Traumpfad Virneburg in der frühen Morgensonne

Die Traumpfade sind ja teilweise etwas kurz geraten und aus diesem Grund empfiehlt sich für den ambitionierten Wanderer ggf. ein Doppelpack zu wählen. Erfolgreich praktiziert habe ich das einmal im Winter mit dem Bergheidenweg und dem Wacholderweg. Das war damals wirklich ein rundum sorglos Paket.

Heute wage ich die Kombination Traumpfad Virneburg (10,3 km) und Traumpfad Booser Doppelmaar (10.6km)

Virneburg-(1)An manchen Tagen wirft mich mein biologischer Wecker schon sehr früh aus dem Bett und so lande ich bereits um 7 Uhr an der Gemeindehalle in Virneburg und starte meine erste Wanderung. Der Ort Virneburg wird umgeben von zahlreichen Bergen, wie den Brauberg, Schafsberg, Mühlenberg und Bleiberg. In der Mitte des Ortes findet sich ein weiterer Berg, auf dem die Reste der Virneburg auf den Ort herab schauen.

Nur wenige 100m und ich erreiche auf einem mäßig steilen Pfad die Virneburg, die von der Morgensonne warm angeleuchtet wird.

Virneburg (10)

Virneburg (29)Nach ausgiebiger Begutachtung des alten Gemäuers lasse ich mich über einen Wiesenpfad wieder hinunter in das Örtchen führen und überquere zügig die B258, lande sodann im Wald. Ein Blick zurück gewährt mir noch einmal eine andere Perspektive auf die Burg, lasse diese aber dann auf schattigen Wegen bald hinter mir. An der tiefstehenden Sonne ist erkennbar, wie jung der Tag noch ist.

Der Wald gehört mir scheinbar allein, Menschen treffe ich auf der ganzen Wanderung nicht. Wenn es im Gebüsch knackt, oder ein Vogel auf gescheucht wird und vor mir über den Weg flüchtet, erschrecke ich.

So ganz geheuer ist es mir hier nicht. Leider fällt mir das in letzter Zeit öfter auf, dass ich allein unterwegs gewisse Ängste entwickele. So kenne ich mich nicht.

Dieser Traumpfad hier wird teilweise vom Vulkanpfad 13 , ein Hauptwanderweg des Eifelvereins, der auf seinem Weg die junge und jüngste Geschichte des Vulkanismus in der Eifel berührt.

Virneburg (44)Virneburg (33)Aber nach einer Weile, die mir zugegeben heute sehr lang erscheint, öffnet sich die Landschaft und gewährt mir Ausblicke tief in die Eifel, auf Baumreihen und bunte Blumen, die von der frühen Sonne geweckt werden. Schmetterlinge tanzen umeinander über die Blumenwiesen und allerlei Hummeln und Bienen tummeln sich, versorgen sich mit dem köstlichen Blütenstaub.

Nun fühle ich mich wohl und sicher.

Wer hier die Nase in den Wind hält, bekommt das komplette Bukett der hiesigen Pflanzenwelt mit.

Auf dem Schafberg herrscht Heidelandschaft vor und die mir so vertraut gewordene Wacholderlandschaft.

Virneburg (58)Hier beginnt die Blumenrather Heide, ebenfalls von Wacholder und Heide bestimmte Landschaft.

Virneburg (78)Bald tauche ich wieder in den Wald ein, der nun etwas freundlicher erscheint, da die Sonne hier ihren Weg besser durch die Bäume findet. Ist das Licht nicht eine Wonne? Überall drücken sich Pilze durch den Boden.

Pilze

Virneburg-(95)Gegen Ende meiner ersten Wanderung und hinter der Virneburg Schutzhütte führt ein schmaler Bergpfad an der Hangkante entlang durch hellen, freundlichen Wald. Das sind die Tanjapfade (sieh mag die besonders und ich auch). An einer schön gelegenen Sitzgruppe habe ich noch einmal freie Sicht auf die Virneburg, die nun auf gleicher Höhe mit mir liegt.

An einer Steinbruchwand vorbei geht es nun auf schmalem Weg abwärts Richtung Parkplatz.

Heute bin ich nicht gut zu Fuß, meine Achillesferse schmerzt höllisch. Aus diesem Grund benötige ich für die 10 km fast 4 Stunden. Aber es hat sich gelohnt. Der Weg ist abwechslungsreich und bietet dem Naturfreund viel für seine Sinne.

Im Anschluß an die kurze Tour mache ich meine Frühstückspause an der Gemeindehalle. Dort befindet sich eine Rasthütte und so lasse ich mir Brot und Kaffee schmecken. Ich wechsele die Wanderstiefel gegen leichte Halbschuhe und fahre über die Dörfer auf Nebenwegen nach Boos um dort meine zweite Wanderung zu starten.

Den Bericht hierzu finden sie später ebenfalls in meinem Blog.

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zur den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema „Schöneres Wandern“ gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

 

10 Kommentare

    • Hallo liebe Elke,
      1972 haben wir uns in der Familie das erste Pilzbuch gekauft.
      Wir sind dann mit dem Buch in den Wald gegangen und haben Pilze bestimmt.
      Wir haben eine wunderbare Welt entdeckt. Ich muss dazu sagen, dass meine Marlies beim Pilze bestimmen viel hartnäckiger war als ich.
      Bis heute haben uns die Pilze nicht los gelassen.
      Aber du kennst viele Pflanzen, viele Blumen, viele schöne Wanderwege und hast damit viel Freude und viel Spaß. Das bewundere ich an dir.
      Viele liebe Grüße
      von Frieder

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      • So fängt das bei mir auch immer an. Ein Buch kaufen, dann das zweite und dann lernen, lernen, lernen 🙂
        JEder mag andere Dinge und das ist auch sehr gut so. Dann bleibt die Welt und die Menschen darin schön bunt 🙂
        Ganz liebe Grüße, auch an deine Marlies
        Elke

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  1. Jetzt sehe ich diese Strecke auch im Sonnenlicht 😉
    Wir hatten uns zuletzt wegen bevorstehendem heftigen Gewitter entschieden, direkt zum Parkplatz zu gehen und auf den Rest von etwa 1,5 Km zu verzichten.
    Jetzt sehe ich wenigstens, wie es weiterging 😉

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    • Gewitter ist doof, das macht das größte Wandererlebnis zunichte 😦
      Bei der Kürze des Weges schon schade, wenn dann 1,5km fehlen *lach* da würde sich für mich die Anfahrt garnet lohnen.

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  2. Du hast den Traumpfad ja bei schönstem Wetter erwischt – Glückwunsch! 😉 Der Virneburg-Weg war letztes Jahr für mich der Anlass, zum ersten Mal einen Wanderbericht zu schreiben. Es regnete damals. Und es regnete …

    Deshalb herzlichen Dank für die eindrucksvollen Fotoaufnahmen! Bei Sonnenschein schaut der Weg schon ganz anders aus.

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  3. Hallo liebe Elke.
    es sind wieder wunderschöne Bilder. Es macht mir immer wieder richtig Spaß, hier zu lesen.
    Natürlich freue ich mich, dass du die Pilze so schön ins Bild gesetzt hast.
    Wenn die Pilze an Fraßstellen röten, dann sind es auf jeden Fall Perlpilze. Anderenfalls könnte es auch der graue Wulstling sein.
    Dankieschön und viele liebe Grüße
    von Frieder

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