Die EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein haben wir ein wenig gestreckt, um den Astropeiler auf dem Stockert und die Bruder Klaus Kapelle zu besichtigen. Dazwischen wandern wir überwiegend an Wiesen und Feldern vorbei, genießen die immergrünen Nadelwälder, an deren Rand wir wandern. Ein sehr von der Sonne verwöhnter Wanderweg.

EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein

Vergangene Woche hat uns eine Wanderung in der Region Mechernich so entzückt, dass es mir unerlässlich erscheint erneut dort eine Auszeit zu genießen. Pünktlich um neun Uhr starten wir, erreichen gegen 10 Uhr den Parkplatz an der Bruder Klaus Kapelle.

  • Start/ Ziel: Wachendorf, Iversheimer Straße Wanderparkplatz Bruder Klaus Kapelle
  • Streckenlänge: 15,2 km (mit Abstechern zur Kapelle und zum Astropeiler)
  • Höhenmeter: 210 m
  • An Rucksackverpflegung denken
  • Mein GPS Track 
  • Weitere Eifelschleifen hier im Blog
  • Wanderungen in der Region findet ihr auch in dem Buch: „Wanderungen für die Seele“ (Affiliate-Link zu Amazon)
Bruder KLaus Kapelle
Bruder Klaus Kapelle

Natürlich heben wir uns die Bruder Klaus Kapelle für den Schluss unserer Wanderung auf und ziehen in vorgeschlagener Gehrichtung los. Der Himmel zeigt sich heute früh noch sehr bedeckt. Angenehm zeigen sich die Temperaturen und auch die Windstille erweist sich als wohltuend. So schmerzt es dann auch nicht so sehr, dass die winterlich Kahlen Bäume und Büsche die Farben missen lassen.

Bald schon erreichen wir die lange Allee, die uns geradewegs auf Schloss Wachendorf zuführt. Auf den Wiesen steht das Wasser, als Folge der reichhaltigen Regenfälle der letzten Wochen. Hier werden zunächst keine Frühjahrsblüher eine Chance haben. Wir stellen uns vor, wie diese Allee wirken mag, wenn Blätter ein Dach über das Szenario bilden und beidseitig das helle Grün des Frühjahrs schützend um uns wirkt. Eine herrliche Vorstellung.

Allee zum Schloss Wachendorf - EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein
Allee zum Schloss Wachendorf

Schloss Wachendorf

Im Jahr 1190 wird erstmals eine Besitzung Wachendorf erwähnt. Im 13. – 16. Jahrhundert wird aus der Besitzung ein von Wasser umgebener Wehrturm und später ein Rittersitz. Was heute noch in Teilen zu sehen ist, sind die mächtigen Schutzmauern, die während des 30-jährigen Krieges gebaut wurden. Erst 1883 entstand das Herrenhaus mit den heutigen Ausmaßen. Zwischen 2006 – 2014 wurde das Schloss Wachendorf noch einmal umfänglich saniert. In der fünften Generation befindet sich das Anwesen im Familienbesitz der Familie Müller von Blumencron. Mehr zu dem auffälligen Gemäuer findet ihr auf der Webseite.

EifelSchleife Stockertblick
Schloss Wachendorf
EifelSchleife Stockertblick
Laufenten sind flott unterwegs, sehen lustig aus

Wir hätten ja so gerne einen Blick hinter die Mauern geworfen, doch das Schild „Privatweg“ lässt uns von diesem Vorhaben Abstand nehmen. In einem Garten entdecken wir Laufenten, die sehen wirklich lustig aus. Die Haltung dieser besonderen, von Stockenten abstammenden Wasservögel garantiert Schnecken freie Zonen und reichlich Eier zum Verzehr.

St. Petrus (Wachendorf)
Katholische Kapelle St. Petrus (Wachendorf)

Mal trist – Mal grün

Ein wenig Tristesse herrscht auf den Wegen, die von kahlen Büschen begleitet werden. Erst als wir hier und dort Kiefern entdecken, kommt ein wenig bunte Freude in unsere Seelen. Der Zweck des Wanderns im Winter, das sind wir uns einig, dient vor allem einem Zweck, nämlich der Erhaltung von Fitness, Gesundheit und guter Laune. Genau deshalb lassen wir uns nicht entmutigen, wenn die Farbe grau vorherrschend ist.

Auf zum Astropeiler

Die kleine Schleife, die uns zum Astopeiler auf dem Stockert führt ist nicht perfekt ausgefallen. Wer uns also nachtun möchte, sollte sich für den Rückweg eine ausgefeiltere Variante ausdenken, denn wir sind verbotenerweise ein winziges Stück über den Rad des Golfplatzes getappert. Auf dem Weg zum Gelände des Radioteleskop gönnen wir uns die weiten Blicke in die Eifel.  Tausend Fragezeichen bilden sich über unseren Köpfen allerdings, als wir die beiden schönen Pferde auf dem matschigen Terrain sehen. Vermutlich ist es besser hier zu sein, als im Stall…. aber doch traurig.

EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein
Göttliche Weite der Eifel
EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein
Wolken hängen tief über der Eifel
EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein
Wir sind einigermaßen entsetzt über diese Pferde“weide“ So viel Wasser in wenigen Wochen schadet den Böden

Der  1956 fertig gestellte Astropeiler Stockert war seinerzeit das teuerste Forschungsprojekt Deutschlands. Wir sind nicht besonders an dieser Technik interessiert, finden aber den weithin sichtbare Riesenschirm ausgesprochen sehenswert.  Wer mehr über die Messungen und den heutigen Möglichkeiten sich zu bilden wissen möchte, der lese die Webseite.

EifelSchleife Stockertblick
Blick auf den Astropeiler
EifelSchleife Stockertblick
Ein Schirm mit weitreichenden Fähigkeiten

Zurück auf die EifelSchleife Stockertblick

Wir suchen uns den Weg zurück auf die Eifelschleife. Immer wieder haben wir durch die Lücken in den Busch- und Baumreihen Blick auf die landwirtschaftlich geprägte Eifellandschaft. Nur eine Kiefer hat sich quer gelegt, ansonsten haben wir freie Wege.

Lichter Weg durch Kiefernwald
Einer der schönsten Wege heute

Und dann wieder weit gucken

Gerade die Sonnenhungrigen unter uns, sind auf der EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein richtig aufgehoben. Die Wege ziehen sich leicht geschwungen zwischen den frisch aufbereiteten Äckern hindurch. Die Sonne hat den Kampf um die Vorherrschaft gegenüber den dicken Wolken inzwischen gewonnen und verwöhnt uns mit ihren wärmenden Strahlen.

Weg, weg vom Astropeiler
Tanja hat Pferde entdeckt

Die beiden Pferde auf der riesigen, herrlich trockenen Weide lassen Herzenswärme aufsteigen. Welch ein schönes Bild, Die weit auseinander stehenden Kiefern bieten im Sommer Schatten.

EifelSchleife Stockertblick
Herrliche Weide

Nach ausgiebigem Pferdegeflüster löst sich Tanja von dem hellen Pony, beschließt den Weg mit mir fortzusetzen. Welch ein Glück, dass sie einen Wanderweg trotz ihrer großen Pferdeleidenschaft nicht vergisst.

Der Blick zurück auf den Astropeiler Stockert
Der Blick zurück auf den Astropeiler Stockert

Endspurt und Bruder Klaus Kapelle

Mit Blick auf das Eifelörtchen Holzheim wandern wir wieder an Feldwegen entlang, rechterhand zieht sich ein Kiefernwald hin.

Blick auf Holzheim
Blick auf Holzheim
Weg zur Bruder KLaus Kapelle
Mal viele Wolken
Weg zur Bruder KLaus Kapelle
dann wieder blauer Himmel, fast pur

Bruder Klaus Kapelle

Immer wieder berührt mich der Anblick dieser schlichten Feldkapelle. Sie steht so einsam im Feld und ist doch ganz und gar nicht einsam. Das schlichte Äußere lässt kaum vermuten was sich im Inneren verbirgt. Leider ist das fotografieren drinnen verboten und mit Blick auf die deutlich platzierten Schilder, aber auch der anwesenden, konzentriert wirkenden Besucher, lassen wir das auch.

Bruder Klaus Feldkapelle
Der Eingang ist schon auffällig

Scheint die Sonne und ein Besucher verlässt die Kapelle, dann entwickelt sich im Eingangsbereich ein unbeschreiblich schönes Licht. Licht ist überhaupt das Thema dieser zwischen 2005 und 2007 entstandenen, privat gestifteten Kapelle. Der bekannte Schweizer Architekten Peter Zumthor hat den Entwurf kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sein Projekt, das ohne künstliches Licht auskommt, ist schon eine Besonderheit. Wikipedia weiß hier mehr zu berichten. Schon die Entstehung des einmaligen Innenraums ließ mir beim ersten lesen den Mund offen stehen.

Bruder Klaus Kapelle
Vollansicht Bruder Klaus Kapelle

Nach ausgiebiger Erkundung wenden wir uns wieder der Rückseite zu und absolvieren den Rest der Eifelschleife. Ziemlich stark gewässerte Wege machen dieses letzte Stück Weg zu einer anstrengenden Angelegenheit. Es hat sich jedoch im Schluss jeder Meter gelohnt.  Die Bruder Klaus Kapelle liegt auf vielen meiner bisherigen Wanderwege. Stöbert einfach mal unter dem Stichwort im Blog.

Original Track der EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein

Rhein, Ahr, Erft – Wanderungen für die Seele: Wohlfühlwege
Droste Verlag; Auflage: 1 (17. April 2019)
von Myria Aurora Pribert (Autor), Ingrid Retterath (Autor)

(Affiliate-Link zu Amazon)

 

EifelSchleife Stockertblick

2 Kommentare

  1. Nachdem ich so viele Wochen (Monate) nur im Flachland rumgewandert bin, kriege ich durch deinen Beitrag wieder Lust auf Hügeliges mit Weitblick. Mal gucken, was sich übernächste Woche machen lässt – dann soll das Wetter endlich schöner werden.

    1. Ich bin auch gespannt, ob sich das Wetter endlich mal etwas in Richtung Sonne stabilisiert. Falls du Lust und Zeit auf langsamer Begleitung einer Rentnerin hast, dann melde dich doch gerne. 😊

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