Die Ahr und das Umland reizen mich immer wieder mal zum wandern und so habe ich mich heute, an einem äußerst nebligen Novembersonntag, auf den Weg nach Kirmutscheid gemacht. Dort startet die 14 km kurze Dörferblick Schleife, ein im Rahmen des Naturschutzprojektes Obere Ahr Hocheifel entstandener Rundwanderweg.
Es wird derzeit viel für den Landschafts- und Naturschutz getan und so hat die Verbandsgemeinde Adenau vor, rd. 10 Mio. Euro in dieses Projekt zu stecken.
Dörferblick Schleife
Als Ideengeber für diese heutige Wanderung diente mit das kleine Büchlein „Wanderparadies AhrSteig“. Im Frühjahr war ich bereits auf der Sahrbachtal Schleife , auch in diesem Büchlein beschrieben, unterwegs, der mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Erleichtert erreiche ich den Waldweg, der breit und gut übersehbar vor mir liegt.
Holz für Volker und seine Wanderhunde?
Hier muss ich an den lieben Volker und seinen Wanderhund denken (die beiden schreiben auch Blog), einen Wanderer nebst Wuff namens Indy aus der Eifel, der in der Nähe wohnt und immer wieder erklärt: „Ich geh Holz machen“, scheinbar eine Vollzeitbeschäftigung in der Freizeit, damit im Winter das Haus kuschelig warm ist.
Eisig ist der Boden, die ersten Pfützen sind zugefroren und malen ihre bizarren Muster.
Ich vermute dass das Feuerchen gestern gebrannt hat? Es riecht lecker, ich mag verbranntes Holz.
Statt Dörfer fotografiere ich Hund
Von Aussichten auf Dörfer kann heute keine Rede sein, ebenso wenig ist natürlich die Eifel und die Hohe Acht zu sehen. Der Nebel und Dunst haben die Landschaft voll im Griff. So ziehen wir dann auch bald weiter und durchstreifen auf dem weiteren Weg die Straßen von Pomster.
Ich habe in dem kleinen Büchlein „Wanderparadies AhrSteig“ ein Foto aus dem Frühjahr gesehen. Das sieht einfach großartig aus, wenn dieser Baum blüht.
Barweiler und seine Wiesen
Bald werden sie ganz abtauchen und den Winter im Bau verbringen.
Leider konnte ich nicht den Blick von Spike fotografisch einfangen, der mit schräg gelegtem Kopf mein Tun beobachtet.
Dank Meindl gehaltenem Versprechen „die Schuhe sind wasserdicht“ erreiche ich trockenen Fußes das andere „Ufer“ :O
Also suchen wir uns ein trockenes Plätzchen, mangels vorhandener Bänke, einfach auf einer Wiese, und verschnabbulieren das mit gebrachte Frühstück. Spike kriegt ein paar Streicheleinheiten, die er mit geschlossenen Augen genießt.
Satt und zufrieden ziehen wir weiter und erreichen über Wald und Wiesenwegen Barweiler.
Und hier treffe ich auf eine Hundebesitzerin, bzw. eine Welpenbesitzerin, zunächst im Gespräch recht freundlich erscheinend geht sie weiter und ich muss ansehen, wie sie den kleinen Steinebeisser mit Schlägen versucht von seiner Unart zu befreien. Schade, dass ich schon zu weit weg war.
Zurück ist nicht mehr weit
Auf diesem Weg wandere ich nun gemächlich wieder Richtung Kirmutscheid und dort endet meine Wanderung für den heutigen Tag. Inzwischen blinzelt die Sonne hin und wieder durch den Wolken verhangenen Himmel, kann sich aber auch am Rest des Tages nicht mehr durch setzen.
Hier noch ein erweiterter fotografischer Einblick in die Tour: Diashow und der GPS Track
Na, das ist ja tapfer, bei so einer Suppe eine Strecke mit Ausblick zu wählen… ;-) Aber ich kann gut nachvollziehen, dass die begrenzte Sicht den Blick fürs Detail schärft. Besonders haben es mir die Eispfützen, die einsame Ameise und die tragende Gesteinskugel angetan.
Ja manchmal bin ich tapfer oder wahnsinnig???
Auf jeden Fall stand diese Tour lange auf meinem Plan und trotz Nebel und Dunst hatte sie etwas reizvolles.
Die einsame Ameise war für mich der Knaller, sonst kriegt man bei dem Gewusel ein Einzeltier selten mit der Kamera zu packen :-)
Hei. Du hast aber mehr von der Landschaft gesehen als wir – dank Nebel – in Kehrig ;-)
Ach Mungo, ich habe mit beiden Kameras geknipst und mir dann immer die schönsten Aufnahmen raus genommen. Mit Tonwertkorrektur kriegt man ja so einiges wieder hin :-)
Ach, DA ist das. Ich musste erst mal die Karte verkleinern, um nach der Lage zu sehen. Da sind doch einige bekannte Namen rundum. Wir waren ungefähr dort vorigen Herbst und da kam auch Nebel auf. Das war richtig beeindruckend und schön. In Borler muss ich immer zum Drees, der jetzt so schön eingefasst ist.
Liebe Grüße,
Franka
Hi hi, die Dörfer sind so klein, die verschwinden auf der Karte :-). Nebel ist spannend und ein bißchen gruselig und schon deshalb schön :-)
Liebe Grüße
Elke
Hallo Elke, Du hast Mut – bei dem Nebelwetter in die finstere Eifel! Aber es ist Dir trotzdem gelungen, einige schöne Eindrücke einzufangen!
Da bei uns am nächsten WE Boppard auf dem Programm steht, habe ich mir mal Deine Berichte vom Rheinburgenweg durchgelesen – jetzt weiß ich, was wir einplanen werden!
Ah, ich tippe mal auf das Günderrode Haus? Der Rheinburgenweg in dieser Gegend ist sehr sehr schön :-)
Ich hoffe am WE auch entweder auf Boppard die Traumschleife Fünfseenblick oder die obere Baybach :-)
Soso…..du kennst also einen gewissen „Volker“ in der Eifel, der da irgendwo in der Nähe wohnen soll??
Hmm…..also diese Polter sagen mir jetzt nüscht, aber gut zu wissen :-P
Wobei…..des is Nadelholz. Nach Möglichkeit schickt mein Herrle nur Laubholz durch die Kamintür ;-)
Schöne Wege hast du da auf den Bildern, ich mag es, wenn die Wiesenwege schön weich unter den Pfoten liegen und man sich fast geräuschlos fortbewegt.
Am kommenden Wochenende besteht durchaus eine realistische Möglichkeit, die ersten Schneewanderungen zu erleben – mit entsprechenden Bildern versteht sich ;-)
Mal schaun…..wenn alles gut geht, sind auch wir nochmal unterwegs. Muss mein Herrle nur noch überzeugen.
Lieben Gruß (vom warmen Kaminofen) :-P
OK, dann werde ich künftig mehr auf Laubbaumholz achten :-). Auf deinen Post hin, habe ich mal euren Link mit in meinen Betrag übernommen.
Das mit der Schneewanderung legen wir besser in den Dezember. Jetzt möchte ich den noch nicht :-)
Lieben Gruß in die Eifel, hin zum Kamin :-)