Von der Urfttalsperre hinauf zur Hirschley

Drei Talsperren sind es, die mir heute auf die ein oder andere Weise begegnen und sie erscheinen mir wie eine, wie so oft bei Talsperren.

Heute wandere ich, wie in der letzten Zeit so häufig, ohne Spike. Die Wärme setzt ihm zu und ich muss schon aus gesundheitlichen Gründen wieder richtig in Bewegung kommen. Also wähle ich für meine heutige Runde den Nationalpark an der Urfttalsperre, die 1905 fertig gestellt wurde.

Der heutige Ausflug wird meine Muskeln wieder etwas mehr fordern, denn es geht gut hinauf! Auf zwölf Kilometer einen Anstieg von über 300 Metern ist nach monatelanger Flachlandwanderei eine wirkliche Herausforderung.

  • Start/ Ziel Parkplatz am Staudamm der Urfttalsperre/ Straße „Am Rurseezentrum“
  • Streckenlänge: 12 km
  • Höhenmeter: 327 Meter
  • GPS Track
  • Strecke aus dem Rother Wanderführer Eifel
  • Einkehrmöglichkeiten auf der Staumauer des Urftsees und bei Rückkehr am Parkplatz, rechts abbiegen über die Stauanlage Eiserbach, dort ist eine Reihe an Lokalitäten vorhanden. In den Ferien und an sonnigen Wochenenden ist dort allerdings eine Menge Betrieb,

Ihr könnt mir glauben, meine Kamera zappelte schon ungeduldig in ihrer Tasche, sie will Sonne sehen, Wasser und all die schönen Ansichten, die die Eifel nun mal bietet.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Rurberg_0017Nach Überqueren der Staumauer zieht mich der vorgegebene Wegeverlauf, dem ich dem Rother Wanderführer Eifel entnommen habe, hinauf und durch den Wald.

Vorher sichte ich jedoch das kleine, flinke Kerlchen hier. Begegnungen dieser Art werde ich heute noch viel öfter haben.

Rurberg_0019

Solche Waldwege finden meine absolute Zustimmung. Schmal, pfadig, felsig verläuft er und zwingt mich immer höher hinauf. Über die folgenden 1,5 km überwinde ich satte 220 Höhenmeter. Schweiß perlt, Muskeln werden aktiviert. Keine Mühe, sondern pure Freude.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Rurberg_0031

Wenn ich über längere Zeit auf solche Erlebnisse verzichten muss, verkümmert etwas in mir, obwohl ich wahrlich in der Lage bin Kompromisse zu finden. Spürbar wird das vor allem, wenn ich es dann wieder erleben darf. Da kommt Demut auf, vor der Natur, der Schöpfung und den Menschen, die uns Wanderern die Wege immer wieder so bereiten, dass wir sie mit Freude gehen können.

Und wenn ich dann so liebevoll bereitgestellte und gepflegte, barrierefreie Wege vorfinde, dann kann ich sicher sein auch im Falle einer Unbeweglichkeit im höheren Alter, erlebnisreich weiter leben zu können.

Zitat der Webseite Nationalpark Eifel – Barrierefrei unterwegs

Der Barrierefreie Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter befindet sich mitten im Nationalpark Eifel auf dem Bergrücken Kermeter. Dort können alte und junge Besucher mit und ohne Behinderung das „ökologische Herzstück“ des Nationalparks erleben. Auf dem Bergrücken zwischen Rursee und Urftsee wachsen auf großer Fläche heimische Rotbuchen-Mischwälder. Mittendrin gelegen umfasst der Wilde Kermeter ein barrierefreies Wegenetz und Panormamablick auf die Seenlandschaft (>> zur 360-Grad-Ansicht des Felsvorsprungs „Hirschley“). Seit Juli 2014 erweitert der barrierefreie NaturerkundungspfadWilder Weg den Wilden Kermeter. Zehn meist interaktive Stationen informieren über Wildnis, Waldentwicklung und die biologische Vielfalt im Nationalpark Eifel. Ein Holzsteg durch die Waldwildnis ermöglicht besondere Einblicke in die Natur.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Rurberg_0074Ich erreiche die Aussichtsplattform Hirschley – natürlich auch barrierefrei. Rechts im Bild seht ihr eine ertastbare Bronzedarstellung dieses Plateaus, für blinde Menschen. Auch als Sehende können wir die Augen schließen und per Berührung sehen lernen.

Rurberg_0077Rurberg_0082

Diesen Platz zu verlassen fällt mir ungeheuer schwer. Es ist noch so ruhig hier und diese Ausblicke einfach zu bezaubernd.

Ich bleibe im Wald, weiter auf barrierefreien Wegen und ich bin, anders als so oft, froh dass sie so breit und angenehm zu gehen sind, einfach weil ich weiß warum sie so sein müssen.

Doch dann werde ich wieder auf schöne, schmale Pfade gelenkt, die ich natürlich sehr genießen kann. Überall treiben sich die stechwilligen Mücken und Bremsen herum, aber energisches Abstreifen verschont mich vor zu reichlichen Stichen.

Rurberg_0098Rurberg_0100Rurberg_0106

Rothalsbock (Stictoleptura rubra)

Der Wald lebt, er schenkt so vielen kleinen und großen Lebewesen eine Heimat. Es geht deutlich und konsequent bergab und bald erreiche ich den Urftsee, dem ich jetzt über eine laaaange Weile folge.

Rurberg_0107

Rurberg_0108

In der Ferne, von Dunst angehaucht, erkenne ich die Ordensburg Vogelsang, die ich schon öfter, auch im Blog, vorgestellt habe. ⇒  Kulturwanderwochende Eifel – Samstag und  Wintergrün auf der Dreiborner Hochfläche – Von Vogelsang über Wollseifen zur Urftseemauer

Auch der verlassene Ort – die Wüstung Wollseifen ist ein ausgesprochen lohnendes Ausflugsziel.

Rurberg_0134

Die Staumauer des Urftsees ist mein nächstes Etappenziel. Die Gastronomie hat geöffnet, aber noch immer gelingt es mir nicht, den daheim wartenden Spike zu vergessen und mich genussvoll zu einem Kaffee nieder zu lassen. Ob ich das wohl lerne?

Lautes Geschrei der Wasservögel am felsigen Urftseeufer ist deutlich vernehmbar. Ohne Super-Tele ist es mir aber nicht möglich einen näheren Blick darauf zu erhaschen.

Rurberg_0142Rurberg_0144

Ein Blick auf die Navi-Uhr treibt mich weiter.  Ich umwandere nun die Schleife des Rursee Obersees. Zumindest die vielen Schleifen erinnern an die Mosel, jaaaaa der Vergleich hinkt gewaltig, ich weiß😉

Rurberg_0153

Auf dem Rursee/Obersee schippern die  Rursee Schiffe. Deutlich hört man, dass jemand dem interessierten Zuhörer Geschichten und Anekdötchen zur Region erzählt.

Am Ufer spielen Wolken und Geäst „Hasch mich“ skurille Bilder entstehen, Fantasie wird angeregt, insbesondere beim Betrachten der mystisch schimmernden Gewächse im Wasser. Was halten die Äste gefangen, wann treibt es wieder an die Wasseroberfläche😀

Ja, Frau hat Fantasie

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Rurberg_0167

An Land gibt es aber auch Sehenswürdiges

Immer wieder entstehen neue Perspektiven auf den See, ich nähere mich meinem Ziel. Eigentlich schade! So schnell verging die Zeit.

Rurberg_0175

Eine Sumpfmeise!!!!!

FRW_2430FRW_2432

Das war ein Geschenk, eines das sich im Ergebnis länger wirksam zeigt, als ich es vermutet hatte.

Veröffentlicht unter Auf Wanderwegen unterwegs, Distanz 10-15km, Eifeltouren, NRW, Rundwanderungen, Wandern mit Hund | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Der Weg ist das Ziel – Rheinsteig

Im vergangenen Jahr feierte der Rheinsteig seinen 10-jährigen Geburtstag. Erfolgreiche 10 Jahre hat dieser wunderbare Fernwanderweg erlebt.

Wer am Rhein wandert kennt auch den Rheinsteig, kennt und liebt diese unfassbar bunte Wegemischung, die er uns präsentiert, die zahlreichen Burgen, Schlösser und Klöster, die an seinem Weg liegen.

(c)conradStein
Ihr werdet vielleicht sagen „Oh neeee, nicht schon wieder ein Buch zum Rheinsteig“ oder ihr werdet feststellen, dass es schön ist, dass dieser alte Weg, der zwangsläufig immer wieder Änderungen an seinem Wegeverlauf erfährt, wieder aufgegriffen wird, den neuen Voraussetzungen angepasst wird.

Wohin ich tendiere ist klar, denn ich habe das Buch ja hier. Der Rheinsteig ist noch immer auf meinem Wanderplan. Viel zu wenig habe ich davon bisher kennen gelernt.

Eine meiner Leidenschaften, wenn ich daheim bin, ist im Liegestuhl mit einem Kaffee und einem Buch zu lesen und wie in diesem Fall, lesend auf Wanderwegen unterwegs zu sein. Pläne können reifen (OK, müssen derzeit auch oft verworfen werden). Außerdem sind das Offlinezeiten, die mir gut tun.

Jonas Bublak hat diese „Anleitung zum Loslaufen, Verweilen, Ankommen und unterwegs Genießen verfasst.

Wer die kleinen gelben Wanderführer des Conrad-Stein Verlags bereits in Händen hielt und hindurch stöberte, wird festgestellt haben, dass eine Vielzahl grundlegender Informationen, wie

  • Anreisemöglichkeiten per Schiff, Fahrrad, Bahn, Bus, sogar Flugzeug, aber auch PKW
  • Tipps zur Ausrüstung und Bekleidung (hier wird insbesondere auch die Einschränkungen hingewiesen, die sich bei Nutzung eines Trekkingsschirms ergeben können)
  • Ein paar Hinweise zum Essen und Trinken in der Weinregion
  • Ein heute wichtiger Punkt „Mit dem Mountainbike auf dem Rheinsteig“, Alternativen
  • GPS Track Beschaffung auf unterschiedlichen Plattformen
  • Kartenvorschläge
  • Einige Unternehmensseiten für Pauschlareisen
  • Tipps für Tages- oder Mehrtagestouren
  • Natürlich Unterkünfte (Jugendherbergen, Pilgerherbergen etc.), wobei die auch zu jeder Etappe benannt werden
  • Updatemöglichkeiten zum Buchinhalt, auf der Verlagsseite
  • Veranstaltungstipps für die Regionen entlang des Rheinsteiges
  • Wandern mit Kind und Hund

in den Büchern schon in den Eingangskapiteln zusammengefasst sind.

Hin und wieder sind auf Wanderwegen, so auch auf dem Rheinsteig Wegabschnitte kurzzeitig gesperrt. Das Rheinsteig Büro ist stets darum bemüht uns Wanderern eine möglichst schöne Umgehung anzubieten, die kann dann hin und wieder auch erhebliche Zusatzkilometer bescheren, die nicht jedem angenehm sind. Hier bietet der Autor auch kürzere Versionen an, soweit möglich.

 

Die Etappenbeschreibung

und die Schilderung des Gesamteindrucks regionaler Besonderheiten des Rheinsteigs sind offensiv und geradlinig verfasst.

Ich erfahre, und das ist mir wichtig, auf welcher Etappe ich den Rhein sehe und an welcher Stelle sich die Wegeführung  vom alten Vater Wässerchen zurückzieht. Mir wird vermittelt wo Verkehrslärm Großstadtnähe ankündigt und warum sich eine Wanderung solcher Etappen trotzdem sehr lohnt.

Eine für mich etwas verwirrend hohe Anzahl von Piktogrammen informiert mich über ÖPNV Verbindungen, Einkehrmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten verschiedener Couleur und vielem mehr .

Wunderbar gelöst ist, dass ich gleich zu Beginn eines Kapitels erfahre wann (in km gemessen) ich ein Restaurant oder einen Höhepunkt  erreiche, ebenso an welchen Stationen der Etappe ein Abbruch und Rückreise möglich ist.

Jeder Etappenbeschreibung wird ein Höhenprofil mit den eingezeichneten Höhepunkten zugefügt, ebenso mindestens eine Übersichtskarte, die ich allerdings nur mit Lesebrille komplett erfassen kann.

Die integrierten Fotos sind qualitativ gut und aussagekräftig, sie bereichern das Büchlein, manchmal (Bild auf Seite 80) auch mit einem Augenzwinkern, habe ich das Gefühl.

Mein Eindruck

Wie immer steht bei Büchern des Conrad-Stein Verlag die Information im Vordergrund. Ich weiß z.B., dass auch Tanja (meine Freundin) diese kleinen gelben Wanderbegleiter liebt und sich gerne auf die darin enthaltenen Informationen verlässt.

Gerade wer mehrere Tage am Stück auf einem Fernwanderweg unterwegs ist, braucht einen trockenen Wanderführer, also ohne unnötige Ablenkung, mit sehr vielen Informationen.

Genau diese Voraussetzungen erfüllen die Bücher dieses Verlages auf hohem Niveau.

Hier hat der Autor Jonas Bublak einen ehrlichen Eindruck über jeden Wegabschnitt verfasst. Das macht mir den Herrn doch gleich sympathisch.

 

P1030097

Das bildliche Erscheinungsbild des Verlages wird sich ein wenig verändern und mir gefällt, was ich sehe! Auf Büchern, Visitenkarten und Werbeutensilien wird künftig der rote Wanderer zu sehen sein.

 

 

 


Rheinsteig von Wiesbaden nach Bonn (Der Weg ist das Ziel)

von Jonas Bublak
12,90 €

  1. Auflage 2016, 160 Seiten, 18 Karten, 35 farbige Abbildungen, 18 farbige Höhenprofile

Zitat Verlagsseite

Auf steilen Pfaden, durch Wälder und Schluchten, über Weinberge, Felsen und Hochebenen führt der 312 km lange Rheinsteig von Wiesbaden nach Bonn. Unterwegs passiert er zahlreiche spektakuläre Aussichtspunkte über dem Rhein, Burgen, Schlösser und Klöster. Sportbegeisterte kommen auf dem Weg ebenso auf ihre Kosten wie Kulturliebhaber oder Weinkenner. Dieses Buch liefert Ihnen alle wichtigen Informationen für Ihren Weg durch das Rheingau, das Untere Mittelrheintal, das Siebengebirge und das Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Eine ausführliche Wegbeschreibung mit Karten und Höhenprofilen ist ebenso enthalten wie zahlreiche Informationen zu Unterkünften, Einkehrmöglichkeiten und Sehenswertem am Weg.

Veröffentlicht unter Buchvorstellungen/ Rezensionen, Conrad-Stein Verlag, Gastautor Volker Windheuser, Wander- und Reiseführer | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Dein Freund und Helfer am Drehort

Bei allerbestem Wetter wird ein Treffen des Filmteams Manuel Andracks und einer Vertreterin des touristischen Marketings der Region neanderland, sowie meiner Kleinigkeit verabredet, damit an der Saubrücke in Velbert ein weiterer Dreh mit der Drohne stattfinden kann.

Spike verlangt nach ein wenig Bewegung, also reise ich entsprechend früh an, reise jedoch  bis Essen Kettwig, um ein wenig auf dem neanderland STEIG in der Region spazieren zu gehen. Bilder und kurze Beschreibung einiger schöner Punkte erfolgt am Ende.

Die Saubrücke, oder Eulenbachbrücke , oder Eulenbachviadukt genannt ist eine ehemalige Eisenbahnbrücke (Bauzeit am 1914). Oben drüber führt der Panorama Radweg niederbergbahn.

Drehtag_zwei_NEanderland (115)

Die Sonne bemüht sich alle Rekorde zu schlagen, vermutlich um den verregneten Drehtag am Schlupkothen wieder gut zu machen.

Drehtag_zwei_NEanderland (139)

Sonnenschein ist super, zum Ablesen eines Displays jedoch eher suboptimal

Drehtag_zwei_NEanderland (131)

Die Kleidung während des kurzen Werbespots sollte schon identisch sein, also Jacke an und Rucksack auf den Rücken. Bei den Temperaturen…. super!!!!

Drehtag_zwei_NEanderland (92)

Die Drohne wird positioniert, einige Probeflüge werden gemacht

Drehtag_zwei_NEanderland (146)

Manuel wird auf den Wanderweg geschickt und per Zuruf auf die richtige Position gebracht

Drehtag_zwei_NEanderland (152)

Wo ist sie, die Drohne?

Drehtag_zwei_NEanderland (153)

Nichts zu sehen

 

 

Drehtag_zwei_NEanderland (157)

„Bitte JETZT loslaufen“ – Der Hauptdarsteller gehorcht😉

Auf der anderen Seite der Saubrücke wird die Aufnahme kontrolliert. Das Handtuch soll dem Monitor nicht den Schweiß abwischen, sondern ein wenig Lichtschutz bieten.

Auch heute zahlreiche Wiederholungen der möglichen Szenen

Drehtag_zwei_NEanderland (177)

Drehtag_zwei_NEanderland (188)

Dieses Mal andere Gehrichtung!

Drehtag_zwei_NEanderland (192)

Drehtag_zwei_NEanderland (210)

Spike versteht das Ganze nicht, wartet aber geduldig!

Drehtag_zwei_NEanderland (195)

Drehtag_zwei_NEanderland (234)

Hin und wieder muss sie landen, um einen neuen Akku aufzunehmen. Bei der Landung wirbelt sie ordentlich Staub auf.

Drehtag_zwei_NEanderland (235)

Instruktionen für den nächsten Flug für den Mann, der das Auge der Drohne steuert

Drehtag_zwei_NEanderland (246)

Der schwarze Punkt oberhalb der Brücke ist Frau Drohne

Drehtag_zwei_NEanderland (253)

Kommando an Manuel, wieder einmal den Weg hinunter zu laufen

Drehtag_zwei_NEanderland (274)

Drehtag_zwei_NEanderland (281)

Teambesprechung und Sichtung der Ergebnisse

Drehtag_zwei_NEanderland (284)

Warten auf den nächsten Einsatz

Drehtag_zwei_NEanderland (286)

Beste Laune bis……..

Besondere Aufmerksamkeit bekommt das amtliche Fahrzeug erst, als es zielstrebig auf uns zu fährt und punktgenau neben der Truppe stoppt. Uuuups, was ist passiert?

Anwohner haben sich über den Flug der Drohne beschwert und behauptet, sie wäre über den Gärten unterwegs gewesen. Ob das wohl Blumen- und Gemüsezüchter aus dem naheliegenden Kleingartenverein waren? Erst kürzlich bin ich daran vorbei spaziert:  Das neanderland zwischen Velbert und Kettwig

Drehtag_zwei_NEanderland (291)

Drehgenehmigung, ausgestellt durch die zuständige Behörde, liegt vor und muss überprüft werden.

Drehtag_zwei_NEanderland (293)

Kein Grund zur Sorge

Drehtag_zwei_NEanderland (294)

Warten……. 

Drehtag_zwei_NEanderland (297)

Abfahrt!

Drehtag_zwei_NEanderland (299)

Wieder warten! Das aufgenommene Filmmaterial muss vom Kamerachip auf das Notebook übertragen werden.

Drehtag_zwei_NEanderland (300)

Keine Zeitung dabei…..?

Drehtag_zwei_NEanderland (305)

Geht er Schilder lesen😉

Der Drehtag nähert sich dem Ende. Letzte Vereinbarungen werden verabredet und dann löst sich das Team langsam auf. Für mich der Zeitpunkt heim zu fahren.

Für mich war es spannend einmal dabei gewesen zu sein, bei dem sonnigen Wetter am zweiten Tag war es sogar pure Freude. Es ist schon gewaltig viel Arbeit, einen so kurzen (20 Sekunden) Film auf zu nehmen.

Mein Dank gilt:


 

Nun noch ein kurzer Blick in die arg kurze Tour vor dem Dreh. Überzeugt haben mich bei weitem nicht alle Teile des A2, wohl aber die Passagen des neanderland STEIG.  Es gibt viele Bilder, wenig Text!

Bei unserer heutigen Runde handelte sich  um eine verkürzte Runde auf dem A2, den Jürgen von Wanderwegewelt kürzlich beschritt und dessen Blogbericht just heute online ging. Der berührt in Teilen auch den neanderland STEIG.

  • Start meiner heutigen Tour ist ersatzweise möglich an der Heiligenhauser Str. gegenüber Mika´s Eisbox
  • GPS Track Originalstreckenverlauf
  • GPS Track mit etwas ungewöhnlichem Verlauf, jedoch mit Besuch der Ruhr in Kettwig (Abstecher in die schnuckelige Ortsmitte möglich) und nur 5 km lang

Drehtag_zwei_NEanderland (1)

Drehtag_zwei_NEanderland (17)Drehtag_zwei_NEanderland (18)Drehtag_zwei_NEanderland (19)

Drehtag_zwei_NEanderland (21)Drehtag_zwei_NEanderland (25)

Drehtag_zwei_NEanderland (27)

Dieser Teil ist nicht Bestandteil des neanderland STEIG, lohnt sich aber aus meiner Sicht als Abstecher

Drehtag_zwei_NEanderland (29)

 

Drehtag_zwei_NEanderland (32)Drehtag_zwei_NEanderland (37)Drehtag_zwei_NEanderland (38)

Durch den Park an der Ruhr schlendern wir langsam wieder Richtung Ausgangspunkt, besuchen zuvor aber die Rindersberger Mühle.

Den historischen Ortsteil Kettwig besuche ich demnächst auch noch, damit das Bild runder wird. Es macht Sinn sich diese Orte als Ausflugsziele zu erwählen.

Am gegenüberliegenden Ruhrufer macht es Freude Spaziergänge zu unternehmen. An der Brücke rechts liegt eine schöne Promenade mit Gastronomie. Links von der Brücke zieht sich der Leinpfad, wirklich schön zu gehen.

 

Veröffentlicht unter Auf Wanderwegen unterwegs, NRW, Ruhrgebiet, Rundwanderungen, Wandern mit Hund, Zaungast sein - Ausflüge | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 6 Kommentare

„Durch die tiefen Eifelwälder“ mit Volker und seinem treuen Begleiter Indy – dem Wanderhund

Ja, wie fange ich das jetzt am geschicktesten an? Am besten mal ganz von vorne, also von Anfang an😉

Vor ein paar Tagen erst bin ich zusammen mit meiner Frau Alex und unseren beiden Hunden Indy und Momo eine selbstgebastelte Runde gewandert. Seit ich im Besitz eines GPS-Gerätes bin, bevorzuge ich selbsterstellte Runden und stelle diese dann auch meist auf der Homepage unserer Ferienwohnung Haus am Raßberg ein, damit unsere Gäste neben den örtlich ausgeschilderten Wanderwegen halt auch mal unbekannteres Terrain erkunden können.

Logo_Haus_Frühjahr-WEB

So entstand auch diese Runde, deren Streckenverlauf ihr HIER sehen könnt. Tja und kaum stand die Runde in Facebook online, da klingelte die liebe Elke mich an und stellte die Frage, ob ich mir vorstellen könnte, meinen Wanderbericht auf Ihrer Seite zu veröffentlichen. Da habe ich echt nicht lange überlegen müssen und komme dieser Bitte liebend gerne nach. Elke und ich kennen uns schon eine ganze Weile via Facebook. Gleiche Interessen, gleiche Hobbies – da hat man schnell ein Thema gefunden, worüber wir beide „schnacken“ können. Und schnacken kann ich, das musste Elke erst unlängst erfahren, als wir hier in Arft gemeinsam eine Runde gedreht haben hihi.

Hier also mein erster Co-Autor-Wanderbericht😉

Wir starten direkt am Haus am Raßberg und stapfen zunächst mal steil den Berg hinauf in Richtung Parkplatz für den Traumpfad Bergheidenweg. Nach ca. einem halben Kilometer weist ein Holzschild uns den Weg zum Wacholdergebiet Heidbüchel. Etwa 10 Meter weiter kann man durch den Wald hinauf gehen und wir stehen erstmals auf dem Traumpfad Bergheidenweg, welchen wir aber nach wenigen Metern schon wieder verlassen. Der Weg führt uns durch einen lichten Mischwald ehe wir nach links abbiegen und den Raßberg auf halber Höhe quasi umlaufen. Während sich rechter Hand ein dichter Wald zeigt, kann man links die freigestellte Heidefläche sehen und ganz oben den inzwischen ausser Betrieb genommenen Funkturm.

Wir bleiben nun auf diesem Weg bis wir nach etwa 2 km erstmals an die L10 gelangen. Gegenüber führt der Weg weiter also huschen wir 4 schnell darüber, wobei……man kann sich auch Zeit lassen, denn sooooooo stark befahren ist diese Strasse nun wirklich nicht😉.

Nur wenige Minuten später stehen wir auf einem alten Bekannten – dem Bergheidenweg. Wir folgen der Beschilderung weiter hinab und stoßen ein weiteres Mal an die L10 und queren diese. Während der Traumpfad halbrechts durch die Wiese führt, gehen wir geradeaus in Richtung Bundesstrasse. Die Wiesenflächen sind weit und man kann hier auch prima den Hund mal flitzen lassen. Aber schon bald nähern wir uns der Bundesstrasse (B412) und da müssen wir rüber – wohl oder übel. Ich habe aber Wert darauf gelegt, die Wechselstellen so zu legen, dass man wirklich nur schnell drüberhuschen muss. Wer nicht bei uns starten möchte, der schaue sich mal die kürzere Variante dieser Runde an, deren Streckenverlauf ihr HIER einsehen könnt. Dieser Variante ist ca. 5 km kürzer und bietet den Vorteil, dass man die Bundesstrasse überhaupt nicht berührt. Da ich aber eine „Hausrunde“ haben wollte, wurde der Track ein wenig verlängert.

So….nachDSC_9192_1dem wir die Bundesstrasse hoffentlich alle lebend überquert haben, können wir mit der eigentlichen Wanderung beginnen😉. Die nächsten 12 km sind geprägt von Wald, nur hier und dort öffnet sich der Wald und gewährt uns einen Blick. In den Sommermonaten hören wir hier (besonders an den Wochenenden) das Brummen der Motoren, das vom Nürburgring herüberschallt. Wer es lieber komplett ruhig mag, sollte diesen Weg unter der Woche wandern. Aber das Brummen verstummt relativ schnell, da wir uns vom Ring fortbewegen.

Der Weg wechselt sein Gesicht immer wieder mal. Als wir ihn jetzt gewandert sind, waren die Waldwege frisch nachgeraupt und präsentierten sich von der besten Seite. Kein Schotter, kein kniehohes Gras…einfach nur wunderschöne Waldwege. Dazu diese Lichtstimmung, wenn die Sonne durch das Blätterdach scheint…ich liebe Wälder einfach.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier kann man sein Hirn echt einfach mal ausklinken. Die Hunde haben richtig Spaß an den Hecken und Sträuchern zu schnuffeln und ich selber…ja ich selber lausche dann gerne in den Wald und höre es hier knacken und dort zwitschern. So wandern wir jetzt erstmal eine genüssliche Weile vor uns hin, bis wir an Kilometer 7,5 auf eine kleine Waldlichtung gelangen.

Achtung, hier unbedingt dem GPS-Gerät vertrauen. Wir sehen quasi 3 Wege abgehen, 2 davon gehen nach rechts weg, ein weiterer mehr so geradeaus. Wir halten uns links und gehen bis an das Ende der Lichtung (wo der Wald wieder beginnt). Hier links an der Böschungskante sieht man einen alten, fast zugewachsenen Weg hinuntergehen und genau da gehen auch wir jetzt lang.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir steigen hinab in einen echten Urwald. Dichtes Moos an den Baumstämmen und der Weg ist hier, trotz der langen Trockenheit, recht feucht, was man an dem Sumpfgras auf dem Weg sehr gut erkennen kann.

DSC_9208_1DSC_9212_1

Unten angekommen nehmen wir den rechten Weg vom Bachlauf und wandern weiter hinunter zum Kakkenbach. Ja Leute….ich hab dem Bach nicht den Namen gegeben, der heisst wirklich so😉

Unten angekommen, lassen wir die Hunde mal schnell den gröbsten Durst löschen. Das ist übrigens auch ein Vorteil dieser Runde, man gelangt immer wieder mal an eine Quelle oder einen kleinen Bach, wo sich die Hunde erfrischen können. Trotzdem rate ich dazu, eine gewisse Wasserration für den Hund im Gepäck zu haben, damit man auch mal schnell zwischendurch einen Schluck anbieten kann.

Wir wechseln über den Kakkenbach und entschwinden erneut in den Wald, diesmal bergauf. Dieser Waldweg ist etwas „rustikaler“aber wir gelangen kurz darauf auf einen besseren Waldweg, ehe wir erstmals unsere Machete vermissen. Wer es genau wissen möchte…..so ab Kilometer 9,5 haben wir uns für den Weg auf der rechten Seite des Bachlaufs entschieden. Der aber ist total zugewuchert, zudem liegen einige Bäume quer, durch dessen Geäst man sich durchwühlen muss. Wer das nicht mag, kann auch auf der linken Seite des Bachlaufs weitergehen. Dieser Weg ist wesentlich freier und kommt nach etwa 500 m wieder mit unserem gewählten Weg überein. Ich muss aber ehrlich gestehen….die rechte Variante hat mir viiiiiiiiiiiiel besser gefallen und selbst die Hunde waren hier hellwach unterwegs (ok….das Reh links von uns haben beide nicht mitbekommen, was mir auch gut recht war).

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ja, wie ich ja schon schrieb….nach ca. 500 Metern kommen wir dann doch auf die linke Seite des Baches und nehmen ab hier auch diesen Weg. Wer jetzt hinüberschaut und den anderen Weg dort sieht…..vergesst es! Dieser Weg läuft sich später im Wald einfach aus. Also bitte auf der linken Seite bleiben.

Der Wald hier ist einfach wunderschön. Riesige Eichen stehen hier und eine davon liegt sogar quer über dem Weg. Da der Wald hier aber wesentlich offener ist, kann man diesen Baumriesen leicht auf der linken Seite umwandern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Weiter oben gelangen wir nun auf eine offene Lichtung. Vorbei an ein paar Obstbäumen treffen wir nun auf einen geteerten Wirtschaftsweg, dem wir nun für etwa 500 Meter hinunter folgen werden. Dieser Wirtschaftsweg verbindet die beiden Orte Hohenleimbach und Herschbach und er wird auch immer noch gerne von den Anwohnern gefahren. Heute aber begegnet uns kein einziges Auto. Überhaupt, die komplette Runde sind wir ganz unter uns. Nicht ein einziger Radfahrer, Wanderer, den man getroffen hat. Solche Runden mag ich ja besonders, im Gegensatz zu diesen überlaufenen Touristikmagneten – damit kann man mich im wahrsten Sinne des Wortes jagen.

Aber diese Runde hier war ein Gedicht, wieso war? Noch ist sie es und wir sind gerade erst etwas über Halbzeit. Apropos Halbzeit…unsere Mägen melden sich. Wir halten schon seit geraumer Zeit Ausschau nach einer geeigneten Rastmöglichkeit aber die will nicht wirklich kommen. Kurve um Kurve ziehen wir durch den Wald und hoffen, dass sich eine Bank oder ein Baumstamm findet. Aber letztlich packen wir unsere Sitzkissen aus und setzen uns an den Wegesrand und lassen die Beine den Hang hinunter hängen. Die Pause legen wir etwas großzügier aus wegen unseren Hunden. Sie sind mit 11 Jahren halt nicht mehr die jüngsten und so achten wir darauf, dass sie sich nicht übernehmen. Hier noch ein paar Eindrücke von dem, was wir so neben dem Weg entdecken.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Indy legt sich an meine Seite und beobachtet ganz genau, was ich mit dem Käsebrötchen veranstalte. „Vielleicht fällt ihm ja was runter und dann bin ich zur Stelle“ mag es in seinem Köpfchen gerattert haben.

Ich bin ja kein Unmensch und so behalte ich einen kleinen Schnipsel Käse über, den er dann später bekommen darf – wenn ich fertig bin.

Frisch gestärkt ging es dann weiter durch einen wunderschönen Mischwald ehe wir dann knapp 3 km später auf einen bekannten Wanderweg treffen – die Eifelleiter. Diesen nun folgenden Abschnitt bin ich ebenfalls schon einmal gegangen, als Rundstrecke versteht sich. Denn die Eifelleiter ist eine Streckenwanderung und da es in der Eifel immer ein wenig kompliziert ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Start- oder Endpunkt zu gelangen, erwandere ich diesen eben in selbsterstellten Rundstrecken, damit ich nur 1 Auto benutzen muss😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir bewegen uns nun schnurstracks auf den Alexanderhof zu, wie die vielen Wegweiser deutlich machen. Hohenleimbach ist nun fast erreicht aber vorher durchwandern wir noch das kleine Wacholdergebiet bzw. wandern wir unterhalb daran entlang.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Jetzt erreichen wir nach insgesamt 15,5 km erneut die Bundesstrasse und auch hier habe ich bewusst eine Stelle gesucht, wo man kurz queren kann.

DSC_9538_2

Also schnell hinüber und in den namenlosen Parallelweg  von „Auf der Heeg“. Wer möchte, kann in Hohenleimbach auch einkehren sofern das Lokal geöffnet hat. Im Landgasthof Müller kann man sich vernünftig stärken oder später einkehren und den Tag ausklingen lassen. Die Öffnungszeiten sind täglich ab 11:30 Uhr, ausser Montags. In den Wintermonaten (von November bis Ende Februar) ist auch der Dienstag geschloßen. Hundewanderer sind ebenfalls willkommen, sofern keine Störung der anderen Gäste gewährleistet wird.

DSC_9527_2

Wir aber haben ausreichend Proviant dabei und suchen den schnellsten Weg hinaus aus dem Ort. Wer aber noch ein besonderes Gebäude sehen möchte, der halte mal seine Äuglein offen. Denn wir kommen direkt am Altenheim „Haus Harmonie“ vorbei. Neiiiiiiiiin….nicht weil ihr jetzt von der Wanderung geschafft seid, sondern weil der Baustil dieses Haus eben anders ist als bei den anderen Häusern. Es wurde im Stile Gaudi und Hundertwasser gebaut und schaut schon fast organisch aus. Sieht man nicht alle Tage und vor allem nicht in der Eifel😉

Wir verlassen Hohenleimbach über die Strasse „Eichertblick“ und gelangen hier nach langer Zeit nochmal in offenes Gelände. Vor uns sehen wir schon den Raßberg mit seinem Funkturm. Das Ziel vor Augen führt unser Weg aber wieder hinunter ins Tal und wir gelangen an einen der Quellbäche die letztlich zur Nette werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Achtung, bei  Kilometer 17,3 führt der Hauptweg links um eine Kurve herum. Kurz vorher (vielleicht 20 Meter) geht rechts ein schmaler Pfad vom Weg hinunter in die Wiese. Da müssen wir her und sobald wir unten stehen, wissen wir auch warum. Wir erblicken eine kleine Brücke, die uns über den Leimbach bringt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Noch ein kurzer Anstieg, dann befinden wir uns auf einem Waldweg wieder, den wir aber nur wenige Meter später bereits wieder verlassen. Denn unterhalb des Weges erblicken wir eine wunderschön gelegene Rastmöglichkeit (im Track eingezeichnet). Hier kann man im Sommer wunderbar kühl ausruhen und wasserverrückte Hunde sind hier in ihrem Element. Die Nette fliesst quasi direkt an der Bank vorbei, ein echtes Gedicht, dieser Platz.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach einer weiteren ausgiebigen Pause geht es nun wieder hinauf auf den Hauptweg und folgen diesem in Richtung Netterhöfe, das wir knapp 20 Minuten später erreichen werden. Kurz vor Netterhöfe gelangen wir abermals auf den Traumpfad „Bergheidenweg“. Ab der Höhe des Selbaches (wo im übrigen nochmal eine Bank/Tischgruppe zur Rast einlädt) folgen wir dem Traumpfad über eine Holzbrücke hinweg in den Ort hinein.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Ort hat nur eine Durchgangsstrasse und nachdem wir am anderen Ortsende angelangt sind, wandern wir den Waldweg hinauf, der geradewegs von der Hauptstrasse wegführt. An der nächsten Biegung gelangen wir an eine kleine Pilger-Kapelle. Hier findet man kleine Briefchen von Menschen, die schon seit Jahren hier regelmässig vorbeipilgern und dann die Gelegenheit nutzen, um Gebete zu sprechen oder Texte zu hinterlegen.

DSC_5317_1

Wir aber haben auf den zurückgelegten 19 km ausreichend Zeit gefunden, das ein oder andere Gebet hinaufzusenden, dass wir hier keine weitere Pause eingelegt haben und schnurstracks an der Kapelle rechts abbiegen und den Berg (den letzten für heute) in Angriff nehmen.

Kaum kommen wir aus dem Wald heraus, sehen wir einige Wanderer auf dem Bergheidenweg. Das Wetter war geradezu ideal und somit waren auch einige Menschen unterwegs. Gottseidank hatten wir eine andere Route geplant und sind dem Traumpfad ferngeblieben. Durch den Lanzenberg gehts immer weiter hinauf, bis wir auf einmal wieder auf einem Traumpfad stehen – diesmal jedoch ist es der „Wacholderweg“. Ganz vermeiden lässt sich das halt nicht, dafür liegen diese hier zu dicht beieinander. Ist aber auch nicht weiter schlimm, es sind ja auch schöne Wege. Aber mein Herz schlägt mehr für die unbekannten Strecken.

Nutzt aber alles nichts, die nächsten Kurven bleiben wir auf dem Wacholderweg und just an der Stelle wo der Wald aufzumachen scheint (dort verläuft auch eine Stromleitung), verlassen wir den Traumpfad auch schon wieder und gehen rechts in den Waldweg hinein. Bitte nicht mit dem Verbindungsweg weiter unterhalb verwechseln. Wir wollen keinen Traumpfad gehen – heute nicht mehr😉

Oben öffnet der Wald nach links hin und bietet nochmal eine schöne Sicht über eine Wiesen- und Weidefläche. Weiter hinten erkennt man mit ein wenig geübten Blick ein Pilgerkreuz stehen und daneben der „Albertsblick“. Man kann dem Traumpfad natürlich noch bis hierher folgen wenn man möchte und sich diese Punkte genauer anschauen. Wir aber haben genug Kilometer gemacht für heute und setzen uns für einen kleinen Moment auf die Bank, die hier am Waldrand auftaucht.

Von der Bank aus gehen wir geradewegs in diesen kaum sichtbaren Wiesenweg hinein, der genau in der Verlängerung weiterführt, wie das Stück, was wir gerade hinter uns gelassen haben. Eigentlich ist das kein Weg aber er wurde und wird noch immer von Landwirten und Jägern befahren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir überqueren den Landwirtschaftsweg und gehen geradewegs in den Weg hinein, der direkt hinüberführt an unser Ziel. Von hier werfen wir nochmals einen Blick über die schönen Wiesen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Geschafft, wir stehen nach gut 6 Stunden wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung, am Haus am Raßberg. Wer jetzt bei uns ein Wochendurlaub gebucht haben sollte, kann sich nun auf eine schöne Dusche freuen und auf bequeme Schaukelstühle, um die müden Gräten wieder zu sortieren.

Wer möchte, kann sich über unsere Homepage noch weitere Wanderungen und Tracks herunterladen. Diese Sammlung ist noch mickrig aber sie starten fast alle direkt am Haus und bieten somit Wanderurlaub pur.

Ich möchte mich abschliessend nochmal bei Elke bedanken, die mir die Einladung geschickt hat. Ob sie dabei bedacht hat, dass ich nicht nur eine kleine Quasselstrippe bin sondern auch gerne mal 1-2 Wörtchen mehr tippsel, als andere?

Jedenfalls hat es mich sehr gefreut, diese Einladung zu erhalten und es hat richtig Spaß gemacht, diesen Bericht zu verfassen.

 

 

 

Veröffentlicht unter Auf Wanderwegen unterwegs | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Gruiten – Schöller – Grube 7 – Gruiten Dorf

Ein bisschen von diesem, ein wenig von jenem und schon hat Frau, wenn sie Glück und Geschick beweist, einen wunderbaren Weg gestrickt. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich im Klaren darüber ist, welcher tiefere Sinn den beiden Wegen, deren Verlauf man zu einem Neuen zusammenfügen möchte, zugrunde liegt.

Nun der neanderland Steig möchte mit Natur bestechen und wenn möglich schöne Dörfer in den Wegeverlauf mit einbeziehen. Der Wuppertaler Rundweg hingegen, möchte dem geneigten Wanderer einige lokalhistorische Sehenswürdigkeiten, aber auch Industrielles  der Region nahe bringen.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0014

Beide Wege finden auch immer wieder einmal auf gleicher Strecke zusammen und auch der Bergische Weg gesellt sich zuweilen dazu.

Am Ende dieser Beschreibung findet ihr eine Karte mit dem Verlauf, den ich mir zusammen gebastelt habe.

Ich starte also in Gruiten auf dem Wanderparkplatz Grube 7, die ich am Ende der heutigen Tour auch noch besuchen werde. Puh es fällt mir schwer nicht mehr „WIR“ zu schreiben. Ohne Spike ist richtig komisch

Mit Gruiten Dorf im Rücken (besuche ich am Ende der Tour noch) wandere ich zunächst auf einem waldigen Pfad. Sehr schön zu gehen, schlecht zu fotografieren. Der lokale Wanderweg A3 verläuft auf diesem Weg, so steht es auf schwarzen Schilder mit weißer Schrift geschrieben.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0001

Rechts von mir erstrecken sich riesige Getreidefelder, die sich goldgelb im Winde wiegen und weil das so ein wunderbarer Eindruck ist, zieht mich der Streckenverlauf auf einen Feldweg.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0005Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0008

Tief einatmen, genießen was der Sommer mir heute zu geben bereit ist. Meine erste längere Strecke seit langer Zeit.

Das Haus Poock rückt näher, nein ich rücke dem Haus, dem Gelände näher😉 Schon meine erste Begegnung mit diesem eigenwilligen Ensemble hat mich fasziniert und begeistert. Schaut erst einmal die Bilder:

Wir befinden uns hier bereits auf dem neanderland Steig, und ich empfinde gerade hier den Verlauf als ausgesprochen amüsant. Die windschief erscheinenden Unterkünfte der Weidenbewohner, Ziegen, Gänse Rehe und und und, sind der Knaller!

Über den Parkplatz des Hotels folgen wir weiter dem neanderland Steig Richtung  Wülfrath-Düssel. Es folgt nun ein arg dunkler Waldabschnitt. Das kommt auf den Fotos sicher nicht so gut rüber.

Ich hatte, so ganz alleine, ohne Begleitung durch meinen vierbeinigen Freund, richtig Schiss. Es knackt, es raschelt…ganz sicher nur Wildtiere, aber ich bin es nicht mehr gewohnt alleine unterwegs zu sein.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0035

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0042

Mir läuft vor lauter Stress die ein oder andere Schweißperle auf die Stirn. Dankbar erreiche ich irgendwann wieder offenes Gelände. Trügerisch, diese Sicherheit, denn ich nähere mich einem weiteren Panikpunkt. Zunächst genieße ich aber ahnungslos die offene Landschaft mit einer schönen Hofschaft mittendrin.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0052

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0058Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0059

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0062

Dieses Haus steht einfach schief in der Landschaft, keine Chance es auszurichten😀

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0063

Der Mais strebt langsam in die Höhe, bald wird er uns Menschen überragen

Wieder erreiche ich ein Waldstück, wunderschön hier zu laufen.

Und dann der Blick nach rechts an den hohen Zaun, der aber für ernsthafte Ausbrecher so gar keinen Widerstand zu bieten hätte. Und wenn die gerade Ausgang haben und frustriert nach einem Opfer suchen?  Grusel, Panik ist angesagt…. Bloß weg hier…..

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0075

Das Simonshöfchen – Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Vohwinkel

Das Gelände, das ich an der südwestlichen Seite streife, erstreckt sich über ca. 1 km und die bin ich ziemlich flott gelaufen😀

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0079

Eine Bikerstrecke

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0084

Schon ziemlich zugewachsen, dieser Steinbruch

Meiner Annäherung an die Zivilisation steht nichts mehr im Wege. Fachwerkbauten mit wunderschönen Vorgärten, die ziehenden Wattebauschwolken, die das Himmelblau kräftig aufmischen lenken schnell von dem vorangegangenen Wegabschnitt ab.

JA und deshalb zeige ich euch, wie soll es auch anders sein, Bilder!

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0088

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0107

So ganz erschließt sich mir das hier nicht. Mein Wegeverlauf wird an dieser Stelle etwas abgeändert.

Industrie gehört in diese Landschaft, aber ich freue mich, bald wieder Naturwege unter den Füßen zu spüren.

 

Nachdem ein schattiger Platz erreicht ist fliegt der Rucksack auf die nächste Bank und mein Frühstück wird eingenommen. Es ist schon nach 12 Uhr, es wird also Zeit.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0139

Ich habe mir für Bananen ein Behältnis angeschafft, darin wird nach der Speise die Schale bewahrt, kein Müll in die Landschaft:)

Nach einer kurzen Pause flaniere ich weiter auf sonnigen Wegen dem Örtchen Schöller mit seinem Rittergut Schöller entgegen.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0140Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0145

Wer mag, kann diese von mir entwickelte Runde auch von hier aus starten. Ein ausreichend großer Parkplatz steht unmittelbar am Rittergut Schöller für euch bereit.

Der Turm, den ihr auf den Bildern sehen könnt, wird Schinderhannesturm genannt. Der Bergfried und der sich daran anschließende Rest der Burgmauer wurden am 24. August 1988 als Baudenkmal anerkannt. Das Ensemble, als Herrensitz erbaut, wurde im 12ten  Jahrhundert erstmals erwähnt.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0176Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0180Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0181

Nun wird es noch einmal richtig schön. Ich tauche nach einer kleinen Ansammlung Häuser wieder in den Wald ein. Hell und freundlich, die Düssel auf meiner linken Seite, wundervoll. Aber nein, vorher kommen doch noch die Trabis

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0187

Ich bin hin und weg von dem Wegabschnitt an der Düssel

Also wieder viele Bilder, sehr viele viele Bilder😀

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0190Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0193Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0195Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0196Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0199

Hier versammeln sich dann auch alle relevanten Wege in der Region, unter anderem der Bergische Weg, der Wuppertaler Rundweg und natürlich der neanderland Steig, sowie der Eulenkopfweg.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0205Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0208Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0209Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0210Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0212

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0223

Wenn mir nicht der daheim gebliebene Spike im Nacken gesessen hätte, wäre ich hier Stunden zum fotografieren geblieben und Spike hätte Wasser genug vorgefunden.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0224

So wandere ich weiter dem Naturschutzgebiet der  Grube 7 entgegen. Nach meinem letzten Besuch vor rd. drei Jahren, ist das Gebiet noch weiter zugewachsen. So ist von den ehemaligen Abbautrassen des alten Kalksteinbruches nicht mehr so viel zu sehen.

Früher wurde aus einer anderen Grube Wasser in dieses Gebiet geleitet, um den Grundwasserspiegel zu halten. Über einen versteckten Zugang strömten im Sommer Badewillige in den Steinbruch.

Heute liegt er trocken und kann nur noch über freigegebene, für die neugierigen Wanderer angelegten Wege begangen werden. Seit der Ruhigstellung entwickelte sich das wilde Gebiet zu einem Paradies für seltene Pflanzen und Tiere.

Mehr bei Wikipedia

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0260

Alter Steinbrecher, ein Industriedenkmal. Zu Zeiten, als der Kalksteinbruch noch aktiv war, wurden hier die riesigen Gesteinsbrocken hin gekarrt und in dem inzwischen zu geschütteten Mahlwerk zerkleinert und anschließend über Förderbändern zur Wäsche befördert.

Gruiten_Schöller_Grube7_GruitenDorf_0263

Bald lande ich wieder am Parkplatz, überquere die Mettmanner Straße und schaue mir noch Gruiten Dorf an. Auch hier war ich vor ein paar Jahren, hatte damals schon viel Freude an den historischen Häusern, die man einfach nur als schön, traumhaft, verführerisch betrachten kann.

So gerne ich hier noch einen Kaffee getrunken hätte, mich zieht es heimwärts….ähem, erstmal die Bilder😉 in einer Galerie. Ein Besuch in diesem kleinen, schnuckeligen Ort lohnt sich.

Ein riesiger Parkplatz lässt auch niemanden vor dem Gelände stehen😉

Ich gebe zu, nicht jeder Meter war genial erfunden, aber der Gesamteindruck war genial. Selbst gebastelt ist prima, weil ganz das Eigene😉

Bis zum nächsten Mal, komme leider nicht so nach mit der Schreiberei.

Liebe Grüße

Elke und der müde Spike, der gut ausgeschlafen und fröhlich an die Tür gehoppelt kam. Also war es OK für ihn.

PS:
Noch eines möchte ich loswerden, leider eine Weile nach Veröffentlichung dieses Berichtes.
Jetzt, da ich hoffentlich wieder langsam an richtige Wanderstrecken gelangen kann, teste ich mit Freude zwei Modelle von wrightsock und zwar hier die Modelle „Adventure“ und  „Escape“. Beide Sockenpaare sind ultra bequem und sehr weich. Durch die doppellagige Herstellung entfällt das Risiko sich Blasen zu laufen. Zum Thema Blasen lesen Sie den anschaulichen Beitrag der Firma, den ich nicht besser beschreiben könnte Blasenkreislauf

Veröffentlicht unter Auf Wanderwegen unterwegs, Das Bergische Land, Distanz 15-20 km, Neanderland Steig, NRW, Rundwanderungen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 5 Kommentare