Ihr werdet euch fragen, wie ich zu der Behauptung komme, dass Spessart in der Eifel liegt.

Tja meine Lieben, dass weiß ich, seit ich öfter in der Umgebung von Arft herum wandere. Vergeblich gesucht habe ich nach dem Wirtshaus im Spessart . Eine Pizzeria und einen Landgasthof finden hungrige Mäuler aber schon. 

Eine Runde in Spessart in der Eifel

  • Start/ Ziel: Spessart Ahrweiler, L83 Ecke Hannebach
  • Streckenlänge: 15, 2 km
  • Höhenmeter: 430 m
  • GPS Track
  • Einkehr: In Spessart oder umliegenden Gemeinden
  • Wege in der Nähe: 4 Dörfer Weg, ziemlich neu angelegt
  • Eine wunderschöne Wanderung erlebten wir hier im Winter: Winterwandern
Spessart in der Eifel
Start des Weges 4 Dörfer Weg und auch meiner
Akelei

Unter dem blass blauen Himmel begebe ich mich auf den Wirtschaftsweg, links und rechts ein paar blühende Ginster, ein paar Akelei und ganz viel vom gelben Klee. Bald schon wechselt der kompakte Untergrund zu einem weichen Wiesenweg. Auf den Weiden stehen Pferde und mümmeln genüsslich das saftige Grünzeug.

Lecker Wiese
Weiche Wiesenwege

Wer bestäubt hier noch die Wiesen?

Über die Tatsache, dass die Wiesen nahezu frei von Insekten sind, wundere ich mich schon gar nicht mehr. Da wo sich vor Jahren zahlreiche Hummeln, Bienen und vor allem Falter tummelten, herrscht jetzt gähnende Leere. Ich freue mich über dieses wohlgenährte Exemplar, das nervös von Blüte zu Blüte fliegt.

Ein einzelner Brummer
Hier herrscht Stille, keine größeren Flieger zu sehen

Wegekreuze in der Eifel

Auf meiner heutigen Runde werde ich einige dieser uralten Wegekreuze sehen. Der ein oder andere sieht noch gut aus, die Inschriften sind teilweise noch lesbar. Sie drücken Dank aus, oder ermahnen zur Erinnerung an schlimme Zeiten, die gedenken wichtiger Menschen und/oder unserem Schöpfer.

Wegekreuz in der Eifel
Ein gemütliches Plätzchen zum rasten

Auf zum Waldbaden

Waldbaden, ob sich der Begriff durchsetzt? Ich finde ihn ganz nett, denn er drückt aus, was im Wald möglich ist, tief eintauchen, sich vom intensiven Grün umarmen lassen.

 

Frische, rote und wohl weibliche Zapfen der Fichten

Die Waldwege sind überwiegend von breitem Charakter und wirken wie frisch gefegt.

Die ersten Wiesen sind gemäht. Reich ist die Ernte
Lichte Waldwege und dann
Ich werde über stark zerfahrene Waldwege gelenkt. Was die dicken Reifen der Fahrzeuge nicht schaffen, erledigen die Pferdehufe.

Die Arbeiten in den Wäldern, nach heftigen Stürmen, ist unvermeidbar. Drum kämpfe ich mich unverdrossen über die matschigen Wege und irgendwann liegt dieser unangenehme Wegabschnitt dann auch hinter mir.

Faszination Pferde

Auf den weiten der Wiesen tummeln sich große Pferdeherden. Den Raum haben nicht viele der edlen Zossen auf dieser Erde. Es ist eine Freude ihnen bei ausgelassenem Spiel, einer Hetzjagd oder dem gemütlichen grasen zuzuschauen.

Bevor die nächste große Weide in mein Sichtfeld gerät, muss ich jedoch noch einige urige Baumgruppen passieren. Auch die reizen mich schon wieder zum verweilen und staunen. OK, ich bin halt gerne langsam unterwegs, bloß keine Energie verschwenden.

Urige Baumgruppen
Weit fortgeschritten ist die Farbe des Blattgrüns, das frühlinghafte helle grün ist an vielen Gewächsen längst dem dunkleren Sommergrün gewichen

Auf der nächsten Weide werden stolze junge Pferde abgelichtet. Ich kann mich nicht satt sehen, an den stürmenden Tieren, die sich stets zu dritt ein Wettrennen liefern.

Das Wetter ist nicht so zauberhaft, wie wetteronline es mir versprochen hat. Der stahlblaue Himmel versteckt sich hinter grauen Wolken, keine Chance auf Änderung, wie mir scheint.

Wieso Wolken?
Das war anders abgemacht

Bis Blasweiler ist alles gut

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Dann wird es mühsam

Offensichtlich ist hier ziemlich viel Holz gefallen. Diese ehemaligen Bäume hat man geschreddert und auf dem Waldboden verstreut. Diesen rd. zwei Kilometer langen Wegabschnitt hätte ich am liebsten weg gezaubert. Der war öde, langweilig, anstrengend und doof. Einzig meine Muskeln können hinterher von sich behaupten etwas Positives erlebt zu haben.

Die Erleichterung ist groß, als ich endlich wieder sanfte Wege spüre.

Endlich wieder Wiesenwege
Die unterschiedlichen Tönungen des Waldes sind in diesem Jahr besonders auffallend, finde ich

Schelborn in Sicht

Am Ortsrand von Schelborn lasse ich mich zu einer ausgedehnten Rast nieder. Mein Äpfelchen wird vertilgt und der Wasservorrat reduziert. Einfach da sitzen und ein wenig ausruhen, tut nach dem anstrengenden Stück Weg wirklich gut.

Der Königssee ist am heutigen Tag nicht erreichbar

Um Schelborn herum ist schnell gewandert und gar nicht mehr so lange, dann werde ich wieder am Startort sein. Dazwischen liegen aber noch einige wunderschön gewachsene Lupinen und Ausblicke auf Burg Ohlbrück. Die ist hier in der Region ja andauernd zu sehen.

Lupinen wachsen hier reichlich und ich finde sie wunderschön. Die Samen kann man anscheinend kochen und sie sollen sehr eiweißreich sein. Nun ja, darauf würde ich nicht wetter, denn es gibt auch giftige Pflanzenteile oder solche, die allergische Reaktionen auslösen können.

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Das Wetter zeigt mir den Stinkefinger, aber es regnet nicht. So richtig gute Laune möchte aber heute auf dem Weg nicht aufkommen. Meine Fotos sind auf dem Rest des Weges auch wenig ansprechend (aus meiner Sicht) sodass ich nur noch wenige zeigen werde.

An einem sehr hübschen Ferienhaus unterhalte ich mich eine Weile mit der niederländischen Vermieterin, die drei hübsche Setter durch ihren Garten flitzen lässt.

Ferienwohnung zu vermieten

Am Ende lande ich wieder auf dem Parkplatz an der geschlossenen Gaststätte. Für einen Kaffee hätte ich mich ja noch niederlassen wollen, aber offensichtlich hat auch diese Eifelgastronomie den Betrieb eingestellt.

Es gab sehr schöne Wegabschnitte, aber auch ausgesprochen langgezogene Forstautobahnen. Ich hatte diesen Track von NaturAktivErleben und bin etwas enttäuscht. Wobei nun nicht feststellbar ist, ob die Wege aufgrund der Stürme nicht stark verändert daher kommen.

Die Region ist klasse und den 4 Dörferweg werde ich ganz sicher noch erwandern wollen. Bin ja im Herbst wieder hier.

 

2 Kommentare

  1. Ich liebe diese Zeit nach dem Winter in der schon alles voll sommerlich grün ist, man aber immer noch die Bilder des braun in braun vom Winter im Kopf hat – und immer wieder total überrascht ist wie grün doch die Welt ist. Zumindest gehts mir so!

    Tolle Wanderung!

    1. Kurz nach dem Winter geht es mir auch so. Wenn es so schnell warm wird, vermisse ich aber die frischen hellgrünen Farbtöne, die halten sich dann nicht so lange. Vielleicht rennt aber auch dieses Jahr die Zeit so furchtbar schnell. Es ist schon Ende Mai, wo ist die Zeit geblieben? ;-)

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