Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn bietet Kindern in Julias Alter einen Raum für ungezwungenes Aneignen von Wissen und lebensechte Eindrücke fremder Tierarten. Die Dauerausstellung „Unser blauer Planet – Leben im Netzwerk“ vermittelt einen Einblick in die „Spielregeln“ der Natur. So vermittelt es die Webseite des Museums, so haben wir es empfunden.

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

  • Adresse Museum: Adenauerallee 160, 53113 Bonn (Parken möglicherweise im nahe gelegenen Parkhaus)
  • Eintritt: Auf Familienkarten achten, auch Großeltern + Enkel profitieren davon

Unser letzter gemeinsamer Tag ist angebrochen, immer ein Tag voller Wehmut für Enkelin und Oma. Drum verbringen wir diesen Tag auch mit einem Schmankerl. Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig hat schon bei meiner Schilderung ein deutliches Interesse bei meiner jungen Begleiterin ausgelöst. Kaum betreten wir das historische Gebäude vervielfacht sich dieses Interesse. Mit Julia macht es sehr viel Spaß Ausflüge mit unterschiedlichsten Themen zu erleben, wobei sie meistens mit Tieren in Verbindung stehen.

Die Savanne im Lichthof

Nachdem wir den kleinen Eintrittspreis entrichtet haben, stürmt die junge Dame den Lichthof. Dort ist die Savannenlandschaft untergebracht. Sofort tönt sie: „Das hatten wir gerade in der Schule“. Begeistert schaut sie sich den Termitenbau an und das daneben stehende Erdferkel. Sie erinnert sich an einen Film, den sie in der Schule sah und erklärt mir die Grabetechnik des Erdferkels. So macht entdecken Spaß!

Das Zebra am Wasserloch wird mit einem der kleinen Ferngläser in Augenschein genommen. „Oma, da kommt Luft aus dem Maul vom Zebra, und die Barthaare bewegen sich“.  Zu beinahe jedem Tier hat sie einen Kommentar auf Lager. Die kleine Babbel steht kaum mal still.

Afrikanische Savanne - Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig
Afrikanische Savanne im Lichthof – Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

Die afrikanische Savanne wird regelmäßig von Buschbränden heimgesucht. Hier werden sie sogar willkommen geheißen, denn durch diese Feuer regeneriert sich die Natur. Innerhalb weniger Wochen, so können wir hier erfahren, treiben die ersten grünen Blätter und Gräser wieder aus.

Sonderausstellung – Gross, Grösser, Dinosauerier

In der Zeit vom 28.09.2019 bis 21.06.2020 können Dinosauerierfans wie Julia die Sonderausstellung besuchen. Das war natürlich DAS Highlight für sie. Welch ein Unterschied zu den zwar beeindruckenden, aber eben doch nicht lebensechten Spielfiguren, die sie in großen Mengen besitzt.

Wie konnten diese gigantischen Tiere, die über viele Millionen Jahre lebten, plötzlich aussterben? Wie konnten die s.g. Langhalsdinos ihren Blutkreislauf in Gang halten? Darauf finden wir möglicherweise bei Giraffen eine Antwort. Die haben ja auch einen ziemlich langen Hals. Ich gebe zu die Begeisterung meiner Enkelin steckt an. Diese Sonderausstellung ist wahrlich eine spannende Geschichte.

Wer diese Ausstellung im Rahmen einer Führung erleben möchte, dem empfehle ich einen Blick in den Veranstaltungskalender des Museums. Da sind eine Menge offene Führungen, aber auch Ferienprogramme im Angebot.

Dinosauerier im Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig
Original Skelet

Sauroboden Baby Toni

Eine Nachbildung des gefundenen Sauroboden Baby hält auch mich eine Weile gefangen. Es atmet und die Augen bewegen sich. Es ist in Originalgröße gestaltet und das Skelett ruht gegenüber in einer Vitrine. Ich gebe zu, sehr tiefschürfend waren unsere Erkundungen nicht. Dafür wollen wir uns bei einem erneuten Besuch mehr Zeit nehmen.

Sauroboden Baby Toni - Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig
Sauroboden Baby Toni (1999 am nördlichen Rand von Howe-Stephens-Quarry gefunden)
Versteinertes Gelege eines Dinos - Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig
Versteinertes Gelege eines Dinos

Abstecher ins Bistro

Nachdem wir den Raum der Ausstellung ca. 3-4 Mal rauf und runter gelaufen sind (wandern ist auch nicht anstrengender), zieht es uns erst einmal ins Bistro. Dort schnabuliert meine aufgeregte Begleitung einen Donut und eine Limo und ich bekomme meinen Kaffee. Die kleine Pause tut gut, doch bald wollen die jungen Beine wieder weiter.

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Kinderparadies

Ausgiebiges spielen und lernen geht an einer Animation verschiedener Umwelteinflüsse auf die Natur. Die Teilnehmer können über das Spiel lernen, sofern sie es begreifen. Das ist nicht so leicht, ohne Anleitung. Eine Weile ist Julia mit anderen Kindern intensiv damit beschäftigt die Welt zu retten und stellt sich dabei recht geschickt an. Da gibt es aber noch eine Menge zu begreifen.

Denkmal geschützte Dioramen des Berliner Maler Stötzner-Lund aus dem Jahr 1923 laden zum schauen ein. Die  dreidimensionalen Darstellungen wirken wahrlich lebensecht. Das Pflanzenmaterial ist originalen Ursprungs und haltbar gemacht. Der Hintergrund ist gemalt.

Leider drückt die Uhr jetzt ein wenig, denn wir haben unsere Parkdauer leider zu kurz bemessen. So laufen wir nun etwas schneller durch den Rest der Ausstellung. Wie schon bemerkt, wir müssen erneut dort hin.

Der afrikanischen Tiefland-Regenwaldes wirkt so unfassbar echt. Hier können Besucher mit Detailfreude sehr viel Zeit verbringen. Die Ausstellung „Regenwald-Kronendach“ ist noch nicht fertig gestellt.

Das war es für heute leider schon. Sobald ich wieder einmal dort hin gelange, gibt es auch mal Fotografien aus der großen Kamera. Die nehme ich, wenn ich mit Julia unterwegs bin, nur sehr selten mit. So verabschiede ich mich für heute und wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

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