Diese Wupperwanderung soll uns von der Wipperaue über Rüden an der einen Wupperseite und zurück auf der anderen Seite wieder zurück zum Wipperkotten leiten. 

Wie in der Vergangenheit schon recht oft, ist heute endlich mal wieder Gelegenheit mit Tanja zu wandern. Wie viel Freude mir das gemacht hat, wird der Leser daran erkennen, dass ich diesen Bericht vorziehe und den über meine gestrige Wanderung auf dem Rheinsteig (landschaftlich sehr sehr schön) hinterher schiebe….irgendwann die nächsten Tage.

Wupperwanderung mit Tanja und die Garten- Hühnereier

Lange habe ich überlegt, immer wieder alles mögliche verworfen und am Ende lande ich bei der Tippeltour Nr. 15, einer Wanderung an der Wupper, die wir aber leicht verändert laufen, um mehr Sonne einzukassieren. (GPS Track)

Start der Wupperwanderung  Nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm, den Parkplatz und die noch menschenleeren Wanderwege, sind wir um 10:30 Uhr am Wanderparkplatz Wipperaue. Und gleich muss ich dringend fotografieren. Die Sonne macht doch schöne Bilder :-), das Glitzern, dieses Strahlen. Es tut gut, nach den Wochen Dunkelheit.

Tanja hat, das sage ich dann gleich zu Beginn, ihre Augen wiedermal auf scharf gestellt und überrascht mich mit so mancher Entdeckung, aber dazu später.

Gut gerüstet für 13 km Wupperwanderung

Erst einmal beglückt die gute Tanja mich mit der Frage: „Hast du etwas zu essen mit?“
Ich: „Nein“
Tanja: „Ich schon, 2 Brötchen und zwei kleine Kannen mit Tee“
Auf mein verdutzen Gesicht hin äußert sie sich sehr prakmatisch: „Naja, falls wir uns wieder verlaufen. ICH bin gerüstet“ PENG, da hatte ich mein Fett wieder weg :-)  Du bist so ehrlich Tanja, so erfrischend direkt….

Der Wipperkotten

SchleifkottenNun gut, leicht verunsichert aber trotzdem frohen Mutes werfe ich das Navi an und wir stiefeln los. Die Wupper hat auf unserer Route eine Reihe  Schleifereien zu bieten. Diese hier ist eine noch in Betrieb befindliche Schleiferei. Die einzige original erhaltene Doppelkottenanlage aus dem 17ten Jahrhundert wurde 1945 zu Wohn-, Atelier- bzw. Ausstellungsräumen umgebaut.

Die Wupper im blassen Morgenlicht
Die Wupper im blassen Morgenlicht – Wupperwanderung 

Hach neee, wat isset schön hier!

Bald dürfen wir auf schmalen Pfaden durch den lichten Wald wandern. Es raschelt unter unseren warm in Stiefel gepackten Wanderfüßen.

Brücke hält – Brücke hält nicht

Und hier setzt Tanja zu ihrer zweiten Schote an. Ich äußere mich über den recht maroden Zustand der Brücke, nur ein wenig Bedenken hatte ich. Gut, dass sie nicht über die Wupper führt.

Nicht so Tanja, die Mutige. Sie ist sich ganz sicher, dass diese Brücke uns trägt, wäre ja auch zu spät zum abnehmen. Wir müssen ja nun rüber. Kleiner Nachsatz: „Aber geh du ruhig vor!“

Freundinnen tun das füreinander, also gehe ich vor

 

Bruecke
Ob sie wohl hält, was wir ihr zumuten?

Dorf

Wer denkt bei solchen Aussichten noch über marode Brücken nach, die ja inzwischen hinter uns liegen.

Pause

Nööö wir planen die erste Pause….ähem Tanja plant die.

TanjaAlso Rucksäcke runter, Thermosflaschen raus und den heißen Tee geschlürft, die gute auswärmende Zigarette oben drauf und Tanja ist zufrieden, immerhin müssen die Vorräte ja verzehrt werden, alles mitschleppen ist ja blöd. Tanja: „Guck mal auf´s Navi, wir haben doch bestimmt schon 5 km hinter uns.“ I ch: „Nö, sind erst 2,68km“

Das entsetzte Gesicht war legendär, aber auch typisch. Trotzdem mit sich im Reinen und gut versorgt flitzt sie denn auch wohlgemut und fröhlich den steil aufwärts führenden Pfad hinauf.OberruedenerKotten

Nach einer Weile kommen wir an den Oberrüdener Kotten, der heute teilweise als Ferienwohnung dient.

Eine schöne Gegend für Urlauber aus größeren Städten, die hier genüssliche Wanderungen erleben können.

Leider habe ich verpeilt, dass der Weg über die Brücke zum Rüdenstein führt, gesehen hätte ich ihn ja schon gerne mal. Es handelt sich hier um eine Art Denkmal für einen Hund, der einer Sage nach durch sein Bellen eine Jagdgesellschaft veranlasste nach seinem Herren, einem Herzog zu suchen, der einen Abhang hinunter gestürzt war. Ok, haben wir verpennt, aber so interessant ist er nun auch nicht.

Zu früh ihr Knospen und Blüten

BluetenHier wie überall woanders auch, hat sich die Natur geirrt, es war kein Frühling, der sich da vorwitzigerweise mit so hohen Temperaturen zeigte. Zurück marsch marsch in eure Knospen, es ist wieder kalt.

Kanufahrt im WinterUnd die haben sich ganz sicher auch geirrt. Im Frühjahr, im Sommer, vielleicht auch im Herbst, aber im Winter auf der eisigen Wupper Kanu fahren, neeee ist ja wohl nicht wahr. Wupperwanderung  auf dem Wasser, wir sind uns einige, nichts für uns.

Wir sind heilfroh hier oben auf der Brücke zu stehen und nur Zuschauer zu sein. Und beachten Sie lieber Leser, rechts am Ufer stehen Angler. Glauben die, dass die Fische vor lauter Frust über die Kälte an den Angelhaken gehen? Sachen gibt´s

Gaststätte Rüdenstein
Gaststätte Rüdenstein

Kleine Rast mit oder ohne Waffel – Gasthaus Rüdenstein

Hier gelangen wir an die Gaststätte Rüdenstein und wir kehren ein, natürlich kehren wir ein. Am Tisch sitzend und überlegend ob Kaffee oder Latte Macciatto sieht Tanja auf der Karte WAFFELN. Guckt nach links………… dort sitzt meinereiner…. guckt auf die Karte…….. wartet, bis ich sie erlöse „Ich glaube ich nehme eine Waffel“

Straaaaaahl, Lichter funkeln in Tanjas Augen „Zwei mal Waffeln bitte, aber dann doch nur einen Kaffee.

Also ich muss schon sagen, das Gasthaus ist sehr flexibel. Normalerweise gibt es um
12:30 Uhr  in der Mittagstischzeit, keine Waffeln. Es ist auch normalerweise üblich Kaffee im Kännchen zu bekommen, keine Einzeltassen. Wir bekommen ein Kännchen und zwei Tassen, alles kein Problem. Herzlichen Dank, das war sehr nett.

Weiter geht es unerfroren

FrostigWeiter geht es auf unserem Weg und uns begegnen immer wieder diese Eiszapfen überall an den Hängen. Noch fliesst  aus den höheren Lagen das Wasser der letzten Regenwochen ab und stellenweise friert es fest. Es gab zahlreiche herrliche Zapfen.

Der Bock auf seinem Haus

Der stand dort oben unbewegt und ließ sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Wir dachten erst der wäre unecht. Die Spaziergänger und Wanderer hatten ihre Freude an dem steifen Bock :-)

Was machen die Eier auf der Wiese?

EiDann entdeckt Tanja-Scharfauge dies hier. Da legen die Hennen tatsächlich die Eier noch irgendwo in der Landschaft ab und der Mensch muss, wie vor Urzeiten, danach suchen. Und die haben ein feudales Hühnerhaus da stehen, aber nix, das wird nicht genutzt.

 

Gaensebluemchen

Das Gänseblümchen, eines von vielen auf der Wiese hier, hat auch Tanja gesichtet, denn wenn ich in Begleitung unterwegs bin, krieg ich kaum was mit, während ich sonst die Blicke sehr stark herum schweifen lasse. Heute habe ich mein zweites Paar Augen in Gestalt von Tanja mit dabei.

 

 

 

Schöne Ansichten auf den Wipperkotten

Und hier sind wir praktisch am Ende unserer Wanderung angelangt, nur noch rd. 1km und wir sind wieder am Auto. Irgendwie war uns die Strecke dann doch zu kurz, knapp 11km waren es. Andererseits zogen Wolken auf und die klare Winterstimmung ging langsam dem Ende zu. Hier der Wipperkotten von seiner schönsten Seite. Weiter unten gibt es noch mehr Fotos dazu. Es gibt ganz viele Fotos von dieser Stelle, weil Tanja genüsslich ihr zweites Brötchen verzehrt, also Pause macht :-)

Der Wipperkotten von der gegenüberliegenden Wupperseite
Der Wipperkotten

Zur Ehrenrettung von Tanja sei gesagt, sie kann solche Strecken mühelos durchlaufen. Wir haben uns einfach einen sehr ruhigen gemütlichen Wandertag gegönnt und das hat mir sehr gut gefallen.

Abstecher zum Thomashof

Ach nee, stimmt da war doch noch was.
Auf dem Heimweg liest Tanja „Burscheid“
Sie hatte mir auf der Wanderung erzählt, dass sie am Thomashof so eine leckere Leberwurst gekauft hatte und da war nichts mehr von übrig. Ich schloss aus dem leise gesprochenen Wort: „Burscheid“ dass sie evtl., vielleicht dort hin wollte um Nachschub zu besorgen. TREFFER

Also ab zum Thomashof und Tanja- Scharfauge sieht dort:

Currywurst im GlasCurrywurscht mit Soße im Glas.

Ich fasse es nicht!

Sachen gibt´s

Fazit zu dieser kleinen, niedlichen Tour: Es war Spitze.
Wir hatten Spaß, wir hatten Sonne, wir hatten Nahrung und wir hatten Auslauf.
Was will Frau mehr! Nüscht…genau! UND wir haben uns nicht verlaufen!

 

Die Fotos – Der Rest

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11 Kommentare

  1. Hallo Elke, da habt ihr beiden ja ne schöne Tour gemacht. Am meisten Spaß kann man nur zu 2 haben, wenn ich allein unterwegs bin, ist das auch schön aber halt was anderes als wenn man zusammen unterwegs ist. Nun bin ich richtig neugierig auf diese Gegend geworden, dort war ich wirklich noch nie gewesen

    Dort wo ihr wart sieht es ähnlich aus wie im Siegtal :-) Aggertal ist zwar auch hübsch, nur sind dort die Berge höher, so dass man zu der Jahreszeit kaum Sonne hat :-(

    LG Markus

      1. Natürlich kommt das mit auf die Liste :-) , sollte der Wagen doch mal längere zeit ohne Reparaturen auskommen*lach* ich glaub, dann werde ich 3 mal die woche wandern gehen, wenn es irgend wie geht. Die woche vor den Osterferien habe ich Urlaub, hoffentlich passt da das wetter halbwegs! 4-5 Wanderungen müssen in der woche schon drin sein.

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