Kleine Schätze lassen sich immer wieder auf lokalen Wanderwegen finden. So geschehen auf dem Clemens-de-Lassaulx-Wanderweg in Adenau, der mir überraschend viele wunderschöne Eindrücke bot. Auf die Stadt mit dem Beinamen Johanniterstadt, in greifbarer Nähe zum Nürburgring gelegen, habe ich einige schöne Ausblicke genießen dürfen.

Clemens-de-Lassaulx, nach ihm wurde dieser Wanderweg benannt. Er war Kreis-Oberförster in Adenau und hat einst die Aufforstung der Region durch Fichten und Kiefern unterstützt. Im 19. Jahrhundert war das, ohne Kenntnis der heutigen Klimaverhältnisse, die wohl ertragreichste Waldwirtschaftsart. Aber nun zum Wanderweg, der waldreich aber nicht schwerpunktmäßig durch Fichtenwälder führt.

Clemens-de-Lassaulx-Wanderweg

Adenau und der Addene Jong

Wieder einmal habe ich meine Wanderrichtung frei gewählt, nicht weil ich immer alles anders machen möchte, sondern weil ich schlicht vergessen habe mich vorher zu informieren. Also laufe ich erst einmal durch den Ort mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern. Einiges gibt es zu sehen, unter anderem ein dickerer Mann auf einem Mäuerchen. Seit dem 10.11.2013 sitzt der Addene Jong hier als Sinnbild für den Adenauer Karneval. Mehr zu dem Jecken aus Adenau findet ihr auf der Webseite des Ortes.

Clemens-de-Lassaulx-Wanderweg
Der Herbst rahmt alle Eindrücke wunderschön bunt ein

Der Historische Kreuzweg in Adenau

Im Jahr 1863 aus einer bunten Mischung Steinmaterialien der Hocheifel gefertigt, wurde das Kulturdenkmal Kreuzweg in Adenau. Es ist ein einzigartiger Kreuzweg und lohnt eine sehr genaue Betrachtung. Einige weitere Informationen stellt Adenau auf der stadteigenen Webseite zur Verfügung. Am Eingang zum Kreuzweg ragen zwei Engel mit den Leidenswerkzeugen Christi auf.

Engel am Eingang zum Kreuzweg
Engel am Eingang zum Kreuzweg

Es ist ruhig hier, nur wenige Menschen genießen den herbstlich angehauchten Oktobertag auf den Kreuzweg. Eine sehr besinnliche Stimmung liegt über diesem einzigartigen Kreuzweg. Doch schon bald habe ich das Ende erreicht und tauche in den Wald ein, den Wald den Försters Clemens-de-Lassaulx einst schuf.

Hinauf zur Clemens-de-Lassaulx-Hütte

Zeit habe ich genug, um die herbstliche Stimmung zu genießen. Nur knapp 6 km, allerdings mit ein paar Höhenmeterchen, liegen vor mir. Ich wandere durch einen lebendigen Wald. Die gefiederten Gesellen unterhalten sich aufgeregt, ständig auf der Suche nach den letzten Samen.

Bunte Herbstwelt
Bunte Herbstwelt

Nachdem ich die Steigung des Tages genommen habe lande ich auf 447 m, auf dem Kirchberg. Die Clemens-de-Lassaulx-Hütte ist erreicht. Dort oben wird mir ein weiter Blick auf Adenau gewährt. Der Lärm des Nürburgring erreicht mein Ruhe suchendes Ohr, ein winziger Wehrmutstropfen.

Blick von der Clemens-de-Lassaulx Hütte
Blick von der Clemens-de-Lassaulx Hütte
Blick von der Clemens-de-Lassaulx Hütte
Blick von der Clemens-de-Lassaulx Hütte

Bergab auf dem Clemens-de-Lassaulx-Wanderweg

Tja so kurz ist der Weg, denn nun geht es schon wieder hinunter, dem Ausgangsort zu. Doch der Clemens-de-Lassaulx-Wanderweg schleicht sich sanft aus. Die Höhenmeter, die ich recht steil hinauf wanderte darf ich nun gemütlich sanft hinunter schlendern. Gut für meine Achillessehne. Ebenso waldreich wie er begonnen hat, endet der Clemens-de-Lassaulx-Wanderweg. Wer also Wald so richtig liebt und ein Bad in ihm nehmen möchte, der ist auf diesem Rundweg sehr gut aufgehoben.

Blick auf Adenau
Noch einen Blick auf Adenau
Herbstblätter
Abschied liegt im Herbstblatt

 

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