Der Bergische Streifzug Pilgerweg startet in Overath am Bahnhof und da er eine moderate Länge aufweist, kommt Spike mit. Daran seht ihr, es ist schon eine Weile her, dass ich diesen Streifzug bewanderte. Er handelt thematisch vom pilgern und was soll ich sagen, besonders der Kreuzweg geht recht steil hinauf.
Der Bergische Streifzug Pilgerweg
- Start/ Ziel: Bahnhofplatz, Overath
- Streckenlänge: 9,8 km
- Höhenmeter: 207 m
- GPS Track
- Webseite Bergische Streifzüge
- Webseite: Marialinden
Ich bekomme einen Parkplatz etwas unterhalb des Bahnhofs, leider ist durch Straßenbauarbeiten die Innenstadt nur einseitig befahrbar, etwas suchen ist angesagt.

Das Symbol des Der Bergische Streifzug Pilgerweg mit der Nummer 16 leitet eine Weile durch den Ort. Über den Marktplatz am Marktplatz vorbei, wie man es gerne möchte ;-)
Ich überquere die Brücke über die Agger, lande parallel zur Landstraße. Mir erscheint das Treten auf Asphalt dieses Mal unendlich zu sein. Ist das wirklich der gleiche Weg, den ich 2012 so sehr schätzen konnte?
Endlich geht es in den Wald
Am Haus Burgfriede vorbei verläuft sich der feste Weg und wird zum Waldweg. Endlich, der Asphalt scheint hinter uns zu liegen.
Nun heißt es tief Luft holen. Es geht steil hinauf, der erste Bildstock, der erste Fußfall steht direkt am Anfang des alten Pilgerweges, den wir nun schwer atmend erklimmen werden. Die Grotte an diesem ersten Fußfall wurde von Anliegern errichtet, der Stil ist immer wieder mal vorzufinden.


Spike stiefelt beharrlich wie eine kleine Kampfmaschine den Berg hinauf. Wir erreichen einen weiteren Bildstock.
Es ist ein kleines Geschenk an den Körper, die Lunge, wenn der Waldweg zu einer moderaten Steigung wechselt. Puh, tief Luft holen, wer weiß was noch kommt.
Es ist zu warm für einen alten Hund
Die Geländeform wechselt zu Wiesenweg, ein wenig zu warm für Spike, wie ich feststellen muss. Er hechelt stark, also heißt es Pause einlegen. Immer mehr wird klar, er wird alt.
So wälzt er sich auch bei allernächster Gelegenheit tüchtig im Gras, das ihm offensichtlich Kühlung verschafft.
Hier kann ich weit in die Landschaft schauen, wohltuend für die Augen und hier oben auch für die Lungen, die braucht nach der giftigen Stadtluft immer wieder die grüne Auszeit.

So bald wieder Straßen – Der Bergische Streifzug Pilgerweg
Noch ein kleines Weilchen die Wiesenwege genießen, die leckeren und besonders gefärbten Himbeeren futtern und schon finden wir uns wieder einmal auf Ortsstraßen wieder.
Die Häuser sind wirklich bezaubernd, ich kann mich kaum satt sehen. Diesen Teil empfinde ich trotz des Bodenbelages als ausgesprochen reizvoll.
Auf einer Bank halten wir eine erste Rast ab, damit Spike etwas Wasser trinken kann. Auch eine kleine Pause ist für ihn jetzt schon wieder wichtig.
Marialinden
Weiter auf festen Wegen streben wir Marialinden und der wunderschönen Kirche zu. Der Baukörper hat mich fasziniert. Während Spike seine Schattenpause genießt und mir etwas verständnislos zuschaut, wie ich in unterschiedlichsten Haltungen vor der Kirche herumzappele. fotografiere ich vor allem die Madonnenfigur mit Kind auf dem Arm viele zig Male.
Und zum guten Schluss noch einige Sonderansichten, von Blümchen, von Spike und überhaupt.

Vierzehn Jahre und so ein fröhlicher Kerl
Nur eine kurze Weile, dann treten wir wieder auf sanften Wiesenpfaden und von nun an ist Spike auch wie ausgetauscht, genießt die weichen Wege, den Schatten und die abnehmende Wärme des Nachmittags.
Einkehr am Schluss- Purer Genuss
Aber auch dieser Teilabschnitt endet viel zu schnell wieder an einer Straße. An einem Kreisverkehr steht ein Landgasthaus. In diesem kehren wir ein. Und nein, es ist noch nicht Schluss mit wandern. Es steht uns noch ein ordentlicher Abschnitt bevor.
Sehr sehr freundliche Bedienung, Spike bekommt sein Wässerchen, kaum dass er am Tisch sitzt und ich einen leckeren Milchkaffee. Speisen verkneife ich mir, obwohl sich das Wort „Pflaumenkuchen“ in meinen Ohren festsetzt, sich weiter vor mein geistiges Auge pflanzt und die Magensäfte zum kochen bringt.
Nein, meine Pfunde sollen schwinden, JETZT werden solche Ausnahmen noch nicht gestattet.
Wald und Schatten tun jetzt gut
Nach einer halben Stunden Pause ziehen wir ziemlich fröhlich weiter. Ja, Spike kann auch fröhlich schauen, er lacht auch hin und wieder! Es wird gleich wieder grün, das besänftigt mich doch sehr!
Der nun folgende Wald brüstet sich mit haushohen Bäumen und wirkt wie gefegt. Aufgeräumt, sauber gehalten, wer war das wohl? Das Licht verteilt sich ungehindert in nahezu jede Ritze dieser Baumsammlung.
Auch dieser Wald endet in einer kleinen Siedlung mit schmucken Gärten. Die durchwandern wir relativ schnell und landen wieder auf Wiesenwegen..hach ich liebe das!


Nach „Wasser“ wandern
Ich sehe in der Ferne schon die nächste Häuseransammlung, die wir wohl auch persönlich kennen lernen werden. Ist ein wenig viel Beton auf dieser Route. Aber wir wollen ja nicht meckern, noch wandeln wir auf Fuß freundlichen Pfaden.
Maisfelder stehen schon hoch, die Maiskolben schauen schon vorwitzig aus ihren Hülsen. Die Jungbullen auf der Wiese schauen auch vorwitzig und einer von ihnen würde uns wohl am liebsten auf dem Wanderweg besuchen kommen.
Der Ort heißt „Wasser“ und dort möchten wir auch hin. Zunächst müssen wir jedoch, wenn auch an interessanten Punkten vorbei, über Ortsstraßen.
Verträumt an der Agger wandern
Der Pfad entlang der Agger ist herrlich. Selten Gelegenheit für Hunde an das Wasser zu kommen, aber Spike mochte es sowieso nicht. Ob das einen Grund hatte? Der Wasserstand ist niedrig, mag sein, dass die Qualität dann nicht so gut ist?
Bis zur Aggerbrücke, deren Unbegehbarkeit eine Weile eine andere Wegeführung erforderlich machte, laufen wir in relativer Stille. Die Zivilisation ist weit genug weg.

Viel zu viel Stadt – Der Bergische Streifzug Pilgerweg
Der Rest des Weges ist für mich einfach nur nervig. Lust die Kirche zu besichtigen habe ich nun nicht mehr. Nur weg hier, das kann ich auch in Leverkusen haben.
So bleibt mir als Fazit dieses Mal eine deutliche Mischung zwischen Wohlbehagen und absoluter Ablehnung. Es war mir deutlich zu viel Asphalt, zu viel Straßenlärm und damit zu wenig Ruhe für aufgeregte Gemüter.
Nun ja, wen das Thema des Weges interessiert, der ist hier sicher sehr gut aufgehoben. Da steckt auch in den Informationsstelen eine Menge Mühe, Sorgfalt und Liebe drin.
An der Kirche in Marialinden konnte ich mir Flyer für vier Ortswanderwege mitnehmen:
- Die Aggerschleife
- Drei-Täler-Runde
- Aggertal und Naafbachtal
- Die Naafbachrunde
Informationen zu diesen Wegen könnt ihr euch auf der Webseite Marialinden organisieren.
Hallo liebe Elke,
auf der Suche nach einer kurzen Strecke in der Nähe haben wir uns für den Weg entschieden (ohne vorher Deinen Bericht zu lesen).
Uns hat die Strecke auch eher enttäuscht und zu asphaltlastig ist sie auf jeden Fall.
Der Weg entlang der Straße zum Haus Burgfrieden war schon ein zäher Beginn der
kleinen Tour.
Bisher haben uns die Streifzüge immer sehr gut gefallen, aber Nr. 16 hat uns nicht überzeugt.
Nächste Woche probieren wir den Fachwerkweg.
Viele liebe Grüße aus GL,
Katja
Hat dies auf Moitzfeld Habitat rebloggt.
Hallo Elke,
ich fand die Touren ganz schön, aber ein wenig asphaltlastig. Es war für mich aber noch vertretbar. Mir hat der Naafbachtal Rundweg ein wenig besser gefallen als der Agger- und Naafbachtalweg. Das mag aber auch daran liegen, daß ich mich auf dem zweitgenannten verlaufen habe. Das mit dem Asphalt ist ja immer so eine Sache für sich. Manchmal finde ich es nicht störend, wenn z.B. die Landschaft stimmt. Ich habe die Wanderungen bei Outdooractive mit einigen Fotos eingestellt. Beide lohnen sich aber für eine Wanderung.
LG Ulrike
Ah ja outdooraktive, da schaue ich mal nach. Danke Dir ;-)
Hallo Elke,
die Idee mit den Flyern fand ich toll und ich habe schon zwei Touren ausprobiert. Einiges läuft auch auf dem Pilgerweg und kam mir bekannt vor. Tolle Fotos. Die Madonna zwischen den Türmen gefällt mir besonders gut.
Liebe Grüße
Ulrike
Oh, wie haben Dir die Touren gefallen? Ich habe sie noch hier liegen, und möchte min. eine davon auch noch testen.
Die Idee ist wirklich klasse ;-)
Liebe Grüße und ein paar sonnige Tage
Elke
Liebe Elke,
ich hab mich heut sehr gefreut, dich auf der Messe kennen gelernt zu haben.
Liebe Grüße
Myria
Myria,
ich habe mich auch total gefreut, so ein lockerer und netter Ton zwischen uns. Ganz toll! Fühlte sich fast vertraut an!
Einen lieben Gruß, auch an Deine Freundin
Elke