Jetzt noch an einer Blogparade teilnehmen hatte ich eigentlich nicht vor. Das Thema „Das schönste nicht-materielle Geschenk“,  das du in deinem Leben bekommen – oder geschenkt – hast? reizt mich gerade in dieser Zeit des Schenkens. 

Weihnachten ist die Zeit für Geschenke, der Vier Wochen-Augenblick, während dem das Wort „Liebe“ ganz groß geschrieben wird. Zu kaum einer anderen Zeit sehe ich jedoch so viele gehetzte Gesichter, genervte Mütter und aggressive Autofahrer, nur weil drei Tage des Jahres besonders „schön“ werden sollen? Von der Aussage „Der Weg ist das Ziel“ ist in der Adventszeit wenig zu spüren. (Ausnahmen gibt es natürlich reichlich, keine Frage)

Diesem Druck unterliege ich nicht mehr so, seit meine Kinder aus dem Haus sind. Ich genieße die Freuden des Oma-seins, indem ich meine Enkelin die Tage vor Heiligabend bei mir habe. Geschenke kaufe ich, das gebe ich zu, überwiegend online. Der Trubel in den Innenstädten ist mir zu viel.

Das schönste nicht-materielle Geschenk

Aufgerufen hat zu dieser Blogparade  hat Sunnybee vom Mutter und Sohn Blog

Geschenke, die mir die allerhöchste Freude bescherten gibt es reichlich und sie sind allesamt nicht-materieller Natur. Eine Rangfolge kann ich schwerlich festlegen, da einige absolut gleichrangig sind. Deshalb folgt mir durch meine Aufzählung, bunt durcheinander gewürfelt.

Meine Eltern – Schwiegereltern – Brüder und Lebensabschnittsgefährten – Freunde

Jede dieser Begegnungen waren mit wertvollen Erfahrungen verbunden. Jede hat zu meinem Wachstum beigetragen und schlussendlich entstanden aus den Ehejahren drei wundervolle Söhne. So anstrengend oder frustrierend menschliche Kontakte zeitweilig auch gewesen sein mögen, das Endresultat war ohne Ausnahme ein positives.

Meine Söhne

Kaum andere Erlebnisse haften so tief in meiner Erinnerung, wie die Geburten meiner Söhne. Schmerzhaft, langwierig und im Anschluss voller Stolz habe ich diesen Prozess erlebt. Die darauf folgenden Jahre sind die kostbarsten, die ich erleben durfte. Sie aufwachsen zu sehen, sie zu spüren und sie loslassen zu müssen, das waren emotionale Höchstleistungen. Ich danke dem Schicksal, dass dieser quirlige Haufen all die gefährlichen Abenteuer überstanden hat und heute beruflich und mit ihren Familien ihre eigenen Wege gehen.

Meine Enkel

Nachdem mein jüngster Sohn aus dem Haus war, folgten viele Jahre in denen ich mir kaum vorstellen konnte noch einmal Baby oder Kleinkind zu betreuen. Erst 36 Jahre nach der Geburt meines ersten Sohnes trat erneut ein Baby in mein Leben. Die Rolle als Oma habe ich in sekundenschnelle als ausgesprochen erfüllend empfunden. Das Tüpfelchen auf dem berühmten „i“ war, dass es ein Mädchen ist.

Kaum ein Jahr alt, wechselte dieses kleine Wesen ungefähr einmal monatlich für ein paar Tage ihren Aufenthaltsort von Linz/Rhein nach Leverkusen. So viel Glück, ich kann es kaum beschreiben. Die Anhänglichkeit dieses kleinen Mädchens ist ein so großes Geschenk des Lebens an mich, sehr ähnlich dem Mutter werden, so viele Jahrzehnte zuvor.

Nun sind seit diesem Ereignis auch schon gut sieben Jahre ins Land gegangen. Sie besucht die Schule, wird immer selbstständiger und reift zu einer tollen Persönlichkeit heran. Einige Beiträge zeigen mein Leben mit Enkelin

Zwei meiner Söhne leben im Osten Deutschlands und auch dort leben zwei Enkelkinder, ein Mädchen und ein Junge. Aufgrund der großen Entfernung ist der Kontakt weniger intensiv. Die vielen Videos und Bilder, die mich regelmäßig erreichen, lassen mich jedoch intensiv am Wachsen und Gedeihen der Beiden teilhaben. Die Ausgelassenheit der Eltern erfreut mich, das offene Wesen des Nachwuchses begeistert mich, ich weiß dass es ihnen gut geht. Welches Geschenk könnte größer sein?

Freundschaften, Bekanntschaften, Nachbarn

Dieser Blog hier hat mir so viele neue Menschen ins Leben gespült, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Jede dieser Begegnungen ist einzigartig, spannend und inspirierend und einige davon berühren auch sehr stark mein Inneres. Ebenso vertraut und kostbar ist das Zusammenleben mit meiner Nachbarschaft. Selten habe ich in den 36 Jahren meines hier wohnens so wohl gefühlt.

 

Ganz vorne steht natürlich Tanja. Unkompliziert, humorvoll und immer für einen Jux zu haben sind Unternehmungen mit ihr eine Bereicherung.  Mit ihr zusammen ist wandern immer wieder ein Garant für entspannte Stunden, Es passt wunderbar!

Spike

ich muss da sicher nicht betonen, denn einige Beiträge in diesem Blog widme ich nur ihm allein, ist für mich ein Seelenhund.

Der gute alte Spike
Der gute alte Spike

Alt und sonderbar ist er geworden und gerade das macht ihn noch einmal ein Stück liebenswerter. Der letzte Beitrag erzählt ein wenig zu seinem augenblicklichen Leben.

 

Zeit in der Natur

Tragendes Gerüst für alles, das ich tue und leisten kann, sind meine Aufenthalte in der Natur. Innerhalb sehr kurzer Zeit schüttele ich in der Zeit meines Unterwegs seins alle Sorgen und Nöte ab, entspanne und wechsele von der Aufmerksamkeit auf Stress oder Ungemach auf die Natur rund herum. Wie sich das anfühlt erfahrt ihr ja regelmäßig in den geschrieben Zeilen meiner Blogbeiträge.

Schreibe ich nämlich im Anschluss über meine Reisen und Wanderungen, erlebe ich viele kleinen Details erneut. Dabei helfen mir natürlich die unzähligen Fotografien, die regelmäßig auf meinem Kamerachip landen.

Hier im Blog und auch bei Twitter, Facebook und Instagram das Feedback zu erleben bringt natürlich sehr viel Freude, aber auch Ansporn weiter zu machen.

Ein reiches Leben

Es gibt also nicht:  Das schönste nicht-materielle Geschenk in meinem Leben, sondern ganz viele nicht-materielle Geschenke.  Auch wenn ich, wie wohl die meisten Menschen, nicht immer so dankbar für alle die Geschenke bin, ist es doch bereichernd mit dieser Blogparade daran erinnert zu werden.

Wie ist das bei euch? Sofern ihr jetzt überhaupt noch Zeit für einen Kommentar oder gar einen Beitrag zu dieser Blogparade abgeben könnt, wie hat euch das Leben beschenkt?

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2 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    danke für deinen schönen, detaillierten Beitrag zu meiner Blogparade! Ja, auch für mich sind die Menschen, die mich lieben und die ich liebe, die mich herausgefordert haben und mich bei meinen Lebensschritten begleiten, das größte immaterielle Geschenk in meinem Leben.
    Besonders berührt mich, was du zu deiner Enkelin schreibst. Ich bin ja noch (lange) nicht im „Enkelalter“, aber erlebe an meiner eigenen Mutter ihre tiefe Freude über meinen Sohn sowie ihre zweite Enkelin. So habe ich als Tochter ihr – ganz unbeabsichtigt – wohl ein großes Geschenk gemacht – wie ja auch dein Sohn dir!🙂
    Herzlichen Gruß,
    Sarah (in meinem Blog „Sunnybee“)

    1. So wie Deiner Mutter geht es mir auch, Sarah und ich freue mich immer wieder, wenn Mütter und Omas sich ihrer Kinder so bewusst sind. Oma sein ist schon himmlisch, genießen-genießen und noch einmal genießen.
      Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine tolle Weihnachtszeit
      Liebe Grüße Elke

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