Schon lange geplant und endlich erwandert, der „Kleiner Wäller Wolfsteine „. Eigentlich sollte es Richtung Belgien gehen, aber spontan wie meine Entscheidungen oft sind, wurde es dann doch der Westerwald.
Im Nachhinein bin ich traurig, dass ich dem ursprünglichen Plan nicht gefolgt bin. Das Venn brennt, am heutigen Tag (16.08.2026) sind 2.700 ha gemeldet, die den Flammen zum Opfer fielen. Es tut mir in der Seele weh, dieses kostbare Stück Land zerstört zu wissen.
Davon weiß ich Tage meiner kleinen Wanderung aber noch nichts und das ist gut so.
Kleiner Wäller Wolfsteine
Kurzbeschreibung
Start am Wildpark und Kletterwald Bad Marienberg, hoch zum kleinen und anschließend zum großen Wolfstein. Möglicher Abstecher zur Waldkirche. Durch herrliche Natur landen wir in Bad Marienburg. In der Touristikinformation befindet sich ein kleines Heimatmuseum, das haben wir besucht und uns mit einigen Buchmaterial und einem köstlich riechendem Seifestück eingedeckt. Der etwas unangenehme Gang durch die Innenstadt nervt etwas. Bergan stegen wir dem Basaltpark entgegen, den wir teilweise umrunden. Ein recht zäher Anstieg führt uns dann wieder hoch zum Wildpark, den Hedwigturm haben wir auf den letzten paar hundert Metern fest im Blick.
- Start: Wildparkstraße 15, 56470 Bad Marienberg
- Streckenlänge lt. Garmin Navi: 8,5 km und 183 Höhenmeter
- Einkehr im Wildpark
- Der Kletterwald sieht klasse aus
- GPS Track
- Ich war schon einmal in der Region, zusammen mit vielen anderen BlogerInnen zum Bloggerwandern im Westerwald
Der Wildpark Bad Marienberg ist ein Highlight für Familien. Tiere, Futterstationen und ein Kletterpark. Hier können Familien sicher einen ganzen Tag verbringen.


Wir wandern am Kletterwald entlang, auf geradem und breitem Waldweg. Auf gleicher Strecke verläuft ein Trimmpfad, der mich schmerzlich daran erinnert, dass ich die angebotenen Übungen nicht mehr schaffe (bin allerdings auch nicht besonders willig) Ganz drei Kilometer lang und mit 20 Stationen bestückt, soll dieser idyllisch gelegene Trimm-Dich-Pfad zu sportlichen Leistungen animieren.



Die Wolfsteine
Die Wolfsteine sind eine Basaltsteinformation mitten im Wald der Marienberger Höhe in der Nähe des Wildparks. Die Sage erzählt, der Teufel habe eine Treppe in den Himmel bauen wollen. Doch als er mit seiner Last von Kirburg herkommend in Richtung Marienberg flog, riss die WITT (ein aus Weidenruten hergestellter Strick) und die herabfallenden Basaltsteine bildeten einen mächtigen Steinhaufen.
Manche sehen in den Wolfsteinen eine frühere keltische Kultstätte.Zusammen mit seinem Nachbarn, dem Kleinen Wolfstein, ist der Große Wolfstein vor etwa 25 Millionen Jahren entstanden. Seite von Bad Marienberg

Nun folgt eine Galerie mit den Eindrücken, die ich sammeln konnte. Mein Versuch zur Waldkirche hinunter zu klettern scheitert an meiner Angst zu stürzen. Manchmal bin ich etwas beleidigt, dass ich mit meinen 70 Jahren schon so angstvoll reagiere. Nun ja, das ist der Zahn der Zeit, zwingen werde ich mich nicht.
Und schon wieder soll ich mich trimmen
Nicht sehr weit komme ich, da steht die nächste Aufforderung sich körperlich mehr anzustrengen. Ich habe Jana gefragt und sie hat deutlich den Kopf geschüttelt. Habe ich ganz genau gesehen.

Großer Wolfstein
Durch eine Landschaft, die vermutlich früher mal bewaldet war, wandern wir dahin. Sie wirkt karg, so ein wenig wie das Sauerland, aber attraktiv für meine Augen.

Ausgerechnet als wir den großen Wolfstein erreichen wandert die Sonne auf Abwegen, versteckt sich verschämt hinter den kleinen Wolken. Immer wenn sie blinzelt, knipst meine Knipse.
Von nun an geht´s bergab auf dem Kleiner Wäller Wolfsteine
Tja es geht hinunter, so ungefähr 120 m Höhenunterschied und ja, ganz am Ende müssen wir einen großen Teil dieser Höhe wieder erklimmen. Dazu aber später mehr.



Mitten im Park, die Touristik Information
Durch den Park wandern wir zur Touristik Information Bad Marienberg. Wir werden freundlich begrüßt und auf das Vorhandensein des kleinen Heimatmuseum hingewiesen. Und wieder bekommt ihr die Galerie als Bilderguckmethode.
Ein kleines Wanderbuch und ein Stück Seife wandern in meinen Rucksack. Der Duft breitet sich herrlich in dem Inneren aus….köstlich.
Durch den Park wandern wir weiter und geraten dann bald in die Stadtmitte. DAS ist so gar nicht meins. Leider müssen wir da durch. Zu meinem Entsetzen müssen wir auf Straßen kräftig die Waden spannen, um den ersten Anstieg zu schaffen.
Fast oben angekommen spricht mich eine Frau an. Sie bietet mir Getränk und Nahrung an, was für eine liebevolle Geste. Wir unterhalten uns über allerlei Themen und sie erzählt, dass sie gerade aus dem Urlaub zurück sind und ihr Mann einer Nachbarin hilft wieder in die Wohnung zu gelangen. Noch keine Stunde daheim, und schon bereit zu helfen. „Hui Wäller….“ ihr seid großartig.
Auf dem Weg zum Basaltpark
Was der Vulkan verursacht hat, hat sich der Mensch zum Nutzen erkoren. Basalt wurde abgebaut, für mannigfache Bautätigkeiten. Wer rund um den Park wandert, kann sich über die geologischen Vorgänge und früheren Abbaumethoden informieren.
Bevor wir aber zum Anbaugebiet kommen, wandern wir erst einmal noch ein wenig durch die Natur.


Nach 20 Minuten Ruhe halten, etwas trinken und essen, ziehen wir weiter und erreichen schnell den Basaltpark. Für interessiert Besucher ist hier eine Menge Infomaterial auf zahlreichen Informationstafeln.
Auch auf dem restlichen Weg des Kleiner Wäller Wolfsteine begleiten uns Hinweise auf unterschiedlichste Gesteinsarten, auch immer mit Informationstafeln ergänzt.




Kleiner Wäller Wolfsteine – Bald geschafft
Eine letzte Anstrengung noch, dann haben wir den Winzling von Weg geschafft. Irgendwie hatte ich nicht auf dem Schirm, dass der doch am Ende so anspruchsvoll wird.

Oben angekommen stelle ich fest, keine Gastronomie hat geöffnet. So ein Mist, also hungrig heim. Es war schön, bis auf die Stadtmitte. Herrliche Natur, etliche Highlights, für Augen und Seele. Der Westerwald ist klasse.
Für heute verabschieden wir uns, bis zum nächsten Mal
Elke und Jana
Danke für die Erinnerungen an meine frühe Schulzeit. Wir haben die Wolfsteine, ausgehend vom Landschulheim in Unnau regelmäßig besucht. Damals war die Gegend nicht so touristisch erschlossen.
Ach wie schön, ein Abenteuerspielplatz in der Natur. Ich finde solche Erinnerungen immer sehr schön. 👍