Einst, ja so schreibt man wenn Wanderungen zwei Monate zurück liegen, einst wanderte ich am Eifgenbach bis Eipringhausen. Wenn ich jetzt, Anfang Dezember, die Bilder sehe, kehrt die Sehnsucht nach grün an den Bäumen mit Nachdruck zurück. Ich bin ein Winterweichei geworden.
Meine Gelenke mögen den Winter nicht mehr. Es zwackt überall und macht das unterwegs sein leider zur Qual. Dagegen hilft Bewegung, trotzdem und Jana ist jung und will natürlich raus. „Damals“ Anfang Oktober, war es noch warm und wir haben diese kleine Runde durch das Bergische Land unendlich genossen. So lade ich euch ein einen Blick zurück zu werfen und mit Jana und mir durch den Wald in Wermelskirchen zu trödeln.
Eifgenbach bis Eipringhausen
Wer in hochsommerlicher Hitze eine kleine Runde drehen möchte, ist hier im Wermelskirchener Wald genau richtig. Wer am späteren Vormittag startet, sollte die umgekehrte Gehrichtung wählen, damit liegen die Freiflächen im Startbereich.
- Start/ Ziel: Eifgen 8, 42929 Wermelskirchen
- Streckenlänge: 7,7 km mit 85 Höhenmetern
- GPS Track
- Eine wunderschöne 16 km Streckenwanderung empfehle ich hier gerne: Eifgenbachweg
Einige Hundehalter sammeln sich gerade zu einem gemeinsamen Spaziergang durch den großen Wald. Es ist schon erstaunlich, dass man sich hier so dermaßen aus dem Weg gehen kann, wir werden ihnen heute nicht mehr begegnen.

Immer am Eifgenbach entlang
Nachdem wir den Eifgenbach überquerten wandern wir rechts herum. Auf diese Weise bleiben wir eine lange Weile dicht an dem munteren Fließgewässer. Auch der Eifgenbach wurde 2021 nicht verschont, als die Macht des Wassers uns so viele Schäden bescherte. Die alte Frohntaler Brücke ist zerstört, eine Behelfsbrücke wurde aufgebaut.




Wendepunkt Berger Mühle nach Eipringhausen
Der kleine Abschnitt vor der Berger Mühle ist besonders reizvoll, mit seinen moosigen Hängen. Wie oft habe ich hier schon Fotos gemacht und immer wieder werde ich zur Widerholungstäterin.

Die Berger Mühle steht rechts vom Waldweg, hinter der Treppe und reizt ebenso zum fotografieren.
Von hier aus kehren wir wieder um, Richtung Parkplatz. Ja diese Runde ist verflixt kurz. Ab jetzt gibt es aber auch etwas mehr freien Himmel über uns, den wir bei dieser Witterung uneingeschränkt genießen.



Und jetzt gibt es bis zur Rückkehr am Parkplatz einfach nur Fotos. Sie zeigen euch Landschaft, Wolkenspiele und tierische Weidebewohner. Mehr muss ich heute nicht schreiben.
Ein ehemalige Freibad im Park
Nach unserer Rückkehr am Parkplatz Eifgen schaue ich mir noch das ehemalige Freibadgelände und die vorgelagerten Bauten an. Ich bin so angetan von dem Text auf der blauen Tafel, die da von den Anfängen dieses Bades berichtet. Im Jahr 1859 begann das Badevergnügen, später mit einem Jahrespreis von 3 Mark für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1883 begann der neue Besitzer Heinrich Abstoß, zusammen mit seinem Bruder, professionell den Bürgern das Schwimmen beizubringen. Hinter Bretterzäunen und nach weiblichen und männlichen Gästen getrennt, lernten Mann und Frau sich über Wasser zu halten. Welch eine Schilderung!
Heute bemüht man sich darum diese Flächen hier, wieder für die Erholungswünsche der Bevölkerung herzurichten. Ich bin gespannt, solche Vorhaben dauern erfahrungsgemäß viele, viele, viele Jahre, solange sie in der öffentlichen Hand liegen.
Eifgenbach bis Eipringhausen
Es gibt in dieser Landschaft keine herausragenden Höhepunkte, aber für die Seele und Ruhesuchende empfinde ich dieses Eckchen am Eifgenbach hervorragend geeignet. Wenig Text, weil einfach zu lange her und wo nichts zu sagen ist, genieße ich und schaue.
Liebe Grüße an euch alle von
Elke und Jana