Ich bin ein ausgesprochen neugieriger Mensch. Nicht so sehr was Leute so machen interessiert mich, sondern mich reizen mehr Orte, die mir im Regelfall bei Facebook oder Instagram vor die Nase fallen. So ist das auch mit der Bevertalsperre passiert. Immer wieder werden mir Bildbeiträge zur recht ausgetrockneten Talsperre angezeigt, die haben mich regelrecht gestalkt. Wer sich mir so anbietet, läuft Gefahr von mir besucht zu werden. Also an einem sonnigen Tag ab nach Hückeswagen Großhöhfeld.
Neben den etwas seltsam anmutenden Uferbereichen interessiert mich auch die Ruine einer alten Brücke, die die Dörfer Klein- und Großhöhfeld mit der gegenüberliegenden Talsperrenseite verband. Nun bleibt sie uns bei „normalem“ Wasserstand verborgen, doch wenn der Regen länger ausbleibt, dann kann man sie nicht nur sehen, sondern ihr sehr nahe kommen. Am Ende meiner kleinen Runde werde auch ich sie entdecken.
Die Bevertalsperre
Mein jüngerer, inzwischen verstorbener Bruder, war lange Gast auf dem Campingplatz an der Bever und damals fühlte sich die Familie dort sehr wohl. Heute macht dieser Platz eher Negativschlagzeilen. Die Bewertungen lassen Übles ahnen. Geld für Sanierung- und Modernisierung fehlt und so steht der Platz möglicherweise vor dem Aus. Wenn sich Verpächter, Camper und Betreiber nicht einigen können, war es das mit dem schön gelegenen Campingplatz. Man darf gespannt sein.
- Start: 42499 Hückeswagen, Großhöhfeld Wanderparkplatz
- Meine Runde hatte 6 km Länge und 110 Höhenmeter (lt. Garminaufzeichnung)
- GPS Track als Grundlage für längere Touren
Die Bevertalsperre ist eine Brauchwassertalsperre. Sie soll den Wasserstand der Wupper ausgleichen. Im Bergischen Land konnte man früher nie ohne Regenschirm raus, dafür war die Region bekannt. Die Talsperre hatte die Aufgabe bei hohen Niederschlagsmengen das Wasser zurück zu halten und damit Städte vor Hochwasser zu schützen. Bei niedrigen Niederschlagsmengen geschieht genau das Gegenteil, der Wupper wird Wasser zugeführt. Mit Blick auf die ziemlich zahlreichen Kläranlagen an der Wupper, ein wichtiges Konzept um die Wupper zu entstinken und sauber zu halten. Hoffen wir auf genug Wasser für diese wichtige Talsperre. Zudem mögen die Wassersportler und Badegäste auch gerne tiefes Wasser.
Wir wandern los
und sehen dann auch gleich das Ausmaß des Niedrigwassers. Die Uferbereiche haben sich auf diese Weise stark vergrößert. Hier haben wir auch den ersten Blick auf die Ruine der alten Brücke.


An Hasenburg vorbei
auf geteerten Wegen, die leider am heutigen Tag etwas überwiegen. Das leuchten der Blätter an den Bäumen und die Temperaturen gleichen dieses kleine Defizit aber wieder aus. Am heutigen Tag ist mir nicht bewusst, dass es für dieses Jahr die vorletzte Runde sein wird. Der Winter wird uns ab Ende November ereilen, und mich die trübe Stimmung dieser Jahreszeit. Davon ahne ich an diesem Tag aber noch nichts und so genieße ich diesen 12. November 2025 sehr.
Ich gebe zu, diese Runde mit wenigen deutlichen Höhepunkten, aber sehr schöner Natur, ist mir nicht so deutlich in Erinnerung geblieben, dass ich viel dazu schreiben könnte. Deshalb gibt es einfach ein paar bildliche Eindrücke. Ich hoffe im Jahr 2026 etwas zeitnäher meine Beiträge zu verfassen, dann klappt das auch mit dem Sieb ähnlichen Gedächtnis. ;-)
Ab jetzt der schönste Abschnitt an der Bevertalsperre
Waldwege, mit cm Hoher Laubschicht, das goldene Licht. Es war bezaubernd. Schaut einfach mal hin.

Und der Schluss Accord wieder dichter an der Talsperre.







Tja, das war eine Kurzform des Wanderberichtes. Für die außergewöhnliche Färbung des Herbstes ein lohnendes Ziel für mich gewesen. Und ab jetzt, Wanderbeiträge 2026, versprochen.
Viele liebe Grüße aus Leverkusen
Elke und Jana
Hallo Elke, ich habe mal zwei Jahre in Wuppertal gearbeitet. Da sagte man immer Petrus heißt hier „Giessbert“ warum nur? ;-) LG Norbert
Ja, das passt so unglaublich gut….🤣🤣🤣🤣 ❤️