Recherchereise: Heute wird es abenteuerlich. Über schmale Pfade begleitet durch hohe Felsen, wandere ich auf langer Strecke pfadgleich über den Lieserpfad und den Felsenweg. Der Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod bietet reichlich Abwechslung. Schattige Waldwege und wagemutig gebaute Schutzhütten hoch über der Lieser, im Wechsel mit Wiesen- und Getreidefeldern. Mit dem grandiosen Schlussakkord am Kloster Himmerod fühle ich mich wahrlich beschenkt.

Der Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod

Frühstück gibt es bereits um 7:30 Uhr im großen Frühstücksraum der Heidsmühle. Glücklicherweise ist es mir selber überlassen, mir mein Lunchpaket zusammen zu stelle. Je eine Flasche Apfelschorle und Wasser, sowie ein Müsliriegel befinden sich bereits in der Tüte.

Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod
Einmal Frühstück bitte

Die Heidsmühle und Regionalmarke EIFEL

Die Regionalmarke EIFEL ist ein Produkt der Eifel und umfasst nicht nur regionale Erzeugnisse, sondern auch Gastgeber und Arbeitgeber, die sich bestimmten Regel der Regionalmarke EIFEL unterwerfen.

Die Heidsmühle gehört zu den 80 Gastronomie- und Hotelbetrieben, die erfolgreich zertifiziert wurden und mit dem Logo der Marke Eifel gekennzeichnet sind. Diese Betriebe verpflichten sich bei der Bewirtung einen hohen Prozentsatz regionaler Produkte zum Einsatz zu bringen. Die Heidsmühle erreicht nach eigenen Angaben einen Prozentwert von 65 bis 75%. Außerdem wirbt sie in ihrem Gäste-Informationsbuch dafür, dass auch der Gast dem Logo Eifel besondere Aufmerksamkeit schenken.

Zusammen geht alles besser!

Nachdem die weckende Ration Kaffee eingenommen und die Unterwegsversorgung gesichert ist, mache ich mich auf die Socken. Vor dem Haus liegt dieser alte und ausgesprochen träge Senior.

Alter Hund an der Heidsmühle
Die lebende Erinnerung an meinen alten Spike – Wie ein Stich geht es durch mein Herz – Wie sehr ich ihr vermissen….

Bevor es richtig los geht ein paar Infos

Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod

  • Start: Manderscheid, Sportplatzweg ( Wohnsiedlung 5 Minuten bis Bushaltestelle Abzw. Bungart)
  • Ziel: Kloster Himmerod, Himmeroder Str.
  • Unterkunft: Landhotel Littcher Hof in Großlittgen
  • Streckenlänge: 26 km bis zum Hotel, 18 km Eifelsteig ohne Zuwegungen
  • Höhenmeter: ⇑ 610 m, ⇓ 689 m
  • GPS Track Eifelsteig ohne Zuwege
  • Einkehr; Klostergaststätte Himmerod (Montags Ruhetag)
  • Buchungsportal für Eifelsteigwanderungen mit Gepäcktransfer
  • Hier im Blog gibt es sehr viel Eifelsteig aber auch reichlich Rundwege durch die Eifel

Mein Hyundai wird die nächsten Tage auf mich warten müssen, also parke ich dieses Mal in einer Wohnsiedlung, nahe an den Sportplätzen und einer Bushaltestelle, Linie 300. Glücklich über den praktisch gelegenen Parkplatz ziehe ich los.

Manchmal muss man einfach Glück haben

Ungefähr 500 Meter weiter möchte ich ein Foto machen und stelle mit Entsetzen fest, die Kamera ist nicht an ihrem Platz. Meine Panik schlägt Wellen, immerhin kostet das gute Stück mit Objektiv rd. 1.400 Euro. So schnell habe ich lange nicht mehr einen halben Kilometer Wegstrecke zurückgelegt.

Kamera auf Autodach
Zuweg - Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod
Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod

Meine Erleichterung ist riesig, das könnt ihr euch sicher vorstellen. In nullkommanix ist das Schätzgen wieder am Gurt montiert und die Distanz zum Schild, das mich zurück zum Auto schickte, muss erneut zurück gelegt werden.

Der Zuweg bis zum Start meiner heutigen Eifelsteig Etappe beträgt zwei Kilometer, die allerdings sehr eben verlaufen und keine Kraft kosten.

Eifelsteig trifft Grafschaftweg und Lieserpfad

Welch ein Vergnügen auf alt bekannte Pfade zu geraten. Die wunderschöne Wanderrunde: Vulkaneifeltouren Grafschaft Pfad ist eine der Wanderwege des GesundLand Vulkaneifel, der einen großen Teil Eifelsteig und Lieserpfad beinhaltet. Sehr empfehlenswert!

Blick auf die Manderscheidburgen
Blick auf die Manderscheidburgen

Den Balkonweg kenne ich vom Grafschafter Pfad. Wir sind nur entgegen gesetzte Richtung gewandert. Es ist wolkig und kühler Wind weht durch die feuchte Luft. Ein Halstuch schützt mich vor Auskühlung.

Robertskanzel-Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod
Robertskanzel

So viel Glück muss Frau erstmal haben. Trotz miserabler Wetterprognosen hat das Wetter bisher darauf verzichtet mich nass zu machen. Kann man das irgendwo bestellen, oder muss ich mich weiter auf mein Glück verlassen? Hier an der Robertskanzel denke ich wieder an die Wanderung mit den Gastgebern meiner Ferienwohnung in Arft. Herrje wat war der junge Shaggy wild auf das Wasser des Burgweihers. Der Australien Shepherd muss in einem früheren Leben ein Fisch gewesen sein.

Blick auf den Burgweiher an der Robertskanzel
Blick auf den Burgweiher

Reichlich Betrieb auf dem Eifelsteig

Heute ist viel los auf dem Eifelsteig. Uberwiegend Niederländer begegnen mir. Bedingt durch die vielen Fotostopps bin ich so langsam, dass ich nach 1-2 Stunden kaum noch Nachzügler treffe. Von allen anderen werde ich ziemlich flott überholt. Dort wo die Wegebetreiber glaubten uns Seile zur Sicherheit zur Verfügung stellen zu müssen, können wir uns an den selben festhalten.

Begegnungen und Liebe zur Eifel

Am Philosopheneck treffe ich auf zwei Niederländerinnen. Die Zwillinge feiern hier ihren Geburtstag nach. Aus Arnheim und Ungarn sind sie angereist. Die Eifel, das habe ich im Kloster Steinfeld, ebenfalls von einem Schwesternpaar erfahren, ist der Ort der Begegnungen. Selbst wenn Beruf oder Liebe einen Eifler aus der Region vertreibt, so kehren sie doch immer wieder hierher zurück. Sie tragen außerdem, so lese und höre ich es immer wieder, die Sehnsucht nach Eifel im Herzen.

Am Philosopheneck . Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod
Das mit den Selfies muss ich noch üben

Rote sandige Felsen, andere mit Moos bedeckt und unter mir plätschert die Lieser. Noch waren keine anstrengende Steigungen zu bewältigen, aber ich habe noch 15 km vor mir. Die Brücken sind teilweise recht neu, wirken aber irgendwie ebenso schwebend, wie die Hütten. Ein wenig alpines Gefühl kommt auf, wenn man über die Planken geht.

Die neue Brücke auf dem Lieserpfad
Schwebend wirkt sie, die Brücke

Wer sich unsicher fühlt, der nimmt die am Fels angebrachten Sicherungsseile in die Hand.

Seilsicherung
Seile sichern die unsicheren Wandersleut

Es ist wärmer geworden, auf dem Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod

Meine warme, quietscht grüne Fleecejacke habe ich inzwischen gegen Lori eingetauscht. Die Sonne hat es nämlich geschafft die Wolken zu vertreiben.

Klamottentausch in der Hütte
Herrliche Kleidung von Fifty Five

Eine der vielen Hütten, deren Namen ich nicht alle im Kopf behalten habe, dient als Rast- und Umkleideplatz. Die Hütten unterscheiden sich alle voneinander aber eines haben sie gemeinsam, sie sind aus Naturmaterialien.  Selbst die Bäne und Tische wirken extrem robust und haltbar.

 

Und wie heißt die Hütte? Die haben doch alle Namen
Blick ins Liesertal
Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod

Kleine und große Angler

Wunderschön das idyllisch Bild in der Lieser. Ein Erwachsener zwei Kinder und ein Hund platschen durch das Wasser. Der vielleicht siebenjährige Junge besitzt schon eine Angel und hatte bereits Erfolg. Die Fische werden gleich an Ort und Stelle ausgenommen, im Fluss gewaschen und so küchenfertig nach Hause getragen. Ich nehme an es war der Opa, der stolz auf seinen Enkel berichtet, dass der bereits Angelerfolge zu verzeichnen hat.

Angler in der Lieser
Angelglück

Dichter Wald und weite Felder

Ich liebe es, eine Springkraut Allee wird durchwandert. Hoch stehen die grünen Sträucher am Wegrand und lassen die vorausgehenden Wanderer beinahe verschwinden.  Dann wieder öffnet sich die Landschaft und breitet sich vor mir aus mit all den hoch stehenden Getreidefeldern, den bunten Blumenwiesen. Die dicken Hummeln sitzen auf offenen Blüten, Schmetterlinge taumeln im Liebeswahn umeinander herum. Alles um mich herum wirkt so lebendig und das steckt an.

Getreidefelder zwischen Manderscheid und Himmerod
Weit schauen – Die frische Luft genießen

Wechselvolle Landschaften zwischen Manderscheid und Himmerod

Viel zu schnell für meine Sonnenhungrige Wanderseele, taucht das nächste Waldstück auf. Die Sonne zaubert jedoch so schöne helle Flecken auf die Wege, da kann doch niemand enttäuscht sein. Jetzt da die Fotografien ihren Weg in diesen Blogbeitrag finden, erinnere ich mich und fühle mich fast zurück katapultiert auf den wunderschönen Eifelsteig. Ich empfinde den steten Wechsel der Landschaftsformen auf dieser Etappe zwischen Manderscheid und Himmerod als besonders attraktiv.

Herrlicher Balkonweg
Herrlicher Balkonweg

Herrlich schmale Pfade erwarten mich, nachdem ein langer Balkonweg oberhalb der Lieser hinter mir liegt. Wieder die Felsen, deren Formen und Farben so unterschiedlich sind. Wieder steile Pfade die hinunter, später wieder herauf führen. Es ist bewegtes wandern, nichts für Fauleier.

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Am Mausloch
Am Mausloch, einem Geoaufschluss

Bis hierher fällt mir das wandern heute extrem leicht. Deshalb überlege ich auch nicht lange und baue einen Abstecher zu einem Geoaufschluss mit in den Weg ein.

Mausloch, so nennt sich dieser Geoaufschluss . Das Mausloch ist wohl so klein, dass es sich meiner Sichtung entzieht. Bis auf eine Tafel, die mich über diesen Geoaufschluss informiert, finde ich nichts. Zwei Geocacher interessiert nur die Dose, die sie hier zu finden hoffen.

Karl- Kaufmann Brücke zwischen Manderscheid und Himmerod

Eine gewisse Mächtigkeit strahlt die Karl Kaufmann Brücke aus. Ob sie wohl strategische Bedeutung hatte, als sie 1929  vom Kyllburger Eifelverein gebaut wurde?

Karl- Kaufmann Brücke
In Fels geschlagen

Vermutlich eher nicht, aber sie bekam den Namen des  damaligen Vorsitzenden des Eifelvereins Karl Kaufmann (ein sehr umstrittener Mann) Ich bin froh als ich die marode wirkenden Holzbohlen hinter mir lassen.

Karl- Kaufmann Brücke
Karl- Kaufmann Brücke
Verletzter Baum
So bluten Bäume, wenn man sie verletzt
Pfad Berg hoch
Es geht bergan

Endlich an der Lieser, ein Stückchen am FLuss wandern. Aber es war nicht mehr als ein flüchtiger Augenblick, dann führen Eifelsteig- und Lieserpfadymbole mich wieder weg vom Fluss. Ein schmaler Pfad windet sich bergan und zwingt mich wieder einmal meine Muskelkraft zu aktivieren.

Es kostet nun Kraft und Atemluft, die Muskeln in den Waden ziehen leicht schmerzhaft. Ich merke schon, dass der nicht mehr ganz taufrische Motor Schwierigkeiten hat mein zu hohes Körpergewicht nach oben zu treiben. Aber es geht und aufgeben gehört nicht zu meinen Gewohnheiten, wohl aber ein wenig jammern. ;-)

Inzwischen ist die Sonne verschwunden und der Wind frischt auf. Von nun an hat es die Sonne etwas schwerer den Wolken den Stinkefinger zu zeigen. Immer wieder schieben sich die mit Wasser bepackten Quertreiber vor den Lichtbringer.

Der Burgberg ohne Aussicht

Den 300 m Abstecher zum Burgberg gönne ich mir, die Aussicht ist allerdings zugewachsen. Dort oben suchen die beiden Geocacher nach ihrem „Schatz“ und das zunächst vergeblich. Drei Fotografien später tauche ich wieder ab in die Einsamkeit meines Weges.

Bunte Welt der Schmetterlinge zwischen Manderscheid und Himmerod

Während ich wieder dem Eifelsteig entgegen wandere nehme ich vermehrt den Taumel der Schmetterlinge wahr. Auch auf dem parallel zum kleinen Bächlein (Zufluss zur Lieser) verlaufenden Weg sind sie reichlich zu sehen. Kaisermantel und Kleiner Eisvogel fallen mir besonders ins Auge.

Kleiner Eisvogel
Kleiner Eisvogel – Heute ist der Tag der Schmetterlinge. An sonnigen Plätzen bevölkern sie die Blüten der Brombeere.
Kaisermantel
Kaisermantel
Tolle Rastplätze auf dem Eifelsteig zwischen Manderscheid und
Tolle Rastplätze auf dem Eifelsteig

An manche Stellen kommt nie ein Sonnenstrahl. Die Bäume tragen dort eine dicke Moosschicht, wie ein Naturpelz. Ob Elfen und Trolle dort heimisch sind? Man könnte es fast glauben.

Mir scheint, man hat die Wegeführung des Eifelsteigs angepasst. Denn statt den Bach zu überqueren und auf der anderen Seite an seiner Seite zu wandern, bleibe ich hier. Nachdem die Zusatzschleife um den Zufluss zur Lieser gegangen ist, lande ich wieder auf meinem Track. Erneut muss ich hinauf, auf Wurzelpfaden ist das allerdings ein Vergnügen.

Hochsommer – Alles reift

Wieder treffe ich die Geocacher. Sie haben den Cache am Burgberg gefunden. Kornfelder rechts, sie dürften bald geerntet werden. Der  Ginster klappert, wenn ich ihn berühre. Die überreifen Samen in den  Kapseln fallen bald heraus, wenn diese sich öffnen. So ist die Vermehrung gesichert.

Getreidefeld
Getreidefeld überreifes Getreide

Wieder hoch über Wurzelwege und wo es rauf geht muss man natürlich wieder runter. Das erfordert mindestens genauso viel Kraft und Aufmerksakeit wie das hoch laufen. Aber ich bin jetzt auch meine Ziel relativ nahe gerückt. Noch 7 km bis zum Kloster Himmerod.

Wandern ohne Lieser
Schmale Pfade schlängeln sich durch den Wald

In dem Tannenwald neben mir knirscht und knarzt es. Die hohen Stämme reiben aneinander und erzeugen damit ein ziemlich gruseliges Geräusch. Dieser Schauder, der sich beim wahrnehmen dieser kontaktfreudigen Tannen über meinen Rücken schiebt, der ist vertraut und willkommen.

Der Lieserpfad verabschiedet sich, nach ein erneuten kurzen Treffen an der Lieser, Richtung Pleiner Mühle. Die Vegetation ändert sich nun ziemlich schnell, wird wilder.

Lieserpfad ade´

Von nun an sind der Eifelsteig und ich auf uns allein gestellt. Einsam stiefele ich den schmalen Pfad entlang, rechts unterhalb murmelt ein Bächlein. Gegen 14:25 Uhr enter ich eine Bank. Meine Füße brauchen Pause, mein Magen meldet Appetit an.

Der Blick fällt auf den schmalen Wiesenpfad, dem ich gleich ausgeliefert sein werde. Die Fantasie geht mit mir durch, so tauchen Bilder auf, wie die kleinen Zecken auf den Blattern sitzen, bereit sich von mir davon tragen zu lassen.

Schmaler Wiesenpfad
Wiesenpfade- Heimat der Zecke

Nach meinem genüsslichen Mittagsrast schüttele ich die Vorstellung von blutrünstigen Zecken ab und stelle mich der Herausforderung. Welch ein Glück, dass mein Beinkleid einem übermäßigen Befall vorbeugt.

Was bitte wächst da links? – Ursula und plantnet sagen: „Zwergholunder“

Unendlich scheinen die Wiesen Wege sich durch die Landschaft zu ziehen. Links üppiges Grün, rechts eher trockenes Wiesenwachstum.  Einige Pflanzen die ich teilweise nicht kenne reihen sich aneinander.  Ein Gewässer hinter hohem Gestrüpp nehme ich wahr, kann aber näheres nur über die hoch gehaltene Kamera sehen.

Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod – Seerosenteich im Verborgenen

Die Vielfalt der Pflanzen scheint auch ebenso vielfältige Insekten anzuziehen. Tausende Insekten laben sich am süßen Nektar. Ich nähere mich Großlittgen, dort übernachte ich heute.

Gemächlichkeit ist mein Programm

Der Wanderweg „Mühlen an Lieser und Salm“ begleitet mich schon eine Weile Etwa 3 km vor Himmerod erlaubt mir der breite, mit Tannennadeln gepolsterte Waldweg ruhiges dahin schlendern. Welch eine Wonne. Doch diese Idylle wärt nicht ewig.  Schneller als mir lieb ist hat mich die Monokultur wieder eingeholt. Unendliche Marisfelder breiten sich neben mir aus und unterhalb dieser in Pracht liegt friedlich Großlittgen. Dort in einem Landgasthof werde ich heute Abend nächtigen, allerdings dauert das noch etwas.

Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod
Heuballenklötze

Und links von den Maisfeldern hat man wie kleine Legoklötzchen die Heuballen aufeinander gehäuft.

Großlittgen erscheint in meiner Wahrnehmung
Oberhalb Großlittgen breiten sich riesige Maisfelder aus
Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod – Eine Brücke neben dem Wanderweg, sinnfrei aber mega schön

Kloster Himmerod in Sicht

Der Weg zum Kloster, die letzten zwei Kilometer ziehen sich. Immer Großlittgen und das Ende der heutigen Strecke in Sicht, ist es zuweilen schwer mich zu motivieren. Doch endlich kommt der Eingang zum Kloster Himmerod in Sicht.

Eingang Kloster - Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod
Eingang zum Kloster Himmerod

Das Kloster ist ja sehr imposant. Einen kleinen Rundgang plane ich für später. Die Tische an der Außenterrasse des Klosterrestaurants ist rappelvoll. So setze ich mich zu einem Pärchen an den Tisch.

Mönchskloss
Ein köstlicher Mönchskloss

Heute ist mein Schüsseltag, ich habe es versäumt Geld abzuholen. Glücklicherweise ist Kartenzahlung eine Selbstverständlichkeit. Nach einem köstlichen Mönchskloss (gefüllt mit Hack) in Lauchcreme serviert, einem Milchkaffee und Johannisbeerschorle  erkunde ich noch einen Moment über das Gelände.

Dann nehme ich es mit den restlichen 3,6 km bis zum Litticher Hof in Großlittgen auf.

Großlittgen – Litticher Hof

In dem einfachen Landhotel werde ich freundlich begrüßt. Frühstückszeit und Abfahrt nach Bruch werden sofort geklärt. Alles sehr angenehm. Auch mein Gepäck steht schon bereit und wird mir auf mein Zimmer getragen. Welch ein Service für müde Damen.

Im Gastraum bekomme ich noch Kaffee und Apfelsaftschorle, dann verschwinde ich in mein Zimmer. Stiefel aus, duschen und dann lang machen. Ich freue mich auf Morgen, auf die Etappe Bruch- Himmerod.

Es ist schon ein weiter Weg bis Großlittgen

Abschließend möchte ich dann doch sagen, jeder der es irgendwie einrichten kann sollte im Kloster Himmerod unterkommen. Am Ende der Etappe noch bis zum Nachbarort zu laufen ist für Wanderer wie mich eine echte Herausforderung. Den einzigen Bus zwischen Himmerod und  Großlittgen nach 17 Uhr zu nehmen muss ja auch erstmal passen. Ggf wäre hier ein Personentransfer ein Signal.

Die Gesamtetappe des Eifelsteig zwischen Manderscheid und Himmerod ist ein gelungenes Potpourries unterschiedlichster Landschaftseindrücke. Aus diesem Grund möchte sie mir, sowohl auf dieser Streckenwanderung, als auch auf Rundwegen, immer wieder gönnen.

Noch ein wenig Informatives zum Schluss

Manderscheid

Manderscheid ist Kneippkurort und die Region historisch ausgesprochen interessant. Z.b. können Interessierte im Maarmuseum das Skelett eines Urpferdchen anschauen. Es handelt sich hier um eine trächtige Stute, die man im Eckfelder Trockenmaar gefunden hat.

Manderscheid ist eine alte Stadt und wurde bereits im Jahre 973 urkundlich erwähnt. Eins der tollen Highlights ist natürlich die Besichtigung der Manderscheid Burgen. Die Niederburg, die  1899 der Eifelverein erworben hat und unter großen finanziellen Aufwand restaurieren ließ.

Die Manderscheidburgen - Zwischen Manderscheid und Himmerod
Die Manderscheidburgen

Ein wenig außerhalb von Manderscheid locken die drei Dauner Maare. Ich habe es ja bereits in der vorangegangenen Etappenbeschreibung von Daun nach Manderscheid erwähnt, wie unglaublich schön die Mare sind. Auch hier im Blog bereits beschrieben, verläuft ab Heidsmühle ein Achtsamkeitspfad. Der berührt, wenn man ihn ein wenig verlängert und oder ausbaut, z.b. den Windsborn Kratersee und lenkt unsere Schritte entlang der kleinen Kyll.
Auch Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten, zum Beispiel wenn sie auf dem Maare-Mosel-Radweg fahren.
Es gibt also reichlich zu erkunden, in der Region Manderscheid.

Die Fee vom Mosenberg – Zwischen Manderscheid und Himmerod

Sagen und Geschichten zur Eifel gibt es reichlich, so natürlich auch eine vom Mosenberg. Der Mosenberg beheimatet 4 Krater. Ich schrieb im vorigen Absatz bereits etwas über den Windsborn Kratersee. Um diesem Kratersee rankt sich die folgende Geschichte.

Einst wurde eine neue Brücke in der Nähe des Mosenbergs gebaut. Dafür mussten die Arbeiter ziemlich hart ran, weil die stützenden Steine zurecht gearbeitet werden mussten. Eines Tages erschien den müden Arbeitern eine Fee in einem weißen Kleid. Sie sagte zu ihnen: Arbeitet fleißig weiter, damit die Brücke bald fertig ist! Nach diesen Worten verschwand sie.
Diese Fee erschien erst viele Wochen später wieder einem Spielmann. Zu dem Zeitpunkt war die Brücke bereits fertiggestellt. Der Spielmann schlief an der Brücke ein und als er wach wurde, griff er nach seiner Fidel und spielte fröhliche Lieder. Plötzlich stand die weiße Fee vom Mosenberg auf der Brücke und tanzte. Der Spielmann spielte daraufhin weiter und weiter die ganze Nacht bis zum frühen Morgen. Beim ersten Tageslicht verschwand die Fee vom Mosenberg im Wasser des Vulkans Der Spielmann erzählte von seinem nächtlichen Erlebnis, aber niemand hat die Fee vom Mosenberg jemals wieder zu Gesicht bekommen.

Windsborn Kratersee - zwischen Manderscheid und Himmerod
Windsborn Kratersee – zwischen Manderscheid und Himmerod

Unterstützer auf dem Eifelsteig

Dazu gehört die Unterstützung durch den  Eifel Tourismus (ET) GmbH . Dank dieser Hilfen ist es mir überhaupt möglich das Projekt so anzugehen. Vielen Dank für hervorragende Unterbringung und den lückenlosen Gepäcktransfer. Personentransfer wo nötig, sowie Rat und Tat.

Der Sockenausstatter Wrightsock der mir die praktischen doppellagigen Socken mit dem Eifelsteigsymbol zur Verfügung stellen wird, ist ebenfalls mit im Boot.

Reinland Seifen

 

Nicht zuletzt Reinlandseifen, die mir die Wanderseifen zur Verfügung stellt, hier geht es zum Blogbeitrag, in dem ich die Seifen vorstelle. Lecker riechen tun all die Seifen, außerdem sind sie schön bunt-

 

(c)Esterbauer
(c)Hikeline

Das *Buch zum Eifelsteig stellt mir der Verlag Esterbauer, hier sind einige Informationen enthalten, die wegweisend sind, um sich auf diesem Fernwanderweg gut zurecht zu finden. Außerdem bin ich auf die einzelnen Etappen bestens vorbereitet.

 

 

Als gänzlich neuer und sehr willkommener Sponsor auf meinen weiteren Etappen hat sich der Sportausstatter Fifty Five zur Verfügung gestellt. Erstes Resümee: Ich bin sehr positiv überrascht. Mehr hierzu demnächst.

Meine Zusicherung

Outdoor Blogger Codex
Outdoor Blogger Codex

Was meine Beschreibungen und Einschätzungen angeht dürfen sich meine  Leser/innen darauf verlassen, dass ich meine ganz persönlichen Eindrücke wiedergebe, so auch hier.  Im Übrigen habe ich mich hier zu über den Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links von Amazon, Reinlandseifen und Wrightsocks. Diese sind vor dem Link mit einem Stern (*) gekennzeichnet. Afiliate Links bringen mir ein paar Cent, wenn darüber Einkäufe getätigt werden. Der Einkaufspreis für den Käufer ändert sich nicht.

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2 Kommentare

  1. Schöne Beschreibung; ich habe diese Strecke (und die vorherige) damals ganz besonders genossen, auch wenn wir im letzten Stück zum Kloster von einem Gewitter überfallen wurden; das Klosterbier hat dafür doppelt gut geschmeckt. Wunderschönen Garten gibt es dort auch. Lese immer gerne mit.

    1. Ja, die beiden Etappen sind ein Traum. Ich bin einen Tag drauf durch das Klostergelände gelaufen. Es ist himmlisch dort

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