Heute ist ein guter Tag, heute das ist der 22. August 2024. Heute werden wir erstmals nach längerer Zeit mal wieder außerhalb Leverkusens unterwegs sein, endlich. Die Eschbachtalsperre und Wolffsweg sollen es sein, denn hierüber hat Wanderfreund Rainer bei Facebook berichtet.
Vor einigen Tagen sehe ich Bilder von der Eschbachtalsperre, die ich bereits im Jahr 2013 mal erkundet habe. Seit dem war ich hier nicht mehr unterwegs. Wenn ich meine damaligen Wanderbeiträge betrachte, dann stelle ich fest, ich habe ein paar Dinge dazu gelernt. Nun ja, das waren die Anfänge meiner Bloggerinnen „Karriere“. Heute also Eschbachtalsperre und Wolffsweg, eine kleine, knapp 6 km kurze Runde. Die etwas dauerhaftere Wärme tut den Gelenken gut und meine Bemühungen nach der Covid Infektion wieder auf die Füße zu kommen, machen sich deutlich bemerkbar. Es kann gerne weiter aufwärts gehen und so nutzen wir die Gunst der Stunde und ziehen los.
Eschbachtalsperre und Wolffsweg
Erstmal gibt es ein paar Informationen zum Weg, denn schon die Parkplatzsituation ist eine besondere. Witzig, denn wir parken auf dem Autobahnrastplatz Remscheid an der A1, bzw. dahinter.

- Start/ Ziel: Talbrücke Mebusmühle 1, 42859 Remscheid
- Streckenlänge: rd. 6 km lt. meinem Garmin, Outdooractive mach 5,2 km draus.
- Höhenmeter: 60m
- GPS Track
Vom Parkplatz aus schlendern wir an der großen Informationstafel vorbei und finden sogleich ein attraktives Objekt zum fotografieren. Innerlich bete ich, dass der Hund im Fokus und damit in der Mitte des Herzens bleibt. Knapp geschafft. Erst beim sichten der Bilder fällt mir das Paar im Hintergrund auf.

Wir trödeln, glücklicherweise ist meine Begleitung bereit sich meinem Tempo anzuschließen. Ohne sie wäre ich sicherlich eher auf heimischen Pfaden geblieben, es hat sich viel geändert in den letzten Jahren. Die Spiegelungen auf dem ruhigen Wasser der rundherum eingezäunten Eschbachtalsperre reizt mich natürlich erneut zum fotografieren. Die Farben des Spätsommers , die im Vordergrund stehenden Drüsigen Springkräuter, eine Komposition für´s Auge und Herz.
Erst jüngst wird mir das Wissen übermittelt, dass sowohl die Blüten, als auch die Samen des Springkrautes essbar sind. Ich habe es nur wenige Tage später getestet und notiere diesen Versuch als gelungen.

Wasser begleitet uns heute
Die Eschbachtalsperre ist die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands und ist seit 1892 in Betrieb. Durch Rohrleitungen mit der höher liegenden Neyetalsperre verbunden, kann sie bei Trockenheit durch Zuleitung gespeist werden. Talsperren benötigen zusätzlich einiges an kleineren Zuflüssen und darüber verfügt auch die Eschbachtalsperre. Aus den Hängen fließt es und der Eschbach speist das große Wasserreservoir zusätzlich. Auf der Südseite unserer Wanderroute begegnen wir kurzzeitig dem Töckelhausener Bach, der sich aber schon bald Richtung Eschbach verdrückt.
Wir umrunden die Talsperre östlicherseits etwas großzügiger, queren den Eschbach, bevor wir an der Nordseite weiterwandern und dem leisen gurgeln des parallel verlaufenden Baches lauschen können.

Als wir uns wieder den Wasserflächen der Talsperre nähern ertönen immer wieder die zarten Töne der Wasserhühner. Sie dürfen sich sicher sein ungestört nach Futter suchen, aber auch brüten zu können. Eine feine Sache, so ein Zaun.
Eschbachtalsperre und Wolffsweg
Ein schmaler Weg führt bergan, die erste Steigung auf dieser kleinen Runde und sie endet erstmal an einer Bank und einem Kreuz. Auf der Bank sitzt eine Dame, die nur zu gerne ihre Hände in das flauschige Fell meiner Begleiterin tauchen würde. Doch Jana entzieht sich meist solchen Versuchen. Nun denn, dann reden eben die Menschen miteinander und die Vierbeinerin muss warten… Wie ich ohne den Rückwärtsgang einzulegen auf den Wolffsweg gelange, das erklärt mir die rüstige Dame.
Bevor wir uns auf den weiteren, stetig bergauf führenden Weg machen, lese ich mir noch den Inhalt der Tafel zum Sühnekreuz durch.

Der Wolffsweg
Eine kleine Weile dürfen wir unter freiem Himmel daher flanieren. Das tut so gut.

Und dann sichte ich den mit Holzschnetzeln bedeckten Wolffsweg. Ein Weg der die Arbeiten der Remscheider Forstverwaltung im Rahmen der Waldpflegemaßnahmen auf 1,5 km dem Spaziergänger nahe bringen will. Hier entsteht der Wald der Zukunft.
Der kleine, lehrreiche Spazierweg ist nach dem Leiter des Remscheider Forstamtes Markus Wolff benannt, der inzwischen verstorben ist.

Mit dem Smartphone, waldgerechten Schuhen und sicherem Tritt geht es über einen etwa 1,5 Kilometer langen Rundweg. Stationen, die mit dem WolffsWeg-Symbol gekennzeichnet sind, bieten Informationen per QR-Code. Der Waldweg ist gut zugänglich, aber nicht barrierefrei. Für Kinderwagen, Rollstühle oder Personen mit Gehhilfen ist er leider nicht vollumfänglich geeignet*. Bitte beachten Sie: Das Betreten des Waldes erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Zitat: https://www.wolffsweg.de/
Ob nun lesend über die Webseite oder hörend über den QR Code. Wir erfahren warum manche Bäume hinter Gittern wachsen und weshalb alte Buchen aus dem Buchenwald entnommen wurden. Es gibt einiges Wissenswerte, dass hier erfahrbar gemacht wird. Tricks, die sich die Fostwirtschaft ausdenkt, wie zum Beispiel das anmalen der Bäume, sind wichtig für den Erfolg vieler Maßnahmen. Wirklich spannend und sehr gut umgesetzt, der Wolffsweg.
Über den Staudamm zurück zum Start
Meine Route hat nicht alle Stationen des Weges erfasst, das lässt sich aber jederzeit nachholen. Uns hat es Freude bereitet auf den angenehmen Wagen zu spazieren und dabei noch wissenswertes zu ergattern. Der Rest ist Peanuts, nur über den Staudamm und dann links weiter bis zum Parkplatz. Ein paar Einblicke noch und dann seid ihr schon am Ende des Beitrags.



Ich wünsche euch allen einen tollen Abend
Es grüßen euch
Elke und Jana