Lüneburger Heide – Wandern im Land der Heidschnucke

Wo Heidschnucken grasen…..

….wächst kein Gras mehr und das ist auch so gewollt. Diese wolligen Fast-Allesfresser sind das wichtigste Element in der Lüneburger Heide, denn sie grasen weg was diese wunderschöne lila Pracht stören könnte. Sie tun dies, damit sie  effektiv sein können, das ganze Jahr hindurch.

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Bild aus dem Winter am Wilseder Berg

Heide zu jeder Jahreszeit

Trotz widriger Wetterbedingungen hat mir mein Urlaub in der Lüneburger Heide zum Jahreswechsel 2015/2016 ausgesprochen gut gefallen. Der Plan im Sommer dort ein paar Tage zuzubringen war schnell gefasst.

Mit Unterstützung der Top Trails of Germany und der Lüneburger Heide GmbH, im Rahmen des „Blogger-Wander-Monat September 2016“ durfte ich ein Wochenende auf dem Heidschnuckenweg wandern. 

Damit sich die lange Anreise auch lohnt, bucht das Team des Heidschnuckenweges ein Arrangement in der Südheide. Hier starte ich am Samstag auch zu meiner ersten Etappe. Aber zunächst stelle ich euch meine Herberge vor, die für mich ausgesucht wurde.

Zur alten Fuhrmanns-Schänke – Das Naturotel

altefuhrmannsschenkemittags-8Weit ab jeglicher Zivilisation ruht das schöne Gebäudeensemble  an der nur selten befahrenen K21, genannt Dehningshof. Stille, das ist das Merkmal für das „Naturotel„.

Naturotels müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, bevor sie diese Bezeichnung tragen dürfen. Mehr dazu findet ihr auf der Seite der Lüneburger Heide GmbH

Eingebettet in Wiesen, umgeben von Wäldern, nicht weit von einem kleinen Heidegebiet entfernt, kann der Gast von der Hektik seines Alltages abschalten. Der Anblick Gras zupfender Reitpferde in der Abendsonne ist schon allein meditativ zu nennen.

Wenn dann noch gleich an der Terrasse die frechen Spatzen nach Brötchen Krumen suchen, dann fühle ich mich gleich wohl. Spike empfindet wohl ähnlich und räkelt sich erst einmal ausgiebig auf der trockenen Wiese (Gut, dass ich seine Bürste immer im Anschlag habe)

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Das Zimmer ist sehr nach meinem Geschmack eingerichtet und lässt sich mit den großen Fenstern gut lüften. Nach Abladen des Gepäcks schlendern wir ein wenig über das Gelände.

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Wer wandern möchte kann damit unmittelbar am Gelände beginnen. Sowohl einfach so los marschieren und selber Wege suchen, als auch dem bekannten Top Trail „Heidschnuckenweg“ kann der ambitionierte Wanderer seine Wanderschuhe anvertrauen. Wer es ein Stück größer möchte, der nehme den E1 – Fernwanderweg.

Ich werde, zusammen mit Spike, am Samstag die Etappe von hier – Dehningshof nach Weesen wandern. Dazu später mehr.

Am Abend gibt es etwas vom Hirsch, garniert mit lecker Rotkraut. Eine mega köstliches Rhabarber Schorle löscht den Durst.

Vollmondwanderung im Wacholderwald in der Teufelsheide

Freitag ist der erste Tag meines Wochenendes auf dem Top Trail „Heidschnuckenweg“.

An diesem Abend fahre ich nach Schmarbeck zum Wanderparkplatz an der Teufelsheide, um dort an einer Vollmondwanderung durch den dortigen Wacholderwald zu erleben.

Ich kann euch sagen, das war ein richtiges Abenteuer und Katrin Riedel hat dem Ganzen durch ihre ausgeprägt liebenswürdige Art zu einem Event der besonderen Art gemacht. Sie stellt sich wunderbar auf Kinder ein, hat überhaupt keine Berührungsängste und fühlt sich ganz offensichtlich mit der Natur auf besondere Art verbunden.

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Zum Warmlaufen gibt es ein regionales Getränk

Die Landschaft bereitet sich auf ihre Ruhezeit vor. Die blaue Stunde beginnt und taucht des Fotografen Bild in sein typisch blaues Licht. Die Lüneburger Heide erhält dabei noch einmal ein wenig ihrer so herrlich violetten Färbung.

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vollmondwanderungwacholderwald-14Die kleine Gruppe zieht auf den sandigen Wegen dahin. Während der eingelegten Kurzpausen vermittelt Katrin Riedel ihr Wissen über den Wacholder, die Heidschnucken, deren Fressgewohnheiten und die Folgen für die Heide.

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Sie erblickt die Losung eines Wildtieres und bittet die kleinen Naturforscher unter den Gästen um Beantwortung der Frage nach dem Verursacher des kleinen Kothaufens.

Nach einigem Rätseln wird der Fuchs als derjenige identifiziert, der an exponierten Stellen  (wie auch hier) seine Markierungen hinterlässt. Er sagt damit „Hier bin ich zu Hause“

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Sonnenuntergang im Heidegebiet am Wacholderwald

Der Himmel schenkt uns allen einen wundervollen, einzigartigen und schnell vorübergehenden Moment. Die untergehende Sonne hilft ihm dabei und die Wolken machen für ihren Untergang ein wenig Platz am sonst zugezogenen Firmament.

Ich habe noch nie so etwas Wundervolles erlebt. Wenn diese wenigen Minuten doch nur nicht so schnell herum gehen würden. Je tiefer die Sonne sinkt, um so stärker wird die Heide beleuchtet. Dies geschieht nur in einem kleinen Ausschnitt am Himmel und auch in der Heide. Den Blick in die richtige Richtung lenken ist wichtig.

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Ein kleines, munteres Grüppchen ist hier unterwegs. Mit dabei eine dreijährige kleine, muntere Krabbe. Nicht eine Minute still und nicht eine Sekunde quengelig. Wahnsinn!!!!

Fotografieren ist nun ohne Stativ nicht mehr Verlustfrei möglich.

Es werden uns Geschichten serviert, wie  die über den Specht, der in Astgabeln pfundweise Zapfen einklemmt und ausräubert, um sie anschließend auf den Erdboden fallen zu lassen, sodass ein Teppich darunter entsteht. Diesen Ort nennt man gemeinhin „Spechtschmiede“

Wir erfahren, das die Nadeln der Douglasie nach Orange duftet.  Und am Ende bekommen wir eine Ahnung davon, was alles im Wald zu vernehmen ist, wenn man nur ganz still ist. Tatsächlich schaffen es auch die Kleinsten ruhig in den Wald zu lauschen.

Nur der Vollmond, der lässt sich nicht blicken. Zu dicht ist die Wolkendecke.

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Nach ungefähr zwei Stunden erreichen wir wieder den Parkplatz. Spike wartet schlafend im Auto. Der hatte eine Ruhepause verdient, bevor es morgen auf den Heidschnuckenweg geht. Ich fahre todmüde und restlos zufrieden in die Fuhrmannschänke zurück.

Einen Sonnenauf- oder untergang mit der Kulisse dieses Abends, mitten in der Lüneburger Heide sitzend zu erleben, muss traumhaft sein. Danach die Dunkelheit abwarten (wer sich traut) und der Stille zuhören.

  • Wald-Events mit Katrin Riedel
  • Wanderungen ab Wanderparkplatz Schmarbeck
    – Der Wacholderwald in der Teufelsheide, Länge:  4,39 km
    – Der Wacholderwald in der Teufelsheide, Länge:  7,16 km
    – Der Wacholderwald in der Teufelsheide, Länge: 11,89 km
  • Eine große Hilfe bei der Tourensuche rund um den Heidschnuckenweg ist der „Region-Celle-Navigator
  • GPS Track der Vollmondwanderung

Die Wacholderheide ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Bei Nebel mit leichtem Gruselfaktor, bei Schnee ein herrlicher Kontrast des immergrünen Wacholder zum Weiß der Schneedecke und dem hoffentlich blauen Himmel.

Ein paar Eindrücke, die ich wenige Tage zuvor aufnehmen konnte, möchte ich auch noch hier hinterlassen.


Abschied von Dehningshof und der Fuhrmannschänke

Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ist sehr reichhaltig. Obst, aufgeschnittene Gurken und Tomaten runden das rustikale und sehr schmackhafte Sortiment ab. An der Wurst- und Käse Theke werden die Gäste über die Einkaufsquellen der regionalen Produkte informiert.

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Nach dem Frühstück  räume ich meine Utensilien ins Auto und bereite mich auf die erste Etappe auf dem Heidschnuckenweg vor. Hierzu bekommt ihr einen eigenen Bericht.

Für heute verabschiede ich mich ins Land der Träume.

6 Kommentare

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