Heute stelle ich euch eine kleine Tour vor, die wieder einmal durch das Bergische Land führt und dabei einige Ortsteile von Much berührt. Östlich von Köln mitten im Naturpark Bergisches Land ducken sich die kleinen Dörfer in die Täler oder schauen herab von den sanften Hügeln. Die perfekte Wanderung für Liebhaber dieser Region.

Wandern in Much

  • Start/ Ziel: Much, 53804 L312, Restaurant Fischermühle
  • Streckenlänger: 15,6 km
  • Höhenmeter: 202 m
  • Einkehr: Am Start in der Fischermühle
  • Track zur Wanderung
  • Eine Wanderung ganz in der Nähe

Ein großer Wanderparkplatz direkt neben der Fischermühle bietet vielen Wanderwütigen Raum und gleich im Anschluss die Möglichkeit einer gemütlich, rustikalen Einkehr im Hotel-Restaurant.

Wandern in Much - Fischermühle
Fischermühle – Nur zu Zeiten des Lock Down so ruhig

Von der Fischermühle weg schlendere ich einen Augenblick an der L 312 entlang, quere dann die Landstraße, um schnell im Wald zu verschwinden.  Das Morgenlicht beleuchtet die ersten Pusteblumen.

Pusteblume
Ich lasse sie stehen und lasse dem Wind das Vergnügen sie zu zerstreuen.

Die Bergischen Dörfer bei Much

Die Dörfer Springen, Kerzenhöhnchen und Siefen reihen sich aneinander. Dadurch ergeben sich auf den ersten Kilometern einige Teer- und Asphaltwege, entlang an Häusern unterschiedlichster Coleur.

Wandern in Much
Ob sie mich überreden will anders zu wandern?

Bis Hevinghausen sieht die Streckenführung auch überwiegend Hartbelag vor. Schade, wenn auch die dörflichen Eindrücke für ein Bergisches Mädl wie ich es bin ein vertrauter Anblick sind. So entscheide ich mich für eine kleine Planänderung.

In Siefen beschließe ich auf einen Naturweg abzubiegen. Dieser Weg wird wieder auf meiner Route führen, insofern habe ich nicht das Gefühl etwas zu verpassen. Erleichtert genieße ich die Stimmen der Vögel Verkehrsgeräusche und überhaupt Geräusche der Zivilisation liegen hinter mir.

Wandern in Much - Waldweg
Göttliche Stille im Wald
Wandern in Much
Farbe im Grün

Eigentlich wäre der Eifelsteig fällig

Heute wäre ich auf dem Eifelsteig unterwegs gewesen. Jedoch hat ein Virus beschlossen uns allen dicke Kreuze durch unsere Pläne zu machen. Mich wundert ist jeden Tag aufs Neue, dass ich zwar eine leichte Traurigkeit verspüre, dass so manche Pläne nicht umsetzbar sind. Die Tage in der Natur genieße ich jedoch in vollen Zügen. Die Vögel singen in der Eifel nicht anders als im Bergischen Land.

Kurz vor Hevinghausen ändere ich erneut meine Route spontan. Ein attraktiver erscheinenden Pfad durch die Felder und Wiesen wandere ich und lande in einem kleinen Bachtal. Hier steige dann wieder hinauf nach Hevinghausen.

 

Am Pumpenhäuschen biege ich rechts ab in den Wald. Langsam meldet sich bei mir Hunger und Durst deshalb suche ich nach einem geeigneten Baumstamm oder einer Bank auf der ich rasten kann. Insgesamt ist diese Wegeführung mit nichts zu vergleichen was ich bisher hier in Much gewandert bin. Der Teer Anteil ist hoch und irgendwie fehlt mir eine dauerhaft schöne Atmosphäre. Schon nach 5 km ziehe ich dieses Resümee.

Ich söhne mich aber auf den letzten Kilometern auf dem Bergischen Weg dann doch aus.

Wandern in Much – Der typische Bergische Jung

Papa und Mama und zwei kleine Mädchen kommen die Straße hoch und haben sich offensichtlich irgendwo Holz besorgt. Es scheint ziemlich anstrengend mit dem Bollerwagen voller Holz die Straße hoch zu gehen. Hier auf dem Land hält man dann einfach einen Traktor mit einem Anhänger an und bitte darum das Holz mit hochzufahren. Und es funktioniert. Die beiden Mädchen waren zum Knutschen, in einer vertrauten Einigkeit pflücken die beiden am Wegesrand die Blümchen.

Wo allerdings die ganzen Traktoren her kommen ist mir ein Rätsel. Andauernd muss ich zur Seite springen und meine teure Kamera vor den Staubwolken schützen. Eins können nämlich die meisten Einwohner von Much offensichtlich nicht, und das ist langsam fahren wenn sie an Fußgängern vorbeif müssen. Endlich lande ich, nach gefühlten 10 km, wieder in der Natur. Der Bergische weg gesellt sich zu mir.

Die Kapelle von Tillinghausen

Bevor ich das kleine Kapellchen besuchen kann muss ein Frühstück eingenommen werden. Es ist inzwischen 0:45 Uhr. Eine sehr schöne Atmosphäre genieße ich hier. Der Blick auf die Kapelle, auf den Weg dort hoch ist ein Traum.

Kapelle von Tillinghausen
Blick von meiner Bank auf den Weg zur Kapelle – Wandern in Much und Umgebung

Nachdem ich mein Bütterchen samt Mairübchen und Radieschen vertilgt habe, mache ich mich auf den Weg zur Kapelle. Ein paar Fotos dürfen es sein. Rund herum schaue ich, kann aber die Kapelle nicht betreten.

Als ich zurück zur Bank komme sitzt dort ein Pärchen in meinem Alter. wir quasseln ungefähr eine halbe Stunde über Gott und die Welt. Es war so schön wieder mit jemanden zu sprechen. Die Beiden leben gerne hier, weil die Natur so unmittelbar vor der Tür lockt und es auch nicht sooo viele Menschen hierher zieht. Sonntags, so stellen sie fest, hat sich zu Corona Zeiten der Andrang etwas erhöht.

Weiter auf dem Bergischen Weg

Ich bleibe dem bergischen Weg treu und das lohnt sich. Es sind zwar sehr viele geteerte Wege aber die Landschaft ist ein Träumchen. Bald passiere ich Eckhausen, an Weiden mit Fleckvieh vorbei. Mir wird plötzlich bewusst, dass ich nur noch ungefähr 2 km zu laufen habe. Dann ist diese wunderschöne Wanderung an ihrem Ende angekommen. Es ist ein Genuss den Schmetterlingen beim Tanzen zuzuschauen und es gibt viele von ihnen in unterschiedlichsten Farben und Größen.

So war das Wandern in Much

So hat diese Runde mich am Ende noch vollständig in ihren Bann gezogen. An Stelle vieler Worte gibt es deshalb einfach die Bilder.

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