Bilder locken mich so oft in Regionen, um vor Ort festzustellen, ob es dort tatsächlich so schön ist. Der Baldeneysee war nicht das erste Mal Ziel meiner Neugierde. Heute spazieren wir auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, die Villa Hügel liegt mehr der weniger Visasvis. Die Promenade entlang des Sees, nahe Haus Scheppen (bekannten Bikertreff), lockt vor allem im Herbst Fotografen an. Traumhaft schön, wie die Bäume sich schützend über den Weg beugen, ihn sorgsam überdachen.

Baldeneysee – Mischung aus „Naja und schön“

Nun aber erstmal ein paar Informationen, damit ihr wisst worauf ihr euch einlasst.

  • Start/Ziel: Parkplatz Haus Scheppen, Essen, Pörtingsiepen 119, 45239 Essen
  • Meine Strecke rd. 6 km
  • GPS Track und weitere Informationen (ich habe allerdings den Weg über die Promenade gewählt, um dort die besonderen Bäume zu fotografieren). Ich rate nach Besichtigung der Promenade zurück zu gehen und dem Track zu folgen, weil nach der Promenade nur öder Asphalt auf die Wanderfüße wartet.)
  • Einkehr am Start. Dort befinden sich einige Angebote und geschmacklich können die wirklich was bieten (getestet: Kaffee und Kuchen)
  • In der Saison bietet sich eine Fahrt mit der Hespertalbahn an. Die überwintert jedoch am Alten Bahnhof Essen-Kupferdreh und wird nur an den Betriebstagen zwischen Kupferdreh und der früheren Zeche Pörtingsiepen ihre rd. 3,5 km Strecke fahren.
Promenade am Baldeneysee
Promenade am Baldeneysee

Die zänkischen Möwen am Baldenysee

Schiffchen fahren kann man am Baldeneysee auch. Solange dort aber keine Wasserfahrzeuge sind, haben die Möwen die Herrschaft über den Anleger. Die machen sich mit lautem Geschrei und tierischem Gezänk bemerkbar. Das war ein herrliches Schauspiel, das ich mit ein paar der folgenden Fotos dokumentieren möchte. Gerade kommt mir die Erkenntnis, dass ich dem Gezänk der Menschen wesentlich kritischer gegenüber stehe. Sind Möwen sachlicher bei ihren Auseinandersetzungen? Wäre interessant zu erfahren. Laut sind sie auf jeden Fall.

Wir wenden unsere Schritte nach links in Richtung Promenade. Dort tummeln sich schon vereinzelt Spaziergänger, meistens mit Vierbeinern an der Leine. Es herrscht eine angenehme Ruhe, das Möwengeschrei verliert sich allmählich.

Möwen am Baldeneysee
Hier sind sie eher lautlos unterwegs

Bedauerlich, aber die kommende Wegstrecke verbringen wir auf der Straße parallel zum Campingplatz. Auch die Bootsanlegestellen sind per Zaun geschützt, sodass laufen am Wasser nicht möglich ist. Wenige schöne Ein- und Ausblicke sind uns vergönnt. Ein Graureiher erhebt sich von seinem Ruheplatz, als ich mit Jana vorbei spaziere. Wenig weiter sitzt er wieder und ruht sich aus.

Hinauf zum Künstler

Fast erleichtert biegen wir irgendwann ab und wandern leicht bergan, zunächst an Häusern vorbei, später endlich mitten im Grün. In den Gärten der schmucken Einfamilienhäuser gackern Hühner, auf den Weiden stehen die Pferde eines Reiterhofes. Die bunte Kulisse des Herbstes lässt einen Moment vergessen, dass der Winter schon unmittelbar vor der Jahreszeitentüre steht.

Hoch überm Baldeneysee
Da unten waren wir vorhin

Was man aus Holz schaffen kann

Bald erreiche ich einen Hof, auf dessen Grundstück einige ansprechende Holzskulpturen stehen. Ich kann nicht anders, als sie fleißig zu fotografieren. Dank der Visitenkarte des Künstlers Roger Löcherbach, kann ich euch sogar auf dessen Homepage verweisen. Ich mag den Gesichtsausdruck jeder Figur, bin begeistert vom neu entstehenden Werk der „starken Frau“

Über Feldwege zurück zum Baldeneysee

Es folgen nun einfach nur Bilder. Inzwischen wandern wir auf dem 27km langen BaldeneySteig, der sich rund um den Stausee windet und ca. 600 Höhenmeter zum überwinden bietet. Für mich leider nicht mehr machbar, aber meine LeserInnen könnten ja mal antesten, wie sich der Steig anfühlt.

Winterbaum im Oktober
Winterbaum im Oktober

Haus Scheppen

Und am Ende lockt wieder der Blick auf den Baldenysee, ein letzter Blick auf die Promenade ein Käffchen am Haus Scheppen und ein leckeres Stück Kuchen.

Zurück am Baldenysee
Man sitzt in der güldenen Herbstsonne

 

Die Ruine zeugt vom ehemaligen adligen Lehnsgut aus dem 14. Jahrhundert. Die Ruhr wurde aufgestaut und schwupps ward das Gebäude eine Wasserburg, die im zweiten Weltkrieg sehr beschädigt wurde.

Zurück am Baldenysee
Haus Scheppen

Auf der gegenüber liegenden Seite des Stausees kann man vorzüglich wandern und gleich auch die Villa Hügel anschauen. Leider muss hierfür allerdings der Hund daheim bleiben. Auch hier wanderten wir auf dem BaldeneySteig.

Baldeneysteig zwischen Villa Hügel und Korte Klippe

4 Kommentare

    1. Hallo Bea

      ich bin so viel unterwegs, aber das Schreiben bleibt meist auf der Strecke. So schön, von Ihnen diesen Kommentar zu lesen.
      Viele liebe Grüße
      Elke

Ich freue mich über ein paar nette Worte....

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