Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark, das ist ein Plan den ich mit meiner Enkelin (8 Jahre) noch umsetzen möchte. Die kleine, aber sicher nicht unkomplizierte Runde durch die Felsenlandschaft der Südeifel lässt die Herzen unserer Abenteuerkinder höher schlagen. Unterwegs können wir noch einen Abstecher zu den Irrler Wasserfällen einbauen. Im Anschluss schaffen es auch junge Beine noch, den Dinosaurierpark zu erkunden.

Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark

  • Start/Ziel: Ernzen, Parkplatz Teufelsschlucht
  • Streckenlänge: 12 km
  • Höhenmeter: 217 m
  • Track zur Tour
  • Einkehr: Im Dinosaurierpark, im Besucherzentrum (Teufelsküche) oder im nahe gelegenen Irrel
  • Dinosaurierpark an der am Naturschutzzentrum Teufelsschlucht, ein Abenteuer für groß und klein
  • Achtung: Alle MitwandererInnen sollten trittsicher und angstfrei vor engen Schluchten sein. Bitte schaut euch hierzu vor allem die Bilder am Ende dieses Beitrages an.
  • Noch mehr Wanderwege in der Region
Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark
Eingang zum Dinosauerierpark – Kindern sind an dieser Stelle die Augen zu verbinden, sonst wandern die nicht mehr mit

Das Buch zur Tour

Bereits im Jahr 2014 war ich in der Südeifel unterwegs. Natürlich gibt es darüber auch einen Blogbeitrag. Diese Wanderung war schaurig schön und aus ihr resultierte damals auch mein Beitrag „Von der Angst alleine zu wandern“  Schon sehr lange lebt in mir der Wunsch diese Region erneut, und ausgiebiger zu erkunden. Aus ausgiebig wurde nichts, dafür habe ich aber den Besuch bei einem Wanderfreund angehangen. So lange schon möchte ich ihn besuchen, jetzt endlich ist es gelungen.

Gefunden habe ich die heutige Tour in dem neuen Wanderführer von Ingrid Retterath. Sie hat 26 Wanderungen im südlich gelegenen Teil der Eifel erwandert und in dem handlichen Büchlein aus dem Conrad Stein Verlag niedergeschrieben. Die der Eifel sehr verbundene Autorin schrieb auch Bücher zur Nord Eifel und zu Luxemburg.

Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass sehr viele der Wanderwege als Familienwanderungen mit Kindern und Hund konzipiert sind. Getestet hat sie Ingrid Retterath allesamt mit ihren drei kleinen Töchtern. Selbst Touren die für Buggys geeignet sind, finde ich in den Büchern. Ein Schmankerl sind für Geocacher die im Buch notierten Caches.
Nun aber zur Wanderung durch ein faszinierendes und abenteuerliches Wandergebiet.

Am Kräuterhäuschen und dem Besucherzentrum Teufelschlucht vorbei, führt mich mein GPS Track auf einen gut ausgebauten Waldweg. Das Besucherzentrum und die darin untergebrachte Touristikinformation ist noch geschlossen, ebenso das angegliederte Bistro, die Teufelsküche.

Kräuterhäuschen an der Teufelsschlucht
Kräuterhäuschen an der Teufelsschlucht

Langsam eintrödeln – Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark zum Schluss

Der Einstieg in diese Tour, die ich entgegen der im Buch vorgeschlagenen Richtung wandere, ist für meinen Geschmack etwas langatmig. Breite Wege dominieren die Streckenführung und nur ganz zu Beginn sind hohe Felsen zu sehen. Da ich jedoch weiß, was mich bald erwartet, kann ich mich in Geduld üben. Mir ist es sympatischer einen Weg mit den Höhepunkten am Ende zu erleben.

Ein BLick in die Tiefe der Felsenlandschaft
Ein Blick in die Tiefe der Felsenlandschaft
Stufen hinauf in den Höhe
Stufen führen auf die Höhen

Die paar Felsen sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Teufelsschlucht. Trotzdem sehe ich auch in diesen hohen Felswänden immer wieder die Narben der Zeit, die sich wie Gesichter in den Fels gemeißelt haben.

Zum Ortsrand von Irrel

Zunächst durch Wald und später entlang der quirligen Prüm wandere ich beständig den Irrler Wasserfällen entgegen. Nun ja, es sind wohl mehr Wasserstufen, denn Wasserfälle. Doch wenn die Prüm ordentlich Wasser führt, dann wirkt die ein oder andere Stufe vielleicht so. Die Irrler Wasserfälle sind ebenso durch einen Felssturz entstanden, wie die Teufelsschlucht. Zwischen rieisigen, im Wasser liegenden Felsbrocken, entstehen Stromschnellen und größere Wasserstufen.

Auf dem Weg dort hin wandere ich auf gepflasterten Wegen, die ein wenig an eine Parkanlage erinnern. Doch neben mir ertönt das regelmäßige Rauschen und plätschern der Prüm, die ich durch das dichte Laub nur selten zu sehen bekomme.

Die Irrler Wasserfälle lassen Omas fallen

Dann taucht die schöne Brücke über die Prüm vor mir auf. Sie quert den Fluss genau oberhalb der Wasserfälle.  Bevor ich die Brücke beschreite suche ich natürlich den Weg hinunter zum Wasser. Etwas mühsam ist die Kletterei über die Steine, da meine Kamera am Hüftgurt meines Rucksackes hängt.

Brücke über die Prüm - Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark
Die Holzbrücke an den Irrler Wasserfällen
Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark
Quick lebendig das Wasser der Prüm
Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark
Die dicken Steine versperren dem Wasser zuweilen den Weg
Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark
Mächtige Felsbrocken sind damals in den Fluss gestürzt

Beim klettern über die dicken Felsbrocken kann es schnell passieren, dass Frau die Balance verliert. So wäre ich beinahe in die Prüm gefallen. Die akrobatischen Leistungen auf dem Gestein haben einen jungen Mann diskret weg schauen lassen. Nachdem mein Gleichgewicht wieder zurück kehrte, gab es ein Päuschen auf den Steinen. Der Schreck saß tief und das nicht um meinetwegen, sondern der Kamera wegen. Wie blöd ich instinktiv reagiere ich oft erschreckend.

Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark

Und wieder heißt es hoch zu steigen

Gleich hinter der Brücke steigt das Gelände wieder einmal an. Teilweise sind auch hier Treppenstufen in die Hänge gebaut. Das junge Paar vor mir ist erheblich schneller und verschwindet bald aus meinem Blickfeld. Immer häufiger verfluche ich meine Kurzatmigkeit beim hoch klettern.

Hinauf auf den Berg
Berg an ist für mich immer schwer

Auf ebenen Wegen bin ich allerdings ziemlich flott unterwegs und bald habe ich die beiden Gestalten wieder vor mir.  Immer wieder tauchen riesige Felsklötze neben mir auf. Sie sind zerklüftet von der rauen Witterung. Der Wald bietet mit diesen felsigen Gesellen ein mystisches Bild. Ich bin bei jedem dieser Brocken versucht Gesichter zu entdecken, bin fasziniert von den Lichtspielen der Sonne.

Dicke Felsen zieren die Wege
Da sind sie wieder
Wald und Felsen
Wald und Felsen, dazu Sonne – Herrlich

Was soll ich noch erzählen, es bleibt mir nur, die Fotos zu zeigen. Auch wenn ich selber schon viele habe, auch wenn schon tausende im Internet kursieren, ich finde ich jedem einzelnen Bild wieder etwas besonderes. Ich habe sage und schreibe 278 verwertbare Fotografien an diesem Tag geschossen und irgendwie vermittelt jedes etwas für mich besonderes. Euch möchte ich damit aber nicht nerven und beschränke mich auf eine Auswahl. Für mich besonders war tatsächlich die Teufelsschlucht und der Dinosaurierpark.

Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark zum Schluss

Nun wird es eng zwischen den Felsen

Vorbei ist es mit gemütlichem dahin geschlendere, jetzt kommt die Krönung und ich bin dankbar, dass ich sie am Ende meiner Tour habe. Wenn es gerade mal nicht eng zugeht, ist es steig oder schmal, aber im Zusammenwirken mit der Sonne ein Schauspiel für die Sinne.

Schmaler Durchgang in der Teufelsschlucht
Schmaler Durchgang in der Teufelsschlucht
Durch die schmale Felsengasse geht es weiter
Durch die schmale Felsengasse geht es weiter
Bunte Felsschichten
Bunte Felsschichten sind hier aufgetürmt

Der Aussichtsfelsen

Herzklopfen pur erlebe ich am Aussichtsfelsen. Welch ein Anblick, diese riesigen Felstürme. Fast verträumt wirkende Wege, die durch das tief hängende Tannengrün und Laub mit gestaltet werden. Mit Geländern bin ich gegen einen Absturz in die unendliche Tiefe geschützt.

Wie ein Laubengang aus Fels und Grünzeug
Wie ein Laubengang aus Fels und Grünzeug

Ein Blick in die Landschaft lässt mich gerade rätseln, welcher Ort dort unten liegt, ist es Ernzen oder das gegenüber liegende Irrel. Also ich tippe auf Ernzen.

Blick auf Ernzen
Blick auf Ernzen?

Noch mehr Bilder?

Ein kleiner Eindruck entsteht bei den folgenden Bildern. Bis zum endgültigen Eingang zur Teufelsschlucht sind noch weitere hohe Felsen zu bewundern. Sie alle hinterlassen bei mir ein leicht furchtsames Gefühl. Bleiben die ewig stehen? Fällt vielleicht jetzt gerade einer der so lose aufliegend scheinenden Felsbrocken auf meine Rübe? Das sind die Gedanken, die mich begleiten, außerdem aber auch die verliebte Faszination für diese Größe und Mächtigkeit.

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Die Teufelsschlucht und der Dinosaurierpark

Wenn Felsabstürze die Landschaft umdekorieren ist das eine tolle Sache, im Nachhinein betrachtet. Dabei kann z.B. eine Felssprengung durch starke Fröste, immer wieder passieren. Dann entsteht wieder Neues. Aber bitte nicht heute. Heute will ich heile hier durch gelangen und viele beachtliche und unvergessliche Eindrücke sammeln. Ich möchte Fotos mit nach Hause nehmen, die ich immer wieder ansehen kann, die dann die Sehnsucht wecken bald wieder hierher zu fahren.

Die Teufelsschlucht
Die Sonne hinterlässt auf dem Geländer einen kleinen, funkelnden Stern

Und dann stehe ich ein Stück tiefer und habe die Chance auf ein Foto, das ich bisher so nicht gesehen habe. Welch ein Glück, ausgerechnet zu dieser Minuten dieses Schauspiel fotografieren zu dürfen. Die Sonne steht genau über dem Stein, der so Furcht einflößend über den Treppenstufen hängt. Auch hier stellt sich mir die Frage, wie lange bleibt er noch da oben. Ich hoffe sehr, dass er keine Sehnsucht nach einem Besuch hier unten bekommt.

Teufelsschlucht und Dinopark
Die Sonne steht günstig

An einer der folgenden, sehr engen Passagen muss der ein oder andere eventuell seinen Rucksack abnehmen, aber die mega schlanken natürlich nicht.  Ich habe keine Ahnung bis zu welchem Körperumfang man hier durch gelangt, vermutlich quetscht sich jeder irgendwie durch.

Geschafft, die Teufelsschlucht ist durchwandert und es war zauberhaft, abenteuerlich und wundervoll. Nach einer kleinen Pause organisiere ich mir eine Eintrittskarte für den Dinosaurierpark. Kennt ihr zufällig die Drachenschlucht in Eisenach? Die ist auch sehr interessant und um einiges länger. Es ist leider schon Jahre her, dass ich dort war.

Ein Ausflug zu den Dinosauriern

Schon lange erinnert mich meine Enkelin an den versprochenen Besuch bei den Dinos. Sie ist seit vielen Jahren begeisterte Sammlerin aller verfügbarer Figuren, kennt auch einen großen Teil der Namen besser als ich. Filme mit Dinosauriern stehen ganz hoch im Kurs und werden auch zum 200sten Mal angeschaut. Es wird also Zeit mein Versprechen wahr zu machen. Dafür möchte ich aber vor Ort erkunden, ob der Park tatsächlich die Wünsche einer kleinen Besucherin erfüllen kann.

Eine App für Schlaumeier

In nur drei Schritten zum Audioguide, so verspricht der Handzettel mit die Anwendung und Nutzung der App des Parks. Logge Dich ins WLAN ein, lade die Lauschtour-App und starte die App. Leider habe ich mich dafür zu dusseldig angestellt, oder mein Handy mochte das WLAN nicht. Mir blieb nur die Erkundung ohne App-Nutzung. Vielleicht bereitet ihr euch besser vor und ladet die App schon vor dem Besuch herunter.

Zeitreise und andere Angebote im Dinosaurierpark

Der Rundgang durch den Park ist gut ausgeschildert, sozusagen unverlaufbar. Auf dieser kleinen Reise erfahre ich, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat und welche Tier dort zu finden waren. Wer sich lieber durch den Park führen lässt, kann eine Führung buchen. Aktionstage und die Möglichkeit Kindergeburtstage auf dem Gelände zu feiern, runden das Programmangebot ab.

Im Shop gibt es die typischen, bei Kindern besonders beliebten Mitnehmsel. Mein leerer Geldbeutel hat mich vor dem Kauf eines 120sten Dinos für den Dinopark meiner Enkelin verschont.

Preiswert ist das Ganze nicht. Mit 12,50 € für Erwachsene und 9,50€ für Kids ist das schon eine ordentliche Hausnummer. Der Gegenwert ist aber, bei voller Nutzung aller Angebote, wirklich hoch.

Aktuell und ganz neu

Ein paar Monate wird ein riesiger Gast im Dinopark beheimatet sein. Ein Langhalsdino wird gerade aufgebaut, als ich im Park unterwegs bin.

Jetzt aber los

Das Abenteuer Dinosaurier Park kann beginnen. Nehmt euch viel Zeit und drängelt die Kurzbeinchen nicht. Manche brauchen sehr lang, um all die Einzelheiten der Figuren richtig zu erfassen. Ich finde es schade, wenn Eltern oder Großeltern so antreiben.

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Das waren  Die Teufelsschlucht und Dinosaurierpark

Ein schöner Tag geht zu Ende und bald hoffe ich einen ähnlichen mit Julia zusammen zu erleben. Sie wird begeistert sein. Wobei ich anfangs ein wenig enttäuscht war, das so viele der ersten Ausstellungsstücke nicht berührt werden könnten. Ich hatte angenommen, dass alle Dinosaurier von den Kindern bespielt werden können . Jetzt besuche ich endlich Werner in Irrel, mit dem ich seit Jahren verabredet bin. Ein Stück Kuchen und Kaffee, sowie schnell verfliegende Stunden voller Gespräche haben einen herrlich runden Tag aus meiner Unternehmung gemacht.

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11 Kommentare

  1. Deine Fotos sind toll geworden. Als meine Tochter klein war, wollte sie nie wandern – außer es waren „Abenteuerwege“. Die Teufelsschlucht war absolut ein solcher, auch wenn es damals den Dinopark noch nicht gab.
    LG aus der Südeifel
    Ingrid

    1. Hi hi, meine Enkelin ist jetzt fast 8 Jahre alt und bringt im Juli ihren Labrador mit hierher. DANN will sie auch wandern, weil es mit ihm Spaß macht. Kinder haben halt ihren eigenen Kopf. Nur bei Dir wäre es echt doof, wenn Deine Kids gar nicht wandern wollten.
      Liebe Grüße
      Elke

  2. Liebe Elke,

    eine grandiose Landschaft die du mit deinen Bildern gut dargestellt hast. Ich mag solche Wege und auch enge Passagen. Schade, dass der Anfahrtsweg von uns aus so wiet ist.

    Liebe grüße
    Harald

    1. Jau Harald,
      die Anfahrt ist von Leverkusen aus auch erheblich zu lang. Es gibt aber noch ein paar Wege dort in der Region, die geradezu nach mir schreien ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

  3. liebe elke,

    mangels enkeln war ich alleine dort, nur den dinopark habe ich wegen des langen damals gegangenen felsenweges ausgelassen. ich hol das bestimmt nach, wenn ich die felsenwege mal durch habe…

    wenn du mit julia hinfährst, dann hilft sie dir sicherlich mit der app, ist bestimmt ein kinderspiel!

    liebe grüße
    herbert

    1. Ach Herbert, ich werde ein paar Tage Aufenthalt in eurer Region benötigen, um all die Wanderungen zu schaffen, die ich noch geplant habe. Ich hoffe das gelingt mir noch.

      Tja, meine Enkelin kriegt die App sicher eher in Gang ;-)

      Liebe Grüße
      Elke

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