Hengebachstraße stehen einige größere Parkplätze zur Verfügung, die gegen Entgelt ganztägig genutzt werden können. Von hier aus starte ich meine heutige Wanderung, die mir höchst unterschiedliche Eindrücke schenken wird.

Heimbach und Dschungelpfad (1)
Brücke über die Rur – Hier habe ich geparkt

Hoch über der Rur trohnt die Burg Hengebach, die ich am Ende meiner heutigen Runde  näher in Augenschein nehmen werde.

Heimbach und Dschungelpfad (3)
Burg Hengebach hoch oben über der Rur

Ich wende mich nun jedoch erst einmal Richtung Osten und schaue mir die Brücke über die Rur dort an, laufe auf der anderen Uferseite wieder zurück zur Steinbrücke.

Eine ganze Weile beschäftige ich mich mit der Bronzeplastik auf der steinernen Brücke. Sie gegen das Sonnenlicht fotografisch einzufangen ist mein Begehr.

Der Geiger …..

wurde im Jahr 2008 feierlich enthüllt und ist als Symbol für die wachsende Kunstgemeinde Heimbach zu sehen. Besonders das Festival der Spannung, das jährlich im Jugendstilkraftwerk Heimbach stattfindet und eine Woche im Juni höchsten Musikgenuss beschert, lockt regelmäßig Scharen an Kunst- und Musikbegeisterte an.

Heimbach und Dschungelpfad (9)
Der Geiger – Bildhauerin Luise Kött-Gärtner

Jemand hat dem Geiger einen gestrickten Schal um den Hals geschlungen und der wird von der Sonne mit einem feinen Strahlenkranz versehen.

Heimbach und Dschungelpfad (11)
Der Geiger

Noch ist es sehr schattig am Staubecken Heimbach

Kaum biege ich auf die Nordseite des Staubeckens ab, fällt der gesamte Weg in den Schatten. Die Sonne hat es noch nicht geschafft über die hohen Bäume der anderen Staubeckenseite zu schauen. Wie schade, den tiefen Sonnenstand habe ich nicht bedacht.

Sonniger Dschungelpfad

Die Lösung meiner Sonnenproblemes liegt in der Zeit. Ich warte einfach, bis sie die Baumwipfel überwunden hat und ihre warmen, hellen Strahlen ungehindert über das Staubecken schwärmen lässt. Hach wie schön ist das.

Dschungelpfad in Heimbach
Felsiger Untergrund auf dem Dschungelpfad
Dschungelpfad in Heimbach
Solche Anblicke gibt es nur im Winter, ohne Grün
Heimbach und Dschungelpfad (37)
Sonnensterne, auch zwischen den Ästen
Dschungelpfad in Heimbach
Ein Genuss, hier möchte ich lange bleiben
Heimbach und Dschungelpfad (45)
Und wieder etwas Gegenlicht, ich liebe es

Nun aber mal weiter gewandert, immerhin möchte ich heute noch einige Stellen ansteuern und den Sonnentag nicht nur mit trödeln verbringen. Ach was, noch einmal herum drehen, nach hinten gucken, fotografieren.  Ich kann mich nicht satt sehen und weiß auch heute, hierher komme ich noch öfter!

Das Jugendstilkraftwerk Heimbach

Ich erreiche über einen kleinen, relativ unattraktiven Wegabschnitt das Jugendstilkraftwerk Heimbach. Hier war ich schon mehrmals und im Rahmen eines gemeinsamen Wochenendes mit Kolleginnen und Kollegen habe ich auch eine Führung genießen dürfen. Mehr dazu im Beitrag: Kulturwanderwochenende Eifel

Heimbach und Dschungelpfad (71)
Kraftwerk Heimbach (1905 in Betrieb genommen)

Das Kraftwerk liegt im Schatten und wirkt so überhaupt nicht einladend, auch wenn das Gebäude an sich im Jugendstil schon richtig was her macht. Nur mal einen kleinen Einblick ins Innere zeige ich euch:

Neben Turbinenhalle und Technikräume befindet sich auch ein Haushaltsgeräte Museum im Gebäude (Stand 2012)

Abenteuerlich schmale Pfade – Gute- Laune – Weg

Nun wird es abenteuerlich und wer auf schmalen Pfaden neben abschüssigen Hängen Panik bekommt, sollte hier nicht allein und mit Trekkingstöcken unterwegs sein. Der Abschnitt ist nicht lang und so werde ich auf urigen Pfaden hinunter zur Rur geleitet.

An der Rur bis zum Wasserkraftwerk unterhalb Schwamenauel

An sumpfigen Ufern vorbei erreiche ich langsam den im Sommer sicherlich ausgesprochen attraktiven Uferbereich der Rur. Bänke laden zur Rast ein und eine kleine Weile halte ich, dort sitzend, die Nase in die Sonne.

Wasserkraftwerk Schwammenauel

Ein gelbes Gebäude taucht auf. Es ist das Wasserkraftwerk Schwammenauel aus dem Jahr 1938. Damals wurde auch die dahinter liegende Talsperre gebaut, deren überschüssiges Wasser hier herunter geleitet wird. Im Jahr 2012 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten, vor allem an der Steuerungstechnik, an dem kleinen Kraftwerk durchgeführt, das die Spitzenbedarfe an Strom auffängt und von Fankel an der Mosel aus gesteuert wird.

Wieder zurück zum Jugendstilkraftwerk Heimbach

Schatten liegt auf dieser Seite, leider ändert sich das auch bis zur Burg Hengebach nicht. Es ist Winter, die Sonne stellt sich nicht, wie im Sommer, hoch an den Himmel.

Alt bekannte Wege – Zurück zur Burg Hengebach

Schon einige Male bin ich diesen weniger attraktiven Weg auf der anderen Rurseite gegangen. Er ist nun mal die Möglichkeit zurück nach Heimbach zu gelangen. Erst im Bereich der Burg Hengebach wird die Umgebung wieder ansprechender, ja sogar schön.

Unterhalb der Burg hat man einen sehr schönen Park angelegt. Auch für unseren Nachwuchs sind attraktive Spielflächen entstanden.

So ist der Abschluss meiner heutigen, doch sehr kurzen Wanderung, sehr angenehm für die Sinne. Zurück am Parkplatz räume ich die überflüssigen Dinge ins Auto und besuche noch die Burg.

Burg Hengebach

Die Höhenburg aus dem 12- und 14. Jahrhundert steht auf einem Bergrücken auf 216 m ü. NN     Bei Wikipedia gibt es mehr Informationen

Es macht sehr viel Spaß das Gelände zu erkunden, den Ausblick vom Turm zu genießen, die schöne Wendeltreppe in vielen möglichen Varianten zu fotografieren. Das Ergebnis meiner suchtmäßig ausgeprägten Fotojagd habt ihr jetzt auszubaden ;-)

In dem schönen Gemäuer hat die Bildungs- und Ausbildungsstätte für Bildende Kunst Unterschlupf gefunden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach dieser inspirierenden Exkursion hänge ich noch einen Besuch der Abtei Mariawald an. Da gibt es lecker Essen, das passt sogar in meine neue Ernährungsmethode.

Abteil Mariawald

In der  Abteikirche des Klosters Mariawald wurde am 11. November 1511 Altar und Ostchor geweiht. Im Jahr 2011 wurde das 500-jährige  Jubiläum gefeiert. Derzeit sind noch neun Äbte in der Abtei.

In der Klostergaststätte gibt es die legendäre Erbsensuppe, die auch im gegenüberliegenden Klosterladen käuflich erworben werden kann. Mit Würstchen versehen bildet die große Kelle Suppe eine vollständige und sehr sättigende Mahlzeit.

Einst wurde die unverwechselbare Rezeptur dieser Suppe von den Mönchen der Abtei Mariawald ersonnen, um die heimkehrenden Pilger mit einer Speise zu begrüßen. Bis heute wird die Suppe nach dieser Rezeptur in der Klostergaststättenküche zubereitet.

Dazu für den der nicht Auto fahren muss ein Fluitter Tripel, das Klosterbier mit 9% Alkohol.

Merkwürdige Kaltblüter

Die Zossen gleich neben der Abtei trotten gemütlich über die Wiese und knabbern die wenigen Grashalme unter der Schneefläche weg. Eine kleine Bildfolge möchte ich euch zeigen. Einer der großen Tiere knabbert dem anderen am zotteligen Fell an den Beinen. Das Gesicht danach ist einfach der Brüller.

Das war ein Tag nach meinem Geschmack

Den Dschungelpfad würde ich gerne noch einmal gehen, doch die Südseite des Staubeckens gefällt mir nicht. Es gibt noch unzählige Möglichkeiten dort zu wandern und das werde ich ganz sicher auch tun.

15 Kommentare

  1. Hallo liebe Wanderfreunde und hallo liebe Elke, tolle Bilder habt ihr da wieder geschossen👍 Die Tour ist ja quasi eine Schnupperrunde in dem Wanderparadies Heimbach… Für mehr Abenteuer , mehr Pfade und garantiert mehr Bilder empfehle ich euch mal meine Heimbach Best Of Tour : „Eifelblicke und Traumpfade bei Heimbach“ 16km , Download wie gewohnt über Outdooractive… Viel Spass und Grüsse aus dem Ruhrgebiet!
    Mr. Pfade

    1. Guten Mr. Pfade,

      die Tour in Heimbach liegt in meiner Liste für die Nordeifel und ist für das Frühjahr geplant. Ich kann es kaum erwarten sie zu erkunden und werden nach Vollzug sofort berichten und bei outdooractive kommentieren.

      Viele liebe Grüße
      Elke

  2. Hach, meine (Fast)Heimat. Da war ich als Kind so oft unterwegs, wenn wir bei meiner Oma in der Eifel waren. Auch jetzt bin ich hin und wieder noch da – und lasse mir die Erbsensuppe in Mariawald dabei nie entgehen, so lange es sie noch gibt.

    1. Die Erbsensuppe ist tatsächlich köstlich, gerade jetzt in der kalten Jahreszeit. Ich kann verstehen, dass Dich da ein Heimatgefühl erwischt ;-)

    1. Liebe Yvonne, da gibt es noch soooo viele wunderschöne Wege. Ich werde dort auch noch öfter sein ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

    1. Ich überlege einfach oberhalb vom Dschungelpfad mal einen Weg zu gehen und dann wieder unten an der Burg zu enden. Es bietet sich ja noch einiges an Wegen an ;-)

        1. Liebe Sabine,
          ich freue mich über eine Verlinkung und finde Deine Beschreibung sehr sehr schön geschrieben. Das Ferienhaus ist ja wunderschön gelegen und sehr geräumig. Alle Achtung!

          Viele liebe Grüße
          Elke

    1. Oh, ist also endgültig Schluss dort. Das ist schade und ja, ich hoffe die Klostergaststätte bleibt erhalten, samt Erbsensuppe

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