Der Beitrag „Tipps für gelungene Fotografien“ hat offenbar Wanderer und Wanderinnen ein paar nützliche Hinweise geschenkt. Ich habe versprochen diese Artikelserie fortzusetzen und auch auf Einstellungen meiner Kompaktkamera einzugehen. Das tue ich hiermit.

Die Einstellungen in meiner Kompaktkamera lassen sich auch ziemlich gut auf andere Modelle übertragen. Meine Vorliebe bei den kleinen Kompakten auf Wanderungen hat sich immer auf die Firma Panasonic beschränkt. Meine DSLR (Spiegelreflexkamera) kommt vom Hersteller Nikon. Hier bleiben wir aber bei der Kompaktkamera, beispielhaft an meiner Kleinen erklärt.

Einstellungen meiner Kompaktkamera

Wichtig sind bei der Ersteinrichtung die Werte für die Bildgröße, das Bildformat, den Umgang mit dem Zoombereich der Kamera und die Einstellungen des ISO Wertes. Keine Angst, alle Begriffe werden erklärt und ich beantworte auch Fragen in den Kommentaren, soweit ich über das Wissen verfüge.

Erste Schritte – Datum und Uhrzeit sind wichtig

Gerne vernachlässigt, aber in mancher Hinsicht wirklich wichtig, sind die Einstellungen des korrekten Datums und der Uhrzeit (Sommer und Winterzeit). Die Einstellungen meiner Kompaktkamera, der großen Kamera, Handy und Navigationsgerät überprüfe ich regelmäßig auf Übereinstimmung.

Einstellungen meiner Kompaktkamera
Einstellungen meiner Kompaktkamera

Menue „SET“ drücken

In meiner Kamera finde ich diese Menuepunkte unter „Setup“ Hier können auch einige andere Einstellungen vorgenommen werden, die jedoch individuell entschieden werden können.

Einstellungen meiner Kompaktkamera - SETUP
Drücke auf „SETUP“

Warum tue ich das?

Für mich persönlich ist es wichtig, dass alle entstandenen Bilder mit der korrekten Zeitangabe versehen sind. Nicht nur beim wandern, auch beim fotografieren von Unfällen oder Zwischenfällen lassen sich über die im Bild hinterlegte, sogenannten Exif Daten in der Bilddatei der Kameras alle relevanten Fragen beantworten. Uhrzeit (sofern sie korrekt eingestellt wurde), Standort, alle Messdaten der Kamera (Belichtung, Blende, Blitz, ISO)

Auf diese Weise kann ich z.B. auch feststellen wo genau ein Foto entstanden ist, selbst das Zuordnen auf dem GPX Track ist mir somit möglich. Sind Navigationsgerät, Kamera und Handy nicht korrekt gleich eingestellt, vermag ich ohne lästiges Rechnen keine genauen Rückschlüsse ziehen. Lieber spare ich mir hier Zeit für andere Dinge.

Einstellungen meiner Kompaktkamera
Einstellungen meiner Kompaktkamera – Exif Daten

Wichtige Einstellungen – Darstellungsqualität

Wieder drücke ich den mittleren Knopf „Menue SET“ und wähle dieses Mal „REC“ für Kameraeinstellungen. Es öffnet sich das Untermenue mit diversen Einstellmöglichkeiten.

  • Bildverhältnis – Meine gewählte Einstellung: 16 : 9 – Eine Art Kinoformat (Weitere mögliche gut praktikable Variante 4 : 3)
  • Bildgröße – 9M für Ausdrucke bis DIN A 3 reizt alles aus, was die Kompaktkamera hergibt.
  • Qualität – Fein – JPG (Wer mehr Aufnahmen auf die SD Karte bringen will, wählt „Standard“) Hier wird der Ausdruck kleiner (DIN A 4) die Bildqualität am Bildschirm ist weiterhin TOP.Die Einstellung „RAW“ sollten nur diejenigen wählen, die wissen wie sie aus solch einem Negativbild (Rohdaten) ein JPG macht, das anschließend überall gezeigt und verwendet werden kann.)
  • Empfindlichkeit (ISO) – AUTO (Der ISO Wert erhöht sich dann automatisch bei schlechten Lichtverhältnissen)
  • Max. ISO Wert – AUTO
  • Weißabgleich – AWB (Automatische Einstellung )
  • Gesichtserkennung – ON (oder nach Bedarf) Mehr zur Gesichtserkennung weiter unten
  • Messmethode – Mehrfeldmessung (So wird an vielen Punkten gleichzeitig die Belichtung gemessen)
  • Max. Belichtungszeit – AUTO
  • Rote Augen reduzieren – ON (Nur nötig wenn mit Blitz fotografiert wird)
  • Stabilisator – OFF (Ich lasse ihn aus, wenn ich bewegte Objekte fotografiere) Zum Stabilisator lohnt es sich, sich ein wenig einzulesen.
  • Datum sichtbar ins Bild fotografieren – OFF (Wer das Datum auf den Bildern haben möchte, der stellt auf „ON“)

Der Sucher und Dioptrieneinstellungen

Menschen wie ich fotografieren lieber durch den Sucher. Ich sehe damit besser das fotografierte Feld und so dicht vor meinem Auge kann ich die Kamera stiller und vor allen Dingen gerade halten.

Sucher ein- oder ausstellen Fn2/ LVF
Sucher ein- oder ausstellen Fn2/ LVF – Einstellungen meiner Kompaktkamera

Um das Sucherfeld ein- oder auszuschalten drücke ich auf der Rückseite der Kamera auf „Fn2/ LVF“ es reicht aber auch, mit dem Auge nahe an das Sucherfeld zu gehen, dann schaltet die Kamera automatisch um, meistens.

Links ist das Sucherfeld, rechts daneben ein Rädchen an dem der Dioptrienausgleich eingestellt werden kann (für Brillenträger, die ohne Brille fotografieren möchten)

Gesichtserkennung

Um die Gesichtserkennung unter einem Namen zu aktivieren, kann ich unter dem SZENEmodus (Rädchen oben auf SCN) Baby oder Tier entsprechende Namen zuordnen. Wie das funktioniert bitte in der jeweiligen Kamera nachlesen, das würde hier zu weit führen.

Stabilisator

In den folgenden Situationen ist die Bildstabilisator-Funktion ungünstig:

  • Bei starker Verwacklungsgefahr extrem Wind z.B. oder schwankenden Brücken
  • Aufnahmen mit einer hohen Zoom-Vergrößerung (einschließlich des Digitalzoom-Bereichs)
  • Das Motiv bewegt sich, deshalb bemüht sich der Stabilisator diese Bewegung auszugleichen. Das ist sein Job, aber hier kontraproduktiv.
  • Wenn die Lichtverhältnisse extrem ungünstig sind (zu dunkel

Automatische Aufnahmeeinstellungen mit intelligenter Automatik

Zum Ende noch ein Votum für den Automatikmodus, wenn ihr keine Lust oder Zeit habt die Szenemodi zu nutzen. Die heutigen Kameras sind sehr schlau. Im Automatikmodus übernimmt eure Kompaktkamera die meiste Arbeit. Ihr müsst nur einen attraktiven Bildausschnitt wählen und ggf. die Tipps aus meinem ersten Beitrag berücksichtigen.

Wenn ich mit dieser Einstellung fotografiere, stellt die Kamera über das anvisierte Ziel fest, in welchen Aufnahmemodus die Kamera gehen muss. Das funktioniert in den meisten Fällen erstaunlich gut und ist für absolut Anfänger, oder wenn es mal schnell gehen muss, sehr gut geeignet. Meine kleine Knipse bietet in diesem Automatikmodus eine Gegenlichtkorrektur (wenn ich gegen einstrahlendes Licht, wie die Sonne fotografiere). Damit werden Kontraste garantiert, die ohne diese Funktion nicht zu erreichen wären.

Nachtaufnahmen

Aufnahmen bei wenig Umgebungslicht, könnt ihr im Automatikmodus ebenfalls prima herstellen.

Ein wenig Aufwand lohnt sich

Trotzdem lohnt sich die Auseinandersetzung mit den 1000 + 1 Möglichkeiten eurer Kompaktkamera. Stück für Stück und immer ein wenig mehr, niemals alles auf einmal wollen, Ich garantiere, das gibt die wohltuendsten Erfolgsmeldungen.

Die Bedienungsanleitungen von Panasonic sind übrigens aus meiner Sicht richtig gut durchdacht.

So, für heute schließe ich diesen Beitrag und wünsche euch einen entspannten Abend aber auch viel Spaß bei eurer nächsten Tour.

 

 

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