Einmal ist immer das erste Mal. Unter diesem Motto führt mich meine Reise nach Plaidt. Ein Krimineller Spaziergang im Rauscher Park ist der Grund dieses Abstechers an meinem ersten Eifelurlaubstag. Kulisse für diesen Spaziergang ist der Rauscher Park, ein sehr idyllischer Abschnitt des Nettetals. Im Roman „Vulkanpark“ der Autorin Gabriele Keiser wird dieses lauschige kleine Tälchen Schauplatz eines grausigen Verbrechens.

Krimineller Spaziergang im Rauscher Park

Vulkanpark in Plaidt
Vulkanpark in Plaidt

Gabriele Keiser liest heute aus ihrem Roman „Vulkanpark“ vor, ergänzt durch Auszüge aus „Ahrweinkönigin“. Als Neuling auf diesem Gebiet steigt natürlich die Spannung, als ich das Gebäude der Vulkanpark GmbH in Rauschermühle 6, 56637 Plaidt betrete.

Ein kleines Grüppchen interessierter Kriminalromanleser/innen versammelt sich, um der Autorin, die uns ohne Umschweife in den kleinen Park hinter dem Gebäude führt, zu folgen.
Park hinter dem Gebäude
Park hinter dem Gebäude

Einen ersten kleinen Einblick in den Inhalt des Romans erhalten wir hier im Park und dann gibt es erst einmal was für die Augen, die Ohren und das Bauchgefühl. Durch eine Absperrung betreten wir den hinter dem Garten liegenden Rauscher Park. Eine Baustelle zwingt zu einem etwas anderen Zugang als den Weg, der für gewöhnlich außerhalb des Informationszentrum über eine kleine Brücke führt

Die Nette in ihrem steinigen Bett - Krimineller Spaziergang im Rauscher Park
Die Nette in ihrem steinigen Bett

Ein wenig bedauere ich zunächst, in Gesellschaft so vieler Menschen hier unterwegs zu sein. Fotografieren an all den Menschen vorbei ist nahezu ausgeschlossen. Also werden viele meiner Fotografien sehr schnell wieder gelöscht, um den Persönlichkeitsrechten der hier Anwesenden gerecht zu werden.

Nicht nur Krimineller Spaziergang

Neben der Absicht uns den Romaninhalt nahe zu bringen, erfahren wir auch ein wenig über die Besonderheiten des Ortes, an dem wir uns befinden.  Von der Römerzeit bis in die Neuzeit wurde auch hier im Rauscherpark Basaltlava abgebaut. Spuren dieser Tätigkeit können wir bis heute finden. Einige Informationstafeln weisen auf besondere Zeichen hin.

Spuren der Keiltaschenspaltung - Krimineller Spaziergang im Rauscher Park
SPuren der Keiltaschenspaltung – Bearbeitungsmethode um Steine zu spalten
Krimineller Spaziergang im Rauscher Park
Die Nette fließt über und zwischen die Steine
Die Nette im Rauscherpark
Die Nette im Rauscherpark

Mir gefällt es gut, dass nicht nur das Buch im Mittelpunkt steht. Gabriele Keiser lässt uns allen genug Zeit die herrliche Umgebung wahrzunehmen. Wobei gerade diese Zurückhaltung den nun folgenden Buchausschnitt die nötige Dramatik vermittelt. Was ist schlimmer, als an einem so von Idylle geprägten Ort über ein Verbrechen, verübt an einem Kind, zu referieren.

Wie alles begann

In der Nähe einer Holzbrücke, die uns wieder einmal über die Nette lässt, packt Gabriele Keiser ihr Buch „Vulkanpark“ aus. Ein Junge wird vermisst und die Vermutung der Mutter, etwas schreckliches sei geschehen, wird bald zu grausigen Gewissheit.

Vorlesen aus dem Buch "Vulkanpark"
Vorlesen aus dem Buch „Vulkanpark“

LÄHMENDER SCHRECKEN  Der idyllische Rauscherpark am Rande der Vulkaneifel ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Groß ist das Entsetzen, als im Flüsschen Nette ein Müllsack mit einem toten Jungen gefunden wird. Was wurde dem Kind angetan? Müssen weitere Verbrechen gefürchtet werden? Kommissarin Franca Mazzari und ihr Team fischen lange im Trüben … Auszug aus „Vulkanpark“

Gabriele Keiser
Gabriele Keiser

Wir stehen dicht an der Stelle, die im Roman beschrieben ist. Eine Gänsehaut überzieht meinen Rücken und die Arme. Vor meinem inneren Auge sehe ich den Müllsack in der Nette, sehe die Haare aus dem sich öffnenden Sack kucken.

Krimineller Spaziergang im Rauscher Park – Und weiter geht es

Doch bevor dieses Gefühl richtig Raum greifen kann, schlendern wir weiter zum Entenweiher. Der ist so schön, dass das schaurige Gefühl schnell wieder verschwindet.
Entenweiher
Entenweiher

Unter weiteren Lesestopps, auch aus dem Buch „Ahrkönigin“ erreichen wir nach gut 1 1/2 Stunden wieder das Informationszentrum.

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Krimineller Spaziergang im Rauscher Park
Ein letzter Blick auf die Nette
Lesestunde mit Gabriele Keiser
Noch ein paar Zeilen aus dem Buch „Vulkanpark“ zum hungrig machen

Krimineller Spaziergang im Rauscher Park – Vulkanpark

Ich kaufe mir das Buch bei Gabriele Keiser, um es während meines Urlaubes, der heute beginnt, genüsslich zu verschlingen.  Mein erstes Mal hat mir gut gefallen. Ich überlege in Andernach am 28. Februar 2020 mit dabei zu sein, wenn es heißt „Krimineller Spaziergang durch Andernach“ DAS ist übrigens mein letzter Arbeitstag, Einen Tag später bin ich Rentnerin.

Zur Person Gabriele Keiser

Die Autorin veröffentlichte ihre sieben Romane beim Gmeiner Verlag. Dort wird sie wie folgt vorgestellt:

Gabriele Keiser, 1953 in Kaiserslautern geboren, studierte Literaturwissenschaften und lebt heute als freie Schriftstellerin, Lektorin und Volkshochschuldozentin in Andernach am Rhein. Ihre Krimis um die sympathische Koblenzer Kriminalkommissarin Franca Mazzari sind eine gelungene Kombination von Spannung und Wissensvermittlung, denn es geht immer um mehr als nur um die Frage nach dem Täter. Gabriele Keiser ist Mitglied im »Syndikat«, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren und war etliche Jahre Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2014 erhielt sie den Kulturförderpreis des Landkreises Mayen-Koblenz.

Schreiben lernen

Seit April 2016 bietet Gabriele Keiser Schreibkurse an. Wenn sie nur nicht so weit weg wäre. Immerhin gibt es einige Tipps, die mir sicher auch gut tun würden. Schreiben ist ja im Grunde auch meine Berufung, neben wandern und fotografieren.

Der kleine Ausschnitt aus ihrem Kursangebot, der mich besondern anspricht: „Ihre Lese- und Schreibkompetenzen werden optimiert und es werden Fragen besprochen, wie: Woran erkennt man gutes und weniger gutes Schreiben? Was macht eine Geschichte aus? Oder auch: Wie finde ich im Alltäglichen das Besondere und wie schreibe ich dies so auf, dass es auch für andere spannend zu lesen ist?“

Heimat findet man nicht im Duden

Dieser Titel erinnert mich sehr an eine Blogparade mit dem Titel „Mein Bild von Heimat“ an der ich einmal teilnahm. Um Heimat geht es auch im Kultur Sommer Rheinland Pfalz 2019. Acht ausgewählte Autoren/innen schreiben ihre Kurzgeschichten zum Thema „Heimat findet man nicht im Duden“ Besonders gepackt hat mich der letzte Beitrag: „Heimkehr“  von Marc Jahnen. Eine Geschichte mit romantischem Anfang…….

Das war mein Tag mit Gabriele Keiser, überraschend und erbaulich bis zum lesen des kleinen Heftchens zum Kultur Sommer. Vielen Dank für die Inspiration!

Abstecher zur Burgruine Wernerseck

Im Anschluss an diese kleine Exkursion habe ich noch Zeit, bevor ich mich in Arft, im Haus Am Raßberg einschecke. Aus diesem Grund möchte ich mir die Umgebung der Burg Wernerseck ansehen. Die Burg ist leider momentan gesperrt. Da muss ich auch noch einmal hin und wandern.

Burgruine Wernerseck / Burg Kelterhausburg
Burgruine Wernerseck / Burg Kelterhausburg
Umgebung der Burgruine Wernerseck / Burg Kelterhausburg
Sehr schönes Umfeld an der Burg
Ausflug zur Burgruine Wernerseck / Burg Kelterhausburg
Die Brücke ist nicht schön, die Felder aber wohl

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