Wie lange habe ich nach Informationen gesucht, die mir etwas zu einem exponierten Platz oberhalb des Felsenkeller erzählt. Endlich, mit neuem Denkansatz und dank der Sanierung des ehemaligen Ausfluglokal Felsenkeller, wurde ich fündig.
Heute waren Wolken angesagt, aber in Leverkusen zeigt sich die Sonne an fast blauem Himmel. Spontan beschließe ich mit Jana nach Altenberg zu fahren, um dort noch einmal dieses Tuffsteintürmchen anzuschauen. Nun ja, in Odenthal Altenberg scheint die Sonne nicht, aber wir sind ja unerschütterlich und bleiben.
Der Felsenkeller
Haus Felsenkeller erhielt seine heutige Gestalt, nachdem der Erstbau abgerissen wurde. Man lockte mit Außengastronomie und einer Aussichtsplattform der Prinzengrotte mit spektakulärem Blick über Altenberg. In der Folge profitierte der Betrieb vom aufkommenden Ausflugstourismus, von Sommerfrischlern, die der Enge und dem Schmutz der Großstädte zu entkommen suchten. „Kölnische Rundschau“

Schon viele Jahre steht das Haus ungenutzt herum, verfiel mehr und mehr. Die Flutkatastrophe im Jahr 2021 hat dann noch einmal erhebliche Schäden verursacht. Die sonst so brave Dhünn erhob sich deutlich aus ihrem Bett und riss mit, was nicht fest genug saß. Sie drang auch in die Räume des ehemaligen Ausflugslokales, wie in so vielen Gebäuden in der Region. Zwischen 2021 und 2023 hat man diese Flutschäden beseitigt, aber das Gebäude hat noch weiteren, erheblichen Sanierungsbedarf. Soweit ich das einschätze, ist das ziemlich undichte Dach inzwischen restlos saniert. Der letzte Eintrag zum Gemäuer auf den Seiten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz


Der Prinzenplatz
Im September 2020 erhielt die Gemeinde Odenthal den Zuwendungsbescheid
„Heimat-Zeugnis“ für den Prinzenplatz, in Höhe von 141.977 € (Wer denkt sich so eine krumme Summe aus?) Ich zitiere die Rheinischen Anzeigenblätter:
Der Prinzenplatz hat für Altenberg eine besondere Bedeutung. An
dieser Stelle konnten die Odenthaler Bürger einst den preußischen
König Friedrich Wilhelm IV. davon überzeugen den Wiederaufbau des
stark beschädigten Doms aus der Staatskasse zu unterstützen. Unter
der Bedingung, dass das Gotteshaus künftig simultan von der
katholischen und der evangelischen Gemeinde genutzt wird.

Der Platz ist schön und der Blick auf den Altenberger Dom zu jeder Jahreszeit ein Hingucker. Für mich geht es jetzt aber auf sehr unwegsamem Pfad zur Kronprinzen-Grotte. Ich gebe zu, solche Wege sind für mich noch ziemlich tricky, aber ich habe es geschafft. Neben diesem eigenartigen Türmchen, dass scheinbar zum Areal des Felsenkeller gehört, finde ich alte Mauerreste und Steine, die Grenzsteine sein könnten.




Und wieder auf dem Weg zurück, wenden wir uns nach links und wandern Berg an. Einige scheinbar leer stehende Häuser sind dort zu entdecken.




Ich gebe zu, diese steilen, nach Regen glitschigen Wege, sind noch nix für Ommas frisches Hüftgelenk. Aber spannend ist es ja doch immer wieder. Und das war es auch für heute. Mein spontaner Ausflug dauerte gerade mal eine Stunde. Hier in Leverkusen scheint die Sonne noch immer. Tja….
Also ihr Lieben, bis bald im Wald, Wiese und so weiter
Elke und Jana