Einer der sonnigen Tage Ende April, führten mich in den Westerwald. Die Tongrube Alpenrod habe ich nun schon so oft auf Bildern betrachten dürfen, jetzt möchte ich die selber sehen und ein paar schöne Fotos einsammeln. Das ist mir soweit auch gelungen, aber meine Wegeführung war desaströs und ziemlich mühselig. Wieso? Das werdet ihr hier erfahren.
Die Tongrube, die ich heute besuche, ist eine stillgelegte Kaolingrube Böhmsfund. Über Jahrzehnte wurde hier Kaolin abgebaut, das für die Porzellan- und Keramikherstellung genutzt wurde. Die seltsame Färbung des Wassers resultiert aus der Tonschicht am Grunde des Sees, aber auch aus dem abgelassenen Grundwasser aus dem benachbarten Ton Tagebau.

Solche Färbungen habe ich auch in anderen Tongruben schon sehen können. Hier war die Größe der Tongrube aber beachtlich und, dass sie in Ufernähe betrachtet werden kann. Ich bin jetzt noch hin und weg, wenn ich die Bilder sehe. Aber erstmal zum Start und zu den nötigen Informationen zum Weg.
Tongrube Alpenrod – Wasser Erlebnis Pfad
Start: Wanderparkplatz bei Alpenrod, Mittelstraße, 57642 Alpenrod
- Streckenlänge: des Wasser-Erlebnis Pfades 11,5 km und 215 Höhenmeter
- GPS Track
- Mögliche, von mir aber nicht getestet: die Alpenroder Hütte
Und da ist sie, die Erinnerung an eine Bloggerwanderung im Westerwald, das ist nun schon 10 Jahre her. Eine Rast hatten wir an der Alpenröder Hütte, so hieß sie damals.
Nun aber zu meiner heutigen Runde, die mich aufgrund der zahlreich mit Bäumen zugeworfenen Wege, durchs Unterholz führte. Also IHR wandert besser auf dem offiziellen Wanderweg, den ich oben benannt habe.



Betretungsverbot an der Tongrube Alpenrod
Überall stehen Schilder, dass das Betreten des Geländes verboten ist, daher verkneife ich mir schweren Herzens, die Umrundung des Weihers.

An dieser Stelle würde ich so gerne ein Handyfoto in den Whats App Status stellen und genau an dieser Stelle wird mir klar, mein Handy liegt daheim am Ladekabel. Ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn Frau so alleine unterwegs ist und das Gefühl sollte sich später noch steigern.
Abstecher zum Ton Tagebau
Über Wiesenwege und durch ein kleines Waldstück nähere ich mich dem Tagebaugebiet und mache auch hier ein paar Fotos. Natürlich sind überall Zäune und so verdrücke ich mich relativ schnell wieder.




Und dann wird es wirklich unangenehm, sodass ich auch nur noch wenige Fotos mache. Mein selbst gebastelter Weg führt durch Unterholz, über viel Geäst und Reste von gefällten Bäumen. Die ehemalige Wanderwegelandschaft ist verschwunden.
Irgendwann lande ich wieder auf den üblichen Schotterwegen und an der Alpenroder Hütte, die aber leider geschlossen ist.





Das war für mich ein mit lang andauernden Folgen verbundener Ausflug. Naja, meine Gelenke in Schulter und Ellenbogen schmerzen schnell, und dieses Mal vom Einsatz der Wanderstöcke tatsächlich viele Tage. Dafür gelangen wir aber staufrei wieder nach Hause und das ist doch auch was.
Für euch den Rat, nehmt die offizielle Route des Wasser-Erlebnis Pfad, beachtet aber dass es hier weitgehend über breite und geschotterte Wege geht.
Ich habe noch weitere kleine Touren in der Pipeline, auch mit herrlichen Frühjahrseindrücken. Bis dahin grüßen wir
Elke und Jana