Heute nehme ich euch mit auf den Hexenpfad in Kürten Olpe. Ein kleiner Wanderweg, eigentlich für Kinder konzipiert, lässt sich aber auch für neugierige Erwachsene mit Handicap gut gehen. Die Landschaft ist herrlich, nicht zum ersten Mal begeistert mich dieser kleine Ort mit seinen vielen Verführungen zum wandern.
Die Schonzeit nach der Hüft Tep ist beinahe vorbei. Jetzt heißt es wieder regelmäßig Auto fahren und die Muskeln wieder an Schotterwege und Wurzelpfade gewöhnen. Damit das neue Gelenk lange hält, gehe ich bedächtig vor. Familienwanderwege erscheinen mir momentan eine tolle Gelegenheit die beiden Ziele miteinander zu verbinden. Also reise ich heute ins 30 Minuten entfernte Olpe/ Kürten.
Hexenpfad in Kürten Olpe
- Anfahrt: 51515 Kürten, Hauptstraße 32
- Streckenlänge mit meinem hin und her 4km, wer den Weg abläuft kommt auf 3,4 km + 70 Hm
- GPS Track
- Es gibt reichlich weitere Wege in der Ecke, z.b. den Denkmalweg und den Mühlenweg, aber auch meine hier im Blog: Das Kirchdorf Olpe (Denkmalweg) und auch Winterwanderungen machen Sinn
- Informationen zum Hexenpfad findet ihr auf der Webseite von Olpe in Kürten
Heute ist wandern mit Kindern, schon im frühen Alter, wieder absolut der Hit. Meine drei Enkel im Osten Deutschlands ansässig, wandern bevorzugt im Gebirge und beweisen eine ungeheure Ausdauer. Der kleine Hexenpfad ist dagegen tatsächlich moderat.
Zehn Stationen gibt es und immer geben kurze Texte Rätsel und Aufgaben auf. Leitfigur ist Olpa Fiernix, ein Fantasiename ohne historischen Hintergrund. Als Fiernix bezeichneten die Leute in Olpe einen Spaßvogel und das Wort ist „Bergisch Platt“

Ein Stück folgen wir nun der Hauptstraße, am alten Pfarrhaus (Baujahr 1907) vorbei.


Hexen und Glockengeläut
An der St. Margareta Kirche, die leider eingerüstet ist, vorbei, laufen wir hoch und nehmen die erste Steigung. Herrje bin ich entwöhnt. Oben angekommen wartet die zweite Station des Hexenpfad auf uns und just läuten die Kirchenglocken. Das wiederum lässt mich etwas verhalten grinsen. Den Grund erfahrt ihr, wenn ihr den Text der zweiten Station lest. Es hat was mit Hexen zu tun und mit Aberglauben.

Landschaft wo hin das Auge schaut
Dann bekomme ich das, was ich so sehr lange vermisste. Landschaft, Vogelgezwitscher, Hügel und einfach Bergisch. Wandern ohne Schmerzen in der Hüfte. Ich hätte nicht geglaubt das noch einmal so genießen zu können. Gut, die Körperstatik braucht noch eine Weile, bis sie sich eingegroovt hat. Mal meldet der Rücken, mal das Knie….“Hey, mach langsam“ Aber das ist NICHTS gegen die Qualen vor noch vier Monaten.



Und nur wenig weiter erreichen wir schon den nächsten Rastplatz. Den entern wir und tränken die durstigen Seelen.


Kohlgrube
In Kohlgrube erhaschen wir einige nette Ansichten mit dörflichem Charakter. Und den alten Kinderwagen hätte ich zu gerne mit genommen.
Die Hermannsquelle ist eine private Wasserversorgungsanlage in Kürten-Kohlgrube, die 1973 erbaut wurde und nach Hermann Breidenbach benannt ist, der den Standort mit einer Wünschelrute fand. Die Quelle liefert seit 1975 Trinkwasser für etwa 12 Haushalte und wird von einer Wassergemeinschaft ehrenamtlich betrieben. Zwei Holzskulpturen, die Wasserfontänen darstellen, wurden aus dem Holz einer Fichte gefertigt, die im Jahr 2002 während des Sturms Kyrill umstürzte und in der Nähe des Pumpenhauses stand. (KI Text)
Wald und Wasser
Nun tauchen wir in Wald ein und werden vom plätschern eines kleinen Baches begleitet. Dieser Bach endet im Olpebach, speist diesen sozusagen. Ich sauge diese Eindrücke so sehr in mich hinein.
Aus dem Wald hinaus wandern wir weiter nach Büchel und dann Olpermühle. Das Huhn scheint sich nicht viel Stress mit Wandererin und Hündin zu machen. Gemütlich hüpft das leckere Mittagessen für Jana, hinter den Zaun.

Der Rest vom Hexenpfad in Kürten Olpe
Leider ist der schöne Weg bald zu Ende. Über Löhfeld werden wir noch einmal bergan geführt. Es gibt weiter Stationen mit Rätseln und Aufgaben, z.B. aus gesammelten Naturbestandteilen etwas zu gestalten. Total süß.









Tja und das war es dann auch. Wieder einmal draußen gewesen und planmäßig gegen Mittag wieder zurück. Noch braucht es Erholungszeiten, nach solchem auf und ab. Heute am Computer verbracht, um den Wanderbericht zu schreiben (Spaziergangsbericht, sollte es korrekt heißen) Am Ende des Tages komme ich meist auf rd. 7- 8 km, Jana macht´s möglich. Die will ja mehrmals täglich raus und es macht Freude.
Davon bitte mehr und langfristig länger. Drückt mir die Daumen.
Bis bald in Feld und Wald
Elke und Jana
Hallo Elke!
Ein ganz wunderbarer Bericht über (unseren) Hexenpfad Dorf Olpe!
Wir sind total geflasht über das ausnahmslos tolle Feedback!
Nie im Leben hätten wir mit so einem Erfolg gerechnet!
und mit das Schönste: es liegt (fast) kein Müll am Wegesrand, das
war von vielen Dorfbewohnern eine grosse Sorge.
Besonders schön in der heutigen Zeit!
Lieben Gruß Uwe
BIG Olpe e.V.
Schriftführer u. Social Media Verantwortlicher
Guten Abend Uwe
Dieser kleine Familienwanderweg war für mich so wunderschön, ich werde ihn mit Sicherheit noch einmal wandern. So liebevolle Stationen für die Kinder, wunderbar gelungen. Und ja, das stimmt, Müll habe ich nach meiner Erinnerung überhaupt keinen gesehen. Das ist allerdings sehr sehr selten.
Einen lieben Gruß und eine wundervolle Weihnachtszeit wünsche ich euch, und natürlich weiterhin begeisterte Familien, die euren hexenpfad wandern.
Elke
… wunderschöne Fotos – leider zu weit weg von meinem Heimatort. Trotzdem: weiter so !!!
Danke Dir Jürgen, ich bin einfach nur glücklich, dass ich endlich wieder schmerzfrei spazieren kann . Hoffe es geht Dir gut?
Schön, zu lesen, dass es dir wieder gut geht ☺️Weiterhin alles Gute für Jana und dich 🍀
Danke Dir, ja im Vergleich zu meinem Zustand im April geht es mir prächtig. Bin total gespannt, was wieder möglich sein wird. Geht es Dir gut?
Liebe Grüße
Elke
Danke dir, bei mir ist alles ok. Ich bin froh, dass der Sommer hier dieses Jahr wieder sehr moderate Temperaturen hatte und freue mich auf den Herbst. Liebe Grüße auch für dich, Annette