Heute stehen zwei Steinbrüche auf der To Do Liste. Der Kratersee Steinbruch Eulenberg in Hennef und der Basalt Steinbruch Eudenberg sind Ziele meiner heutigen Erkundungstour. Wieviel Augenweide dieser Tag für mich bereit halten sollte, das konnte ich im Vorfeld nicht erahnen.

Kurze Strecken laufen, dieser Gewohnheit bleibe ich auch jetzt noch treu. So werden meine derzeitigen Erlebnisse eher Ortserkundungen sein, in deren Umgebung ihr mühelos auch länger wandern könnt. Schon länger habe ich zwei Steinbrüche im Blick, die ich unbedingt mal besichtigen möchte. So passt es, dass ich in Hennef etwas zu erledigen habe und im Anschluss mit Jana Naturwege gehen möchte.

Steinbrüche

Es gibt nach wie vor aktive Steinbrüche in Deutschland, aber mich interessieren naturgemäß eher die still gelegten. Die beiden mit Wasser gefüllten Löcher mit den hohen steinernen Wänden stehen unter Naturschutz. Leider werden diese schützenswerten Bereiche der Natur nicht immer pfleglich behandelt. Müll und rücksichtsloses platt treten der Pflanzen schädigen sehr. Wir haben solches nicht im Sinn, sondern möchten einfach mal schauen, was es zu beobachten gibt.

Kratersee Steinbruch Eulenberg

Die erste, wirklich winzig kleine Runde, drehen wir in Hennef an einem kraterähnlichen See. Bis 1975 wurde hier Basalt abgebaut. Seit 2008 steht der Kratersee Steinbruch Eulenberg unter Schutz und gehört seit 2005 dem NABU Rhein Sieg. Es ist noch früh, die Sonne lässt auf sich warten.

Kratersee Steinbruch Eulenberg
Am Kratersee Steinbruch Eulenberg

Vom kleinen Parkplatz an der Steinbruchstraße in 53773 Hennef führt ein kleiner Weg Richtung Steinbruch. Ohne Wanderstöcke ist solch ein Pfad, der dann an den mit Wasser gefüllten See führt, nicht zu bewältigen. Bei Nässe gilt das besonders.

Kaum erreichen wir das Wasser hören wir auch schon erste Stimmen. Offenbar nutzen einige Ortsansässige die frühe Stunde für ein erfrischendes Bad. Ein gefährliches und verbotenes Unterfangen.

Kratersee Steinbruch Eulenberg
Die Sonne zeigt sich jetzt doch endlich mal – Erste Frühschwimmer tauchen auf

Eine Runde um den „Tümpel“

Keine Lust auf Gesellschaft, drum wenden wir uns wieder ab und umrunden den kleinen Steinbruch. Die Natur holt sich solche früheren Betriebsstätten schnell zurück, überzieht sie mit Gräsern und wilden Blüten. Im Frühjahr blühen Ginster und Weißdorn, ein reizvoller Anblick.

Kratersee Steinbruch Eulenberg
Herrliche Ruhe hier
Am Kratersee Steinbruch Eulenberg
Herrliche Wolkenformationen

Als ich wieder an dem kleinen, dem See vorgelagerten Tümpel ankomme, sehe ich eine junge Frau dort hocken. Sie erklärt mir, dass hier Gelbbauchunken leben. Und ja, ich habe Glück und kann sie fotografieren.

Gelbbauchunken
Gelbbauchunke

Damit ist die erste Runde vollendet, nach gut zwei Kilometern. Wer mag kann sich hier länger aufhalten, es gibt eine Menge zu entdecken. Vielleicht kehre ich im Herbst noch einmal hierher zurück.

Basalt Steinbruch Eudenberg

Ein wirkliches Kleinod der Steinbrüche ist der Basalt Steinbruch Eudenberg. Welch eine Augenweide, nach einem beschwerlichen Weg dort hin. Wer sich auf diese Runde begibt sollte Wanderstiefel tragen und sich nicht vor Matsch und Modder scheuen. Trotzdem würde ich sie, bei besserer Gesundheit, erneut gehen.

  • Start: Luisenstraße, 53569 Buchholz
  • Streckenlänge: 6,6 km
  • Höhenmeter: 124 m
  • GPS Track der Sassenberger Basaltpfade

Die ersten Eindrücke lassen so gar nicht vermuten, auf was ich später treffen sollte. Weiche Wiesenwege lassen Glücksgefühle aufkommen. Sie lassen das Wanderherz tanzen, denn das schlägt nach wie vor in mir.

Steinbrüche
Es fängt ganz harmlos an

Erst einmal Waldwege

Ich habe nicht viel fotografiert, denn die jetzt kommenden Wege erfordern Konzentration. Teilweise sind die Pfade ausgewaschen, von den zahllosen Regenfällen in diesem Jahr. Schmal winden sich die Wege entlang des Hanfbaches. Natürlich ärgere ich mich jetzt, dass die Fotoausbeute so klein ist.

Steinbrüche
Der letzte breite Weg

Neben meiner eigenen Sicherheit sorge ich mich aber bei solchen Situationen auch immer um meine kleine, sehr flotte und leichtsinnige Begleiterin. Anders als mein stoischer Spike damals, ist sie gerne bereit in ihrer Begeisterung mal flott einen Sprung zu wagen. Glücklicherweise spürt sie meine Anspannung und hält sich überwiegend zurück haltend hinter mir auf. Schlau sind sie, unsere Vierbeiner.

Ab hier wird es dann etwas gruselig, denn mein voraus stochernder Wanderstock sinkt um die 20 cm ein. Hier und da liegen dicke Äste, die ein einigermaßen gutes Balancieren ermöglichen, aber Jana stakst durch den Sumpf. Das macht sie richtig gut und sieht anschließend „köstlich“ aus. Sie ist so eine treue Seele, folgt mir ohne wenn und aber durch dick und Matsch.

Nun folgt ein Träumchen

Wir bekommen wieder Wiese unter die Füße und sind ganz nah an der Hauptattraktion des heutigen Tages. Seht selber, es lohnt sich schon deshalb hier her zu wandern. Auch hier haben sich Fauna und Flora breit gemacht, die es zu schützen gilt. Die Seite Lebensräume Eudenberg erklärt es sehr gut.

Sassenberger Basaltpfade - Steinbrüche
Wunderbare Bäume und Wolken und überhaupt
Sassenberger Basaltpfade - Steinbrüche
Näher ran
Basalt Steinbruch Eudenberg
Welch eine Farbe – Ich bin hin und weg
Basalt Steinbruch Eudenberg
Die Wege sind schmal, Jana muss hier frei laufen.. aber das tut sie ohnehin immer dicht bei mir

Ich kann mich gar nicht satt sehen, an diesem Farbenspiel.

Wie schon geschrieben, ich habe Sorge dass Jana in den Steinbruch fällt und ich kann ihr dann nicht helfen. Zudem bin ich selber nicht mehr so eine Bergziege und muss höllisch aufpassen, dass ich nicht ins rudern komme. Also muss Jana, auch außerhalb meiner Sichtweite, sitzen bleiben und das tut sie.

Basalt Steinbruch Eudenberg
Wunderbar
Basalt Steinbruch Eudenberg
Hier sind die Wege so schmal, Hund muss hier weg bleiben

Kurze Zeit später sind wir wieder gemeinsam auf dem Rückweg.

Basalt Steinbruch Eudenberg
Ein letzter Blick auf diese zauberhafte Örtlichkeit

Der letzte Wegabschnitt wird bequemer gelegt

Den Rückweg gestalte ich etwas anders, als es der GPS Track angibt. Mit Rücksicht auf meine angegriffene Gesundheit laufen wir einen Großteil des Restweges auf der Landstraße. Die Blicke in die Landschaft sind dennoch schön.

Und dann landen wir wieder auf dem ersten Stück des Weges. Eine viertel Stunde stehen wir mit einem ortsansässigen Hundehalter auf der Wiese und babbeln. Kurzweilig und interessant war es und belebt das Gemüt. Das Weidevieh steht inzwischen im Hanfbach und kühlt sich die Füße.

Sassenberger Basaltpfade
Da sind sie wieder, die braunen Weidetiere.
Sassenberger Basaltpfade
Da simmer wieder

Und jetzt einmal rum drehen und wir stehen bald am Auto.

Anstrengend war es, ohne Zweifel, aber wuuuuunderschön. Und stolz bin ich dann doch, trotz meiner Einschränkung immer wieder mal solche Tage zu haben und zu genießen. Für heute reicht es aber dann auch. Im Auto liegt die Dose mit Stullen und aufgeschnittenem Gemüse, die ich brüderlich teilend mit Jana verzehre und dann geht es heimwärts.

Es grüßen euch

Elke und Jana

2 Kommentare

Ich freue mich über ein paar nette Worte....

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