Viele Jahre ist es her, dass diese Wanderbeschreibung den Weg in meinen damals funkelnagelneuen Blog fand. Nicht nur die Gestaltung musste erst erlernt werden, auch meine Fotografien waren eher mäßig. Schön so zurück blicken zu können, auf einen Tag auf der Buntsandsteinroute.

Heute haben wir beiden Waldfeen Tanja und ich, uns das Rurtal zwischen Nideggen und Obermaubach vorgenommen.

Ein Wandertag auf der Buntsandsteinroute

Eine Strecke die rd. 18 km km lang sein wird

Der Running- Gag auf dieser Tour war Tanjas Höhenangst und mehr als einmal gingen beide Arme hoch und ein „nein, nein, das ist mir zu hoch“ erklang hier und da.

So sah das dann aus :-) Tapfer hat sie sich die teilweise wirklich schmalen Pfade zugemutet, bei denen ein Abrutschen fatale Folgen gehabt hätte, aber einen Besichtungsturm erklimmen oder auf einem Felsvorsprung stehen, in einen tiefen Brunnen schauen….nein…nein…da muss ich mich festhalten.
Darüber erfahren wir mehr in der folgenden Beschreibung und können es uns dann auch bildlich vorstellen, da mit Fotos dokumentiert.

Buntsandsteinroute
Hilfe ist das hoch

Tanja, mit dir macht wandern Spaß, weil das Staunen über die Launen der Natur und das was es zu sehen gibt, teilst du mit mir und das ist ganz toll.

Also nun zum Weg

Wir starten am Eifeltor Zerkall und gehen zügig Richtung Burg und schon haben wir den Salat, es geht bergauf lach.

Rauchen ist einfach Mist, ich hab´s vor einem Jahr dran gegeben und Steigungen sind seitdem bei weitem nicht mehr so problematisch. Tanja musste ja unbedingt noch eine quarzen und so war der erste Anstieg auch gleich ein Höllenritt, den sie mit Kampfgeist bewältigt hat. Also echt, ich leide mit ihr, hab´s noch gut in Erinnerung. Ihr könnt ja hier nur lesen, ich hatte auch akustische Eindrücke ihrer Qualen.

Aber der Weg ist prima und durch die Felsformationen des roten Sandsteins einfach bezaubernd und so gab es auch Pausen beim Japsen und ehrlich gesagt war´s für mich auch reichlich anstrengend.

Buntsandsteinroute
Felsen stehen im Weg

Eine Burg in Nideggen auf den Buntsandsteinroute

Aber wir waren uns mehr als einig, als wir die Burg erreichten und diese großartigen Hinterlassenschaften früherer Jahrhunderte betrachten durften. Dafür ist kein Anstieg zu steil.

Buntsandsteinroute
Das Fenster ins weite Land

Leider war das Wetter recht trübe, sodass die roten Steine nicht so zur Geltung kommen konnten, wie es bei klarerem Wetter möglich wäre.

Buntsandsteinroute
Schade dass es so trübe ist

und da ist auch der tiiiiefe Brunnen, in den Frau nur unter Gruseln hinab schauen konnte. Ehemals war er 95m tief, heute sind es lediglich 30m. Trotzdem, reinfallen tut weh, da hat Tanja eindeutig recht. ;-)

Schmale Pfade auf der Buntsandsteinroute

Was jetzt folgt, ist auf Fotos nur schlecht festzuhalten. Der Weg Richtung Obermaubach und dem Stausee ist grandios, weil es hier nur schmale, teils kaum auszumachende Pfade gibt, echte Singletrails. Die Ausblicke von Felsvorsprüngen waren riesig und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie mediteran die Gegend wirkt.
Hier hätten wir noch Stunden laufen können. Einige Fotos dazu folgen nun:

Buntsandsteinroute
Wieder fehlt der blaue Himmel
Buntsandsteinroute
Die Farbe geben die Kiefern
Buntsandsteinroute
Deko auf der Buntsandsteinroute
Buntsandsteinroute
Das hier war tatsächlich der Weg. Und immer wieder fantastische Ausblicke.
Buntsandsteinroute
Hindenburgtour
Buntsandsteinroute
Schmale Pfade

Diese Pfade sind so natürlich und schön zu gehen. Jede Anstrengung ist bei diesem Erlebnis vergessen.

Ein ganz normaler Weg

Nach dieser traumhaften Wegstrecke war es schon fast ernüchternd in Obermaubach anzukommen. Der Stausee …naja, aber einen Kaffee haben wir uns gegönnt.

 

Eine Weile geht es dann anschließend über Asphaltwege um den Stausee herum, bis wir dann irgendwann wieder Waldwege beschreiten dürfen.

 

Buntsandsteinroute
Alter Schmutzfink

Ich habe ihn wegen seiner Zöpfe „Gretel“ getauft, obwohl er ganz offensichtlich männliche Gene in sich trägt…habe nachgeschaut :-) und die beiden haben sich auf Anhieb gut verstanden.

Hoch auf dem Turme

Nach einem erneuten und letzten steileren Anstieg erreichen wir den Krawutschke Turm. Bis fast nach oben steigt sie auf, die Tanja um dann fluchtartig, die schöne Aussicht ignorierend, wieder den Turm hinunter zu hetzen. :-)

AM Kawuschketurm
Tanja auf der Flucht

Die Aussicht von da oben war herrlich, trotz des bedeckten Himmels, aber eben nur für Schwindelfreie

Buntsandsteinroute
Hier kann Frau weit schauen

 

Und so hoch erschien der Turm mir nicht.

Über Waldwege ging es dann weiter und nach 3 weiteren km hatten wir das Eifeltor wieder erreicht.

 

 

P1050842

Für mich war das eine der schönsten Wanderungen der letzten Monate und der Hunger auf Frühling und weitere, schöne, lange Wanderungen wächst immer mehr.

4 Kommentare

  1. Hallo Elke,

    ich habe diese Route mittlerweile 3 Mal bewandert. 1 Mal etwas verkürzt, von der Talsperre aus, die Wasserroute als Rückweg. Es ist eine meiner Lieblingsrouten.
    Übrigens kann ich gut verstehen, dass deine Wanderbegleitung den Kawutschke Turm schnell verlassen hat. Irgendwie, ich weiß nicht warum, macht dieser Turm einen unstabilen Eindruck, obwohl er völlig fest steht. :-) Mir ging es nicht anders, obwohl ich ansonsten damit keine Probleme habe.
    Ein schöner Wandericht!

    Gruss

    Michael

    1. Hallo Michael,
      Ja, diese Route wird auch meine Lieblingsroute werden, schätze ich.
      Insbesondere die Bergpfade sind einfach unglaublich und hier werde ich die Tour auch noch so anpassen,
      dass ich auf der rechten Seite bleibe und dort eine Rundtour bastle.
      Der Turm hat mir persönlich überhaupt nichts ausgemacht, ich war so scharf auf die Ausicht :-)
      Danke für deinen netten Kommentar
      LG
      Elke

  2. So, die Runde ist verlesezeichnet! Ich weiß nicht, wie oft ich den Anstieg zur Burg schon hochgekraxelt bin, wir hatten früher in Brück unseren Wohnwagen. Aber ich glaub den östlichen Teil der Route bin ich nie gewandert. Ende des Monats fahr ich nochmal nach Hause, da werd ich dir auf einem Abstecher nachwandern :)

    1. Kim dieser Weg, also vorallem der erste TEil der Route, ist einfach nur grandios, leider ab Obermaubach dann vergleichsweise öde, Da lässt sich sicher noch was an der Erlebnisschraube drehen :-)

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