Schon länger möchte ich eine Runde widerholen, die ich 2018 mal erkundet habe. Besondere Orte sind die Motte Kippekausen und der Saaler Mühlenteich, sowie die Zeltkirche in Kippekausen. Das bunte Herbstlaub, ein wenig Sonnenschein, ideale Voraussetzungen für herrliche Fotos. Voraussetzung ist allerdings ein gut geladener Akku in der Kamera. Tja ratet….. Der einzige Akku, der sich beim spazieren gehen selbstständig auflädt, ist der seelische und das ist gelungen.
Schon nach wenigen Fotos vor Ort stelle ich fest, eine ausgiebige Fotosession wird das nicht. Also wird sparsam geknipst und die Runde nicht vollständig gelaufen. Lieber komme ich morgen noch einmal her. Die Motte Kippekausen haben wir also am ersten Tag ausgelassen, den See jedoch komplett umrundet. Herrliche Eindrücke hat der Rest Akku uns auf den Chipp laden lassen

Motte Kippekausen und der Saaler Mühlenteich
- Start: Parkplatz am Saaler Mühlenteich, Golfplatzstraße, 51427 Bergisch Gladbach
- Streckenlänge mit der Motte Kippekausen 5,1 km
Redezeiten
Die Würze dieses Ausfluges lag in den Gesprächen mit Menschen, denen wir begegnet sind. Mit einem sympathischen Herrn in meinem Alter dauerte das Gespräch fast 45 Minuten. Das ist für mich dann doch ein Rederekord. Neben den sonstigen Begegnungen mit Hundehalterinnen kommen wir auf ca. 1 Stunde, 15 Minuten Standzeit. Das wäre mir vor 10 Jahren niemals passiert, da war nach längsten 3 Minuten Schluss mit der Kommunikation. Sollte ich diese neue Art des Unterwegsseins vielleicht umbenennen in Standzieren oder so? Egal, mir tut es gut, diese Mischung aus Naturerleben und Kommunikation.

Mir ist aufgefallen, wie intensiv die Nutzung durch Schulklassen und Kindergartengruppen ist. Der nahe am Parkplatz gelegene Spielplatz wird intensiv genutzt und ebenso auffällig ist, dass dort kein Müll herumliegt.

Der Saaler Mühlenteich
Der Mühlenteich ist künstlich angestaut und war einst ein Braunkohlentagebau. Die Abraumhalden hinterließen die teils welligen Geländeformen hier. Die ersten Höfe wurden wohl im 9. JH gebaut und der letzte 1969 abgerissen. Wie so oft in der Geschichte, entstand irgendwann ein Naherholungsgebiet. Ein herrlich angelegter Spielplatz, eine Grillhütte und die Inseln im See, die ein Paradies für Wasservögel sind, machen diesen kleinen Ort zum Wohlfühlort, auch für Bürger angrenzender Gemeinden. Mehr zur Geschichte: Grube Consolidation Alfred

Die Fotos von unserem ersten Besuch gibt es jetzt, bevor ich den weiteren Wegeverlauf Richtung Motte Kippekausen bildlich dokumentiere.
Ohne Sonne zur Motte Kippekausen
Am darauf folgenden Tag machen wir uns erneut auf die Socken. Dieses Mal nehmen wir uns die gesamte Strecke von 5,1 km vor. Die Wolken hängen tief und der Wind rüttelt an Kleidung und Laub. Wie unterschiedlich die Farben des Herbstes wirken, wenn das Wetter eher trübe ist, wird auf den Bildern sehr deutlich. Mir gefallen sie trotzdem, das Bunt der Jahreszeit zaubert doch immer wieder attraktive Bilder.



Die Motte Kippekausen
Die Grundmauern und der die Motte umgebende Wassergraben existieren noch. Der Rest ist Geschichte. Ende des 9. Jahrhunderts ist diese kleine Siedlung vermutlich entstanden. Urkundlich erwähnt wird sie erst 1404. Seit 07.10.1982 ist sie eingetragenes Bodendenkmal. Auf den Schildern steht einiges mehr zur Anlage.






Ich bin immer wieder beeindruckt, was in manchen Städten an Geschichte zu finden ist. Hier stehen Mehrfamilienhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft, eine gut befahrene Straße dicht dabei. Dann entdeckt man dieses Kleinod.
Die Zeltkirche Kippekausen
Diese außergewöhnliche Form einer Kirche hat ein Architekt mit Namen Georg Rasch entworfen. Das Das Ev. Gemeindezentrum Kippekausen hat es 1967 nach diesen Plänen umgesetzt. Hell und freundlich wirkt der Innenraum, in dem zur Zeit meines Besuches eine Gruppe Kinder saß. Ein so angenehmer Ort für gemeinsame Zeiten. Wer nach draußen schaut, erblickt einen Teich. Bis ich diese Aufnahme auf meinem Kamera Chip hatte, dauerte es eine Zeit. Der Herbst ist gnädig und schenkt wunderbare Perspektiven.

An Parkplätzen vorbei schlendern wir wieder Richtung Wald.

Wenig weiter finde ich ein Waldkindergarten, der am heutigen Tag gut besucht ist. Kürbisse wurden ausgehöhlt und Schnitzereien vorgenommen.

Weiter spazieren wir durch das bunte Herbstlaub. Viel mehr Fotos gibt es nicht, es ist bunt, es ist immer schön und manchmal muss die Kamera zu Gunsten der Gelassenheit, mal in der Tasche bleiben. Hin und wieder ist sie aber doch neugierig und kassiert den ein oder anderen Klick.




Nun ja, das war es dann auch schon. Für heute verabschiede ich mich und grüße alle Leser und Leserinnen und Jana winkt euch mit der Pfote
Oh wie schön! Ich bin sehr gerne dort unterwegs. Die Motte und auch die Zeltkirche entdeckte ich zufällig. Mein „Hausbäcker“ befindet sich in Refrath. Auch zufällig entdeckt, als ich mal meine Wanderschuhe zu einem Schuster in der Nähe brachte: Preis-Leistungsverhältnis grandios!!!!
Immer, wenn ich wieder Brote brauche, hole ich zuerst diese. Verfrachte sie in meinen Rucksack und mache dann meine Runde oder Strecke. Je nach Lust und Laune. Ich fotografiere gern und viel, so dass ich manchmal die Zeit vergesse … Abschalten, Seele baumeln lassen und Energietank aufladen.
Die Straßenbahn bringt mich dann schnell wieder nach Hause.
Lieben Gruß aus Köln.
Liebe Sabine, es ist so schön von dir zu lesen, die Art wie du schreibst, diese durchscheinende Fröhlichkeit und der Optimismus.
Und ja, über das fotografieren kann ich ebenfalls die Zeit vergessen. Jetzt, da ich nicht mehr so lange Strecken laufe, gelingt mir das noch viel mehr, mich einfach auf Langsamkeit einzulassen. Das mit dem Schuster ist ja interessant, ich habe nur noch ein paar wanderstiefel, die möglicherweise aufgrund von Nichtnutzung irgendwann mal schwächeln, da ist ein guter Schuster da möglicherweise die Rettung. Brot backe ich ja schon seit geraumer Zeit sämtlich selber, augenblicklich ist gerade ein Vollkornroggenbrot in der Gärung. Rente ist eine wundervolle Zeit.
Liebe Sabine ich hoffe bald wieder von dir zu lesen. 🥰
Liebe Grüße
Elke
Sehr anregende Bilder, man möchte sofort loslegen… aber ich wohne zu weit weg ;) Andererseits zeigt sich bei deinen Unternehmungen immer wieder, dass es überall viel zu entdecken gibt. Freue mich auf mehr!
Liebe Martina, ich bin sehr oft fußläufig in der nahen Umgebung unterwegs. Obwohl ich ja in der Stadt wohne findet sich immer ein Plätzchen Grün. ❤️
Ganz liebe Grüße Elke
Wunderschöne Flecken in der Natur. Wie armselig müssen sich da die Menschen fühlen, die in einer Großstadt leben – umzingelt nur von Asphalt, Beton und Pflaster ?