In den Monaten September-Oktober tobt in den Regionen an der Ahr gewöhnlich der Bär. Einsam wandern in der Ahr-Region erscheint in dieser Zeit ein Wunschtraum. Wir haben heute keine Weinflaschen gesichtet, dafür aber eine Menge wunderschöner Landschaftseindrücke genossen.

Einsam wandern in der Ahr-Region

  • Start/ Ziel: Sierscheid, Gartenstraße
  • Streckenlänge: 14,5 km
  • Höhenmeter: 420 m
  • GPS Track
  • Einkehr: Wir waren sehr zufrieden im Hotel Ewerts in Insul, himmlisch an der Ahr gelegen!

Die heutige Runde, bei Natur Aktiv Erleben gefunden, habe ich bewusst gewählt. Sie bietet viel offene Landschaften und nur wenig Wald. Ideal für uns, die wir der Sonne so zugeneigt sind. Auf der Webseite wird von häufigen Richtungswechseln geschrieben, die für stets neue Blickwinkel sorgen, also reichlich Abwechslung für die Augen.

Wir parken in der Wohnstraße direkt an der Wanderroute und stürmen auch gleich eifrig los. Dabei achten wir darauf, dass wir nicht zuuuu schnell sind, denn dies hier ist eine Genusstour!!!!

Einsam wandern in der Ahr-Region
Herbstfarben setzen sich mehr und mehr durch

Wunderbar schnell sind wir aus Ortskern Sierscheid raus und erfreuen uns an den ersten Weitsichten. Herrlich, was die Einwohner des kleinen Dorfes vor der Haustüre haben.

Vor den Türen von Sierscheid

Zielstrebig wandern wir Harscheid entgegen und das bevorzugt auf den Höhen, damit wir weiterhin herrlich weit schauen können. In der Ferne ist absolut klare Sicht. Eine seltene Situation, die uns deutlich den Michelsberg erkennen lassen könnte, wenn wir wüssten wie der aussieht. Ungeachtet unseres Unwissens, genießen wir die Sonne, den Tag, den Weg!

Hündische Begegnung

Noch bevor wir etwas sehen können, hören wir lautstarke Ankündigung wachsamer Vierbeiner. Dann geraten sie auch gleich in unser Blickfeld, aufgeregt und gewillt uns den Garaus zu machen oder uns mindestens abzuschlecken.

Es waren derer vier und ein Herrchen dazu

Wir kommen mit dem Halter der vier Springer ins Gespräch, plauschen über die verheerenden Verhältnisse der Straßenhunde in Rumänien und über Hundevermehrer.

Die vier Eingereisten hatten eine Menge zu lernen und lernen noch, denn auch sie kommen aus schlimmer Haltung. Gleich vier Hunde, das ist eine Aufgabe! Wir verabschieden uns aber bald und ziehen weiter.

Göttliche Aussichten

Für Mitte September ist es ausgesprochen warm. Der Wind streicht sanft über die Höhenlagen und kühlt angenehm.  Auf den Fotos kaum erkennbar, ist die unglaubliche Tiefe der Umgebung. Die Täler zwischen den bewaldeten Hügeln geben der Landschaft eine so spannende Struktur.

Blick auf Harscheid
Nur zu bereitwillig legen wir die erste Pause ein.

Spicher Ley und Felspfade

Über einen weichen Wiesenweg, der links und rechts mit hohen Ginstern und anderen Sträuchern  gesäumt ist, nähern wir uns dem Waldgebiet vor der Spicher Ley. Irgendwie hatte ich die Tatsache, dass diese Wanderroute die Spicher Ley tangiert, aus dem Gedächtnis gestrichen.

Tanja und ihre Lieblingsginster

Von nun an geht´s bergauf

Beinahe angenehm empfinden wir den befestigten Weg, der ein weites Ausschreiten trotz Anstieg erlaubt. Bald schon landen wir wieder auf weichen Wiesenwegen, noch immer bergan. Auf diese Weise erreichen wir bald den Ortsrand von Sierscheid.

Auf festen Wegen Richtung Sierscheid
Wiesenwege tun den Füßen gut
Feudale Hütte in einem Garten. Ob die wohl für Kinder gebaut wurde?

Tanja und die Pferde

Pferde haben große Köpfe und sehr nahe wage ich mich nicht an sie heran. Das hindert mich nicht daran sie wunderschön zu finden und begeisterte Zuschauerin beim vertrauten Umgang meiner Freundin Tanja mit den Reittieren zu sein.

Dieses hier lässt sich mit Wonne das Maul krabbeln und entblößt dabei die Zähne. Dentale Kontrolle steht heute auf dem Stundenplan. Das sieht dann so aus:

Herrlich oder? Wir hatten unseren Spaß und der Zosse offensichtlich auch!

Wechselvolle Wege leiten zurück nach Sierscheid

Es gibt nicht viel zu erzählen. Der Wegeverlauf ist mit andauernden Richtungswechseln versehen und bietet schon deshalb ständig neue Anblicke. Dieser Wechsel ist natürlich nur mit einem GPS Track nachzuvollziehen. Wir haben es genossen unter der wärmenden Septembersonne dahin zu wandern, ohne nennenswerte Anstrengung, einfach nur genießen.

Der Herbst macht sich langsam auf die bunten Socken

Es sind so auch nicht spannende Zwischenziele, sondern der Genuss der weiten und nur wenig besiedelten Region, die hier Wonne und Vergnügen schenkt. Die Seele kann baumeln, der Geist zur Ruhe kommen.

Im Folgenden gibt es aus diesem Grund auch nur noch Fotos zum Restweg.

Dem sind wir einige Male begegnet 😉

Einkehr AHR-gerecht

Nach Rückkehr zum Auto blieb noch reichlich Zeit, um in Insul einen köstlichen Kaffee zu trinken. In traumhafter Umgebung, an der Ahr gelegen, verging die Zeit wie im Fluge. Wir beide etwas auf Schmalkost gesetzt, bekamen leichte Schwindelanfälle beim Anblick der köstlich erscheinenden Kuchenstücke, die auf dem Nachbartisch landeten.

Tanja träumt von Kuchen

Zu Tanjas Entsetzen bitte ich um Erlaubnis ein Foto zu machen (Was tut Frau nicht alles für den Blog)

Eine der Damen schiebt den Teller mit diesem köstlich aussehenden  Marzipantortenstückchen rüber, sodass fix ein Foto geschossen ist, bevor der Verzehr beginnen kann.

Marzipantorte vom Nachbartisch

Hier ein paar Eindrücke von der Terrasse des Hotels mit angrenzenden Wiesen.  Ein wunderbarer Wandertag findet so ein würdiges Ende.

 

4 Kommentare

  1. Kaum zu glauben: Unter unserem Balkon seid Ihr vorbeigewandert, in Harscheid, vor dem Abstieg zur Spicherley. Ja, hier oben ist es schön, vor allem wenn man in der dunklen Jahreszeit ein paar Sonnenstunden nutzen will… Und im Hochsommer taucht man einfach ab, in den Wald und an die Ahr. Das ist jetzt festgehalten, in wirklich schönen Bildern. Fühlt sich gut an, das in einem Wanderblog zu sehen, in einer Reihe mit all den anderen verlockenden Landschaften…

    1. Huch wie schön ist das denn? Ja, diese Umgebung ist tatsächlich ein Traum und auf meiner Festplatte sind noch reichlich mehr Fotos von der Tour. Ich bekomme die nie alle in den Blog untergebracht.

      Ich bin sicher, diese Runde wandere ich noch öfter, zumal ich in Arft (praktisch nebenan) jährlich min. einmal Urlaub mache.

      Einen lieben Gruß nach Harscheid
      Elke

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