Heute gehen Schneewittchen und die böse Stiefmutter die sieben Zwerge suchen. Der Apfel ist im Gepäck, die Spiegel hängen im Hunsrück nicht an der Wand, sondern an Bäumen. Die Grundvoraussetzungen für das Abenteuer sind vorhanden, also los!
Ach ja, da Märchen manchmal wundersam sind, werden die beiden vom bösen Wolf und der Großmutter begleitet. Wir beginnen jedoch ganz normal mit einem Frühstück……. (nein das Rotkäppchen wird nicht verspeist)

Duennbach Pfad (14)Nach dem ausgiebigen Frühstück im Frühstücksraum der Baunhöller Mühle fotografiere ich mich noch einmal durch das Haus und drumherum, möchte ich doch eine Erinnerung mit heim nehmen

 

 

Duennbach Pfad (44)
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Die Autos werden voll gepackt und bald setzen wir uns in Bewegung um in das unweit, noch vor sich hin schlummernde,  Örtchen Zilshausen. Am Ortsanfang- oder ende, je nach Fahrtrichtung, befindet sich ein großer Parkplatz mit Grillhütte. Von dort startet der Rundwanderweg.

Start: Grillhütte Zilshausen
Streckenlänge: 11,4 km
Höhenmeter: 450m
GPS Track

Duennbach Pfad (46)Tanja erläutert uns auf bezaubernde Art und Weise in welche Richtung wir zu gehen haben 😀
Nachdem alle Klarheiten beseitigt sind, wenden wir uns der von Tanja ausgewählten Richtung zu und ziehen im allseits bekannten Schneckentempo los.

Duennbach Pfad (47)Duennbach Pfad (48)Duennbach Pfad (49)Der Himmel erstrahlt im schönsten Blau, die Temperaturen sind angenehm und schon zu dieser morgendlichen Stunde ist der Wald in herrliches Licht getaucht.  Still ist es hier, wunderbar leicht fühlt sich das Leben an.

Kaum in dieses Grün eingetaucht, landen wir schon an einem ersten Rastplatz mit Blick in die Hunsrückwälder, wir starten ja auf den Höhen des Hunsrück.

Gerade empfinde ich es als Vorteil diesen Wanderbericht im tiefsten November zu schreiben. Wie gut tut es die Farben zu sehen – Kleine Schwärm- Einlage

Duennbach Pfad (53)Duennbach Pfad (56)Die wunderbare, wenn auch etwas lädierte Bank ignorieren wir noch, immerhin wollen wir heute nachmittag noch einkehren.

Ein wenig werden wir mittels Wegezeichen, die wieder reichlich an Bäumen angebracht sind, hinauf getrieben.

Duennbach Pfad (57)Duennbach Pfad (62)Und dann steht sie da, die verführerische, sanft geschwungene Wohlfühlliege.

Tanja wird zum Probeliegen „gezwungen“ und kann sich kaum halten vor lachen, weil Spike ihr andauernd auf die Liege folgen möchte.

Ist wohl wieder seine Fresslust im Spiel.
Noch ein Stückerl weiter und wir erreichen die Aussicht mit dem merkwürdigen Namen „Heierts Stück“

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Heierts Stück

Duennbach Pfad (68) Duennbach Pfad (69) Duennbach Pfad (70)Duennbach Pfad (73)Duennbach Pfad (72)Wir genießen, sieht man oder? Sich aus solch schöner Gegend zu verabschieden fällt schwer.

Noch ist es nicht so weit, und so wandern wir bald weiter und treffen auf

„Spieglein, Spieglein……“, das hatten wir doch gestern schon.

Wir ahnen nicht, dass sich die Geschichte heute fortsetzen lässt-
Duennbach Pfad (80)Duennbach Pfad (82)Ein frisches Wässerchen am Wegrand, nur für uns Wanderer von den Höhen herabgeleitet.

 

 

Duennbach Pfad (84)Hier an diesem kleinen Teich ist die herbstliche Stimmung schon leicht zu spüren. Das Grün ist weniger satt. Im Sommer ein Plätzchen, um die Füße zu kühlen und ein verträumtes Päuschen einzulegen.

Und schon werden wir wieder einmal bergan getrieben.

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Duennbach Pfad (109)Und dann packen wir unsere Schocki-Schnecken aus, die Tanja mitgebracht hatte.

Inzwischen ist sie den Weg des irdischen Schockilebens gegangen, aber dort auf der Wiese haben wir wiederstanden und sie „NUR“ fotografiert.

Duennbach Pfad (110)Duennbach Pfad (111)Diesen riesigen Rastplatz kann man doch nur genießen. Ein alter Bleichbrunnen wurde 2013 durch ein Biotop ergänzt, dass RWE mit einer Spende unterstütze und durch aktive Mithilfe der Lahrer Bürger und Mitarbeiter von RWE verwirklicht werden konnte.

Ein Bleichbrunnen diente früher als Waschplatz für die Frauen, die anschließend die Wäsche auf der Wiesenfläche zum trocknen und Bleichen auf die Wiesen legten.

Der neu entstandene Platz dient uns Wanderern als Ruheplätzchen mit himmlischen Ausblicken in die weite Landschaft und den Bürgern von Lahr als Begegnungsstelle für Jung und Alt.

Duennbach Pfad (112)Durch diese weiten Ausblicke wandern wir nun auch, recht schnurstracks und für manch einen vielleicht etwas „langweilig“, wir genießen das entspannte Dahintreiben lassen.
Duennbach Pfad (115)Duennbach Pfad (118)Wir erreichen den Ortsrand von Lahr und dann ist es wieder seeeeehr schwer Anstand ständig, so ohne Sichtschutz.

Duennbach Pfad (123)Der Herbst grüßte mit den ersten bunten Blättern oder sie sind der allgemeinen Trockenheit zum Opfer gefallen

Da unten der Rastplatz ist ein wenig ungünstig positioniert. Direkt an der Ortsstraße macht es nicht sooo viel Freude dort zu sitzen.

Mag aber auch sein, dass die einen anderen, uns nicht bekannten Zweck hat. Sieht auch etwas unfertig aus, dort.

Duennbach Pfad (127)Duennbach Pfad (129)Eigentlich hatten wir das Gefühl es kommt keine Überraschung mehr und rechnen mit einem relativ unspektakulären weiteren Verlauf . Das sollte nicht so bleiben.

Auf der Schaukel unterhalb der Zwergenhöhle sitzen Zwei, deren Grund für das dort sitzen nicht so klar erkennbar war. Sie sitzen, gucken nicht hoch, scheinen in ein stummes Zwiegespräch vertieft.

Da nicht absehbar war, ob sie gedenken das Schaukelchen zu verlassen, klettern wir den „steilen und anstrengenden“ Pfad nach oben und entdecken…………
Duennbach Pfad (132)Duennbach Pfad (150)Ich roll jetzt das Feld mal von hinten auf, damit ihr wisst wo das folgende Schauspiel stattfindet. Klar dürfte sein, wir sind hier bei den sieben Zwergen gelandet, die sich aber irgendwo, vermutlich in der Höhle, versteckt haben.

Derweil nehmen Schneewittchen und die böse Stiefmutter Platz. Die Stiefmutter hatte, wie ihr bereits vorher im Bericht erlesen konntet, den Spiegel gefragt „Spieglein, Spieglein an der Wand (Baum reimt sich nicht), wer ist die Schönste im ganzen Land?

Die Antwort des Spiegels ihr lieben Leser und Leserinnen, die kennt ihr sicherlich und so nahm das Schicksal, das grausame seinen Lauf.

Duennbach Pfad (135)
Noch erscheint die Atmosphäre zwischen den Beiden gelöst. Doch dann
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Also ich als Aussenstehende sehe den hämischen Blick der Stiefmutter, Schneewittchen scheint mir etwas naiv. Der böse Wolf hat sich einfach dazwischen gefuscht.
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Arglos nimmt Schneewittchen den Apfel, der so rot und verführerisch glänzt
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Hätte sie mal auf mich gehört. Ich rief noch „Schneewittchen lass es“ Aber nein….

Duennbach Pfad (140)Schneewittchen bäumt sich noch einmal auf und fällt dann in tiefen Schlaf.
Den ganzen Mist mit Sarg und Prinzen lassen wir mal weg, ein tüchtiges Schütteln hat geholfen, das Apfelstück flog raus, Schneewittchen wurde das Weiteressen des Apfels (die ist echt lernresistent) verboten. Die sieben Zwerge, unzuverlässig wie nur irgendwas, tauchen sowieso nicht auf.

P1100421Während die Stiefmutter nun den unvergifteten Rest des Apfels verspeist, klettere ich mal ganz hoch hinauf. Anderer Ort, andere Gescchichte, aber es fehlt hier das Rotkäppchen.

 

 

Duennbach Pfad (145)Inzwischen ist das stille Paar weiter gezogen, ich nehme an die Dramatik unserer Darstellung hat sie schlicht gestört. Das kann ich ein klein wenig verstehen, gebe ich zu. Der Todesschrei von Schneewittchen war herzzerbrechend.
Duennbach Pfad (156)Dann werden wieder ein paar Kindheitsträume erfüllt, die beiden Hauptdarsteller in Frieden vereint auf einer Schaukel, kein Spiegel weit und breit.
Wieder einmal beweist der gute Spike, dass er nicht im mindesten Furcht vor Frauen hat, auch nicht wenn sie schaukeln.

Duennbach Pfad (158)Duennbach Pfad (166)Ach Mädels, mit euch ist lachen unfassbar schön 🙂

Wenn die Knipse hoch ging gab es ein Kommando für uns Damen „Bauch rein, Kinn hoch, lachen“ 😀   Ich glaube Foto Nr. 2 ist so entstanden, nur das mit dem Lachen, das ging daneben.

In Verzückung geraten wir, als ein Walnussbaum einfach so in der Landschaft steht und üppig seine Früchte unter den Baum gelegt hatte. Die Rucksäcke angenehm leer, stürzen wir uns auf die leckeren und so gesunden Herbstfrüchte.

Duennbach Pfad (175)

 

P1100442

Duennbach Pfad (179)

Duennbach Pfad (188)Zilshausen ist erreicht und wir genehmigen uns eine Einkehr, vor dem Abschied nehmen.

Nachdem wir Flammkuchen verschnabbuliert und anregenden Kaffee bekommen hatten, ziehen wir die letzten kleinen Schleifen durch die Felder von Zilshausen, um am Ende doch am Startpunkt, der Grillhütte zu landen.
Duennbach Pfad (193)Duennbach Pfad (195)Original Sch… haus 😉 und noch funktionstüchtig, wie mir scheint  ↓
Duennbach Pfad (210)

(c)Tanja VisinskiLetzte Tat, die Fotos von Tanjas SD-Karte auf das Notebook überspielen, damit ich einzelne Aufnahmen mit meiner Person drauf, verwenden kann.

Tanja und Conny fahren jetzt heim und ich darf noch eine weitere Woche an der Mosel verbringen und das bei durchweg sonnigem Wetter.

Ihr lieben Leser.
Ich empfinde es als Geschenk diese Blogberichte jetzt schreiben zu dürfen. Sie geben dem November und den Ereignissen in der Welt wieder etwas Buntes zurück. Mir tut das gut!
In besonders dunklen Zeiten hat der Mensch für gewöhnlich das Bedürfnis nach Licht. Das gebe ich mir hiermit und euch vielleicht auch.
Bis bald im Wald
Elke + Spike

(c)ideemediaZu den Traumschleifen gibt es beim Ideemedia Verlag Wanderführer
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12 Kommentare

  1. Hach, tun diese Bilder jetzt gut! Blauer Himmel, üppiges Grün und gutgelaunte Wanderer in herrlicher Landschaft. Gleich will ich durch Regen und Wind von Arbeit nach Hause radeln; grau in grau… Auch morgen soll mieses Wetter sein. Ich hoffe auf einen sonnigen Samstag 😉

    1. Ja die Bilder haben auch meine Lebensgeister wieder geweckt.
      Es ist herrlich solche Erinnerungen zu haben.
      Mit dem sonnigen Samstag, da bin ich skeptisch, hoffe aber auch darauf.
      Meine Enkelin wird nämlich bei mir sein, da ist gutes Wetter dringend nötig.
      Liebe Grüße und einen schönen Feierabend
      Elke

  2. Elke!!!!, auf dem ersten Foto sehe ich ja aus wie eine Furie ;-). Was tut das gut bei dem ungemütlichen Novemberwetter deinen erfrischenden Bericht zu unserer Wanderung zu lesen. Es war genau richtig so lange mit dem verfassen des Berichtes zu warten :-).

  3. Ohhh wenn wir das gewußt hätten, als wir in Mörsdorf waren, ohh jaa das sind Tolle Bilder,. die auch mir gut tun, das Licht und die Farben sind einfach toll, da es ja noch net lange her ist, kann man sich da noch Prima hineinversetzen.

    PS Der Direktlink zu den Amazon Bücher lässt sich nicht öffnen 😉

    Lg Markus

  4. Hoppla, ich bin entsetzt. Ich dachte doch immer, die 7 Zwerge würden hier bei uns im Siebengebirge wohnen (bei den 7 Zwergen, hinter den 7 Bergen). Dann kann ich ja jetzt aufhören, dort zu suchen. Schöne Grüße, Joachim

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