Der Schwarzwald ist für mich die absolute Erfüllung wanderischer Träume. Die Genießerpfade hier in der Region sind nicht nur zahlreich, sondern auch unglaublich schön. Dazu ein traumhaftes Wetter, das heute nachmittag ein wenig eingebrochen ist. Deshalb habe ich mich früh am Morgen auf den Ellbachseepfad begeben.

Details zum Ellbachseepfad

  • Start/ Ziel: Kniebishütte- Straßburger Str. 347, 72250 Freudenstadt-Kniebis
  • Streckenlänge: 10 km
  • Höhenmeter: 267 m
  • GPS Track
  • Einkehr an der Kniebishütte, ab mittags steht dort auch ein Stand mit regionalem Obst/ Gemüse und diversen Kleinigkeiten. Prospekte und Beratung in der Touristikinformation neben der Kniebishütte
  • Der Genießerpfad Heimatpfad startet hier ebenfalls

Ein Fotos von der Kniebishütte in Holzbauweise liefere ich nach. Heute stand dekorativ ein Zulieferfahrzeug davor, das hat mich verhindert.

Besonderheiten des  Ellbachseepfad

Der Ellbachseepfad ist kein Premiumweg und das ist auch zuweilen zu spüren. Über einen ordentlichen Anteil des Weges habe ich mich jedoch rundherum wohl gefühlt. Besondere Highlights waren für mich die Blockhütte über dem Ellbachsee, der Wurzelpfad hinauf zum Skywalk und auch der Abschluss mit netten Schnitzfiguren auf dem Pfad zurück zur Kniebishütte.

 Ellbachseepfad
Mengen an Wiesenschaumkraut bevölkern die Wiesen.
Ich wandere auf dem alten Grenzweg, früher zwischen Baden und Württemberg.

Ích wusste ja nicht, dass die Baden eher katholisch und die Württemberger eher protestantisch waren. Bis heute soll wohl dieser Grenzweg eine Art Sprachbarriere darstellen. Die eine Seite quasselt schwäbisch und der Rest alemannisch.

Baumweißling, die gibt es hier in rauen Mengen

Selten habe ich irgendwo so viele Wiesen gesehen wie hier im Nordschwarzwald. Hoch stehen die Gräser und die zahlreichen Wildblumen wie Distel und Wiesenschaumkraut. Dazwischen summt und brummt es, vor allem aber zirpt es.

Links neben mir befindet sich ein Moorgebiet. Das Wollgras wächst dort, leider für mich zum fotografieren zu weit entfernt. Ich finde es sehr schön, dass hier der Natur offenbar viel Raum gegeben wird.

Eigentlicher Startpunkt Alexanderschanze

An der Alexanderschanze befindet sich der eigentliche Startort für diese Wanderung. Hier wechsele ich die Straßenseite und tauche schnell wieder in die Natur ein.

Schmale Pfade
Der Baumweißling hängt sich kopfunten an die Blüten

An einem Baum entdecke ich ein kleines Metallschildchen. Jemand hat es in Gedenken an einen Freund dort angebracht. . Solche kleinen Zeichen berühren.

Dann wird es struppig, zugewachsen und kaum passierbar präsentiert sich ein kurzer Wegabschnitt, den man jedoch auch umgehen könnte. Wer dazu neigt Zecken an sich zu sammeln, sollte diesen Abschnitt meiden.

Jetzt kommen die breiten Wege

Eine für mich recht lange Weile bin ich auf breiten Wegen unterwegs. Da die Sonne und der blaue Himmel mich jedoch unerwartet lange erhalten bleibt, ist mir diese Tatsache herzlich egal. Es ist ein Genuss in einem Urlaub bereits sechs Tage in Folge sonniges Wetter zu haben. Sanft neigt sich der Weg hinab zum Ellbachsee, dem ich aber nicht ganz auf die Pelle rücken werde.

Lothar der Winter-Sturm

An einem großen Stein, der an den Orkan Dezember 1999 erinnert, der besonders auf dem Schliffkopf Wälder flach gelegt hat, biege ich ab. Übrigens an der Schwarzwaldhochstraße gibt es einen Erlebnispfad, den Lotharpfad, der eindrucksvoll zeigt, wie sich Natur nach solchen Katastrophen entwickelt.

Einen kleinen Abstecher zum Schanzbrunnen, über ebenfalls höllisch zugewachsene Wege (Brennesseln lassen grüßen) gönne ich mir.

Rosshimmelwasserfall

Im Rother Wanderführer Genießerpfade (übrigens eine sehr schön aufgemachte, neue Serie des Verlags) steht etwas von tosendem Wasserfall. DAS ist heute nicht der Fall, es tost nicht, es rieselt. Schön ist er trotzdem.

Rosshimmelwasserfall
Rosshimmelwasserfall
Rosshimmelwasserfall
Rosshimmelwasserfall

Eine wunderschöne Hütte mittel im Wald

Oberhalb des Ellbachsee steht die Ellbachseehütte. An ihr vorbei führt der Weg hinauf. Von nun an wird dieses hinauf dominieren. Der Schwarzwald ist wirklich gemein.

Ellbachseehütte, erneuert 1951
Ein Blick zurück auf die Hütte am Ende des schmalen Wurzelpfades
Hier könnte man gut 1-2 Tage leben, darf man aber leider nicht!

Nette Begegnungen

Eine junge Frau mit einem zwei jährigen Rüden kommt mir entgegen. Ein super süßes Tier. Klar, wieder einmal stehe ich und quassele mich fest. Es ist aber auch zu schön. Die junge Frau kommt aus dem Emsland und genießt den Schwarzwald auch so sehr. Ich denke 15 Minuten haben wir dort gestanden, während der Vierbeiner geduldig auf dem Waldboden liegt und ruht.

Diese schmalen Pfade haben mich danach stetig bergan zum Skywalk Ellbachseeblick geführt. Schön, dass hier nicht so viel los ist und ich ein paar Fotos schießen kann.

Ellbachseeblick

Der hölzerne Steg ist atemberaubend schön und fügt sich wunderbar in die Landschaft. Der Blick hinunter erlaubt Aussicht auf den Ellbachsee. Karseen gibt es hier in der Region einige. So nennt man die Bergseen mit kesselförmigen Eintiefungen (Wikipedia)

Skywalk Ellbachseeblick
Skywalk Ellbachseeblick
Ellbachsee
Ellbachsee

Wurzelwegle

Ich habe soooo viele Bilder, die hänge ich einfach mal hinten an den Beitrag, für mich. 😉

An einer Köhlerhütte und über ein Wurzelwegle (ich liebe diesen Dialekt) laufe ich auf direktem Wege wieder zur Kniebishütte, Achtung! Viele Fotos!

An der Kniebishütte schlemme ich ein Gullaschsüppchen. Anschließend noch ein Einkauf in Freudenstadt und dann ab zu Spike, der heute etwas mehr von Fraule haben soll.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

3 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.