Heute gibt es eigentlich nur Fotos und Video. Mein kleines Naturparadies auf dem Balkon macht mir doch täglich so viel Freude. Ein Kichern kann ich mir so häufig nicht verkneifen wenn in seeliger Eintracht Spechte und Meisen einen Meisenring teilen. Von Futterneid ist im Eifer des Gefechts kaum etwas zu spüren.

Mein kleines Naturparadies

Irgendwann gab vor zwei Jahren eine Kooperation mit Vivara. Seit dem habe ich Unmengen an Meisenringen, Futterhäusern und Futtersilos angeschafft um mein kleines Naturparadies auszustatten. Durch ein sich ziemlich heftig entwickelnden Taubenvorkommen musste ich die Futterplätze reduzieren. Seitdem fliegen hier vermehrt Singvögel aller Art ein. Nun lohnt auch die Teilnahme an den Vogelzählungen des NABU. Einen kleinen Überblick zu dem was hier los ist, inklusive dem Ausfliegen der Jungmeisen aus einem Brutkasten auf meinem Balkon, will ich hier vorstellen.

Spechtfamilien und mein kleines Naturparadies

Buntspecht und auch Mittelspecht finden sich regelmäßig an den Meisenringen ein. Außerdem lassen sie sich gerne mal eine ordentliche Portion Mehlwürmer schmecken. Der kleine Mittelspecht an der Hauswand lässt sich von seinen Eltern noch füttern. Er fliegt schon selbstständig, aber Futtersuche gehört noch nicht zu seinem Programm. Die Blutspechtdame auf dem Balkonboden sammelt Unmengen Mehlwürmer für ihren Nachwuchs.

Auch die Amseln sammeln Mehlwürmer und kriegen den Hals kaum voll. Wobei hier die Herren der Schöpfung erheblich gieriger sind.

Amselmann auf Mehlwurmjagt
Amselmann auf Mehlwurmjagd
Amselmann
Und er hat einen abstehenden Flügel

Meiseneltern und Meisenkinder

Im dritten Jahr brütet auf meinem Balkon, nahe dem Fenster ein Blaumeisenpaar. Eifrig wird ab Herbst der Bau geprüft, um im Frühjahr mit dem Nestbau zu beginnen. Dann beginnt die Brut und das Meisenmännlein schleppt für seine Frau die Raupen an, damit sie möglichst viel auf dem Nest sitzen bleiben kann.

Und dann erklingen plötzlich die ersten piepsigen Töne aus dem Nest. Die werden in den nächsten Tagen immer lauter und fordernder. Das ist der Moment an dem ich vom Fenster morgens kaum weg zu bekommen bin. Fangen die Eltern an die kleinen Meisenkinder mit Futter zu locken, sitzen sie auf den Ästen vor dem Baum und rufen nach den Winzlingen, dann ist der Tag des Nestflüchtens gekommen. Von da an sind die kleinen Meisen Ästlinge, können fliegen, aber noch nicht selber Futter suchen.

In diesem Jahr hat der Eichelhäher eines unmittelbar nach verlassen des Nestes geholt. Es war das letzte aus dem Nest und wollte nicht so recht fliegen. Es hatte keine Überlebenschancen.

So sieht es jetzt aus

Die Meisenkinder sind nun so weit, dass sie selber Futter suchen. Wo suchen sie? Natürlich da wo es leicht zu bekommen ist. Dreimal am Tag fliegen sie in Scharen an und plündern die Knödelvorräte.

Im vergangenen Jahr gesellten sich Amseln und Stare dazu. In diesem Jahr kommen zwar die Alten, aber die Jungvögel habe ich noch nicht gesichtet.

Und die Hörnchen kommen gelegentlich auch, wenn es am Futterhaus ruhiger zugeht. Dann schaufeln sie sich die Nüsse rein und flitzen wieder davon.

Mein kleines Naturparadies
Der kleine Räuber klaut auch das Vogelfutter

Seit dem irsinnigen Betrieb hier,  stelle ich Vogelfutter auch selber her (Beitrag hier im Blog) .

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