Angeregt durch Wanderfreund Rainer, besuche ich im Juli eine der von ihm so begeistert beschriebenen Talsperren in der Region Ennepetal. Heute zieht es mich zur Heilenbecke Talsperre. Am Ende landen wir an der Klütinger Alm, die in diesem Jahr ihr 20stes Existenzjahr feiert.
Ründchen an der Heilenbecke Talsperre
Ich habe mir eine kleine Runde heraus gesucht, die mich auch ein wenig ins Umland führt. Das wunderbare ist, am Wochenende können Spaziergänger und Wandersleut an der Klütinger Alm eine Pause machen. Das lohnt sich, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Informationen
- Start: 58256 Ennepetal, Heilenbecke Talsperre
- Streckenlänge: 7,2 km mit kleinen 130 Höhjenmetern
- GPS Track
- Klütinger Alm: 42477 Radevormwald, Filde (ab da den Hinweisschildern folgen)
Parken
Vor ab die Information für Autofahrende. Der Parkplatz ist riesig und kostet gerade mal einen Euro für ein Tagesticket. Mit der Kennzeichenerfassung ist es leicht, eine vergessene Zahlung der Parkgebühr über den QR Code zu leisten. Hier wird auch angezeigt, ob man schon gezahlt hat. Wenn ich so manche Rezension bei Google lese, wenn sich Menschen beklagen, dass die Wege nach Regen matschig sind oder der Parkscheinautomat angeblich nicht gefunden wurde, dann erkenne ich den fehlenden Realitätsscheck mancher Menschen. Wer nicht zahlt, zahlt min. 40 Euro Strafe. Bah, das war lang und lenkt vom Spazierwandern ab.

Schon der kurze Weg über die Staumauer schenkt mir wunderschöne Ansichten. Der blaue Himmel, die warme Luft, das Singen der vielen Vögel…welch ein Genuss für Herz und Seele.



Hoch hinaus
Nach einem kleinen Stück auf der Uferseite, die ich heute nicht tangiere, schlendern wir wieder zurück, biegen rechts ab auf einen leicht ansteigenden, schmalen Pfad.


Wir trödeln und das tut bei der Witterung so gut. Der Sommer ist ja zuweilen recht anstrengend, aber die Gelenke freuen sich über die Temperaturen schon sehr. Na und gerade weil wir so langsam und auch recht leise unterwegs sind, nimmt das Böckchen vor uns nicht wahr, dass es beobachtet wird.

Jana steht vorbildlich, aber im hohen Maße interessiert und irgendwann dreht das Wildtier seinen Kopf und springt rechts weg in die Botanik. Wir bummeln weiter durch diese herrliche Natur, immer Richtung Herminhausen.


Ich kann nun gar nicht so viel zum Weg erzählen, denn hier heißt es, einfach genießen.
Bergische Landwehr
Ein Wall- und Grabensystem, vermutlich von Adolf VI. von Berg (1308-1343) als Grenze zwischen den Herrschaftsbereichen der Grafen von Berg und derer von der Mark geschaffen. Dieses Bodendenkmal, welches später auch die Grenze zwischen Westfalen und dem Rheinland markierte, erstreckte sich über eine Länge von ca. 15 km
vom Tal Ennepe bis zur Wupper. (So steht es auf einem Schild)
Ich hätte hier eher auf eine Piste für Mountainbiker getippt ;-)

Wandern unter freiem Himmel
Jetzt müssen wir eine Weile Teerwege laufen.

An einem Milchviehbetrieb schlendern wir vorbei. Die Stallungen sind rappelvoll mit Milchkühen. Die Kälber leben in Gruppen, aber auch relativ beengt. In letzter Zeit fallen mir die aus meiner Sicht suboptimalen Haltungsbedingungen auf. Das macht mich traurig.
Während ich so vor mich hin schlendere, mache ich mir wieder einmal Gedanken um mein Konsumverhalten, beinahe fleischlos, aber doch gerne mit Milch und Käse. Letztendlich ändert es auch nicht viel, dass ich Bioprodukte und Weidemilch bevorzuge.
Klütinger Alm
Seit zwanzig Jahren gibt es diese Jausestation. Nach meiner heutigen Runde werde ich dort einkehren und Kaiserschmarrn verzehren. Ein paar Mitbringsel leiste ich mir ebenfalls und der Kaffee ist m.E. ultra lecker


Weiter geht es, wieder Richtung Heilenbecke Talsperre
Herrliche Landschaft schenkt uns der Weg. Jana läuft, anders als es die Regel ist, mal vor mir. Oft schleicht sie nach 5-6 km Unterwegssein hinter mir her.




Kaum haben wir uns nieder gelassen, tauchen zwei Frauen auf. Wie so oft auf meinen kleinen Touren, kommen wir ins Gespräch. Wir diskutieren über Brot backen, sammeln von Kräutern und den Ergebnissen der Marmeladenherstellung. Mädesüß hat die eine in ihrer Hand. Die andere schenkt mir ein paar frisch gepflückte Himbeeren. Es war so eine interessante und lebendige Unterhaltung. Meine eigentlich eher zurückhaltende Art zu leben fällt von mir ab, wenn ich unterwegs bin. Tut mir sehr gut
Endspurt, es ist nicht mehr weit. Wir laufen auf der westlichen Seite der Talsperre wieder Richtung Parkplatz. Ihr bekommt noch ein paar Bilder für die Augen zum Rest des Weges.
Tja das war es. Der kleine Abstecher im Anschluss, zur Klütinger Alm, bereichert diese kleine Auszeit. Freundliche Menschen bewirtschaften die Jausenstation. Sowohl Außengastronomie, als auch Innenbereich lädt zu einer Pause ein.
Ich verabschiede mich für heute, bin froh diesen Beitrag endlich fertig gestellt zu haben.
Bis bald im Wald, es grüßen euch
Elke und Jana
Schöne Fotos, schöne Tour – in der Klütinger Alm waren wir von einiger Zeit auch, allerdings empfanden wir es als sehr teuer und es gab nur Pappbecher.
Ja, zu dem Preisen konnte ich jetzt nicht so viel sagen, weil die anlässlich ihres Jubiläums die Preise halbiert hatten. 🫣