Der Bergische Streifzug Bauernhofweg informiert auf regelmäßig über den Wanderweg verteilte Stelen über das landwirtschaftliche Leben und arbeiten der Region. Die Sendung mit der Maus ist dabei mit im Boot, wie bei einigen dieser Themenrundwege.

Langes Wochenende in Sicht, welch ein Vergnügen! Die wenig erbaulichen Wetterprognosen für die kommenden Tage sind das einzig störende. OK, sag ich mir, mach das Wochenende noch ein wenig länger. Freitag früh den Feierabend einläuten ist schnell mit den Kolleginnen verabredet und der Plan den Bauernhofweg in Lohmar zu wandern gefasst.

Der Bergische Streifzug Bauernhofweg in Lohmar

  • Start/ Ziel: Lohmar,  Schiefelbusch (Bauerngut Schiefelbusch)
  • Streckenlänge mit kleiner Zusatzschleife: 15 km
  • Höhenmeter: 308 m
  • GPS Track Bauernhofweg
  • Offizieller Track auf „bergisches-wanderland.de“
  • Einkehr: Bauerngut Schiefelbusch und Gammersbacher Mühle (Öffnungszeiten beachten)

Ich starte, abweichend vom empfohlenen Startpunkt, am Bauerngut Schiefelbusch. Hier kann ich nach Ende der Runde einkehren und Kaffee trinken, mich ggf. mit Obst und Gemüse eindecken. Der Hofladen und insgesamt der Hof ist wirklich klasse.  (Schaut auch „Ein Wanderziel für Kinder)

Die kurze Fahrt nach Lohmar lässt mich um 9:20 Uhr losziehen. Wenn das kein guter Start ins Wochenende ist, dann weiß ich es nicht. Die Sonne verhält sich zwar nicht sehr euphorisch, lässt dem Schleier von Wolken die Herrschaft, zufrieden bin ich dennoch.

Die Kastanien stehen in Hochblüte, sie säumen den Wirtschaftsweg Richtung Dachskuhl. Das Weidevieh befindet sich bereits auf den weitläufigen Wiesen. Ein Anblick, der ich in jedem Jahr erneut erfreut.

Olga, Lotte und Co sind schon an der frischen Luft

Getreide für die Hühner

Das Bauerngut Schiefelbusch baut den Futterweizen für die Hühner selber an.  Unendlich scheinen sich die Felder in der Landschaft auszubreiten. Welch ein Anblick!

Weizenfelder auf dem Bauernhofweg in Lohmar
Die Farben des Frühjahrs sind so frisch

Offene Gartenpforte Rheinland – Dachskuhl

Jährlich öffnen Privatgärten ihre Pforten, um ihre liebevoll hergerichteten Naturplätze vorzustellen.  Auch Herta und Hermann Fischer aus Lohmar Dachskuhl tun das. An fest gelegten Öffnungstagen können Interessierte einen Blick tiefer in den wunderbar angelegten Garten werfen. Inzwischen nehmen rd. 300 Gärten teil.

Auf den Seiten: offene-gartenpforte-rheinland.de findet ihr Informationen zu diesem Ereignis und einen Plan für Besuche entwerfen.

Auf dem Weg zur Gammersbacher Mühle höre ich die unterschiedlichsten Sänger in den Bäumen. Besonders auffällig ist ein Buchfink mit Gattin. Leider verstecken sich beide, obwohl ich die Kamera langsam ansetze. Der Gesang jedoch, klingt noch lange in meinem Ohr, denn den unterbrechen die beiden nicht.

Wiesenklee in voller Blüte
Buchfink in Gesangsstimmung

Gammersbacher Mühle

Die Gammersbacher Mühle ist ein besonderer Ort. So ist er für meine Enkelin und mich häufig Ziel für ein paar Runden Ponyreiten und auch das Trampolin wird gerne betanzt. Selber bei schlechter Witterung findet die Kleine Gefallen an den Ziegen, Hühnern und Laufenten im großen Gehege und an den vielen Ponys. Wer mehr dazu lesen möchte kann dies auf der Betreiberseite: gammersbacher-muehle.de tun oder hier im Blog unter: Wandern und spielen rund um die Gammersbacher Mühle

Liebesgeflüster des Pfau

Heute erlebe ich erstmals die Balz eines Pfauenhahns. Immer wieder wendet er der Angebeteten den Rücken zu, sodass ich ständig um ihn herum schleichen muss. Er ist aber so mit seinem Imponiergehabe beschäftigt, dass er mich kaum wahrnimmt.

Unglaubliche Farben – Balzende Kerle eben 😉
Hält schön still

Viele Fotos sind auf meinem Chip gelandet, ich muss mich zähmen nicht alle hier zu zeigen. Irgendwann ziehe ich auf dem schmalen Pfad hinter der Mühle weiter, auf meinem Bauernhofweg.

Pfau No 2

Weiter Richtung Muchensiefen

Viel gibt es ja nun nicht zu erzählen. Die Wege verlaufen überwiegend unter freiem Himmel, sodass die spärlichen Sonnenstrahlen freien Zugang zu meinem Sonnen-hungrigen Wesen haben. Die typische dörfliche Stille liegt über Muchensiefen, es duftet nach Viehhaltung.

Oberscheid

Gleiches wie für Muchensiefen, gilt auch für die Wege zwischen den beiden Orten. Die Äcker sind vorbereitet, vielleicht ist schön eingesät. Alles wirkt sauber und ordentlich. Welch ein Unterschied zu manch hoch frequentiertem Premiumweg. Hier scheint die Welt noch in Ordnung 🙂

Besonders schnuckeliges Ambiente

Irrläufer inklusive

Und weil ich auch ohne Tanja als Dauergesprächspartnerin einen Abzweig verpassen kann, laufe ich statt nach Spechtsberg nach Schiffahrt. So verpasse meiner Wanderung rd. zwei Kilometer Verlängerung.

Mein neuer Weg leitet mich eine ganze Weile an der Agger entlang. Diese Tatsache genieße ich ebenso, wie den Anblick eines hübschen Häuschens mit Ruhezone auf der Uferwiese, sowie einer Bootsanlegestelle.

Auf dem breit angelegten Weg neben der Agger stehen in regelmäßigen Abständen Erklärtafeln zu Fledermäusen, Steinbrüchen und dem Wald- und Wiesenleben insgesamt. Sehr schön gestaltet.

Uferweg an der Agger
Erklärtafel „Stockwerke des Waldes“
Fledermaushöhle

Wieder auf dem Bauernhofweg

Wie das so ist, schaue ich etwas traurig auf den schönen Weg, den ich dank Irrläufer verpasst habe.

Dort wäre der richtige Weg gewesen

Ich nähere mich der wunderschönen Aggerbrücke in unmittelbarer Nähe zum Golfplatz Schloss Auel. Die geschwungene Form, die warme Farbe des Holzes begeistern mich. So halte ich mich eine Weile damit auf, diese Brücke zu betrachten.

Golfclub Schloss Auel

Nun folgt eine ganze Weile Golfplatzidylle. Wenn ich Idylle schreibe, dann meine ich das auch so. In unserer heutigen Welt hat sich allerhand getan. Früher hatten Reiter und Golfer den Ruf einer Art elitärer Vereins, der mit dem gemeinen Volk nichts zu tun haben will. Die Art und Weise, wie mir an diesem sonnigen Tag die zahlreich herum ziehenden Golfer/innen begegneten, war von Offenheit geprägt. Ich liebe es, wenn bei einer Begegnung im Gesicht des Gegenüber die Sonne aufgeht.

Golfclub Schloss Auel
Golfclub Schloss Auel
Es gibt Regeln zu beachten, dann klappt das mit dem Miteinander
Mächtige Bäume dürfen die Wege säumen

Einen gediegenen Eindruck macht das Schloss Auel. Es liegt in seiner ganzen Schönheit in einer gepflegten Parkanlage.

Schloss Auel
Schloss Auel
Golfcarts am Schloss Auel

Eine kurze Weile werden die Wege wieder uriger. Die unmittelbare Umgebung des Schlosses liegt hinter mir, Gut Windlöck ist das nächyte Ziel.

Gut Windlöck

Streuobst-Allee bis Honrath

Bis nach Honrath begleiten mich links und rechts die Golfplätze, aber auch die in voller Blüte stehenden Obstbäume.

In der Ferne, in einem Seitental der Agger, liegt die Fachwerkhofanlage Bombach. Ein fünfbogiges Viadukt (1909) verläuft über der kleinen Ortschaft.

Bombach und sein Viadukt

Honrath

Ich nähere mich dem offiziellen Startpunkt des Bergischen Streifzug Bauernhofweg, der Ortsteil Honrath.  Bemerkenswert ist, dass die Kirchturmspitze der evangelischen Kirche vorwitzig aus allen möglichen Perspektiven über die Gebäude des Ortes schaut.

Die Kirchturmspitze zeigt sich direkt am Ortsrand

Das auffällig Gebäude der Burg Honrath ist schnell erreicht.
Das auffällig Gebäude der Burg Honrath ist schnell erreicht. Ein Rittersitz, 1117 erstmals urkundlich erwähnt

Nun folgt leider ein etwas unschöner Wegabschnitt, der sich aber nicht vermeiden lässt. Im Gegensatz zu vielen anderen Verbindungsstraßen hat dieser jedoch einen breiten Seitenstreifen für Fußgänger und Radfahrer. Sehr angenehm.

 

 

Über Jexmühle nach Schiefelbusch

Über die Gleise des im Umbau befindlichen Bahnhof Honrath hinweg verläuft der Bauernhofweg über Straßenzüge einer Wohnsiedlung. Dort treffe ich auf einen Herren mit seinem uralten Schnauzermix. Der große alte Hund erinnert mich so sehr an Spike, der Gang schwerfällig und unsicher, die Pfoten schleifen geradezu über die Erde.

Eine Weile unterhalten wir uns über unsere Vierbeiner, dann ziehe ich weiter.

An der Jexmühle gab es früher Eier und Marmaladen. Heute sind die Regale und auch der Kühlschrank verwaist. Eine sehr urige Atmosphäre liegt über dem Grundstück, das ein wenig an das Knusperhäuschen der Hexe von Hänsel und Gretel erinnert. Es ist aber hier ein eher freundlicher Charakter, der mich hier umfängt.

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Der Erfolg einer Low Carb Ernährung

Hin und wieder brauche ich eine Aufnahme von mir, schon um den Erfolg meiner Ernährungsumstellung visuell zu realisieren. Die Pfunde purzeln dank Zuckerverzicht und Reduktion der Kohlehydratezufuhr. Das tut dem Ego gut, aber auch meinen Gelenken und dem Herzkreislaufsystem.

Siegerpose

Nach dieser kurzen Einlage gehe ich den kurzen Rest meiner heutigen Wanderung an.

Und schneller als gedacht lande ich wieder am Bauerngut Schiefelbusch. Herrje war das eine gute Idee sich schon heute auf die Socken zu machen. Da macht Glücksgefühle pur. Dieser Bergische Streifzug bietet eine Menge für interessierte Menschen. Mir gefällt er, drum gehe ich ihn auch in verkürzter Form immer wieder einmal.

5 Kommentare

  1. Was für eine tolle Tour! So, so schöne Fotos hast du gemacht. Da will ich am liebsten sofort hin und loswandern.

    Herzlichen Glückwunsch auch zu deiner Ernährungsumstellung und den purzelnden Pfunden. Das ist ein super Gefühl, wenn man positive Veränderungen an sich bemerkt.

    Herzliche Grüße
    Silvana

    1. Ja diese Runde ist tatsächlich sehr abwechslungsreich. Und ja, der Erfolg tut mir richtig gut, nach Jahren steigenden Gewichtes war es jetzt auch dringend nötig etwas zu verändern.
      Liebe Grüße und noch ein schööönes langes Wochenende
      Elke

    1. Ja Guido, momentan geht es mir gut und ich genieße das Frühjahr in vollen Zügen 😉
      Es geht auch ohne Umlaut
      Liebe Grüße
      Elke

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