Süßer Honig und sanfte Riesen – Bergisches Land

Das Bergische Land hat bei mir in diesem Jahr eine besondere Aufmerksamkeit. Mein Blog dagegen wartet täglich auf Buchstaben um sie zu Worten und Sätzen zu formen, die in ihrer Gesamtheit einen Blogartikel hervorbringen sollen.

Doch zu mancher Zeit fehlt es an Energie. Wenn Ereignisse im Leben Kräfte zehrend sind, dann muss an anderer Stelle eine Weile gespart werden. So stelle ich diese und möglicherweise auch die nächste noch offene Wanderbeschreibung in verkürzter Form vor.

Vor einiger Zeit wanderte ich in der Region Hückeswagen. Eine kleine…….

Tippeltour aus dem Buch „Das Oberbergische Land“

  • Start/ Ziel: Grünestraße, Hückeswagen
  • Streckenlänge: 10,6 km
  • Höhenmeter: 228 m
  • GPS Track

Ein kleiner Wanderparkplatz steht für Wanderwillige an o.g. Adresse zur Verfügung. schräg gegenüber der Hager Gaststätte. Flott lande ich so auch auf meiner kleinen Runde, die ich mir als GPS Track aus dem www organisiert habe.

In der Mul (3)

Der Farn steht hoch, blühende Sommerblumen allerdings, machen sich rar. Die seit vielen Wochen herrschende Trockenheit macht sich in relativ eintönig grüner Botanik bemerkbar, wobei mir persönlich auch die Farbe grün als Solitär sehr behagt.

In der Mul (8)

In der Mul (9)
Am Mohlsbach herrscht Ebbe
In der Mul (11)
Es gibt Lichtsituationen, die lassen einfach wegträumen ❤

Bäume mit solch einer weichen Moosschicht verführen zum anfassen. Ein kleiner Schauer rieselt über meinen Rücken, als ich meine Hände auf den Baumstamm lege.

In der Mul (20)
Moos an einer Buche
In der Mul (24)
Schmale Wege unter dem Blätterdach

Es knackt rechts neben mir, erschrocken fahre ich herum und entdecke ein paar Rinder, die gemächlich an dem Grünzeug mümmeln. Sie scheinen den Schatten sehr zu genießen

In der Mul (29)
Wald-Kühe

Oberburghof und Niederburghof

Ein wenig Abwechslung in den Wegeverlauf bringen die nun folgenden Feldwege. Die Sonne wärmt meine Haut, ein leichter Wind streicht über die Felder und lässt die Halme der trockenen Gräser sachte hin und her taumeln.

Alle Weidetiere leiden unter massiver Insektenplage. Die Pferde haben ihre eigene Taktik die lästigen Kleinsttiere zu verscheuchen. Sie stehen Kopf an Schweif und lassen sich so die Köpfe frei wedeln, auch wenn diese Maßnahme immer nur Sekunden hilft.

Die Rinder wackeln beharrlich mit den Öhrchen und bieten so ein lustige Bild, hin und wieder hilft ein kräftiges Schnauben, um ein Sekündchen Ruhe zu haben.

Auf dem Weg nach Niederburghof tauchen neben netten Gehöften auch Wolken am Himmel auf. Doch immer wieder schafft es die Sonne Lücken zu reißen und so bleibt es warm.

Durch die Mul zur Purder Mühle und dem Honig

Ich durchwandere die Mul und erreiche bald Purd und die Purder Mühle. Ein sehr hübsches Gebäude, das ich schon so oft fotografierte. Bisher hatte ich nie Platz genug im Rucksack, um mich dort mit Honig zu versorgen. Heute gedenke ich jedoch dem mageren Rest an Honig, der daheim im Glas auf den baldigen Verzehr wartet.

Ein rüstiger Herr ist im Garten beschäftigt, so dass ich leichtes Spiel habe auf mich aufmerksam zu machen. Fix sind wir uns einig, ein Glas Heidehonig und ein Glas Waldhonig wandern in meinen Rucksack. Heute, rd. 2 Wochen nach meinem Besuch bei dem freundlichen Wanderimker, ist das Glas schon deutlich von Inhalt befreit.

Neben dem köstlichen Honig genieße ich ein angeregtes Gespräch über die Mühle, über die erfolgten Sanierungen derselben, über die einheimischen Vögel, die er hier beobachten konnte, unter anderem auch der begehrte Eisvogel.

Am Purder Bach

Herrlich, war der Plausch und eher unwillig mache ich mich irgendwann dann doch weiter auf meinen Weg, der mich nach einer Weile an der Kreisstraße entlang wieder in den Wald führt. Lange Zeit begleitet mich nun das mehr oder weniger plätschernde Geräusch des Purder Baches, der momentan sehr wenig Wasser führt.

In der Mul (80)

Auf dem Abschnitt vor Großkatern wachsen riesige Himbeersträucher, wenn auch mit kleinen Beeren daran, die süß und schmackhaft sind.

In der Mul (82)
Himbeeren sind reif

Am Mühlenbach durch den Wald zurück auf Start

Saftig erscheint das Gras und das Unterholz im Wald.  Hier strömen die Wasser durch, hin zur Großen Dhünntalsperre. Ich wandere zügig meinem Parkplatz entgegen.

Am Ende treffe ich hier noch auf eine Einheimische. Mit ihr ergibt sich ein angeregtes Gespräch.  Eines ist sicher, die Begegnungen unterwegs würzen jeden Wandertag und sie lenken ab. Dieser kleine Wandermoment mit seinen knapp 11 km war ein Entspannungskünstler erster Sahne, mit sehr schöner landschaftlicher Abwechslung.

Tja, und am Ende dieses Artikels steht fest, ich kann nicht mit so wenigen Worten. Beginne ich erst, fließen sie von selber.

Lasst es euch gut gehen ihr Lieben

4 Kommentare

  1. Als ich den Artikel durch geblättert/durchgelesen habe dachte ich noch: was ist denn hier kürzer?

    Ich habe sehr fest vorgenommen zu schreiben ich auch Lust dazu und solange es mir Spaß. Wenn ich es als Mühe empfinde oder als Verpflichtung dann will ich es nicht mehr

    Gefällt 2 Personen

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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