Bevor mich wieder die Schreibfaulheit erwischt, möchte ich doch ein paar Eindrücke meiner letzten Unterwegssein-Experimente mit euch teilen. Die Gruselvilla am Fühlinger See war hierbei das im Vorfeld vielversprechendste. Aber dazu gleich mehr. Erstmal grundsätzliches zu meinem „Trainingsprogramm“
Die rückwärtige und die außen liegende Muskulatur hat in Teilen erheblich gelitten. Ein eisernes Krafttraining ist nötig, damit das Gangbild wackelfrei wird. Auf dem Hometrainer richtig ins schwitzen kommen, das darf ich erst seit kurzem. Das Gelenk dürfte jetzt recht fest und belastbar sein und so strampele ich mehrmals die Woche für 40-50 Minuten. Der Erfolg zeigt sich, die heutigen 150 Watt machen Mut. Inzwischen erreiche ich eine tägliche Schrittzahl zwischen 9.000 – 12.000 Schritt. Alles in allem bin ich recht zufrieden und bleibe dran. Absolut schmerzfrei zu sein, das alleine ist schon ein Geschenk. Der Rest kommt mit der Zeit. Und nun einige wenige Bilder aus den vergangenen Tagen.
Die Gruselvilla am Fühlinger See
Neusser Landstraße im Kölner Stadtteil Fühlingen, dort hin möchte ich. Das alte, von schaurigen Geschichten umrankte Gemäuer steht dort seit 1888, damals als Sommerresidenz von Eduard Freiherr von Oppenheim erbaut. Geklaut von „Verliebt in Köln“
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Im Jahr 1943 erhängte die Gestapo den damals 19-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Edward Margol in einer alten Ziegelei nahe der Villa. Margol musste als Zwangsarbeiter auf dem Hof arbeiten und war auch hier untergebracht. Aufgrund einer falschen Anschuldigung des damaligen Pächters des Hofes wurde er ermordet.
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Nach dem 2. Weltkrieg wohnte im Haus Fühlingen ein ehemaliger NS-Richter und späterer Amtsgerichtsrat. 1962 beging der Richter im 2. Stock des Hauses Selbstmord. Seine Frau lebte anschließend alleine viele Jahre weiter in dem Haus und verstarb im Jahr 2000 in einem Altenheim.
Zahlreiche Schauermärchen werden erzählt und manch empfindsame Seele berichtet von modrigem Todesgeruch in der Villa. Gut, dass gleich gegenüber der Fühlinger See liegt. Dort lässt es sich prima schwimmen, sporteln und Spazieren gehen. Mein erster Punkt auf unserer kleinen Route ist aber das Grundstück der Villa, die gut versteckt liegt und sich wehrhaft mittels Brombeersträuchern gegen Eindringlinge schützt. Das Wenige, das ich sehen durfte zeige ich euch.
Schon allein das Gefühl mal wieder auf Waldwegen unterwegs zu sein, war grandios. Davon möchte ich noch viel viel mehr. Und eventuell finden wir uns im Winter noch einmal hier ein, wenn das dornige Gestrüpp im Winterschlaf liegt. Ach ja, geparkt habe ich am Parkplatz 4 an der Marianstraße. Ein kleiner Abstecher zum Fühlinger See und dann bin ich nach gerade mal 3 km unterwegs sein und den wenigen Bildern reif für die Heimfahrt.

Ein Trip nach Altenberg
Leverkusen gehört ja fast zum Bergischen Land. So liegt es nahe, dass kurzweilige Ausflüge dort hin führen. Odenthal und Altenberg, das schön gelegene Haus Wißkirchen und der Altenberger Dom gehören dazu. Einer meiner kleinen Hunderunden führte mich auch genau dort hin.
Auf der Terrasse des Haus Wißkirchen gab es für mich einen kleinen Snack. Von meinem Sitzplatz aus hatte ich Aussicht auf den Heuwender, der nicht nur Graureiher, sondern auch drei Milane auf den Plan rief. Die schönen Greifvögel kreisten nach Beute suchend über dem Feld und ließen sich gut ablichten.




So wie es aussieht, wird es in näherer Zukunft wieder mehr zum lesen geben. Irgendwann wird auch der lästige, aber noch nötige Mittagsschlaf entfallen können. Dann heißt es wieder „Das Weite suchen“
Komme immer gerne mal vorbei; ein sehr inspirierender Blog mit schönen Bildern und interessanten Texten. Richtig gut!
Oh Martina, welch ein schöner Kommentar ❣️
Ich liebe die beiden Fotos vom Milan und die Stimmung von Bild eins vom Flühlinger See
Liebe Grüße Silvia
Das sind aus diesem Beitrag eindeutig auf meine Favoriten. 😘
… wenn die Grusel-Villa nicht so eine schaurige Geschichte hätte, wäre etwas draus zu machen. So arg verfallen scheint sie mir nicht zu sein. Trotzdem: dazu gehört nicht nur viel Geld, sondern auch unerschrockener Mut !!!
Ja, es gab da wohl einige Versuche Investoren zu begeistern. Schade um so ein Gebäude. Innen ist es aber praktisch vollkommen entkernt, die Geschosse wurden entfernt, wohl aus Sicherheitsgründen.
Spannend sind solche Orte für mich in jedem Fall. 😁
tolle Bilder, vor allem vom Milan, liebe Elke!
ich habe mir vor einigen Wochen ein „Walking-Pad“ zugelegt – bisher bin ich damit als Ergänzung zum Nordic Walking sehr zufrieden.
Die Muskulatur wird anders als beim „normalen“ Gehen beansprucht, was ja vielleicht auch kein Nachteil ist…
Das ist natürlich auch ein tolles Trainingsgerät 😍 für mich zusätzlich jetzt einfach zu viel. Habe ja ein Trainingsgerät auf vier Beinen, das regelmäßig fordert dass ich mich mit ihr bewege. 😁