Bergische Mühlen und ein Rittersitz stellen die Höhepunkte der Gut Landscheid Runde dar. Vom Restaurant und Hotel Gut Landscheid entworfen und mit einem eigenen Symbol versehen führt der Weg an Bächen, Feldern und herrlichen Gebäuden vorbei. Ein kleiner Weg zum entspannen, so empfinde ich ihn.

Nach einer ziemlich tief gehenden Physiobehandlung gönne ich mir die kleine Auszeit in Burscheids Natur. Parkplätze stehen am Gut Landscheid zur Verfügung und somit ergibt sich im Anschluss auch eine Möglichkeit der Einkehr.

Bergische Mühlen und ein Rittersitz – Gut Landscheid Runde

  • Start/ Ziel: Haus Landscheid 1–2, 51399 Burscheid
  • Streckenlänge: 8 km
  • Höhenmeter: 164 m
  • Einkehr: Restaurant Landscheid (ungetestet)
  • Die Ausschilderung des Weges ist sehr lückenhaft, also sicherheitshalber Karte mitnehmen, bzw. nach GPS Track laufen.
Gut Landscheid
Gut Landscheid

Start am Gut Landscheid

Gut Landscheid, ein alter Rittersitz in den Jahren 1718 und 1725 erbaut, ist heute Hotel und Restaurant. Gegen einen ziemlich hohen Betrag von derzeit 325 Euro kann man in der Schlosskapelle heiraten. Ein Verzehrsgutschein, der nur für diesen einen Tag gilt und damit die Hochzeitsgäste wohl binden soll, ist in diesem Beitrag enthalten. Ein kluges Geschäftsmodell, wie ich finde.

Dicke Schicht weichen Laubes

Um das Gut herum geht es fix in den Wald. Dicke Laubteppiche dämpfen den Schritt, während der schmale Pfad unter die Autobahnbrücke der A1 führt.

Bergische Mühlen und ein Rittersitz - Gut Landscheid Runde
Brücke der A 1

Schon hier wird klar, Wegezeichen sind rar. Die Schildchen sind der Witterung erlegen oder sind schlicht nicht da. Gut, dass ich meinen GPS Track geladen habe.

Die alte Lambertsmühle

Die Lambertsmühle gilt als der schönsten Mühlen im Burscheider Stadtgebiet und dem stimme ich voll und ganz zu. Ich traue mich gar nicht so recht die schönen Räume zu betreten und die historischen Gebäude zu betrachten. Ein Mitglied des Förderverein spricht mich an und erzählt mir einiges von der Mühle und dem Förderverein, dessen Mitglieder sich jeden Mittwoch treffen, um an der Mühle zu arbeiten.

Lambertsmühle
Lambertsmühle

Wir schnacken sicher eine halbe Stunde oder mehr und gerade deshalb kommen nur wenige Fotos zu Stande. Die wenigen zeige ich am Ende meiner Auslassungen. Die Lambertsmühle aus dem Jahr 1766 steht natürlich unter Denkmalschutz. Und auch hier können Paare den Bund für´s Leben schließen. Schaut euch mal auf der Homepage um, da gibt es viel Spannendes zu lesen.

Nachdem ich einiges mehr über Aminosäuren gehört habe, aber auch über mögliche Wanderwege im Bergischen Land, wandere ich gemächlich weiter. Trotz der fortgeschrittenen Stunde, immerhin ist die Mittagszeit schon längst verstrichen, kann ich stressfrei unterwegs sein. Die Streckenlänge ist ja tatsächlich überschaubar.

Dürscheider Mühle

An der Gerstenmühle vorbei, die ich nur durch die Bäume wahrnehmen kann, erreiche ich bald die Dürscheider Mühle. An diesem schönen Anwesen war ich bisher nie und das ist wirklich ein Versäumnis. Zwischendrin genieße ich den wunderschöne Herbstwald oberhalb des dahin plätschernden Wiembach.

Gerstenmühle
Gerstenmühle

Die Dürscheider Mühle aus dem Jahr 1775 wurde bis 1900 als Mühle betrieben und im Anschluss bis ca. 1978 als landwirtschaftlicher Betrieb. Die heutigen Besitzer tun einiges, um das denkmalgeschützte Gebäude, heute Wohnhaus, so gut wie möglich zu erhalten.

Dürscheider Mühle
Dürscheider Mühle – Wunderschöner Anblick

Gruselgefühle unter der Autobahn

Wieder muss ich unter der Autobahn hindurch. Dieses Mal geht es durch einen ziemlich finsteren Tunnel. Ein kleines Video gibt euch einen Eindruck. Das ist nix für mich, das sage ich gleich.

Hinter dem Tunnel ist es aber dann gleich wieder hell und freundlich.

Schäfchen auf der Wiese
Die kümmern sich auch nur um den eigenen Magen

Jetzt wird es ländlich – Keine Bergische Mühlen mehr

Was soll ich sagen, es geht weiter auf Wiesenwegen, entlang eines Wäldchens Richtung Heidberg. Die Hirzenberger Mühle habe ich nicht gesehen. Sie habe ich jedoch auf einer anderen Wanderung bereits besichtigt. Hier mein Beitrag

Bergische Mühlen - Bei Heidberg
Der Himmel blau, die Farben der Blätter bunt
Heidberg
Heidberg

Noch eine kleine Weile Natur im Wald

Unbeschreiblich bunt ist dieser Herbst, ich schrieb es schon mehrfach. Im Wald kommt jeder Farbton noch einmal so deutlich heraus, wenn sich Moos und Herbstlaub zusammen fügen. Schaut einfach die Bilder, denn viel erzählen kann ich ansonsten nicht.

Bergische Mühlen - Waldidylle
Nein, das ist nicht mein Zweitwohnistz
Bergische Mühlen - Waldidylle
Welch ein Farbenmeer
Bergische Mühlen - Waldidylle
Der Farn, noch überraschend grün

Dann wird es doof

Der Rest, von beinahe 2 km Länge ist weniger schön, führt über eine längere Strecke entlang der L 188. Laut und unattraktiv, aber leider durch eine Riesenbaustelle zwischen Gut Landscheid und dem letzten Wirtschaftsweg, nicht anders zu legen.

Baustelle oder Abbau von Sand?
Große Fläche mit Baumaschinen

Bergische Mühlen und ein Rittersitz

Eine Runde voller Widersprüche. Zum großen Teil, also auf den ersten sechs Kilometern, recht schön. Natürlich bereichern die Mühlen das Erlebnis. Der Abschluss über die Straße ist schrecklich und lässt sich auch nicht schön reden. Mal sehen ob ich eine Alternative finde, die Mühlen mitnehmen und trotzdem schön wandern.

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