Heute verabreden wir uns zum Herbstwandern im Bergischen Land. Nicht weit von unseren Wohnorten entfernt, in Burscheid Dierath, treffen wir (Tanja und ich) uns. Nur gut acht Kilometer, die wenigen Sonnenstunden nutzend, wollen wir unterwegs sein. Spektakulär ist unsere kleine Runde nicht, aber sehr entspannend.

Herbstwandern in Burscheid Dierath

  • Start/ Ziel: 51399 Burscheid, Dierath 30
  • Streckenlänge: 8,2 km
  • Höhenmeter: 85 m
  • Einkehr im Claashäuschen möglich
  • GPS Track und Karte zum Ausdrucken bei Outdooractiv
  • Mehr Wanderungen im Bergischen Land im Blog
Herbstwandern in Burscheid Dierath
Wunderschöne Fachwerkhäuser stehen im kleinen Dierath

Das kleine Dierath zeigt sich besonders mit bergischem Charakter. Überall stehen die schönsten Exemplare des typischen Fachwerks der Region. Vor lauter plappern habe ich jedoch wenige Fotos von diesen schönen Eindrücken gemacht. Viel zu lange waren Tanja und ich nicht mehr gemeinsam unterwegs. Da ist es nur zu natürlich, dass die Babbelguschen nicht stille stehen.

Der Herbst färbt die Natur bunt

Wiesen- und Waldwege schenken uns kunterbunte Eindrücke. Auch wenn die Kommunikation kaum mal abbricht, der Blick für die umgebende Landschaft bleibt natürlich unser Begleiter. Kühe grasen friedlich auf den kargen Wiesen, heben nicht einmal die Köpfe. Die Farben des Herbstes haben sich hier und da schon niedergelassen.

Kühe auf kargen Wiesen
Die beachten uns nicht im geringsten
Herbstwandern
Der Bergische Weg verläuft auf diesen Wegen

Ein wenig sorgen wir uns um eine recht traurig wirkende Kuh. Sie lässt den Kopf hängen, hebt immer wieder ein Hinterbein und tritt auf der Stelle. Glücklicherweise kommt eine Nachbarin des Bauern vorbei, registriert die merkwürdige Haltung und verspricht dem Besitzer zu benachrichtigen. Wir schlendern also gemütlich weiter Richtung Romberg.

Herbstwandern in Burscheid
Ziemlich viel Wasser auf den Wegen
Herstwandern
Ganz offensichtlich ist der Herbst eingezogen

Teiche – Quellen  – Ölbach

Wir passieren die Fischteiche in Oberölbach, wandern an der Grunder Quelle vorbei, die sich unter dem schmucken Fachwerkhaus verbirgt.

Herbstwandern im Bergischen Land
Teiche in Oberölbach
Grunder Quelle
Fachwerkhaus über der Grunder Quelle

Das große Gelände des Grunder Hof kenne ich schon von so vielen Wanderungen. Der Hofladen hat am heutigen Sonntag seine Türen geschlossen. Die Hühner im großen Auslauf haben viel Platz zum scharren, picken und sandbaden. Das glückliche Leben freilaufender Hühner.

Wir nähern uns hinter dem Grunder Hof wieder dem Wald.

Herbstwandern im Bergischen Land
Ab in den Wald und an den Ölbach

Wenn Bäume den Halt verlieren

In den Wäldern liegen schon die dicken bunten Blätterteppiche. Nicht immer ist es jahreszeitlich bedingter Laubfall, der für diesen weichen Belag sorgt. Der dritte extrem trockene Sommer hat viele der Waldriesen veranlasst früh das Laub abzuwerfen.

Sonniger Herbstwald
Herbstwandern …eindeutig

Nicht nur frühzeitiger Verlust des Blätterkleides ist die Folge des veränderten Klimas. Viele Bäume verlieren ihren gewohnten Halt im Boden und kippen mitsamt dem Wurzelwerk einfach um. Das Bild der riesigen Wurzelflächen zeigt sich in den Wäldern und auch hier am Ölbach.

Wurzelwerk am Bach
Riesige Wurzelflächen

Eine Weile stehen wir hier, staunen über diesen Anblick. Beim fallen der Büsche und Bäume hat sich das gesamte Wurzelwerk verschoben und aufgerichtet. Die frei gewordene Fläche nutzt der Ölbach  für einen leicht veränderten Verlauf.

Ein kleiner Bach und umgestürzte Bäume
Von der anderen Seite betrachtet

Herbstwandern auf dem Obstweg

Inzwischen wandern wir auch auf dem Obstweg, ein schöner kleiner Weg für alle Jahreszeiten.  Am Claashäuschen könnten wir einkehren, wären wir nicht zu früh unterwegs. Kaffee, Kuchen, Waffeln, aber auch Deftiges bietet das Restaurant an. Die Strandbar peppt den Außenbereich sichtbar auf.

Claashäuschen
Claashäuschen mit Biergarten

Am Reiterhof vorbei landen wir auf einem Feldweg, entlang abgeernteter Maisfelder und vereinzelt gepflanzten und mit Infotafeln bestückten Obstbäumen. Mit Blick auf die „Schöne Aussicht“ wandern wir langsam wieder unserem Startpunkt entgegen. Über eines der Stoppelfelder blickend, entdecken wir den Kölner Dom.

Wir hatten Glück mit unserer kleinen Runde. Entspannt wandern, ohne viele Höhenmeter mit Gesprächen die ein Buch füllen könnten. Das Wetter war gnädig gestimmt und warm genug war es auch. Was will das Herz mehr?

 

2 Kommentare

    1. So schön die Wanderung war, hier brauchen die Böden dringend Wasser. Sturm kann aber ruhig weg bleiben.
      50 Liter ist echt ne Menge :O

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