Himmelsleiterweg wandern im Brohltal

Das Netz verschweigt ja nichts, auch nicht wenn es neue Wanderwege gibt. Nachdem der erste Wanderbericht hemmungslos von dem Himmelsleiterweg schwärmt, schleppe ich Tanja zu unserer gemeinsamen Wanderung nach Brohl-Lützing, wo dieser und ein Partnerweg starten.

  • Start/Ziel: Bundesstraße 9, Brohl-Lützing Rheinanlagen
  • Streckenlänge: 15 km
  • Höhenmeter: 326 m
  • GPS Track Himmelsleiterweg
  • Einkehrmöglichkeiten: Imbiss an den Rheinanlagen und auf der B9 (beide nicht getestet)
  • Weitere Wanderwege in der Region: Wanderungen im Brohltal

Der Himmelsleiterweg startet direkt am Rhein, dem wir eine Weile folgen dürfen. Schon diese erste Sequenz löst Begeisterung bei uns aus.  Die Sonne scheint, ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt, und wir sind mit der Wahl des Wandertages für dieses Wochenende schon mehr als zufrieden.

Alte Eisenbahnwagons

Schade, aber bald müssen wir den verführerisch langsam dahin fließenden Rhein verlassen und wenden uns dem Hinterland zu. So ein wenig Wehmut kommt da schon auf und der Wunsch bald wieder auf Rheinsteig oder Rheinburgenweg unterwegs zu sein.

Wir sichten die Burg Brohleck, ein altes Gemäuer mit einem gewissen Charme. Drum werden dort oben auch Hochzeiten und sonstige Feierlichkeiten abgehalten. Ein stilvolles Ambiente.

Auf der Seite des Betreibers (brohleck.de) findet man Angaben zur Entstehungsgeschichte.

Burg Brohleck

Ein paar alte Eisenbahnwagen erregen unsere Aufmerksamkeit und die diversen Utensilien, die hier herum stehen ebenfalls. Erst nach einer ausgiebigen Besichtigung ziehen wir weiter. Übrigens fährt der Vulkan Express anlässlich des  Dampfspektakels rund um Trier vom 28. April bis 1. Mai 2018, eine Sonderfahrt. Fahrpläne und weitere Informationen auf den Seiten vulkan-express.de

St. Johannes der Täufer Brohl
St. Johannes der Täufer Brohl

Rathausvorplatz Brohl

Wir stoppen schon bald wieder unserem mäßig schnellen Wanderfluß, um am Rathausvorplatz das Ziegenmütterchen zu fotografieren.

Rathausvorplatz

Ein winziges Stück Straße noch, dann landen wir in den Natur.

Der Mühlenbach plätschert neben uns, immer wieder tauchen Stauwehre auf. Schrebergärten liegen auf der anderen Seite Richtung Brohlbach. Ein idyllisches Fleckchen Erde.Entlang dem Mühlbach in Brohl

Lützinger Höhe

Wenig später überqueren wir den Mühlenbach und steigen über einen Felsgrat, der Himmelsleiter genannt wird, hinauf zur Lützinger Höhe. Dieser schmale Pfad löst Begeisterungsrufe, aber auch ein gewisses Schnaufen aus. Sonne, solche Pfade und gute Laune, was will Frau mehr.

Die ersten Frühjahrsblüher krabbeln aus dem Erdreich

Oberflächlich betrachtet ist noch nicht viel passiert, aber stellenweise tauchen sie auf, die kleinen und großen Blüher.

Stinkende Nieswurz
Stinkende Nieswurz
Leberblümchen
Kenne ich nicht

Die Wege bleiben attraktiv und wohl nicht nur für uns. Deutliche Spuren grabender Wildschweine lassen sich hier identifizieren. Liegeplätze haben sie hier offensichtlich auch gefunden.

Weite schauen können tut im Frühjahr besonders gut

Einen Blick auf den Rhein – Das muss nun noch einmal sein

Mit einem Blick hinab ins Rheintal und nach Brohl, wenden wir uns ab und wandern Richtung Niederlützingen.

Einsame Bank
Noch einmal auf den Rhein sehen

Über weite Wiesen und Felder zum Steinbruch

Der pure Genuss, dieser Wanderweg. Ein wunderschöner Rastplatz mit herrlichem Blick in die Eifel, reizt zur kurzen Rast. Der Lebensraum Feld wird auf einer ganz neuen und ansprechend gestalteten Tafel erläutert.

Der alte, verlassene Steinbruch

Unser Weg führt uns durch einen stillgelegten Steinbruch im Vulkan „Leilenkopf“. Die überall herum liegenden Lavabomben dokumentieren den Vulkanismus in der Osteifel.

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Niederlützingen wir kommen

Niederlützingen ist schnell durchlaufen, nette Häuser stehen hier und so ist dieser Ortsbereich angenehm, trotz Asphalt.

 Schnell landen wir wieder in der schönen Eifellandschaft

Misteln in den Bäumen sorgen für Farbtupfer. bald werden sich wieder die frischen Blätter an den Büschen und Bäumen für pralles Leben sorgen.

Auf zum Steinbergkopf und Jakobshütte

Wieder dürfen wir auf herrlichen Wegen wandern, können beinahe die tief hängenden Wolken greifen, so scheint es. Auf dem Steinerbergkopf halten wir uns nicht all zu lange auf. Die Aussicht an der Jakobshütte veranlasst uns aber dann doch zum Innehalten.

Niederlützingen die Nordseite

Die Fotos der unattraktiven Straßenzüge habe ich hier geschlabbert, bzw. ich habe auch wenige gemacht. Der Durchmarsch durch Niederlützingen ist für uns nur schwer zu akzeptieren. Ein paar Kilometer mehr und eine Umgehung auf schönen Wegen wäre möglich. Wer also im Frühjahr oder Sommer geht, ist meiner Meinung nach gut beraten hier eine Umgehung zu basteln.

Irgendwann ist aber auch das überwunden und etliche schöne Ausblicke, Eindrücke und Erlebnisse reihen sich aneinander. Die Jungbullen reizen Tanja zum Kuhkuscheln. Ich bin da ein wenig skeptisch, auch wenn diese Art sicher noch zu den friedlichen gehört.

Sie kommen auf jeden Fall neugierig an den Zaun, fressen meine Freundin nicht auf und lassen sich ruhig und genüsslich den Kopf krabbeln.

Schaukelzeit für Wanderschnecken

Mit hemmungsloser Begeisterung erblicken wir diese herrliche Schaukel und schwupps, sitzen wir nacheinander drin. Dann eine Zeit gemeinsam und…..ach hier könnten wir ewig bleiben, wenn nicht plötzlich Betriebsamkeit herrschen würde.

Ein PKW nach dem anderen kreuzt hier auf, wohl ein Treffen. Also machen wir uns bald wieder vom Acker.

Der Rhein und die Reutersley

Rhein und wunderschöne Wege tauchen zur gleichen Zeit auf. So mögen wir das. Moos an den Hängen, die felsige Beschaffenheit der Wege, nur schön!

Zweifelhafte Wegeführung

Der Rheinburgenweg gesellt sich zu uns, dafür verlassen uns immer wieder die Zeichen des Himmelsleiterweges. Entweder sind diese noch nicht alle vorhanden oder aber sie wurden entwendet.

Brohl und ein wunderschöner Insektengarten

Wir sind wieder in Brohl

Himmelsleiterweg Brohl-Lützing (209)
Brohl und der Rhein

Ein wunderschöner Heidegarten lässt uns inne halten. Es fliegt und summt hier dermaßen auffällig, dass wir einige Zeit stehen bleiben, um die Tierchen zu fotografieren. Auch die blaugeflügelten Holzbienen tummeln sich in den nahrhaften Pflanzen.

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Als wir uns lösen bleibt nur noch eine Weile an der A 9 entlang zu wandern, bevor wir den Parkplatz und den kleinen Imbiss wieder erreichen. Geöffnet hat die Gastronomie noch nicht.

Da wir beide im Begriff sind durch einigermaßen konsequente Nahrungsumstellung unsere Plus-Pfunde zu verlieren, verzichten wir auch Einkehr. Die gibt es erst im späteren Frühjahr wieder.

Das Fazit zum  Himmelsleiterweg ist ein wenig gemischt. Einige recht langatmige Passagen durch Ortsstraßen waren Bestandteil der heutigen Runde. Erhebliche Teile waren aber traumhaft und haben letztendlich aus diesem Wandertag einen guten Tag gemacht.

2 Kommentare

  1. Was für wunder-, wunderbare Bilder! Wer da nicht gleich loswandern möchte…
    Danke dafür, und für die lebendigen Beschreibungen. Ich habe hier schon viele Anregungen für eigene Touren gefunden, gerade wegen der schönen Fotos (ich sage nur: Lampertstal). Aber auch wenn das Fazit mal eher Galgenhumor als Begeisterung ist (etwa bei den Matsch-Wanderungen am Jahresanfang), ist es immer schön zu lesen, und spricht mir oft so richtig aus dem Herzen…
    Viele Grüße aus der Eifel, S.L.

    1. Wie sehr mich freut, wenn ich solche Kommentare lesen darf, das kannst Du Dir sicher denken. Vielen vielen Dank, das tut doch richtig gut!
      Hoffentlich findest Du noch viele schöne Wanderungen für Dich, die Motivation dafür zu sorgen , hast Du soeben um einiges erhöht.
      Viele liebe Grüße in die wunderschöne Eifel
      Elke + Spike (das Faultier) 😉

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