Das Pietzmoor wächst seit etwa 8.000 Jahren und umfasst eine Fläche von ca. 380 ha. Bis zu acht Meter dick (manche Informationsquellen nennen 7,5m) ist die Torfschicht des Hochmoores. Und ich war da, im schaurig schönen Pietzmoor.

Achttausend Jahre Pietzmoor

Im 19. Jahrhundert wurde das Wasser mit Hilfe von Grabensystemen abgelassen, um an den Torf zu gelangen, der schon seit dem 16. Jahrhundert dort abgebaut wurde. Die Trockenlegung begünstigte das Wachstum von Bäumen, insbesondere der Birke.

Seit Mitte der siebziger Jahre werden die Gräben wieder abgedichtet und das Gehölz entfernt. So entsteht Stück für Stück wieder der alte Lebensraum für Flora und Fauna, wobei angrenzende Landwirtschaft immer auch eine Gefahr für den weiteren Bestand der nährstoffarmen Umgebung eines Moores darstellt.

Das heutige Bild des Pietzmoores

Meine heutige Runde soll Naturfreunden dieser einzigartigen Landschaft einen kleinen Einblick geben, ohne besonders auf Einzelheiten einzugehen. Wer zur rechten Zeit dort unterwegs ist wird mit Begegnungen mit Kreuzottern, Eidechsen, Moorfröschen und Krickenten, Libellen und unzähligen besonderen Pflanzen wie z.B. dem Sonnentau und dem Wollgras belohnt.

Bei Nebel entsteht im Pietzmoor eine besonders gruselige Atmosphäre.

pietzmoor-131Die umliegenden Heide- und Moorrandgebiete werden von Moorschnucken beweidet, da diese im Gegensatz zu den Heidschnucken, die stark bewässerten Flächen problemloser überstehen. Die Heidschnucke wäre hier schnell von der hoch ansteckenden Moorhinke befallen.

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Informationen zur Tour

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Am Schäferhof in Schneverdingen (Feriendorf Schneverdingen)
  • Streckenlänge: 5km
  • GPS Track
  • Einkehr: Hotel zum Schäferhof

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Einige Fotos sollen ein wenig die Vorstellung stärken

Mir fällt nämlich sonst nicht viel ein. Auf diesen 5 km liegt der Schwerpunkt auf dem Pietmoor, das eine wirklich schaurige Ausstrahlung haben kann, wenn das Wetter entsprechend gruselig ist.

Randgebiete des Moores – Fotos

Aber auch die umliegenden Heidegebiete laden zum wandern ein. Hier kann die Runde auch beliebig erweitert werden.

Feriendorf Schneverdingen

Dicht am Moor und vielen anderen attraktiven Ausflugs- und Wanderzielen liegt das Feriendorf Schneverdingen. Hier könnte ich mir einen Aufenthalt gut vorstellen. Übrigens gibt es hier barrierefreie – also rollstuhlgerechte Einzelhäuser.

Schneverdingen ist ein anerkannter Kurort.

Ein Buch  – Wege in der Lüneburger Heide

das in Teilen auch den Heidschnuckenweg beschreibt, aber auch einige Rundwanderwege und lokale Streckenwanderungen vorstellt, kann ich mit gutem Gewissen empfehlen. Hier ist auch eine Tour durch das Pietzmoor vorgestellt.

Der Link führt nach amazon und bringt mir ein paar Cent Einnahme, hat für euch aber keine Mehrkosten zur Folge.

Lüneburger Heide: 28 Wanderungen in der Lüneburger Heide (Outdoor Regional)

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