„Wilde Endert“ – Kloster Martental – Zickelslei

Wieder einmal führt mich eine Tour der NaturAktivErleben auf eine abenteuerliche und erlebnisintensive Wanderung.

_EBL8903Ich starte, da ich mittags in der Weißmühle einkehren möchte, am Kloster Martental. Diese Entscheidung war schon deshalb gut, weil ich die Mittagshitze (schön dieses Wort in diesem Jahr auch einmal nutzen zu können) im Enderttal verbringen kann.
Den Parkplatz habe ich für mich ganz allein.

Die Tour ist mit 21 km (mein Navi zeigt am Ende fast 23km) und über 700 Höhenmetern eine recht anspruchsvolle Tour. Nach den letzten Tagen wundere ich mich langsam ernsthaft über meine Kondition, denn auch dieser Wandertag stellt mich kaum vor unerfüllbaren Anforderungen. Gut dafür ist diese Strecke aber auch einfach zuuu schön.

_EBL8908An der kleinen Kapelle vorbei geht es auf einen Wirtschaftsweg an Weiden vorbei.

Eine kleine Weile halte ich Andacht, so hatte ich es versprochen. Denn hier am Kloster Martental wurde vor vielen Jahren eine Ehe geschlossen.

Die Drei hier kommen wie verabredet auf mich zugestürmt. Ein solches Verhalten kenne ich von Kühen bisher nicht. Neugierde, Gefrässigkeit- keine Ahnung was die Damen motiviert!

Ein Blick zurück zum loster Martental
Ein Blick zurück zum Kloster Martental

_EBL8927Mit Mühe konnte Frauchen den aufgeregten Schäferhund davon abhalten sich „geschwätzig“ zu meiner Person zu gesellen.

Auf meine Frage ob der Hunger hätte kam: „Nö, aber der will schwätzen“ was heißen sollte, dass das Tier laut bellend hinter mir her rannte.

Die erste Fotoserie beschreibt den Weg über Wiesen und Felder. Der Teil, der mir mit Abstand am besten gefallen hat. Hell, weit und voller Raps- und beginnendem Wachsen der Getreidefelder. Diese Ansichten habe ich förmlich in mich hinein gesogen. Der Duft der Rapsfelder betäubt geradezu.

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Nicht nur mich haben die Rapsdüfte betäubt, sondern wohl auch die Bienen aus dem Bienenstock. In Windeseile hatten sich einige auf meinem Lockenkopf versammelt. Mit einiger Panik rannte ich so schnell wie es ging an dieser Stelle vorbei, wo die lieben NaturAktivErleben Betreiber lediglich eine Bank vermerkt hatten. lach auf diese Bienenbank verzichte ich dann doch lieber 🙂

_EBL8928Es hätte weitaus friedlicher sein können, wenn diese Flieger nicht mit Überschallgeschwindigkeit ihre Runden gezogen hätten. Das ist wirklich kein schönes Geräusch, in solch einer herrlichen Umgebung. Nun ja, es gab Pausen und irgendwann tönte auch nur Normalgeschwindigkeitsgeräusche an mein Ohr.

_EBL8970_EBL8971Dann ändert sich die Umgebung vollkommen. Von nun an werde ich fast nur noch Wald sehen. Zunächst führt der Weg hinauf zur Zickelslay mit Blick in die waldige Landschaft.

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Noch einmal sehe ich einen Wiesenbereich und geniesse die bunte Pracht.

_EBL8993An der Weißmühle halte ich eine kurze Rast und begebe mich dann endlich in das so viel gerühmte Enderttal._EBL8997Sehr schnell wird klar, dass die Regenfälle der vergangenen Woche nicht spurlos an diesem Bachtal vorüber gegangen ist. Überall Absperrbänder an weg gebrochenen Brücken. Viele Bereich wirken geradezu zerfleddert.

_EBL9037Der Versuch einen weiteren Kaffee an der Göbelsmühle einzunehmen scheitert an den Öffnungszeiten. Donnerstag ist Ruhetag. Ich gönne es euch….äääärlich  😦

Nun denn, zusammen mit anderen Wanderern nehme ich meine mitgebrachte Mahlzeit ein und trinke den restlichen Kaffee aus meiner Thermoskanne.

Und kurz bevor ich gehe treffe ich noch auf Karl, der träge auf dem Boden abhängt!

Große Steinfliege - sie nimmt im entwickelten Stadium, so wie hier, offenbar keine Nahrung mehr zu sich und sitzt meist träge in der Ufervegetation entlang Ihres Entwicklungsgewässers. Nur bei Störungen fliegt sie manchmal über kurze Strecken, lässt sich aber häufiger fallen und verkriecht sich am Boden ...
Große Steinfliege – sie nimmt im entwickelten Stadium, so wie hier, offenbar keine Nahrung mehr zu sich und sitzt meist träge in der Ufervegetation entlang Ihres Entwicklungsgewässers. Nur bei Störungen fliegt sie manchmal über kurze Strecken, lässt sich aber häufiger fallen und verkriecht sich am Boden …

_EBL9045Und hier soll es garnicht weiter gehen. Ratlos schaue ich auf mein Navi und kann keine Umgehung erkennen. Ich darf es eigentlich nicht erzählen, aber etwas Alterstarrsinn scheint sich bei mir inzwischen schon breit zu machen, heißt ich gehe weiter. Den weiteren Weg dokumentiere ich fotografisch lieber nicht, denn das Überbrücken von weiteren Stellen ohne Sicherungen ist nicht zur Nachahmung zu empfehlen. Hätte ich gewusst, dass die Umleitung des Schildes „nach Cochem“ mich wieder auf meine Wanderroute geführt hätte, wäre ich dieses unnötige Risiko sicher nicht eingegangen.
_EBL9047 _EBL9057 _EBL9058_EBL9069Auch schöne Eindrücke bieten sich auf dem weiteren Weg, viel mehr als ich hier darstellen kann. Nach vielen erlebnisreichen Kilometern erreiche ich über den Kreuzweg wieder das Gelände des Klosters.

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Dieser Wandertag war wunderschön, für mich allerdings vorallem im ersten Teil besonders interessant und erholsam. Es fehlt mir vermutlich einfach das Tageslicht, denn das Enderttal präsentiert sich in großen Teilen schon recht dunkel. Zudem bin ich verwöhnt von den offenen Blicken auf die Moseltäler und am heutigen Tag über die riesigen Raps- und Getreidefelder, sowie die ebenfalls großen Weiden.

Die Fotos zu allen gefunden und fotografierten Blumen und Insekten ebenso wie die Angaben zu weiteren Wanderungen meines Urlaubes finden sie in der  Übersicht

10 Kommentare

  1. Von Cochem für 6,50€ glaub warens gewesen fährt der Bus um 9:10uhr etwa den muss man schon bekommen alles andere wird zu spät, und dann von Ulmen runter nach cochem wandern, und in cochem einkehren 🙂 Ich habe den Karolingerweg ja schon hinter mir 😉

    Elke deine Strecke ist sicher genau so Traumhaft, wenn auch anstrengender als der Karolingerweg 🙂 die Bilder gefallen mir super gut

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  2. Zu schade, dass Dir „unser“ Enderttal nicht so zugesagt hat; wir gehen ja immer von oben nach unten und können dann so herrlich ausrollen lassen. Die beiden Brücken sind schon seit Jahren defekt, und offenbar kommt keiner auf die Idee, die mal zu reparieren. Aber die Rapsfeldbilder sind ja wirklich einsame Spitze und natürlich um vieles fröhlicher 1

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    • Ursula, mir gefallen solche Täler an sich sehr gut, aber ich stehe extrem unter Lichtentzug :-). Ja, die fröhlichen Rapsfelder waren für mich einfach unbeschreiblich schön. Vielleicht gehe ich die Endert noch einmal im Herbst, wenn schon das Licht durch die Bäume schimmert :-). Das Wasser dort ist auf jeden Fall ganz toll und die Mühlen auch.

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      • Ich mag die Endert auch sehr und gehe sie ebenfalls lieber talwärts. Allerdings bislang immer nur als Streckenwanderung. Den Abschnitt über die Zickelslei kenne ich bisher nicht und wüßte auch nicht, welche Gehrichtung bei der Rundwanderung nun vorzuziehen wäre.

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        • Mir war es sehr angenehm den schönsten Teil des Tages, das ist der Vormittag, in der Sonne zu verbringen. Am frühen Abend war ich dann wieder im Tageslicht unterwegs. Hat also absolut gepasst.

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  3. Jetzt weiß ich, warum die Endert ‚wild‘ heißt 😉 Das mit dem Schatten kann ich nachvollziehen; auf meiner letzten Wanderung war es mir auch zu dunkel. Das ist dann wohl eher was für einen heißen Sommertag. – Das Bild mit dem Blick von oben auf das Tal ist herrlich, gell? Eines Tages hoffe ich dort auch entlang zu gehen (auf dem Karolingerweg nach Ulmen).

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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