Der Hunger nach Sonne, Natur und Bewegung schickt mich wieder einmal in die Eifel und hier auf den Traumpfad Vier Berge Tour. Zu diesem Zeitpunkt ist mir noch nicht klar, dass ich im Anschluß auch den Traumpfad Heidehimmel Volkesfeld wandern werde.
Traumpfad Vier Berge Tour

Ein kurzer Blick in die Umgebung klärt mich darüber auf, dass hier auch ein Natursteinlehrpfad startet, allerdings genau in entgegen gesetzte Richtung. Früher waren hier 80% der erwerbsfähigen Männer in der Steinverarbeitenden Zunft tätig. Die unterschiedlichen Materialen, die hier und in Nachbarländern verarbeitet wurden, werden auf diesem Pfad vorgestellt.
Erlenmühle
Am Kellbach entlang, an der Erlenmühle vorbei führt der Zuweg alsbald über einen schmalen Waldpfad zum Erlenbrunnen, dem eigentlich Startpunkt dieser Wanderung.
Der Erlenbrunnen, angelegt 1809, ist einer der für die Gegend typischen Sauerbrunnen mit hohem Eisengehalt. Auf dem Traumpfad Heidehimmel Volkesfeld ist ein größerer, gut zugänglicher Platz, wo sich die Bevölkerung und wie ich persönlich feststellen durfte sogar Bewohner der Stadt Bonn, regelmäßig ihren Trinkwasservorrat auffüllen.
Layfelsen
Auf herrlich schmalen Pfaden, wie schon auf dem Zuweg, geht es weiter voran, zunächst Richtung Layfelsen.
Mich faszinieren die unterschiedlichen Schichtungen und die Tatsache, dass dies alles Ergebnis vulkanischer „Verwüstung“ ist. So viele Menschen verdienen nach dieser für die Vorgängergenerationen katastrophalen Ereignisse ihren Lebensunterhalt mit dem was ein Vulkanausbruch uns hinterlässt. Was des einen Leid…..
Informative Stelen – Und nun bin ich schlauer
Hier wird z.B. erklärt, dass Ameisen sich ihre Nester gerne entlang von Erdspalten bauen, aus denen vulkanische Gase austreten. Außerdem wird erklärt, dass Brücken zum Schutz der Ameisen gebaut wurden. Welch ein Aufwand, der im Interesse des Fortbestandes der Natur und für den Wanderer betrieben wird.
Hier möchte ich dann mal den Wegepaten für diesen Traumpfad Herrn Nazif Selcuk, erwähnen, der meiner Meinung nach gute Arbeit leistet.
Ein Rastplatz für Groß und Klein und eine etwas merkwürdig, historische Stimmung empfangen mich hier. Hier wechsle ich die Akkus für Kamera und Navi, esse eine Kleinigkeit und treffe wieder auf Mutter und Tochter, die mir schon am Start der Wanderung begegnet sind. Das ist der unterhaltsame Teil dieser Wanderungen, man trifft sich immer wieder.
Die Aeiche
Zwei separat stehende und fest im Boden stehende Eichen beschliessen in einer Wuchshöhe von rd. 1 Meter, den Weg gemeinsam fort zu setzen.
Eine Laune der Natur? Oder steht vielleicht ein Plan dahinter, ein Sinn der sich uns Menschen nicht erschliesst? Der/die Bäume sind gesund und tragen Laub und Früchte wie ihre Artgenossen. Mir fällt zu diesem Kuriosum ein „Gemeinsam sind wir stark“ „Wir stützen uns gegenseitig“ Schöne Gedanken, finde ich.
Bodennester
Und dann finde ich dies hier! Die bauen sich eine Wohnröhre und lauern am Eingang auf Beute. Hätte ich das gewusst, ich hätte gewartet, bis sie sich etwas krallt. Tolle Geschöpfe gibt es in Wald und Feld.
Gänsehalshütte
An der Gänsehalshütte (hierfür verlasse ich den Traumpfad kurz, auch das ist ausgeschildert) habe ich Ausblicke auf den Laacher See und das nicht zum ersten Mal. Ich bin begeistert, dass ich das sofort erkannt habe, bin ich doch ansonsten ziemlich blind in dieser Hinsicht. Hier begegnet mir übrigens auch der Waldseepfad Rieden, auch ein Traumpfad, den ich gerne gegangen bin. Aus dem Grund steht auch an dieser Hütte die Traumpfadefahne.
Moto Cross Strecke Ettringen
Mit der kleinen Kamera habe ich sowieso keine rechte Chance auf einen sauberen Treffer, der Autofokus ist nicht schnell genug.
Sandsteinhöhlen
Die nächste Gelegenheit das Auge mit ungewöhnlichen Ansichten zu entzücken ergibt sich nach kurzer Zeit hier an den Sandsteinhöhlen, die den Bewohnern der umliegenden Ortschaften als Schutz vor Fliegerangriffen gedient haben. Der weiche Stein ließ sich leicht bearbeiten, so hat wieder einmal die vulkanische Hinterlassenschaft den nachfolgenden Generationen Positives gegeben. Leider sieht so manche Höhle eher nach einer Müllkippe aus.
Ich weiß, ich bin ein Ferkel. Schuhe leiden bei meiner Art den Erdboden zu berühren, immer an regelmäßiger Verschmutzung.
Ich bin ein wenig verwirrt, weil ich diese Sagen umwobene Höhle bei Trier vermutet habe. Nun, es scheint sie mehrfach zu geben :-)
Alt ehrwürdiger Herr Baum
Ein schöner Weg war das und weil der Tag trotz gemütlichen Gehens noch recht jung ist, fahre ich in das nur 12km entfernte Volkesfeld, um dort den nur 10km kurzen Traumpfad dort auch noch zu erwandern.
Habe neulich auch mal wieder eine Runde auf der Vier-Berge-Tour gedreht. Und egal, wie oft man einen Weg geht: Man findet immer einen neuen Aspekt, ein neues Detail oder einen Ausblick, den man bisher übersehen hat :-)
Boah doppelt laufen, das kriege ich kaum hin bei so vielen Wanderplänen :-)
Ohh Elke, den Traumpfad kenne ich aber noch :-) Der ist mir noch sehr gut in Erinnerung geblieben, weil wir damals patschnass auf Höhe der Motocross Strecke geworden sind :-( . An sonsten muss man sagen, dass alle Traumpfade richtig gut gepflegt werden, und auch sehr gut durchdacht sind!