Ein paar Tage Sonnenschein und Lust auf draußen sein, das passt doch wieder einmal richtig gut. An zwei Tagen pendelte ich bei meinen Touren zwischen Maria in der Aue und Dünntalsperre, die man auf verschiedensten Wegen auch zu einer großen Runde basteln kann.
Ein Blick nach draußen und ich möchte mir die große Kuscheldecke bis über die Nasenspitze ziehen. Abtauchen und der Realität des viel zu warmen, grauen Wetters entfliehen. Die Erinnerung an den wunderschönen Herbst zaubert jedoch ein Lächeln in mein Gesicht, auch der kleine Tannenbaum in meinem Wohnzimmer, die schlafende Jana auf meinem Bauch und die leckeren Plätzchen, die zuvor in selbigem gelandet sind.
Das sind meine Trostpflaster für die nächsten Wochen. Gut, dass es da noch Bildmaterial und Erinnerungen gibt, die ich hier im Blog verwursten kann. Ich beginne mit dem so vertrauten Bergischen Land, ganz nah an meinem Wohnort. Maria in der Aue habe ich länger nicht gesehen, drum werde ich hier zwei kleine Runden drehen.
Zwischen Maria in der Aue und Dünntalsperre
Derzeit ist es möglich am großen Gebäudekomplex Maria in der Aue zu starten. Wie lange das noch möglich ist, hängt davon ab wann das Gemäuer wieder genutzt wird. Schon lange, seit Dezember 2021, steht es still und leer auf seinem Hügel.

Wenn ich mir wünschen dürfte, dass hier dauerhaft Parkplätze zur Verfügung stehen? Nur eine kleine Strecke weiter den Weg hinunter, vom Hotelkomplex weg, landen wir am Brunnenhaus. Dort können wir bei unserer Rückkehr oder auch einfach als einziges Anliegen, am Wochenende einkehren, Kaffee trinken und uns sonst wie stärken.
Damit wäre die unmittelbare Umgebung meines Startpunktes schonmal beschrieben. Welche Wanderwege ich hier in der Drei-Bäche-Region noch kennen lernen durfte, schildere ich am Ende meines Beitrages. Starten werden wir aber bei den meisten Runden von einem anderen Parkplatz aus. Heute gibt es was für die Augen, Bilder der Plätze, die ich besonders erwähnenswert empfinde, die mir besonders das Herz erwärmten.

Oberhalb der Dhünn steht das Brunnenhaus. Umgeben von der schönen Natur des Bergischen Landes, garantierte Ruhe für die dort untergebrachten Gäste. Im Waldcafe´ gibt es an den Tagen Freitag-Sonntag kleine Mahlzeiten, selbst gebackene Kuchen und Getränke. Nachhaltigkeit und Regionalität stehen dabei im Fokus.

In meinem Fokus steht aber die Nutzung eines der letzten sonnigen Herbsttage. Also schlendern wir langsam aber konsequent an der Verführung zum Nichtstun vorbei. Ich liebe diese Farben der Natur, die noch einmal alles gibt, bevor das Jahr 2025 seinem Ende entgegen blickt.

Über diesen steinernen Torbogen finde ich rein gar nichts im sonst so auskunftsfreudigen „www“ Er steht hier und rührt sich nicht. Die Brücke dahinter ist inzwischen erneuert, doch er hält Regenmassen, Sturm und allen Wettergebaren stand. Und jedes Mal wenn ich hier wandere, muss ich ihn und seine Umgebung fotografieren. Es ist wie ein Zwang, dem auch andere Widerholungstäter in Sachen wandern, immer wieder erliegen.
Irgendwann reiße ich mich von diesem schönen, mystischen Ort los und wir ziehen weiter. Die markanten Felsen mit der dunkel grünen Moosschicht sind auch ein immer wieder gerne fotografiertes Objekt. Davon gibt es hier in der Region ja reichlich. Ebenso die tief in die Hänge geschnittenen Wasserläufe, die die Bäche der Region regelmäßig mit Nachschub versorgen.



Und dann, ich traue meinen Augen nicht, kommt mir ein Pferd entgegen. Begleitet wird es von einem jungen, barfüßigen Herren. Eine Weile stehen wir und unterhalten uns und am Ende traue ich mich, ihn um ein-zwei Fotos zu bitten. Manchmal werden schöne Augenblicke mitten in den Weg gekegelt.


Hier bin ich nicht mehr sooo weit von der Staumauer der Großen Dhünntalsperre entfernt. Da ich am heutige Tage genug gelaufen bin, setze ich meine kleine Runde am nächsten Tag, startend in Lindscheid Wanderparkplatz (42929 Wermelskirchen, Grünenbäumchen), oberhalb der Staumauer der Großen Dhünntalsperre fort.

Durch das große Tor, oberhalb der Staumauer der Großen Dhünntalsperre erreichen wir das Aqualon – Bergische WasserkompetenzRegion e.V.

Wenig weiter ein Blick, der mir einen Moment den Atem raubt. Welche ein Anblick, diese Farben, diese Struktur in der Landschaft. Ich bin immer wieder verliebt.

Die große Dhünntalsperre
Übrigens ist die Große Dhünntalsperre die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands. Die größte, die Rappbodetalsperre, durfte ich im Jahr 2017 besuchen. Und bei dieser Erinnerung wächst die Sehnsucht mich noch einmal dort hin zu begeben.

Seit dem Jahr 2014 gibt es an der Talsperre einen Thermorüssel. Das ist ein schwenkbarer Arm am Rohwasserentnahmeturm. Die Wassertemperaturen in tieferen Schichten ist kühler und daher für die Lebewesen in der Talsperre nicht so günstig. Durch vermischen der oben mit den unteren Wasserschichten wird dieses Problem gemindert. So habe ich es verstanden.
Ein weiter Blick auf die Wasserfläche, während wir über den langen Staudamm schlendern.
Ich gebe zu, die Streckenführung ist suboptimal (zu viel Asphalt und Teer), daher gibt es ja am Ende dieses Beitrages Vorschläge, die sich besser eignen. Für die restliche Strecke gibt es einfach nur Bilder. Fakt ist, das Bergische Land ist wunderschön und selbst Teerwege lassen sich gut gehen, wenn man links und rechts schöne Landschaften und Waldformationen sieht.




Am Ende, wie so oft bei meinen Runden, ein anregendes Gespräch mit dem Halter des super süßen Australian Shepherd Mini.

Wandertipps an Eifgenbach, Linnefe und Dhünn -Zwischen Maria in der Aue und Dünntalsperre
Ich habe schon viel erwandert, einige der schönsten Strecken stelle ich im folgenden vor. Besonders schön empfinde ich den Eifgenbachweg, eine Streckenwanderung, die im Herbst einen besonderen Reiz ausübt. Stöbert ruhig mal durch den Blog, ihr findet sicher noch viel mehr schönes im Bergischen Land