Mein Thema heute: Der Versuch den Mitmenschen auszuweichen. Was geht, was geht nicht! Städte haben immer weniger Grünflächen und die werden von vielen Menschen genutzt. Vor allem Hundehaltern begegnet man häufig. Eltern mit Kindern tummeln sich in der jetzt schul- und kindergartenfreien Zeit ebenfalls dort. Niemand ist es gewohnt dem Anderen Raum zu geben. Die empfohlenen 1-2 Meter Abstand sind kaum einzuhalten. Einsam in Wald und Flur? – Pustekuchen!

Und was ist mit den älteren Menschen, wie geht es denen mit der jetzigen Situation? Ich erinnere mich noch sehr gut an meine alte Mutter, die aufgrund Bewegungsmangel immer wieder Wasser auf der Lunge sammelte.

Eine für uns Nachkriegsgenerationen beispiellose Ausnahmesituation wird uns über das Leben gestülpt wie ein enges Korsett. Wir müssen Abstand halten, nicht nur zu fremden Menschen, nein auch zu Familienmitgliedern, nahen Freunden. Wir sollen uns isolieren, um dem Virus weniger Chancen zur Verbreitung zu schenken. Der Spruch „Stay Home“ suggeriert, bleib daheim und das ist der erste Punkt über den ich stolpere.

Stay Home – Der richtige Weg?

Ein gesunder Mensch wird sich für gewöhnlich gesund ernähren, sich regelmäßig an frischer Luft bewegen, sich einigermaßen fit halten. Also mindestens einmal am Tag vor die Tür, fernab der Menschenmengen, außerhalb der Innenstädte. Das gilt meiner Meinung nach besonders für ältere Menschen. Alte Menschen bekommen hierfür jetzt keine Chance mehr, denn die sollen sich ja unbedingt isolieren. Die sitzen jetzt zu Hause, alleine mit ihrer Angst, unfähig sich von diesem Stress mit Bewegung zu entlasten. Ganz ehrlich? Ich finde es unfassbar, dass hier nicht, z.B. durch die Verfügungstellung von ausreichend Atemschutzmasken die Betreuung durch Familie und Nachbarn eine für Leib und Seele gesunde Lebensweise ermöglicht wird. Viele Virologen widersprechen einem absoluten „Stay Home“ und empfehlen Widerstandskraft durch Bewegung an frischer Luft zu erlangen. Tja….

Die andere Seite der Medaille

Ich sehe auch viele alte Menschen da draußen, sie bewegen sich als gäbe es den Corona Virus nicht. Man sieht sie durch die Mengen einkaufender Menschen laufen, andere in Begleitung eines oder mehrerer Enkel  auf Spielplätzen oder auf Wiesenanlagen. Komisch, mich blockiert dieser neue Zustand in vielen Lebensbereichen, andere provozieren es geradezu, dass man einander näher kommt.

Für mich erscheint es ratsam mich von den Hotspots der Menschheit zu entfernen und einsam spazieren zu gehen. Also fahre ich zu einem etwas außerhalb gelegenen Punkt und starte meinen kleinen Spaziergang ohne Rucksack und Kamera.

Einsam in Wald und Flur?

Unweit der eigenen Haustür gibt es genügend Möglichkeiten sich in die derzeit explodierende Natur zu begeben. Zuschauen welche Bäume und Sträucher bereits die ersten grünen Blätter tragen. Dem Konzert der Brut willigen Vogelschar lauschen, und einfach nur die eigenen Schritte wahrzunehmen ist äußerst entspannend. Es fühlt sich wohltuend an einen Spaziergang zu machen, ohne sportliche Herausforderung. Heute habe ich außer dem Handy auch kein Equipment dabei, das auf meine Hobbys „fotografieren und bloggen“ hinweist. Sehr ungewohnt, aber auch ungeheuer entlastend.

Ich darf mich glücklich schätzen, gerade in dieser Zeit in den Rentenstatus gewechselt zu sein. Mir droht keine Kurzarbeit oder gar das vollkommene finanzielle Aus. Ich kann vor die Tür auch ohne fremde Hilfe und einkaufen geht auch. Meine Lage ist sozusagen entspannt und doch…..

Die Menschen, die es noch immer nicht begriffen haben, dass Abstand wichtig ist, blockieren Wege. Das tun sie nicht nur in städtischer Umgebung, sondern auch mitten in der Natur. Wenn Mütter mit ihren Kindern mitten auf einer Brücke stehen und den gesamten Platz für sich nutzen, dann ist das ärgerlich. Wenn die Kids, die ich normalerweise liebend gerne um mich habe, dann noch auf mich zugeschossen kommen, dann wird klar, nur den Jungen gehört jetzt die Welt. Die haben offenbar überhaupt keine Berührungsängste.

Nach einem Erlebnis am gestrigen Tag, an dem mir empfohlen wurde mich die nächsten Wochen doch bitte in der Wohnung aufzuhalten, traute ich mich heute auch nicht mehr etwas zu sagen. Es mag lächerlich klingen, aber auf dem Rückweg zu meinem Ausgangspunkt flossen Tränchen. Es tut weh so ausgegrenzt zu sein. Ich halte mich noch für recht robust, wie mag es noch älteren Menschen gehen, denen man einfach sagt „Bleibt gefälligst zu Hause?“

Wir alle wollen weiter leben und wenigsten ein geringes Maß an Freiheit behalten. Die Gruppe mit erhöhtem Risiko beginnt mit dem 50sten Lebensjahr. Sollen die alle in Isolationshaft gehen?

Mein Projekt: Einsam in Wald und Flur, ist damit erstmal gescheitert.

Das Thema bewegt mich momentan sehr, deshalb wird es möglicherweise weitere Blogbeiträge dazu geben.

 

 

 

 

 

16 Kommentare

  1. Sehr interessant. Wir möchten aus raus und haben hier auch genug Platz dafür, gehören aber auch nicht zur Risikogruppe.
    Bin gespannt was du noch zu dem Thema schreibst. Gibt ja kaum ein anderes derzeit.

    1. Ja die Themenwahl ist recht einseitig, das ist auch mir bewusst. Als Single sitze ich meist daheim und so drängt sich mir das alles auch sehr auf. Ich habe noch offene Beiträge über den Pfalzurlaub hier liegen und finde einfach keinen lockeren Einstieg in das Thema. Jetzt Menschen an schöne Plätze zu locken, das passt aus meiner Sicht momentan nicht. Ändert sich vielleicht mit der Fortdauer der ganzen Corona Thematik

      Liebe Grüße und bleib gesund
      Elke

  2. Liebe Elke,
    du sprichst mir aus der Seele!
    Einerseits sagt der Virologe Drosten, man solle an der frischen Luft spazieren gegen, andererseits pstet jetzt jeder, der in den sozialen Netzwerken was zu sagen hat, sein „Bleib zu Hause“ hinaus.
    Ich gehe gern alleine wandern. Die heilenden Terpene des Waldes stärken das Immunsystem. Und trotzdem befallen mich Zweifel, ob ich egoistisch handle, wenn ich wandern gehe und nicht zu Hause bleibe? Fordere ich mit meinem Handeln gar noch die absolute Ausgangssperre heraus?
    Ich finde es gerade schwierig….

    1. Ich werde auch weiter raus gehen, das erfordert insbesondere meine seelische Gesundheit. Singles drehen sonst in Gedanken immer im Kreis und verfangen sich in Panik. Auch der Kreislauf braucht Bewegung an frischer Luft. Nein, ich stimme Dir zu und die Virologen sind auch der Auffassung das es gesünder ist raus zu gehen. Leider machen die Ignoranten uns das Leben schwer und fordern die totale Ausgangssperre heraus. Ich hoffe, dass hohe Bußgelder die zur Einsicht bringen.

  3. Hallo,

    lange Zeit war ich stiller Mitleser dieses Blogs, denn bis letzten Sommer wohnte ich in Dünnwald und wanderte auch viel im Bergischen, Siebengebirge, Eifel, Rhein… ich konnte mir hier also Inspirationen für eigene Touren holen und fand (und finde) Ihren Schreibstil äußerst angenehm zu lesen. Bei einer Radtour letztes oder vorletztes Jahr habe ich Sie sogar einmal in Leverkusen erkannt 😉
    Nun wohne ich in Hamburg, und der Blog geriet etwas aus dem Auge… bis ich heute mal wieder vorbeischaute. Das was Ihnen passiert ist, macht mich (Mittdreißiger) schon ziemlich betroffen und traurig. Ich hoffe wirklich, dass derartige Ausgrenzungen von älteren Leuten keine Schule machen. Und dass Sie auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter in der Natur wandern können.
    Die hier geäußerten Beobachtungen habe ich zumindest bis Anfang der Woche auch hier gemacht: unbekümmerte Großeltern mit Enkeln, voller Stadtpark mit Familienausflügen (Wochentags, ist ja jetzt jeder im Homeoffice und Schule fällt aus), bis heute viele Jugendliche in großen Gruppen… auch bei sehr vielen Jüngeren herrscht da glaube ich bis heute eine große Unbekümmertheit. Leider führen diese Gruppenzusammenkünfte dann absehbar zu mehr Einschränkungen, auch für den Einzelnen. Da ist glaube ich schon stark der Gedanke, dass man ja nicht zur Risikogruppe gehört und einen höchstens Halskratzen und Husten erwartet… die Gefahr, andere damit anzustecken, ist wohl bei vielen noch zu schwach ausgeprägt. Und dann noch (zumindest in Gedanken) zu verlangen, dass die Älteren dann doch zuhause bleiben sollen… Nein!
    Die Lage ist halt aber sehr kompliziert und so noch nie dagewesen, und vor einigen Wochen waren die heutigen Zustände ja auch noch undenkbar.
    Jedenfalls wollte ich Ihnen viel Kraft wünschen, hören Sie mehr auf ihren Verstand als auf fremde Menschen, und bleiben Sie gesund. Normalerweise belasse ich es beim lesen und kommentiere so gut wie nie, aber hier konnte ich dann doch nicht anders…

    Viele Grüße von einem Ex-Kölner aus Hamburg

    1. Guten Abend Daniel

      erst einmal vielen vielen Dank für diesen gefühlvollen Kommentar. Und ja, die Beobachtungen der Unbelehrbaren reißt nicht ab. Gerade erreichen mich von Freundinnen Schilderungen über Zusammenkünfte (Geburtstagsfeiern und Grillpartys draußen, riskante sportliche Aktivitäten, die dazu geeignet sind Rettungskräfte ggf. herbei rufen zu müssen) Wir haben auch festgestellt, dass die Lehrkräfte, die bisher der Jugend nahe bringen konnte welche Vorsichtsmaßnahmen jetzt nötig sind, mangels Unterricht die Schüler nicht erreichen. Nachrichten werden die wenigsten schauen.

      Es ist eine Zeit in der sich jene, die verantwortungsvoll handeln wollen oder auch zu den Risikogruppen gehören, sich anpassen müssen. Für mich bedeutet das mir die Einkäufe durch meine jungen Nachbarn erledigen zu lassen und damit Kontakt zu vermeiden. Spazieren gehen oder wandern auf Wegen die ausweichen leicht machen, also breite Wege. Ich gehe lieber einen Schritt zurück, als einen zu weit nach vorn, ausnahmsweise und jetzt in dieser Zeit.

      Ich freue mich diebisch über Ihren Kommentar und wünsche Ihnen alles Liebe und dass sie gesund durch diese Zeit kommen.

      Liebe Grüße aus dem Rheinland ins ferne Hamburg
      Elke

  4. Hm, meine Frau und ich haben es letztes Wochenende zweimal geschafft, praktisch allein im Wald unterwegs zu sein. Dafür hatten wir uns aber auch extra ein sehr abgelegenes Wäldchen ausgesucht UND es war am Wochenende (den Vorhersagen zum Trotz) ja noch nicht wirklich sonnig, daran kann es natürlich auch gelegen haben.

    Allerdings, unvernünftige Menschen habe ich besonders dann am (sonnigen!) Montag gesehen, als ich im Büro war. Ich erspar mir das, das aufzuzählen, darüber nachzudenken macht mich nur noch depressiver. Jedenfalls bin ich vor allen wegen der unvernünftigen Mitmenschen froh, dass ich die paar Stunden, die ich noch in der Woche arbeiten „muss“, jetzt auch im Home-Office leisten darf.

    Heute probieren wir es noch mal, einsam im Wald unterwegs zu sein und es soll wieder warm und sonnig werden, allerdings ist ja Werktag. Mal sehen…

    1. Lieber Manfred,

      ich spüre jetzt am frühen morgen, da ich in der Wohnung sitze und versuche dem depressiven Gefühl wenig Raum zu geben, wie gut es tut, dass es Menschen wie euch hier gibt. Die Kommentare helfen ein wenig sich nicht so isoliert zu fühlen.
      Das Home-Office habe ich in den letzten Jahren meines Berufslebens auch sehr zu schätzen gewusst. Jetzt gerade erleichtert es das Leben der Berufstätigen ja ungemein.

      Ich drücke Dir die Daumen, dass ihr einsam wandern könnt. Ich bleibe heute daheim, denke ich. Der Balkon erwartet eine Grundreinigung, ist ja auch Bewegung.

      Viele liebe Grüße
      Elke

  5. Liebe Elke,

    bitte laß Dich nicht aus der Fassung bringen und geh hinaus – solange es überhaupt noch erlaubt ist!

    Was Bewegung und frische Luft einerseits und frustriertes Zuhausesitzen andereseits jeweils mit dem Immunsystem machen ist ja hinlänglich bekannt, deswegen war ich auch heute wandern bei dem (fast menschenleeren) Ahrweiler und kann Deine Beobachtung bestätigen: wer unterwegs war, das waren die Senioren mit Kleinkindern an der Hand oder im Kinderwagen – offenbar haben viele den Schuß tatsächlich noch nicht gehört.

    Im Wald sind mir nur sehr wenige Leute entgegengekommen, wir sind uns problemlos ausgewichen, und ich habe beim Passieren einfach für 20 Schritt die Luft angehalten, klingt vielleicht nicht sehr professionell, aber kann ja nicht schaden. Angesprochen rsp. gemaßregelt hat mich allerdings niemand, wäre ja auch grotesk, der Betreffende muß ja dann zwangsläufig ebenfalls draußen unterwegs sein….

    Ich werde solange wandern, wie es erlaubt ist. Eigenes Auto und Eifler Wald ist m.E. erheblich weniger gefährlich als Einkaufen oder Friseur. Toilettenpapier haben wir ausreichend, mehr braucht der Mensch ja offenbar nicht. Ansonsten habe ich sämtliche Sozialkontakte runtergefahren, ist zwar nicht so prickelnd, aber was hilfts.

    In diesem Sinne – geh hinaus und gleib gesund!

    Liebe Grüße

    Claudia

    1. Hi hi, ja die Toilettenpaperhysterie ist ein wirklich bemerkenswertes Phänomen dieser Zeit.

      Die Dame, die mich nach Hause schicken wollte begründete ihr eigenes draußen sein mit dem Hund. Sie sah da eine Berechtigung das Haus zu verlassen, die sie bei mir nicht feststellen konnte.

      Mit solchen Verrücktheiten werden wir wohl leben müssen. Irgendwann schauen wir zurück und müssen uns für manches vielleicht schämen.

      Wandern, bzw. spazieren gehen muss, sonst nimmt tatsächlich das Immunsystem eine steile Abwärtskurve. Da bin ich sicher.

      Dir alles Liebe, Gesundheit und viel frische Luft
      Elke

  6. Danke für den sehr zutreffenden Bericht. Auch mir ist es aufgefallen, dass gerade die alten Leute ( noch älter als ich !) überhaupt kein Gefühl für den empfohlenen Mindestabstand haben und es z.B. nicht merken , dass die anderen in einer auseinandergezogenen Schlange anstehen.
    Aus der Natur vertreiben lasse ich mich aber nicht. Bisher konnte ich den spazierenden Massen immer noch ausweichen, auch wenn ich öfters im Dickicht neben dem Wege gestanden habe 😉.

    Ich wünsche uns, dass wir gesund und einigermaßen gelassen durch dies für uns beispiellose Krise kommen.

    1. Liebe Inga,

      ich denke die Menschen haben das Gefühl es geht nur um sie selber, um die eigene Gesundheit. Das es bald keine Intensivbetten mehr gibt und wir die Ausbreitung verhindern wollen, das kriegen viele nicht in den Kopf.

      Wir kriegen die Zeit schon irgendwie rum und irgendwann werden wir mit einer veränderten Routine weiter machen. Ich bin schon fast gespannt, was sich langfristig ändert.

      Liebe Grüße und ja, bleibt gesund
      Elke

  7. Liebe Elke,

    Du hast ja soooo recht !!!!

    wenn ich kurz eine kleine Episode erzählen darf:
    Ich hatte einen Termin für eine Produktion. Die wurde mir aus bekannten Gründen abgesagt, womit ich auch gerechnet habe. Aber zusätzlich wurde mir noch gesagt, dass ich zur Risikogruppe mit meinem Alter gehöre und ich deshalb schon mal garnicht koimmen kann.
    Also, weißte Bescheid. Zu Hause sitzen und Däumchen drehen. Spazieren gehen geht auch nicht mehr? Ich weiß, dass wir alle sehr vorsichtig sein müssen, aber ich muss doch noch hinter unserem Haus in den Wald gehen können?

    Liebe Grüße und bleibt alle GESUND,
    Ulli

    1. Wir gehen auch hinter dem Haus in den Wald. Nachdem ich mich geschüttelt und den Frust abgeworfen habe, geht es wieder raus und das sollten wir alle tun. Bewegung ist so wichtig und die Frühlingsluft auch.

      Liebe Grüße und auf das es bald wieder aufwärts geht
      Elke

  8. Liebe Elke,
    sonst erfreust du uns an dieser Stelle mit den wunderschön bebilderten Erlebnissen deiner vielfältigen Wandertouren – dafür vielen Dank! -, daher verdienst du es auch, dass man auch auf deinen heutigen frustgezeichneten Beitrag reagiert. Ich lebe zum Glück (oder Unglück? das wird sich wohl noch herausstellen, wenn die absolute Ausgangssperre kommen sollte und man hier nirgendwo mehr hin kann) in einem kleinen Dorf in der Eifel und habe einen großen Garten, in dem ich mich täglich bewegen kann. Gerade jetzt, wo an allen Ecken und Enden das Leben mit ungebremster Kraft hervorbricht, genießt man diese Zeichen unbändigen Lebenswillens angesichts der allgegenwärtigen Hiobsbotschaften als willkommenen Balsam für die Seele. Du kennst das … Es schmerzt zu lesen, wie du von Ausgrenzung und Stigmatisierung der Alten sprichst und von der Rücksichtslosigkeit der Jungen. Ich selbst bin bald Mittfünfzigerin und habe vor Ort zwei über achtzigjährige Eltern, also bin ich nah dran an diesem Thema. Bislang gelingt es mir dennoch sehr gut, mit der Situation umzugehen und ich sehe eigentlich viel Potential zum Guten. Es wird sich zunehmend zeigen, wes Geistes Kind die Menschen sind, ob Rücksichtnahme im Sinne eines sozialen Miteinanders siegen wird oder egoistischer Individualismus und rücksichtsloses Ausleben der eigenen Wünsche um jeden Preis … Ich wünsche dir, dass dir die Freude nicht vergeht – denke daran, dass jede Art von Frust, Ärger und Angst Stress verursacht und dies wiederum die Abwehr schwächt. Es ist also wichtig, dass du, so gut es geht, bei dir selber bleibst und dich neben einer gesunden Kontaktsperre zur Außenwelt auch innerlich positiv mit Zuversicht und einer schönen Gedankenwelt wappnest! Zum Glück kannst du auf so viele erbauliche Erlebnisse von deinen Wandertouren zurückschauen – vielleicht kannst du die Erinnerungen ein bisschen anzapfen und davon in dieser Situation profitieren?! Mit diesem kleinen Aufmunterungsversuch will ich dir für deine kontinuierliche Bereitschaft, deine Erfahrungen zu teilen, danke sagen und ein bisschen Mut zusprechen. Alles Liebe und bleib gesund!

    1. Liebe Eva

      ganz lieben Dank für Deinen aufbauenden Kommentar, das tut gut. Ich habe eine Weile vor dem Computer gesessen, bevor ich den ungewohnt Frust gefüllten Beitrag öffentlich gestellt habe. Jetzt bin ich doch froh es getan zu haben.

      Morgen starte ich einen weiteren Versuch da draußen unterwegs zu sein, nicht für neue Blogbeiträge, die habe ich ja inzwischen reichlich, sondern einfach für die Seele und zum fit bleiben. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass meinen Eltern diese Situation erspart blieb. Mit über achtzig Jahren muss es ja noch viel viel schwerer sein die Ausgrenzung durchzustehen.

      Übrigens ist im nahen Umfeld das betragen wieder ganz anders. Meine Nachbarn würden auch, sofern ich es nicht selber könnte, für mich einkaufen gehen. Ach Eva, ich danke Dir für Deinen Beitrag.

      Ganz liebe Grüße in die Eifel
      Elke

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