Im Botanischer Garten Bochum lässt es sich gut für ein paar Stunden lustwandeln. Für mich besonders reizvoll und deshalb auch als Titelbild verwendet, ist der kleine, wunderschöne Tertiärteich. Oder reizt euch mehr der Chinesische Garten? Leicht herausfinden könnt ihr das bei einem Besuch des herrlichen Gartens.

Die Suche nach dem Parkplatz gestaltet sich als schwierig, wenn man die Anschrift des Botanischen Garten Bochum eingibt. Leider habe ich den Hinweis auf einen kleinen „Trick“ erst heute gelesen. Ich lande derweil an großräumigen Baustellen vorbei, am Parkplatz der Uni am Nebeneingang Mensa/Audimax. Nachfolgend habe ich die Info der Webseite abgeschrieben.

Botanischer Garten Bochum

  • In‘s Navi eingeben: Universitätsstraße 160 oder 51.444761, 7.269031 [GPS-Koordinaten]
    Die Universitätsstraße 160 ist die Adresse der Firma IDEMIA. Von dort aus sind es noch 50 Meter bis zum Botanischen Garten (Eingang „Betriebshof)
  • Das Tropenhaus, Savannenhäuser und Wüstenhaus sind leider geschlossen.
  • Tipp für einen weiteren Ausflug, das Weimarer Schloss. Beitrag hier im Blog

Ich folge zielstrebig den Schildern, die mich zum Tertiärteich führen. Die im Netz gefundenen Bilder haben mich ja hierher gelockt. Auf dem Weg dort hin werde ich immer wieder durch Schilder in eine bestimmte Laufrichtung gezwungen. Corona ist überall, auch wenn die Besucher der Anlage nicht alle von der Sinnhaftigkeit überzeugt sind und laufen wie sie wollen. Damit muss man an sonnigen Wochenenden wohl auch vermehrt rechnen und kann sich überlegen, ob ein Besuch dann persönlich passt.

Heute beschränkt sich der Besucherstrom aber beinahe ausschließlich auf die Chinesischen Gärten, die ich später noch aufsuchen werde. So kann ich den Tertiärteich mit seinem grünen Wasser in aller Ruhe erkunden und reichlich fotografieren.

Tertiärteich im Botanischer Garten Bochum

Bevor das Tertiär Einzug hielt, lebten während der Kreidezeit Saurier. Meine Enkelin wäre froh sie noch kennen zu lernen, gehören sie doch zu den faszinierenden Tieren unserer Vergangenheit. Daran schloss sich, vor ungefähr 70 Millionen Jahren eine erheblich wärmere Periode an, das Tertiär. Dieser Zeitraum subtropischen Klimas endete vor rd. 2 Millionen Jahren.

Damals wuchsen hier noch Sumpfzypressen, Mammutbäume, Magnolien und andere Pflanzen. In Nord-Amerika und Ost-Asien findet man diese Vegetation heute noch. Um so spannender, dass wir hier im Botanischer Garten Bochum einen Eindruck davon erhalten, wie es unter solchen klimatischen Bedingungen aussehen kann. Ein erster Blick fällt auf die am Rande des grünen Wassers gedeihenden Wilden Alpenveilchen. Welch ein Anblick.

Botanischer Garten Bochum
Wilde Alpenveilchen

Und dann rückt mein Blick weiter nach links. Ich liebe die Farbe grün und so verfalle ich in eine Art Euphorie beim Anblick der urigen Sumpfzypressen. Mir fallen die höckerigen Wurzeln auf, die sich aus dem Wasser schieben. Atemknie, bzw. Kniewurzeln nennt man diese Wurzelart, die für den Gasaustausch zu den unterirdischen Wurzeln im sauerstoffarmen Boden sorgen.

Tertiärteich
Blick auf den Tertiärteich
Botanischer Garten Bochum
Sumpfzypressen
Botanischer Garten Bochum
Atemknie der Sumpfzypresse

Noch eine kleine Auswahl von Bildern

Mich hat diese Umgebung so fasziniert, ich kann nicht anders als viele meiner Bilder mit euch zu teilen.

Wegen mir hätte ein viel größerer Teil der Anlage so gestaltet sein können. Faszinierend ist diese Pflanzenwelt und diese Atmosphäre. Für heute laufe ich weiter, hinüber zu den Chinesischen Gärten und inzwischen bei strömendem Regen.

DER CHINESISCHE GARTEN 

Weit über die städtischen Grenzen Bochums hinweg bekannt ist der Chinesische Garten. Zitat Webseite:

Der Chinesische Garten wurde 1990 als Partnerschaftsgeschenk der Tongji-Universität Shanghai an die Ruhr-Universität Bochum zu ihrem 25-jährigen Jubiläum auf einer Fläche von 1000 qm errichtet. Als klassischer Gelehrtengarten im Stil der schlichten, naturverbundenen südchinesischen Gartenbaukunst bietet der Chinesische Garten einen Ort der Ruhe und Meditation.

Das wissen ganz viele Besucher des Botanischen Gartens und so entwickelt sich dieser überschaubare Ort zu einer Art Hotspot. Die Menschen sitzen auf den Bänken und damit ist ein Verweilen und übermäßiges fotografieren dort nicht möglich. Nach einigen wenigen Aufnahmen fliehe ich dann wieder in den Regen.

Noch ein wenig durch den Regen stapfen

Ich mag nimmer. Der Regen nimmt kein Ende, hält sich nicht an die versprochene Pause gegen 13 Uhr. So schlendere ich noch ein wenig herum und nehme mir vor diesen Besuch zu wiederholen, wenn es mal sonnig ist. Insgesamt bin ich froh einen ersten Eindruck von dieser schönen Anlage erhalten zu haben.

6 Kommentare

    1. Liebe Annette, ich habe nach einer Möglichkeit gesucht den Beitrag zu rebloggen. Irgendwann hatte ich das abgestellt und finde jetzt den Knopf zum einschalten nimmer :(
      Liebe Grüße
      Elke

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