Heute reicht nur eine kleine Runde durch das Helenental. Für längere Wanderungen bin ich derzeit nicht fit genug, schon die 8,6 km sind für mich anstrengend. Der Kreislauf muss wieder in Schwung kommen und deshalb mache ich mich gemächlich auf den Weg.
Eine kleine Runde durch das Helenental
- GPS Daten bei Gpsies
- Start wie so oft, am Schöllerhof und von dort aus Richtung Groß Grimberger Weg und Kochshof.
- Streckenlänge 8,6 km

Hier bin ich schon so oft gelaufen, dass ich eigentlich jeden Stein, jede Wurzel kennen müsste. Die Natur hat aber nun einmal die Eigenart sich täglich anders zu präsentieren und so wird auch der 121 ste Lauf über diese bekannten Wege für mich nie langweilig.
Heute gehe ich hauptsächlich breite Wege, die zum Ende hin leider mit vielen Forstfahrzeugen belagert sind. Die müssen ihre Arbeit auch tun und so sehe ich darüber heute großzügig hinweg;-)
Die kleine Siedlung liegt im Morgendunst und wirkt dadurch richtig spannend und es ist, bis auf das Vogelgezwitscher, sehr still. Kein Auto, keine Menschen, einfach Ruhe.
Im Herbst werden hier auf den Wiesen Unmengen leckere Äpfel gepflückt und zum großen Teil zu Saft verarbeitet.
Vor dem Kochshof geht ein kleiner Weg rechts rein, dem folge ich bis zum Hauptweg. Dort geht es dann links weiter und ich folge dem weiteren Weg einfach wieder bis zum Schöllerhof.
Auffallend ist, dass trotz der inzwischen schon ein paar Tage vorherrschenden, höheren Temperaturen, die Bäche teilweise noch zugefroren sind. Es ist also eine ganz natürliche Sache, dass die Natur und wir Menschen gehören ja dazu, Vorkommnisse aus der Vergangenheit nicht einfach so „plumps“ vergisst. Die braucht schon eine Weile, bis sie begriffen hat, dass jetzt andere Bedingungen vorherrschen :-)
Pulvermühlen – Die Industrie der Vergangenheit
Und immer wieder reichlich zu finden, die Relikte längst vergangener, aber nicht vergessener Zeiten, als hier noch die Pulvermühlen standen.
Hier finden sich überall Überreste der alter Schwarzpulvermühlen, die im ausgehenden Mittelalter die für die Pulverherstellung benötigten Zutaten wie Holzkohle, Schwefel und Salpeter zerkleinerten und vermischten. Diese Anlagen wurden wegen der benötigten Wasserkraft an Fließgewässern in s.g. Flußauen gebaut. Wegen der explosiven Neigung dieser „Fabrikanlagen“ mussten diese fernab jeglicher Ortschaften gebaut werden.
Im gesamten Helenental finden sich Reste der Mühlen, Wasserkraftanlagen, der Schutzwälle, Schutzbunker und Wohngebäude.