Ich möchte meiner Enkelin hin und wieder auch einmal neue Dinge zeigen. Die Bauernhöfe Gut Schiefelbusch und der Berger Hof, dieses Mal auch Gertrudenhof, sowie der Wildpark Reuschenberg gehören zum Standard Programm.

Das Neanderthal Museum in Mettmann möchte ich in diesem einwöchigen Ferienaufenthalt mit unterbringen.

Der mit Abstand kälteste und wolkenreichste Tag der letzten Woche muss dafür herhalten, auch wenn die kleine Dame zunächst etwas kritisch einem solchen Besuch entgegen blickt. Unter dem Versprechen den Museumsbesuch kurzfristig zu beenden, sollte er so gar nicht ihren Interessen entsprechen, fahren wir los nach Mettmann.

Neanderthal Museum - Spielplatz
Spielfläche gegenüber dem Museumsgebäude und in der Nähe des Wanderparkplatzes

Neanderthal Museum Infos

  • Start/ Ziel: Mettmann, Talstraße 300 Wanderparkplatz gegenüber dem Museumsgebäude
  • Streckenlänge der nicht per GPS aufgezeichneten Rundwanderung um das Wildgehege, rd. 6 km
  • Eintritt Familienkarte (minus 20% vom Normalpreis): für uns also 14 Euro
  • Wandern in der Umgebung Beiträge hier im Blog

Wir haben das Kombiticket genommen, also die Sonderausstellung: „Löwe, Mammut und Co.
Eine Eiszeit-Safari“ inclusive und sehr schnell wird klar, dass die sechsjährige kleine Forscherin sehr interessiert, vor allem durch die Sonderausstellung hüpft.

Mir bleibt nur an ihrem Rockzipfel zu hängen, denn sie springt von einem Objekt zum anderen und wieder zurück, um noch einmal zu schauen. Die Frage: „Gefällt es Dir“ muss ich nicht stellen und später gab es die klare Ansage „Das machen wir noch einmal, wenn ich wieder komme“

Eiszeit Safari

Diese Sonderausstellung informiert über die letzte Eiszeit Europas. Sie wird bis zum 2. September 2018 noch zu besichtigen sein und ich kann sie nur sehr empfehlen. Vor allem Kinder werden angetan von den lebensecht wirkenden Tieren sein, die zur letzten Eiszeit Europa besiedelt haben.

Mammut mit Nachwuchs
Höhlenlöwe im Neanderthal Museum
Höhlenlöwe
Hyäne
Neanderthal Museum
Lebensecht, das Mammut

Meiner kleinen Begleitung zu Liebe habe ich auf das Mitschleppen der großen Kamera verzichtet und mich auf Handyaufnahmen beschränkt. Auch die Anzahl ist dieses Mal überschaubar. Es macht zudem mehr Sinn, wenn ihr euch das alles vor Ort anschaut.

Neben Forscherkästen mit unterschiedlichen Inhalten, finden wir eine ganze Reihe Kästen in die wir tasten können. Drinnen liegen Tierfelle und wer schon ein wenig gelernt hat, wird die unterschiedlichen Haarstrukturen und an der Weichheit eines Fells in etwa die Tierart bestimmen können. Ein wenig Übung und Ausdauer erfordert das schon.

Dauerausstellung

Bei ganz gewöhnlichen Kalkabbauarbeiten wurden im Jahr 1856 im Neanderthal Knochenfragmente  gefunden. Später, im Jahr 2000 fand man neben weiteren Knochen zum Fund aus 1856 auch Reste eines weiteren Fossils gefunde. Ebenfalls entdeckt wurde ein Milchzahn, der nach heutigen Erkenntnissen zu einem 11-14 jährigen Kind gehören müssten.

Viele Informationen wurden zusammen getragen, lebensecht wirkende und lebensgroße Nachbildungen unserer Vorfahren helfen Einblicke in die Entwicklungsgeschichte des Neanderthalers bis zu unserem heutigen Stand zu nehmen. Kurz und knapp könnte sie lauten, mit zunehmender Körpergröße sind wir weniger beweglich und schwächer geworden. Gut, das eine von vielen Erkenntnissen.

Neanderthal Museum
Unsere Vorfahren hatten keine Muckibude nötig

Neanderthal Museum

Für Kinder ausgesprochen spannend

Ich gebe zu, das Interesse meiner Enkelin ist noch nicht sehr tiefgehend und ausdauernd, aber ein Anfang ist gemacht. Die ersten Eindrücke hat sie mitgenommen. Die Tatsache, dass Knochen zu Werkzeugen verarbeitet wurden und die Verwendung der Felle waren ihr schon bekannt.  Manchmal ist der Fernseher auch ein Lehrmeister.

Wanderung am Wildgehege und der Düssel

Nachdem eine kleine Kette mit einem Delfinanhänger aus dem Museums Shop in den Besitz der kleinen Dame gewechselt war wollten wir eigentlich heim fahren. Die kurze Stippvisite zum Spielplatz dehnte sich unversehen zu einer kleinen Wanderung aus.

Es ist zu schön mit ihr unterwegs zu sein. Ohne Pause erklingt die kindliche Stimme, erzählt von Kräften, die sie in ihrer Kette bzw. dem Anhänger gebannt hat, lässt ihrer Fantasie freien Lauf. Die Schmetterlinge werden, soweit Oma das kann, bestimmt.

So spontan aus einer Laune heraus sind wir ungefähr 6 km gelaufen.

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So ziemlich pünktlich zum beginnenden Boykott landen wir wieder am Parkplatz und fahren heim zu Spike. Der freut sich natürlich, dass er von seiner kleinen Freundin mit Futter verwöhnt wird.

 

 

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