Unter dem Titel „Naturparadies als Müllhalde“ hat der WDR im August 2025 über die Situation am Von-Diergardt-See berichtet. Hier der Link zum Beitrag. Ich laufe in dem angrenzenden Wald und auch um den See herum regelmäßig mit Jana. Neben wunderschönen Eindrücken, gibt es leider auch zahlreiche Plätze, die mich an der Menschheit zweifeln lässt.

Von-Diergardt-See – Idylle und Müllabladeplatz

Zwischen Köln-Dünnwald und Leverkusen-Manfort liegt der ehemalige Baggersee, heute Von-Diergardt-See. Besonders bemerkenswert ist, es handelt sich um ein Landschaftsschutzgebiet. In diesem, als Wasserschutzgebiet ausgewiesenem Gewässer sollte es eigentlich besonders zivilisiert zugehen. Müll sollte man hier ganz sicher nicht erwarten. Ein paar Aufnahmen des heutigen Tages verdeutlichen, dass es offensichtlich keinerlei Bemühungen gibt den dort agierenden Personen Einhalt zu gebieten. Im Jahr 2024 stand den gesamten Sommer ein Einkaufswagen voll mit Müll mitten im Wald. Erst im späten Herbst wurde hier aufgeräumt.

Am Nordufer versammeln sich hier offenbar besonders aktive menschliche Ferkel. Von Lachgasflaschen über leere Flaschen und Grillutensilien, bis zum Teppich…alles da. Und diese merkwürdige braune Ablagerung macht mich auch stutzig.

Am Südufer befindet sich ein schöner Sandstrand. Hier hat man Metallkörbe aufgestellt, damit die Müllberge nicht vom Winde verweht werden. Diese Körbe sollen wohl einmal wöchentlich geleert werden. Nach meiner Beobachtung ist das nicht immer der Fall.

Von-Diergardt-See – Idylle wenn man weg guckt

Ich bin gerne hier, vor allem wenn gerade frisch geputzt wurde, was leider selten der Fall ist. So nahe an meiner Wohnung ist so ein Waldgebiet ein Geschenk, das ich gerne nutze. Zwischen den 1950er Jahre und circa 1980 wurde diese Grube ausgekiest. Gelesen habe ich folgendes zur späteren Nutzung:

Im Jahr 1983 wurde ein Pachtvertrag mit dem Deutschen Bund für Vogelschutz (heute Naturschutzbund Deutschland, NABU) abgeschlossen.

Im Anschluss an die Stilllegung ließ sich eine positive Entwicklung der Kiesgrube zu einem komplexen Feuchtgebiet für eine Vielzahl seltener Arten erkennen, die durch die Pflege des Naturschutzverbandes noch forciert werden konnte. Nachdem das Gebiet mehrfach über Ordnungsbehördliche Verordnungen gesichert wurde, setzte es der Landschaftsplan mit seinem Erscheinen im Jahr 1991 endgültig als Naturschutzgebiet fest. (Quelle: https://www.stadt-koeln.de/artikel/70998/index.html ) Es gibt noch einige Informationen, zu lesen, die das heutige Bild noch unverständlicher erscheinen lassen.

Wie bitte kann es sein, dass ein Gebiet mit besonderem Schutzstatus so dermaßen vermüllt?  Und so schön könnte es sein. Schaut die Bilder und vielleicht versteht ihr, weshalb mich der Anblick auf den Bildern oben so entsetzt. Das ist das Nordufer, mal ohne Müll.

Von-Diergardt-See
Fotografischereisenundwanderngen
Von-Diergardt-See
Fotografischereisenundwanderngen
Von-Diergardt-See
Fotografischereisenundwanderngen
Von-Diergardt-See
Abendidylle
Von-Diergardt-See
Komorane beim Sonnenbad
Von-Diergardt-See
Herbstidylle

Mich macht es traurig, wütend und es hinterlässt ein Gefühl von Hilflosigkeit. Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass keine Ordnungsbehörde eingreift.

Nach meiner Erinnerung war es das Jahr 2024, in dem ein Schwanenpaar mit seinen Jungtieren auf dem See unterwegs war. Die Küken wurden von den Eltern aggressiv geschützt, sodass Badegäste keine Chance hatten ins Wasser zu gelangen. Von einem Tag zum anderen waren alle Schwäne verschwunden. Was mit ihnen geschah konnte niemand sagen. Ein trauriger Verdacht machte sich damals in mir breit.

Was kann man tun, damit sich hier etwas ändert. Private Initiativen gibt es reichlich, die den Müll aufsammeln, aber der nachrückende Berg wird immer höher.

 

 

2 Kommentare

  1. Liebe Elke,

    ich war am Donnerstag, 12.03.26 am See entlang unterwegs. Wir wanderten ab Flittard und am Golfplatz vorbei, sowie von Diergardtsee / Hornpottsee nach Schlebusch.
    Einen solchen Gitterkorb hatte ich auch gesehen. Allerdings übervoll und rundherum mit Müllsäcken und Unrat belagert. Auf dem weiteren Weg stand ein schwarzer, leerer Einkaufswagen (EDEKA) mitten am Wegrand.
    Ich bin entsetzt und fassungslos, auf welche Ideen manche Menschen kommen. Das müssen wahrhaftige Intelligenzbolzen mit riesigem Vakuum an der Stelle sein, wo sich normalerweise gesunde Hirnzellen und Verstand befinden!!!

    Wir werden die Ignoranten nicht ändern …

    Liebe Grüße aus Köln

    1. Liebe Sabine, ich bin dort ja regelmäßig und entdecke immer neue Plätze mit diesem unsäglichen Müll. Was mir nicht in den Kopf will ist, dass die Stadt Köln damit wirbt, dass das ein Landschaftsschutzgebiet mit besonderen Ansiedlungen aus der Tierwelt ist. Wie kann eine verantwortliche Behörde dann nicht die geringsten Anstalten machen, diesem Vandalismus entgegenzuwirken?
      Ich danke dir für deinen Kommentar und Grüße aus Leverkusen
      Elke ❤️

Ich freue mich über ein paar nette Worte....

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