Trier mal anders, so mein heutiger Plan, bzw. Trierer Umland. Dabei wird die Innenstadt mit den üblichen Sehenswürdigkeiten, Porta Nigra & Co ausgelassen. Mal sehen was mir die Trierer Umgebung so vor die Linse wirft. Zur Erinnerung an ein paar tolle und vor allem von lachen erfüllte Tage mit den Wanderschnecken, sind am Ende des Beitrages zu finden.
Wenn ich die Fotos aus 2013 sehe, wie ausgelassen wir waren, wie locker wir die 24 Tageskilometer gewandert sind… Herrje war das herrlich. Aber zurück zu meinen heutigen Plänen.
Trier mal anders
Heute schenke ich uns Konz an der Saarmündung, mit seinem historischen Bahnhof und den meckernden Nilgänsen. Die Reste der historischen Hindenburgbrücke an der Mosel erkunden wir gemächlichen Schrittes. Und am Ende, vollkommen unerwartet, entdecken wir das Schloss Monaise mit seiner wunderschönen Parkanlage. Wobei Konz nicht zu Trier gehört, sondern zum Landkreis Trier-Saarburg, ebenso die Ortsgemeinde „Igel“ Das Schloss steht allerdings auf Trierer Boden.
- Wir parken an der Konzer Moselbrücke: Konzerbrück 2, 54329 Konz (Die Stadt ist derzeit eine einzige Baustelle)
- Parken Hindenburgbrücke: 54298 Igel, Moselstraße oder von Konz aus los marschieren.
- Parken Schloss Monaise: Schloß Monaise 7, 54294 Trier
- Übrigens, ganz neu entstanden sind kleine, durch Trier führende Spazierwege, die auch im Rahmen von Führungen gebucht werden können.
Konz ist Baustelle
Da habe ich doch glatt einen Volltreffer in meiner Planung gelandet. Konz präsentiert sich mit aufgerissenen Straßen…gar nicht mal so toll. Aber wie wir Wandersleut so sind, wir finden immer etwas attraktives, fokussieren genau das und blenden das Ungemach aus….fast. Wir müssen erstmal durch die Baustelle…


Der Historische Bahnhof Konz
Einst dem Verfall ausgeliefert, heute dank einer engagierten Frau ein Gebäude im Glanz vergangener Zeiten mit einem Restaurant gehobener Klasse. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser prachtvolle Bahnhof gebaut, sechs Jahre hat es gebraucht bis die heutige Besitzerin die ersten Gäste in dem restaurierten und sanierten Gemäuer im September 2021 empfangen konnte.


Im Jahr 2023 nimmt der Gastronom des Historischen Bahnhof an „Mein Lokal, Dein Lokal“ teil und holt sich dort den „Goldenen Teller“. Für mich ist es nur ein Abstecher, von außen betrachtet. Es gibt noch einige historische Gebäude in Konz zum schauen, ich wende mich für heute wieder meinem Auto entgegen. Der Rückweg führt uns durch den
Maierspark
hin zu den Saar-Terrassen, auch dort leider Baustelle. Der Maierspark ist ausgesprochen hübsch anzuschauen. Wie viele unserer Bäche wurde auch am Konzbach eine Renaturierung vollzogen. Rund herum entstand wie nebenbei eine Parklandschaft, die sich um den Bach windet. Bänke und Spielflächen für Familien mit Kindern sind entstanden. Relaxliegen und Bänke laden zum Verweilen ein. Wunderschön.

Es gibt noch einen größeren Park in Konz, schade dass ich den nicht auch noch besucht habe. Ich hoffe auf Wiederholung, nach Fertigstellung aller Straßenbaumaßnahmen.
Gans versus Hund und Halterin
Wieder an der Saar, setzen wir uns ein Weilchen auf die Steine der Saar-Terrassen und schauen den Nilgänsen zu. Herr Nilgans macht tierisch Terror. Als der wild diskutierende Knabe auf uns zukommt, beschließen wir uns zu verdrücken. Nur wenig weiter sitzt seine Angetraute mit den drei halbwüchsigen Küken. Herr Ganter rennt laut lamentierend an uns vorbei, die Familie ist wieder vereint und beschließt im Wasser die Sicherheit zu finden.

Wir treten derweil die Weiterreise an das naheliegende Ufer der Mosel an, um dort die Hindenburgbrücke anzuschauen.
Hindenburgbrücke an der Mosel
Wer gut zu Fuß ist, der erreicht die Hindenburgbrücke indem zunächst die Saar und anschließend die Mosel überquert wird, um dann linker Hand die Mosel ein Stück entlang zu wandern. Insgesamt eine Strecke rd. 3 km. Wir fahren und parken auf einem Randstreifen an der Mosel.

Im Jahr 1912 wurde die damals namenlose Brücke in Betrieb genommen. Die Bevölkerung gab ihr den Namen „Hindenburgbrücke“. Die Eisenbahnbrücke verband Wasserliesch und Igel, überquerte damit die Mosel. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurde sie vermutlich gesprengt oder zerbombt und nicht mehr aufgebaut.
Ich mag diese Art Brücken sehr, die Farbe der Steine, die sich ja in der Region oft finden lässt, fasziniert mich immer wieder. Während wir ein bisschen von dem belebten Fahrradweg weg auf einen Feldweg spazieren, entdecken wir hoch aufragende Felswände aus diesem Buntsandstein. Für eine kleine Weile genießen wir die Umgebung, genug Zeit ein paar Erinnerungsfotos zu schießen.
Es ist Zeit für die Rückreise zum Ferienhaus. Jana soll noch eine Runde laufen können.
Trier mal anders- Schloss Monaise
Auf der Rückfahrt entdecke ich ein Hinweisschild „Schloss Monaise“. Klar, das nehmen wir noch mit. Gut, dass ich mich entschieden habe, dieses Kleinod an der Mosel aufzusuchen. Schon allein der Park ist bemerkenswert.
Im 18. Jh. als Sommerresidenz erbaut und seit 1997 wieder in altem Glanz neu präsentiert, das hell schimmernde Schloss Monaise. Schon das zweite historische Gebäude, das findige und sicher auch finanzstarke Gastronomen in neuem Glanz erstrahlen lassen. Eine Region kann sich glücklich schätzen, wenn dies aus privater Hand geleistet wird.

Ein Park mit Thema
Der angrenzende Park mit seinem Rundtempel zeigt sich mit seinen Frühblühern schon in grün-weiß. Das Thema Wald, Totholz und seine lebenden Bewohner wird den Besuchern auf Tafeln nahe gebracht.
Der Musentempel (Monopteros) im Park sieht vom äußeren Erscheinungsbild nicht so sehr viel besser aus, als das davor stehende Schild.

Um 1820 wurde die Grabkapelle gebaut. Hier wurde die Eleonora Maria Anna Magdalena de Blochausen – von Ahr zu Lissingen beigesetzt. sie hatte 1791 das Schloss erworben.

Auf dem Gelände an der anderen Seite steht eine Gloriette. Die Datenbank der Kulturgüter gibt dazu folgendes her:
Eine Gloriette ist ein Gebäude in einer Gartenanlage, das sich auf einem gegenüber der Umgebung erhöhten Standort befindet. Die bauliche Ausführung und Gestalt kann sehr unterschiedlich sein, oft in der Form eines nach den Seiten mehr oder weniger offenen Pavillons oder Tempietto.
Tja und das war es dann auch für heute. Wir fahren flott wieder zurück nach Kell am See in unsere Behausung.
Trier 2013
Zur Erinnerung für ich jetzt noch ein paar Bilder von 2013 und unseren Einblicken in Trier, damals auf dem Eifelsteig zwischen Kordel und Trier bei.
Das war es für heute. Ich hoffe es hat euch gefallen. Es wird bald weiteres geben, der Blog wird anders weiterleben, aber ich bleibe noch eine Weile dabei.
Ganz liebe Grüße in alle Landesteile von
Elke und Jana
Hallo Elke, wie immer, ein wunderschöner Bericht. Ist mir natürlich alles sehr bekannt. War letzte Woche noch mit dem Bike von uns aus bis an die Saarmündung nach Konz. Schade,dass es dir körperlich nicht mehr so gut geht. (Bericht Stausee Kell, dort haben wir auch schon mehrmals einige Tage Urlaub gemacht.) Na, ja, das Alter. Kann auch ein Lied davon singen. Wandern, nur noch kurze flache Strecken. Radfahren ( E-Bike) passt. Von Konz bis zu uns, eine gute halbe Stunde mit dem PKW. Hätte mich über einen Besuch gefreut. Vielleicht ein ander Mal. Bist immer willkommen. Liebe Grüße aus der Südeifel. Werner
Lieber Werner, ich habe total verzweifelt nach einer Ansprech-möglichkeit zu dir gesucht, Messenger, Facebook, Instagram und dich nicht gefunden. Ich brauche dringend mal eine Mail-Adresse oder so ähnlich von dir, dann würde ich mich nämlich das nächste Mal auf jeden Fall melden.
Ganz liebe Grüße Elke
Sehr schön liebe Elke! Wann gibt es ein Buch? 😉
Ach liebe Anne, die Geduld und Akribie die für ein Buch nötig sind, bringe ich aus unterschiedlichen Gründen nicht auf. Der Blogs ist wie eine Art Heimat, hier fühle ich mich wohl und kann schreiben wann ich will.
Dicken Knutscher in deine Richtung und liebe Grüße
Elke